DE3713041C2 - - Google Patents
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
- H01J61/02—Details
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-
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- H01J61/94—Paths producing light of different wavelengths, e.g. for simulating daylight
Landscapes
- Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Mehrfarben-Gasentladungslampe
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs. Diese
kann zur Erzeugung von Leuchtzeichen wie Buchstaben,
Zahlen oder Symbolen dienen und ist insbesondere
dort verwendbar, wo die Leuchtfarben aufeinanderfolgend
geändert werden.
Entladungslampen weisen im allgemeinen eine mit
inertem Gas gefüllte Glasröhre, ein Paar Elektroden,
von denen eine innerhalb der Glasröhre angeordnet
und die andere als transparenter leitender Film auf
der äußeren Oberfläche der Glasröhre ausgebildet sind,
sowie eine die innere Oberfläche der Glasröhre bedeckende
fluoreszierende Schicht, die bei Anlegen
einer Entladungsspannung an die Elektroden ein Licht
von gewünschter Farbe erzeugt, auf. Eine derartige
Entladungslampe ist beispielsweise in der japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 58-1 11 251 offenbart.
Diese konventionellen Entladungslampen erzeugen nur
Licht einer Farbe. Es ist daher nicht möglich, mit
diesen Buchstaben, Zahlen, Symbole o. dgl. in
nach beispielsweise einem bestimmten Zeitmuster
wechselnden Farben anzuzeigen. Somit bestehen gewisse
Beschränkungen hinsichtlich der Verbesserung des
Anzeigeeffektes derartiger Lampen.
Die US 22 69 819 offenbart eine Entladungslampe, die
weißes Licht erzeugen soll, und konzentrisch angeordnete,
mit inertem Gas gefüllte Entladungsröhren aufweist,
wobei die einzelnen Entladungsröhren mit unterschiedlichem
fluoreszierendem Material beschichtet sind, die
in ihrer Leuchtwirkung ein weißes Licht ergeben.
In der GB 12 82 513, die eine Niederdruckentladungslampe
betrifft, ist eine Umhüllung teilweise aus keramischem
Material vorgesehen, wobei auf der äußeren Oberfläche
und auf der inneren Oberfläche eine transparente leitende
Schicht aufgebracht sind, wobei die Schichten als "Platten"
eines Kondensators wirken und das Keramikmaterial das
Dielektrikum bildet. Die äußere Schicht ist mit einem
Pol der Spannungsversorgung verbunden. Weder die innere
noch die äußere Schicht der Lampe nach der GB 12 82 513 dienen
als gemeinsame Elektrode für zwei verschiedene
Entladungsröhren, d. h. es sind keine zwei Entladungsröhren
vorgesehen.
Die US 23 12 866 offenbart eine Kombination von verschiedenen
Entladungslampen, um Licht unterschiedlicher
Farben zu erzeugen; dabei sind in jeder Entladungsröhre
an ihren Enden Elektroden vorgesehen.
Die GB 3 62 885 bezieht sich auf eine Gasentladungslampe,
die ein Licht zum Fotografieren der Farben eines
Spektrums ohne Schatten in bezug auf die anderen
Farben des Spektrums erzeugt. Dabei ist wiederum jede
Elektrode der zusammen angeordneten Röhren am Ende
der Röhren vorgesehen. Außerdem enthält jede Röhre
eine unterschiedliche Lichtfarbe.
Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Mehrfarben-Gasentladungslampe zu schaffen, in der
die Farbe des erzeugten Lichts aufeinanderfolgend
in gewünschter Weise geändert werden kann, so daß der
Anzeigeeffekt von Buchstaben, Zahlen, Symbolen und dergleichen
erhöht werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die
im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Gasentladungslampe ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei der erfindungsgemäßen Gasentladungslampe wird, wenn
zwischen die erste und die zweite Elektrode eine
Entladungsspannung gelegt wird, eine Leuchtentladung
in der äußeren Entladungsröhre erzeugt, deren Farbe
von dem die innere Oberfläche des Kolbens bedeckenden
Leuchtstoffschicht abhängt.
In gleicher Weise tritt, wenn zwischen die dritte
und die zweite Elektrode eine Entladungsspannung
gelegt wird, in der inneren Entladungsröhre eine
Leuchtentladung auf, deren Farbe von dem die innere
Oberfläche von deren Umhüllung bedeckenden Leuchtstoffschicht
abhängt und die von der Farbe der Leuchtentladung
in der äußeren Entladungsröhre verschieden ist.
Wenn weiterhin Entladungsspannungen gleichzeitig
zwischen die erste und die zweite Elektrode und
zwischen die dritte und die zweite Elektrode gelegt
werden, treten Leuchtentladungen sowohl in der
äußeren als auch in der inneren Entladungsröhre auf,
die ein Licht mit einer sich aus der Mischung der
der Leuchtstoffschicht auf der inneren Oberfläche
des Kolbens der äußeren Entladungsröhre zugeordneten
Farbe und der der Leuchtstoffschicht auf der
inneren Oberfläche des Kolbens der inneren Entladungsröhre
zugeordneten Farbe ergebenden Farbe bilden.
Da die Mehrfarben-Entladungslampe wie ein Kondensator
mit den Kolben als dielektrischem Material wirkt,
hat eine graduelle Zu- oder Abnahme der zwischen
die Elektroden gelegten Entladungsspannung eine
räumliche Veränderung der Leuchtbereiche der Röhren
zur Folge. Dieses veränderliche Leuchten kann auch
durch Anlegen einer konstanten Spannung mit sich
graduell verändernder Frequenz an die Elektroden
erzielt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Querschnittsdarstellung
einer Mehrfarben-Gasentladungslampe
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine schematische Darstellung der
Verbindungen der Gasentladungslampe
nach Fig. 1 mit ihren Versorgungsquellen,
Fig. 3 eine schematische Querschnittsdarstellung
einer Mehrfarben-Gasentladungslampe
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Ver
bindungen der Gasentladungslampe nach Fig. 3
mit ihren Versorgungsquellen,
Fig. 5 bis 7 schematische Darstellungen von Bei
spielen für praktische Anwendungen der
Gasentladungslampe nach Fig. 1, und
Fig. 8A, 8B und 9 schematische Darstellungen von
Beispielen für praktische Anwendungen der
Gasentladungslampe nach Fig. 3.
Eine Mehrfarben-Gasentladungslampe 10 in Fig. 1 weist
eine äußere Entladungsröhre 11 und eine innere Ent
ladungsröhre 12 auf. Die äußere Entladungsröhre 11
besitzt einen länglichen zylindrischen Kolben 13 aus
dielektrischem Material, bestehend aus einer inneren
und einer äußeren Oberfläche, die eine Zelle bilden,
in der Gas eingeschlossen sein kann. Die innere Ent
ladungsröhre 12 besitzt einen dem Kolben 13 der
äußeren Entladungsröhre 11 entsprechenden Kolben
14, deren eines Ende 14a jedoch die allgemeine Form
eines umgekehrten L aufweist. Die innere Entladungs
röhre 12 ist in die äußere Entladungsröhre 11 einge
setzt, wobei das Ende 14a des inneren Kolbens 14
aus dem einen Ende 13a des äußeren Kolbens 13 nach
außen herausragt. Die Kolben 13 und 14 können
aus weichem Glas, wie durchsichtigem Natriumglas,
oder hartem Glas, wie Borsilikatglas, bestehen. Jeder
der Kolben 13 und 14 ist mit einem inerten Gas
wie Neon, Krypton und Xenon bei einem Druck von etwa
1 kPa-100 kPa gefüllt.
Eine Elektrode 15 ist am rechten Ende des äußeren
Kolbens 13 in diesem befestigt und trägt an ihrem
äußersten Ende ein Getter 16. In gleicher Weise ist
eine andere Elektrode 17 am herausragenden Ende 14a
des inneren Kolbens 14 in diesem befestigt und
trägt an ihrem äußersten Ende ein Getter 18.
Für den Fall, daß die Kolben 13 und 14 aus
weichem Glas hergestellt sind, wird beispielsweise
ein Dumet (Cu-Ni-Fe)-Draht für die Elektroden 15 und
17 verwendet; bestehen die Kolben 13 und 14 aus
hartem Glas, dann wird beispielsweise ein Wolfram
draht für die Elektroden 15 und 17 gewählt. Das am
äußersten Ende der Elektrode 15 befestigte Getter
16 und das am äußersten Ende der Elektrode 17 be
festigte Getter 18 dienen zur Adsorption schädlicher
bei der Entladung auftretender Substanzen, wie schäd
licher Gase oder Verunreinigungen, und sie können
aus Titan, Tantal, Zirkon o.dgl. bestehen.
Ein transparenter leitender Film 19 ist auf der
äußeren Oberfläche des äußeren Kolbens 13 und der
äußeren Oberfläche des herausragenden Endes 14a des
inneren Kolbens 14 niedergeschlagen mit Ausnahme
der Bereiche in der Nähe des Durchgangs der Elek
troden 15 und 17 durch die jeweiligen Kolben.
Der transparente leitende Film 19 dient als eine den
Elektroden 15 und 17 gemeinsam zugeordnete Elek
trode. Ein Anschluß 20 ist fest auf der äußeren
Oberfläche des herausragenden Endes 14a des inneren
Kolbens 14 angebracht und liefert eine Entladungs
spannung an den als gemeinsame Elektrode verwendeten
transparenten leitenden Film 19.
Die innere Oberfläche des äußeren Kolbens 13 ist
mit einer Leuchtstoffschicht 21 bedeckt, wel
che beispielsweise ein rotes Licht erzeugt, wenn
eine Entladungsspannung zwischen die Elektrode 15
und den Anschluß 20 für eine Leuchtentladung ge
legt wird. Die innere Oberfläche des inneren
Kolbens 14 ist mit einer anderen Leuchtstoffschicht
22 bedeckt, die z. B. ein grünes Licht er
zeugt, wenn eine Entladungsspannung zwischen die
Elektrode 17 und den Anschluß 20 für eine Leuchtent
ladung gelegt wird.
Wie schematisch in Fig. 2 gezeigt ist, sind eine
Entladungs-Versorgungsquelle 23 mit der Elektrode
15 und dem Anschluß 20 und eine weitere Entladungs-
Versorgungsquelle 24 mit der Elektrode 17 und dem
Anschluß 20 verbunden. Die Versorgungsquellen 23 und
24 liefern beide eine konstante Wechselspannung, bei
spielsweise im Bereich von 200-2000 V mit einer
festen Frequenz, beispielsweise im Bereich von 3-
30 kHz. Weiterhin können die Versorgungsquellen 23
und 24 so modifiziert werden, daß sie eine variable
Wechselspannung oder eine Wechselspannung mit variabler
Frequenz liefern. In diesem Fall sind die Spannung
zeitabhängig im Bereich von 200-2000 V und die
Frequenz zeitabhängig im Bereich von 3-30 kHz ver
änderbar.
In der so ausgebildeten Mehrfarben-Gasentladungslampe
10 entsteht, wenn die vorgenannte konstante Spannung
zwischen die Elektrode 15 und die gemeinsame Elek
trode 19 mittels des Anschlusses 20 gelegt wird, in
der äußeren Entladungsröhre 11 eine rotes Licht er
zeugende Leuchtentladung. Wenn die vorgenannte kon
stante Spannung zwischen die Elektrode 17 und die
gemeinsame Elektrode 19 über den Anschluß 20 gelegt
wird, entwickelt sich eine grünes Licht erzeugende
Leuchtentladung in der inneren Entladungsröhre 12.
Wenn die konstante Spannung gleichzeitig sowohl zwi
schen die Elektrode 15 und die gemeinsame Elektrode
19 als auch zwischen die Elektrode 17 und die gemein
same Elektrode 19 gelegt wird, treten gleichzeitig
Leuchtentladungen in der äußeren Entladungsröhre 11
und in der inneren Entladungsröhre 12 auf. Die Ent
ladungslampe 10 produziert in dieser Zeit, in der
in der äußeren Entladungsröhre 11 ein rotes Licht
und in der inneren Entladungsröhre 12 ein grünes
Licht erzeugt werden, ein aus der Mischung des roten
und grünen Lichts gebildetes gelbes Licht.
Es ist festzustellen, daß die Entladungslampe 10 als
Kondensator mit den Glaskolben 13 und 14 als
dielektrischem Material wirkt. Wenn somit die er
wähnte variable Spannung graduell erhöht wird, ver
ändert sich der leuchtende Bereich der äußeren
und/oder inneren Entladungsröhre 11 bzw. 12 in der
Weise, daß seine Länge von der Elektrode 15 und/oder
der Elektrode 17 aus variiert. Wenn die Spannung
konstant gehalten, ihre Frequenz jedoch graduell er
höht wird, verändert sich der leuchtende Bereich in
der äußeren und/oder inneren Entladungsröhre 11 bzw.
12 ebenfalls in der Weise, daß seine Länge von der
Elektrode 15 und/oder der Elektrode 17 aus variiert.
Die Richtung der sich räumlich verändernden Leucht
erscheinung ist daher in der äußeren Entladungsröhre
11 und in der inneren Entladungsröhre 12 gleich.
Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer
Gasentladungslampe, deren wesentlicher Unterschied
gegenüber der Gasentladungslampe 10 darin liegt, daß
eine der Elektrode 15 entsprechende Elektrode 35
entgegengesetzt von einer zweiten Elektrode 37 ange
ordnet ist. Mit dieser modifizierten Elektrodenan
ordnung ist die Richtung einer sich räumlich ver
ändernden Leuchterscheinung in der äußeren Entla
dungsröhre entgegengesetzt derjenigen in der inneren
Entladungsröhre.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, besitzt eine Gasent
ladungslampe 30 eine äußere Entladungsröhre 31 und
eine innere Entladungsröhre 32. Die äußere Entla
dungsröhre 31 weist einen länglichen zylindrischen
Kolben 33 mit einer integralen Ausbuchtung 33a an
seinem in Fig. 3 linken Ende auf. Die innere Entla
dungsröhre 32 weist ebenfalls einen länglichen zy
lindrischen Kolben 34 mit einer integralen Aus
buchtung 34a an seinem in Fig. 3 rechten Ende ent
fernt von der Ausbuchtung 33a des äußeren Kolbens
33 auf. Die innere Entladungsröhre 32 ist in die
äußere Entladungsröhre 31 eingesetzt, wobei die Aus
buchtung 34a des inneren Kolbens 34 aus dem rechten
Ende des äußeren Kolbens 33 herausragt. Die
Kolben 33 und 34 sind wie im ersten Ausführungs
beispiel aus weichem Glas, wie durchsichtigem Natrium
glas, oder hartem Glas, wie Borsilikatglas, gefertigt.
Die Kolben 33 und 34 sind jeweils auch mit
einem inerten Gas wie Neon, Krypton oder Xenon bei
einem Druck zwischen 1 kPa und 100 kPa gefüllt.
Die Elektrode 35 ist innerhalb der Ausbuchtung 33a
des äußeren Kolbens 33 angeordnet und an ihrem
äußersten Ende ist ein Getter 36 befestigt. In glei
cher Weise ist die Elektrode 37 innerhalb der Aus
buchtung 34a des inneren Kolbens 34 angeordnet und
an ihrem äußersten Ende ist ein Getter 38 befestigt.
Die Elektroden 35 und 37 verwenden einen Dumet- oder
Wolfram-Draht wie im Fall des ersten Ausführungs
beispiels.
Ein durchsichtiger leitender Film ist auf der äußeren
Oberfläche des äußeren Kolbens 33 sowie auf der
äußeren Oberfläche der Ausbuchtung 34a des inneren
Kolbens 34 mit Ausnahme der Bereiche in der Nähe
des Durchgangs der Elektroden 35 und 37 durch die
jeweiligen Kolben niedergeschlagen. Der durch
sichtige leitende Film 39 dient als eine den Elek
troden 35 und 37 gemeinsam zugeordnete Elektrode.
Ein Anschluß 40 ist fest auf der äußeren Oberfläche
der Ausbuchtung 34a angebracht und liefert eine Ent
ladungsspannung an den als gemeinsame Elektrode die
nenden durchsichtigten leitenden Film 39.
Die innere Oberfläche des äußeren Kolbens 33 ist
mit einer Leuchtstoffschicht 41 bedeckt, wel
che beispielsweise ein rotes Licht erzeugt, wenn
eine Entladungsspannung zwischen die Elektrode 35
und den Anschluß 40 für eine Leuchtentladung gelegt
wird. Die innere Oberfläche des inneren Kolbens
34 ist mit einer anderen Leuchtstoffschicht
42 bedeckt, die z. B. ein grünes Licht erzeugt, wenn
eine Entladungsspannung zwischen die Elektrode 37
und den Anschluß 40 für eine Leuchtentladung gelegt
wird.
Wie schematisch in Fig. 4 gezeigt ist, sind eine
Entladungs-Versorgungsquelle 43 mit der Elektrode
35 und dem Anschluß 40 und eine weitere Entladungs-
Versorgungsquelle 44 mit der Elektrode 37 und dem
Anschluß 40 verbunden. Die Versorgungsquellen 43 und
44 liefern beide eine konstante Wechselspannung, bei
spielsweise im Bereich von 200-2000 V mit einer
festen Frequenz, beispielsweise im Bereich von 3-
30 kHz. Weiterhin können die Versorgungsquellen 43
und 44 so modifiziert werden, daß sie eine variable
Wechselspannung oder eine Wechselspannung mit va
riabler Frequenz liefern. In diesem Fall sind die
Spannung zeitabhängig im Bereich von 200-2000 V
und die Frequenz zeitabhängig im Bereich von 3-30 kHz
veränderbar.
Die Arbeitsweise der Entladungslampe nach dem zwei
ten Ausführungsbeispiel ist im wesentlichen die
gleiche wie die der Entladungslampe nach dem ersten
Ausführungsbeispiel. Jedoch sind im zweiten Aus
führungsbeispiel die Richtungen der räumlichen Ver
lagerung der leuchtenden Bereiche in der äußeren
Entladungsröhre 31 und in der inneren Entladungs
röhre 32 einander entgegengesetzt. Wenn somit die
erwähnte variable Spannung graduell erhöht wird,
verändert sich der leuchtende Bereich in der äußeren
Entladungsröhre 31 in der Weise, daß sich seine
Länge von der Elektrode 35 ausgehend ändert, während
der leuchtende Bereich in der inneren Entladungs
röhre 32 sich derart verändert, daß sich seine Länge
von der Elektrode 37 ausgehend ändert. Wenn die Span
nung gehalten jedoch ihre Frequenz graduell er
höht wird, erhält man die gleiche Veränderung des
Leuchtverhaltens.
Es werden nun verschiedene Anwendungen der Mehr
farben-Gasentladungslampen 10 bzw. 30 beschrieben.
Wie bereits erwähnt wurde, kann die Mehrfarben-Gasent
ladungslampe 10 während der Entladung die Leucht
farbe wahlweise zwischen rot, grün und gelb ver
ändern, und sie zeichnet sich dadurch aus, daß die
Richtungen der räumlichen Veränderung der Leuchter
scheinung in der äußeren Entladungsröhre 11 und in
der inneren Entladungsröhre 12 übereinstimmen.
Fig. 5 zeigt eine Mehrfarben-Entladungslampe 10,
die in einer Papierkassetten-Anzeigeeinheit 51 einer
Kopiermaschine verwendet wird. Verschiedenen Papier
größen zugeordnete Farbmarkierungen sind neben der
Entladungslampe 10 angeordnet. Beispielsweise ist
die rote Farbmarkierung der Papiergröße A 3, die
grüne Farbmarkierung der Papiergröße A 4 und die
gelbe Farbmarkierung der Papiergröße B 4 zugeordnet.
Wenn somit beispielsweise die Papiergröße A 3 ausge
wählt ist, erzeugt die Entladungslampe 10 ein rotes
Licht, um anzuzeigen, daß die Papiergröße A 3 aus
gewählt wurde, und zur gleichen Zeit bewegt es sich
in Richtung der Papierzuführung.
Die Fig. 6 und 7 zeigen weitere Anwendungen der Ent
ladungslampe 10, bei welchen die Bewegung von Gegen
ständen auf einer Instrumententafel 52 oder einer
Materialbehandlungs-Steuertafel 53 angezeigt wird.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Instrumententafel 52
werden die Kanäle für die Beförderung der Gegen
stände, d. h. Kanal 1, Kanal 2 und Kanal 3, neben der
Entladungslampe 10 in den gleichen Farben wie den
Leuchtfarben der Entladungslampe angezeigt, d. h.
Rot, Grün und Gelb. Wenn die Entladungslampe 10 bei
spielsweise ein rotes Licht erzeugt, zeigt sie an,
daß die Gegenstände durch den Kanal 1 transportiert
werden. Auf der Materialbehandlungs-Steuertafel 53
werden Prozesse des Materialflusses, d. h. Prozeß 1,
Prozeß 2 und Prozeß 3 in den gleichen Farben wie den
Leuchtfarben der Entladungslampe 10 angezeigt, d.h.
Rot, Grün und Gelb. Wenn die Entladungslampe 10 bei
spielsweise ein rotes Licht erzeugt, zeigt dieses
an, daß die Gegenstände den Prozeß 1 durchlaufen.
Es werden nun einige Anwendungen der Mehrfarben-Ent
ladungslampe 30 erläutert. Wie erwähnt wurde, kann
die Mehrfarben-Entladungslampe 30 während der Ent
ladung die Leuchtfarben wahlweise zwischen Rot, Grün
und Gelb ändern, und sie zeichnet sich dadurch aus,
daß die Richtungen der räumlichen Veränderung der
Leuchterscheinungen in der äußeren Entladungsröhre
31 und der inneren Entladungsröhre 32 einander ent
gegengesetzt sind. Diese Entladungslampe 30 kann dazu
verwendet werden, die Bewegungsrichtung eines kon
tinuierlichen Bandes wie eines Magnetbandes oder
Films anzuzeigen. Aus Fig. 8A ist eine Entladungs
lampe 30 ersichtlich, die zur Anzeige der Bewegungs
richtung eines in einer Kassette enthaltenen Bandes
61 dient. Die Lampe 30 erzeugt ein rotes Licht, das
sich von rechts nach links bewegt, wie in Fig. 8B
gezeigt ist, wenn das Band 61 von rechts nach links
bewegt wird, d.h. mit anderen Worten, während einer
Aufnahme oder Wiedergabe. Beim Zurückspulen in der
Gegenrichtung erzeugt die Entladungslampe 30 ein
grünes Licht, das sich von links nach rechts bewegt,
und weiterhin, wenn das Band 61 stoppt, ein gelbes
Licht. Fig. 9 zeigt noch eine weitere Anwendung der
Entladungslampe 30, die dazu dient, die Aufwärts-
und Abwärtsbewegungen eines Fahrstuhls auf einer An
zeigetafel 62 darzustellen. Beispielsweise bedeuten
eine rote Anzeige eine Aufwärtsbewegung und eine
grüne Anzeige eine Abwärtsbewegung des Fahrstuhls,
wobei eine Bewegung der Leuchterscheinung in Rich
tung der Fahrstuhlbewegung erfolgt. Weitere An
wendungen der Entladungslampe 30 können in der An
zeige der Fahrtrichtungen eines Zuges, der Anzeige
der Einführung oder Herausnahme einer Telefonkarte
oder einer Scheckkarte, der Anzeige der Vorwärts-
und Rückwärtsbewegungen eines Automobils und der
Anzeige der Aufwärts- und Abwärtsbewegung einer
Rolltreppe bestehen.
Aus der vorstehenden Beschreibung der Entladungs
lampen 10 und 30 ist ersichtlich, daß eine einzelne
Entladungslampe ein sich bewegendes Licht in mehreren
Farben erzeugen kann, wodurch die Wirkung der An
zeige von Buchstaben, Zahlen, Symbolen o. dgl. ver
bessert werden kann.
Claims (9)
1. Mehrfarben-Gasentladungslampe mit einer äußeren
Entladungsröhre (11, 31), die einen ein inertes
Gas einschließenden länglichen zylindrischen Kolben
(13, 33) aus dielektrischem Material, eine innerhalb
eines Endes dieses Kolbens (13, 33) befestigte
erste Elektrode (15, 35), eine zweite Elektrode
(20, 40) und eine die innere Oberfläche des Kolbens
(13, 33) bedeckende Leuchtstoffschicht (21, 41)
aufweist, mit einer in die äußere Entladungsröhre
(11, 31) eingesetzten, sich im wesentlichen über
deren gesamte Länge erstreckenden inneren Entladungsröhre
(12, 32), die einen ein inertes Gas einschließenden
länglichen zylindrischen Kolben (14, 34)
aus dielektrischem Material, eine innerhalb eines
Endes dieses Kolbens (14, 34) befestigte dritte
Elektrode (17, 37) und eine die innere Oberfläche
dieses Kolbens (14, 34) bedeckende Leuchtstoffschicht
(22, 42) aufweist, und mit einer an die Elektroden
anschließenden Spannungsversorgung, wobei die
Leuchtstoffschichten auf den Oberflächen der
inneren und äußeren Enladungsröhre (11, 31; 12, 32)
Licht unterschiedlicher Farbe emittieren,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Elektrode der äußeren Entladungsröhre
(11, 31) als ein transparenter leitender,
im wesentlichen auf der gesamten äußeren Oberfläche
des Kolbens (13, 33) niedergeschlagener Film (19, 39)
ausgebildet ist, der gleichzeitig als Gegenelektrode
zur dritten Elektrode (17, 37) der inneren Entladungsröhre
(12, 32) dient und daß die Spannungsversorgung
(23, 24; 43, 44) den Entladungsröhren
Hochfrequenzspannungen zuführt und einen Schaltkreis
umfaßt, der die Amplitude und/oder die Frequenz
der angelegten Spannungen kontinuierlich verändern
kann.
2. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die innerhalb des Kolbens der
äußeren Entladungsröhre (11) angeordnete erste
Elektrode (15) und die innerhalb des Kolbens
der inneren Entladungsröhre (12) angeordnete
dritte Elektrode (17) auf der gleichen Seite
befestigt sind.
3. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die innerhalb des Kolbens der äußeren
Entladungsröhre (31) angeordnete erste Elektrode (35)
und die innerhalb des Kolbens der inneren Entladungsröhre
(32) angeordnete dritte Elektrode (37)
auf jeweils entgegengesetzten Seiten befestigt sind.
4. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils am äußersten Ende
der ersten (15; 35) und dritten (17; 37) Elektrode
ein Getter (16, 18; 36, 38) befestigt ist.
5. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das in der äußeren (11; 31)
und inneren (12; 32) Entladungsröhre eingeschlossene
Gas Neon ist.
6. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das in der äußeren (11; 31)
und inneren (12; 32) Entladungsröhre eingeschlossene
Gas Krypton ist.
7. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das in der äußeren (11; 31)
und inneren (12; 32) Entladungsröhre eingeschlossene
Gas Xenon ist.
8. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leuchtstoffschicht (21; 41)
auf der inneren Oberfläche des Kolbens (13; 33)
der äußeren Entladungsröhre (11; 31) zur Erzeugung
von rotem Licht und die Leuchtstoffschicht (22; 42)
auf der inneren Oberfläche des Kolbens (14; 34)
der inneren Entladungsröhre (12; 32) zur Erzeugung
von grünem Licht vorgesehen sind.
9. Gasentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leuchtstoffschicht (21; 41)
auf der inneren Oberfläche des Kolbens (13, 33)
der äußeren Entladungsröhre (11; 31) zur Erzeugung
von grünem Licht und die Leuchtstoffschicht (22; 42)
auf der inneren Oberfläche des Kolbens (14, 34) der
inneren Entladungsröhre (12; 32) zur Erzeugung
von rotem Licht vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP61093177A JPS62252061A (ja) | 1986-04-22 | 1986-04-22 | 複色発光放電灯 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3713041A1 DE3713041A1 (de) | 1987-11-05 |
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| DE (1) | DE3713041A1 (de) |
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- 1986-04-22 JP JP61093177A patent/JPS62252061A/ja active Granted
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- 1987-04-21 KR KR1019870003809A patent/KR900002448B1/ko not_active Expired
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