DE3709566A1 - Einspannvorrichtung insbesondere schraubstock - Google Patents
Einspannvorrichtung insbesondere schraubstockInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Einspannvorrichtung
insbesondere Schraubstock nach der Gattung des Hauptan
spruchs. Es sind Einspannvorrichtungen dieser Art bekannt,
bei denen die Spannbacken an die Trägerelemente ge
schraubt sind, wobei die Schrauben selbst keine Spann
kräfte übertragen, sondern nur dazu dienen, die Spann
backen in einer vorgesehenen Position zu halten, in
der die Spannkräfte auf die Trägerelemente übertragen
werden. Wenn derartige Spannbacken beschädigt sind,
kann durch Abschrauben und Wiederaufschrauben ein Aus
wechseln der Spannbacken vorgenommen werden. Dieses
Auswechseln ist verhältnismäßig umständlich.
Es ist außerdem bekannt, für′s Einspannen von speziellen
Werkstücken Winkel über die Spannbacken zu hängen,
an denen entsprechende Kerben oder Ausnehmungen zur
besseren Halterung des Werkstückes vorhanden sind. Diese
Winkel wiederum sind labil angeordnet, so daß beim
Einspannvorgang oder beim Öffnen der Einspannvorrichtung
ein Herabrutschen der Winkel von der jeweiligen Spann
backe vorkommt.
Die erfindungsgemäße Einspannvorrichtung mit den kennzeich
nenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber
den Vorteil, daß der dem Werkstück zugewandte Teil
einer Spannbacke schnell austauschbar oder auswechselbar
ist, ohne daß deshalb ein Nachteil bezüglich der Spann
kraftübertragung entsteht. So kann beispielsweise für
die Bearbeitung von empfindlichen Werkstücken der austausch
bare Teil aus Kunststoff bestehen oder aber beim Fest
spannen eines entsprechend andersartigen Werkstücks
dieser Teil aus hartem Material bestehen. Dadurch,
daß die Spannkraftrichtung senkrecht auf der Schienenrichtung
steht, besteht auch nicht die Gefahr eines seitli
chen Wegrutschens des Austauschteiles. Ein solches
Austauschteil kann natürlich auf der dem Werkstück
zugewandten Seite entsprechend ausgestaltet sein, also
Ausnehmungen oder Erhebungen aufweisen, um so ein besse
res Ergreifen oder Umgreifen des Werkstückes zu erzielen,
wobei möglicherweise die am Werkstück angreifenden
Kräfte günstiger aufgeteilt werden. Die an den Trägerele
menten befestigten Teile der Spannbacken können entweder
wie bekannt festgeschraubt sein oder auch unlösbar
verbunden sein, da ein Auswechseln dieser Teile nicht
mehr erforderlich ist. Zudem können diese Teile aus
besonders festem Material, beispielsweise einem beson
deren Stahl bestehen.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist zwischen den beiden Teilen einer Spannbacke minde
stens eine in Schienenrichtung wirkende Einrastvorrich
tung vorhanden, so daß auch bei nicht horizontaler
Anordnung der Spannbacke ein Herausrutschen des auswechsel
baren Teiles unterbunden wird. Als Einrastvorrichtung
kann vorteilhafterweise ein Kugelschnapper dienen,
mit einer in einem Käfig gefaßten federbelasteten und
aus der Schienenfläche des einen Teils herausragenden
Kugel und mit einer dieser Kugel zugeordneten Rastausneh
mung in der Schienenfläche des anderen Teiles. Da die
Kugel federbelastet ist, wird gleichzeitig ein leichtes
Auseinanderdrücken der beiden Teile und damit ein Formschluß
erzielt, wobei dann beim Zusammenspannen diese Rasterfeder
entsprechend leicht nachgeben kann. Eine solche Rasterkugel
ist vorteilhafterweise in dem Teil angeordnet, der
mit dem Trägerelement verbunden ist, so daß der Aufwand
für eine solche Einrichtung unabhängig von der Zahl
der auswechselbaren Teile nur einmal erforderlich ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
zwischen den beiden Teilen ein Profil vorhanden, durch
das ein Herausfallen in Spannrichtung des Austauschteils
vom Sockelteil unterbunden wird. So kann beispielsweise
das eine Teil einen U-förmigen Querschnitt aufweisen,
(beispielsweise eine U-förmige Schiene) in den der
Fuß des im Querschnitt T-förmigen zweiten Teiles ragt.
Als Herausfallsicherung dienen beispielsweise Stifte,
die an der Innenseite des einen U-Schenkels angeordnet
sind und in eine Längsnut des T-Schenkels greifen. Der
Querschnitt des einen Teiles kann jedoch auch doppel-T-förmig
sein mit unterschiedlicher Balkenlänge, wobei die Schienen
mit kürzerem Balkenquerschnitt in entsprechende Längsnu
ten einer Ausnehmung mit T-förmigen Querschnitt des
anderen Teiles greift. Die in Spannkraftrichtung weisenden
einander zugewandten Flächen an den beiden Teilen wirken
dann als Herausfallsicherung. Natürlich kann der Quer
schnitt auch anders ausgebildet sein, beispielsweise
trapezförmig. Maßgebend ist, daß durch die Form eine
Verschiebung des auswechselbaren Teils in Schienenrich
tung auf dem Sockelteil möglich ist.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der
Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schraubstock mit erfindungsgemäßen Spann
backen einer ersten und zweiten Variante und
Fig. 2 eine dritte Variante in Explosionsdarstellung.
In Fig. 1 ist ein Schraubstock in der Seitenansicht
dargestellt mit Ambos 1 und Schlitten 2 der durch eine
Spindel 3 auf einer Führung 4 in Richtung des Pfeiles I
transportierbar ist. Das zu bearbeitende Werkstück
wird zwischen Spannbacken 5 und 6 eingespannt, wobei
als Trägerelement der Spannbacke 5 der Ambos 1 und
der Spannbacke 6 der Schlitten 2 dient. Die Spannbacken
5 und 6 sind an den Trägerelementen 1 und 2 befestigt.
Erfindungsgemäß sind die Spannbacken 5 und 6 zweiteilig
ausgebildet, wie es besonders deutlich Fig. 2 entnehmbar
ist. An der einander zugewandten Seite sind beide Teile
jeweils so ausgebildet, daß eine schienenförmige Berüh
rung besteht und wobei die Querschnitte beider Teile
Profile aufweisen, die zwar ein seitliches Verschieben
des einen Teils ermöglichen, wie es auch durch den
Teil II angedeutet ist, die aber andererseits bewirken,
daß die beiden Teile in Spannrichtung I aneinander
gekoppelt sind.
Die Spannbacke 5 besteht aus einem Sockelteil 7 mit
doppel-T-förmigen Querschnitt, auf den ein auswechsel
barer Teil 8 mit einer T-förmigen Nut aufschiebbar
ist. T-Profil und T-Nut ergeben eine entsprechende
Koppelung zwischen den Teilen 7 und 8 und ermöglichen
außerdem aufgrund der quer zur Spannrichtung I verlaufen
den gemeinsamen Berührungsflächen die erforderliche
Kraftübertragung. Der Sockelteil 7 ist mit dem Trägerele
ment 1 fest verbunden, beispielsweise durch Schrauben
oder Nieten.
Die nur beispielhaft als Variante anders ausgebildete
Spannbacke 6 kann natürlich genauso wie die Spannbacke 5
ausgebildet sein. Als Variante weist sie ein Sockelteil
9 auf der fest mit dem Trägerelement, nämlich dem Schlit
ten 2 verbunden ist und als Schiene ausgebildet eine
Nut mit T-förmigen Querschnitt aufweist. In diese Nut
greift eine Schiene mit T-förmigen Querschnitt des
auswechselbaren Teils 11 dieser Spannbacke, welcher
insgesamt einen doppel-T-förmigen Querschnitt aufweist.
Die Form des jeweils gewählten Profils hängt im wesentli
chen von der Art des Materials ab, das für insbesondere
den auswechselbaren Teil 8 oder 11 der Spannbacke gewählt
wurde. So ist für Kunststoff ein anderes Profil wünschens
wert als für Stahl. Auch kann der Einsatzzweck entschei
dend sein, beispielsweise ob dieser auswechselbarer
Teil 8 oder 11 isolierfähig sein soll.
Bei der in Fig. 2 in Explosionsdarstellung gezeigten
Variante weist der Sockelteil 12 einen U-förmigen Quer
schnitt auf und ist über Nieten 13 fest mit dem Trägerele
ment 1, das nur abschnittsweise dargestellt ist, verbun
den. Der auswechselbare Teil 14 dieser Variante weist
einen T-förmigen Querschnitt auf, dessen Schenkel 15
in die Nut 16 greift, welche infolge des U-förmigen
Querschnitts am Sockelteil 12 gebildet wird. Die Koppe
lung zwischen den beiden Teilen wird durch Zapfen 17
an der Innenseite des einen Schenkels des Sockelteils
12 und durch eine Längsnut 18 an der Seitenfläche des
Fusses 15 des auswechselbaren Teiles 14 gebildet.
Um ein seitliches Herausfallen des auswechselbaren
Teiles gegenüber dem Sockelteil zu unterbinden, ist
eine Einrastvorrichtung vorgesehen, mit einem Kugelschnap
per 19 der in eine entsprechende Rastnut 21 des auswechsel
baren Teiles 14 greift. Das auswechselbare Teil 14
ist hier von beiden Seiten dargestellt, um auch die
Rückseite mit der Rastnut 21 darstellen zu können.
Der Kugelschnapper 19 ist in üblicher Art ausgebildet
mit einem Käfig und einer Feder, wobei die Kugel etwas
über die Grundfläche der Nut 16 herausragt. Natürlich
kann als Einrastvorrichtung auch eine andere Vorrichtung
dienen.
Alle in der Beschreibung den nachfolgenden Ansprüchen
und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl
einzeln, als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
Claims (7)
1. Einspannvorrichtung insbesondere Schraubstock mit
zwei parallel zueinander an relativ zueinander beweg
lichen stabilen Trägerelementen (Ambos und Schlitten)
befestigten Spannbacken dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der zwei Spannbacken (5, 6) aus
zwei Teilen (7, 8, 9, 11, 12, 14) besteht, einem
am Trägerelement (1 oder 2) befestigten Sockelteil
(7, 9, 12) und einem auswechselbar mit diesem verbun
denen, das Werkstück erfassenden Austauschteil (8,
11, 14) und daß beide Teile auf den einander zugewand
ten Seiten eine Schienenführung quer zur Spannkraftrich
tung (I) aufweisen, durch die einerseits ein in
Schienenrichtung verlaufendes Verschieben (II) des
Austauschteiles (8, 11, 14) vom Sockelteil (7, 9,
12) und andererseits eine Koppelung in Spannkraftrich
tung (I) zwischen den Teilen gegeben ist.
2. Einspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen den beiden Teilen (7, 8 oder
9, 11 oder 12, 14) einer Spannbacke (5, 6) mindestens
eine in Richtung der Schienenführung wirkende Einrast
vorrichtung (19, 21) vorhanden ist.
3. Einspannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Einrastvorrichtung ein Kugelschnap
per (19) dient, mit einer in einem Käfig gefaßten
federbelasteten und aus der Schienenführung des
entsprechenden Teiles (12) herausragenden Kugel
und mit einer dieser Kugel zugeordneten Rastausnehmung
(21) in der Schienenfläche des anderen Teils (14).
4. Einspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Schienenfüh
rung ein Teil (12) der Spannbacke einen U-förmigen
Querschnitt (16) aufweist, in den der Fuß (15) des
einen T-förmigen Querschnitt aufweisenden anderen
Teils (14) ragt.
5. Einspannvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Koppelung in Spannrichtung zwischen
den beiden Teilen mindestens auf einer der inneren
U-Schenkelflächen Erhebungen (17) vorhanden sind,
die in eine entsprechende Nut (18) auf der dieser
Fläche zugeordneten Außenfläche des Fusses (15) des
anderen Teiles (14) greifen.
6. Einspannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des
einen Teiles (7, 11) doppel-T-förmig und der des
anderen Teils eine entsprechende T-förmige Nut auf
weist.
7. Einspannvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Grundplatte des doppel-T-förmigen
Querschnitts schmäler ist, als dessen Deckplatte
und daß diese Grundplatte hintergreifend in die
Nut des anderen Teiles ragt.
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| 8130 | Withdrawal |