DE3700887C2 - - Google Patents
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- G05B19/18—Numerical control [NC], i.e. automatically operating machines, in particular machine tools, e.g. in a manufacturing environment, so as to execute positioning, movement or co-ordinated operations by means of program data in numerical form
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Description
Die Erfindung betrifft eine numerische Steuervorrichtung
für eine Werkzeugmaschine gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1
In einer Werkzeugmaschine, wie beispielsweise einer
Drehbank, wird ein Werkstück zu einem Rotationskörper
verarbeitet. Es wird der Bearbeitungsvorgang in einem
Zylinderkoordinatensystem entsprechend den im
Zylinderkoordinatensystem programmierten Befehldaten
gesteuert. Soll das Werkstück eine andere Formgebung
als ein Rotationskörper erhalten, so wird gewöhnlich eine
Fräsmaschine verwendet, die Steuerachsen in einem
rechtwinkligen Koordinatensystem aufweist.
Wird das Werkstück mittels einer Drehbank mit Hilfe einer
numerischen Steuervorrichtung gefräst, so ist es
erforderlich, daß die Verschiebungsbefehle für die
Linearachsen im rechtwinkligen Koordinatensystem in
Verschiebungsbefehle für eine Rotationsachse und die
Linearachsen im Zylinderkoordinatensystem umgesetzt
werden, was eine sehr komplizierte Programmierung
erfordert.
Da eine derartige Umsetzung gewöhnlich manuell vorgenommen
wird, ist die Anzahl der Stichproben begrenzt, so daß die
Bearbeitungsgenauigkeit verschlechtert wird im Vergleich
zu einer Werkzeugmaschine, die Steuerachsen im
rechtwinkligen Koordinatensystem aufweist.
Aus der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrunde liegenden
DE-PS 30 33 202 ist ein Verfahren zur
Werkzeugbahn-Interpolation bekannt, das sich mit der
Interpolation zwischen einer Rundachse und einer
karthesischen Achse befaßt. Hierbei dienen die in der
Rundachse bei einem definierten Radius zu verfahrenden
Wege steuerungsintern als in eine karthesische
Koordinatenachse unter Berücksichtigung des tatsächlichen
Radius transformierte Wege zusammen mit den zu
verfahrenden Wegen in der karthesischen Koordinatenachse
zur Interpolation. Die in der transformierten Rundachse
anfallenden Koordinatenwerte werden zur Steuerung der
Rundachse in auf den definierten Radius der Rundachse
bezogene Werte rücktransformiert. Ein solches Verfahren
ist für die Erfindung nicht geeignet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
numerische Steuervorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, die in der Lage ist, ihre sämtlichen Achsen
gleichzeitig zu interpolieren, um einen Fräsvorgang zu
ermöglichen, bei welchem ein Befehl im leicht zu
programmierenden rechtwinkligen Koordinatensystem
automatisch in einen Befehl im Zylinderkoordinatensystem
umgesetzt wird.
Diese Aufgabe wird durch die numerische Steuervorrichtung
der eingangs genannten Art in Verbindung mit den Merkmalen
des Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst.
Das bedeutet, daß die erfindungsgemäße numerische
Steuervorrichtung eine Fräsbearbeitung mit Hilfe einer
Drehbank ausführt mittels Umsetzung des Verschiebungsbefehls im
rechtwinkligen Koordinatensystem, welcher in die
Steuervorrichtung als Programmdaten im rechtwinkligen
Koordinatensystem eingegeben wurde, in einen
Verschiebungsbefehl im Zylinderkoordinatensystem. Dieser
Verschiebungsbefehl wird der Werkzeugmaschine zugeführt.
In vorteilhafter Weise werden die Differenzen der
Koordinatenwerte im zylindrischen Koordinatensystem eines
Zwischenpunktes und des jeweils vorausgehenden
Zwischenpunktes ermittelt, um für jede Achse des
zylindrischen Koordinatensystem pro
Interpolationszeiteinheit ein Weginkrement zu erhalten.
Diese so erhaltenen Weginkremente werden einer
Achsenbewegungs-Ausgangsschaltung zugeführt. Diese
Weginkremente bzw. die Achsenbewegungsausgangsschaltung
veranlassen die Ansteuerung der der Rotationsachsen und
der Linearachsen zugeordneten Motoren entsprechend den
Weginkrementen.
In vorteilhafter Weise ist die Werkzeugmaschine eine
Drehbank mit einem rotierenden Schneidwerkzeug.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Einstellung eines
Werkstückes im rechtwinkligen Koordinatensystem
in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 ein Bearbeitungsschema für das Werkstück nach
Fig. 1, und
Fig. 3 ein Blockschaltbild, das die
erfindungsgemäße Steuervorrichtung
darstellt.
Es wird nunmehr auf die bevorzugte Ausführungsform Bezug
genommen.
In Fig. 1 ist ein Werkstück (W) mittels eines (nicht
dargestellten) Schneidwerkzeuges einer (nicht
dargestellten) drei Achsen aufweisenden Drehbank zu
bearbeiten, die eine Rotationsachse (C) und rechtwinklige
Achsen (X, Z) aufweist, die rechtwinklig zur
Rotationsachse (C) verlaufen. Das Schneidwerkzeug kann
ein Fingerfräser sein.
Der Buchstabe (O) stellt den Mittelpunkt eines zylindrischen
Koordinatensystems eines Programms der Drehbank dar, wobei
die verschiedenen Punkte durch die Koordinatenwerte (R,
Z, C) gegeben werden. Ein Schneidwerkzeug wird zuerst
entsprechend einem Befehl eines einleitenden
Einstellprogramms GOX(R S )Z(Z S ) zu einem Startpunkt (S)
geführt, der durch einen Zylinderkoordinatenwert
P S≠(R s , Z s , C s ) dargestellt wird und zwar mittels üblichen
Interpolierens.
Um eine gestrichelt dargestellte Planfläche des Werkstückes
(W) zu erhalten, werden die Achsen (X, C) verwendet.
Damit das Schneidwerkzeug längs einer Geraden (SE) in
Fig. 2 bewegt wird, und zwar mittels Befehlen an die Achsen
(X, C), ist es erforderlich, ihnen jeweils
Bewegungsblockbefehle (Delta F) zu erteilen.
Erfindungsgemäß wird eine Linearachse (Y), die
rechtwinklig zu den Linearachsen (X, Z) verläuft,
zugrunde gelegt und mit Befehlen versehen. Die vorliegende
numerische Steuervorrichtung führt Interpolationen mit
den Achsen (X, C) aus, indem lediglich die Koordinaten
eines Endpunktes E(X E , Y E ) angewiesen werden, die
Werkzeugmaschine derart zu steuern, daß das
Schneidwerkzeug sich längs der Geraden (SE) bewegt.
Die internen Koordinatendaten der vorliegenden numerischen
Steuervorrichtung umfassen nicht nur die
Zylinderkoordinatendaten, sondern auch rechtwinklige
Koordinatendaten P S ′(X S , Y S , Z S ), wobei X S =R S und Y S =O,
da die Mittelpunkte beider Koordinatensysteme zusammenfallen.
Wird ein erster Verschiebungsbefehl GOX(X E )Y(Y E ) des
rechtwinkligen Koordinatensystems eingegeben, so wird
eine Interpolation, die durch die nachfolgende Gleichung
(1) dargestellt wird, in der numerischen Steuervorrichtung
auf der Basis der Verschiebungsgröße (Delta F) je
Interpolationszeiteinheit (Delta T) vorgenommen, um die
Koordinaten P N ≠(X N , Y N , Z N ) im rechtwinkligen
Koordinatensystem zu erhalten.
X N = X N-1 + Delta F*cos alpha
Y N = Y N-1 + Delta F*sin alpha (1)
Z N = Z N-1
Y N = Y N-1 + Delta F*sin alpha (1)
Z N = Z N-1
Es sei angenommen, daß (L) die Verschiebungsgröße
darstellt, die durch den Befehl GOX(X E )Y(Y E ) angezeigt
wird.
cos alpha = (X E -X S )/L und sin alpha = (Y E -Y S )/L
Anschließend wird der so erhaltene Koordinatenwert in
einen Koordinatenwert des Punktes P N =(R N , Z N , C N ) im
zylindrischen Koordinatensystem, entsprechend nachfolgenden
Gleichungen, umgesetzt.
Das heißt, wenn sich das Schneidwerkzeug jeweils längs
der Achsen (X, Z) um (Delta R) und (Delta Z) bewegt, und
das Werkstück (W) sich um Delta C=C N -C N-1′ dreht,
so bewegt sich das Werkzeug längs der Geraden (SE), um
dadurch eine Art Fräsen vorzunehmen.
Fig. 3 ist ein Blockschaltbild der numerischen
Steuervorrichtung gemäß der Erfindung, die eine
Steuerschaltung (2) umfaßt, der ein Bearbeitungsprogramm
(1) zugeführt wird. Die Steuerschaltung (2) enthält
eine Interpolationsschaltung (3), eine
Koordinaten-Umsetzschaltung (4) und eine
Rechnerschaltung (5). Die
Steuervorrichtung umfaßt ferner eine
Ausgangsschaltung (6), eine
Impulsabgabeschaltung (7), eine Servoeinheit (8), einen
Motor (9) und einen Sensor (10), der dem Motor zugeordnet
ist, der mit der Werkzeugmaschine (11) verbunden ist.
Wird beim Betrieb ein Befehl (G 11) des rechtwinkligen
Koordinatensystems zugeführt, so werden
Bewegungsbefehle (X, Y, Z) vom Bearbeitungsprogramm der
Interpolationsschaltung (3) zugeführt, in der die
Interpolation gemäß der Gleichung (1) durchgeführt
wird, um nach einer Interpolationszeiteinheit
Koordinatenwerte (X N , Y N , Z N ) zu ergeben.
Anschließend werden diese Koordinatenwerte in der
Koordinaten-Umsetzschaltung (4) unter Verwendung der
Gleichung (2) in Zylinderkoordinatenwerte (R N , Z N , C N )
umgesetzt. Die Rechnerschaltung (5)
differenziert diese Werte von den vorausgehenden Werten
R N-1, Z N-1 und C N-1, um die Differenzen (Delta R, Delta Z,
Delta C) zu erhalten, die die Bewegungsgrößen des
Werkzeuges in den jeweiligen Achsen für die
Interpolierungszeiteinheit (Delta T) darstellen und wie
folgt lauten:
Delta R = R N - R N-1
Delta Z = Z N - Z N-1
Delta C = C N - C N-1
Delta Z = Z N - Z N-1
Delta C = C N - C N-1
Diese Werte werden der Ausgangsschaltung
(6) zugeführt, deren Ausgangsklemme an die
Impulsabgabeschaltung (7) angeschlossen ist. Ein
Ausgangsimpuls der Impulsabgabeschaltung (7) wird dazu
verwendet, die Servoeinheit (8) zu betätigen und damit
den Motor (9) anzutreiben. Der Sensor (10) erfaßt
eine Drehbewegungsgröße des Motors, die zur
Servoeinheit (8) rückgekoppelt wird, um die Drehung
des Motors (10) zu regulieren. Somit wird beim Bearbeiten des Werkstücks
(W) gleichzeitig in drei Achsen interpoliert,
wie wenn die Interpolation durch Steuerachsen
des rechtwinkligen Koordinatensystems erfolgen würde.
Obgleich bei der beschriebenen Ausführungsform (G 11)
als Befehl des rechtwinkligen Koordinatensystems verwendet
wird, können andere G-Code, die nicht zum Einsatz kommen,
verwendet werden.
Wie vorausgehend erwähnt wurde, wird erfindungsgemäß
der Befehl des rechtwinkligen Koordinatensystems in einen
Befehl des Zylinderkoordinatensystems umgesetzt, der
der Werkzeugmaschine zugeführt wird. Die Umsetzung erfolgt
bei jeder winzigen Interpolierungszeiteinheit innerhalb
der Vorrichtung. Daher kann die Fräsmaschine realisiert
werden, indem lediglich der Befehl des rechtwinkligen
Koordinatensystems zugeführt wird, der üblicherweise
leicht als Bearbeitungsprogramm programmierbar ist.
Claims (2)
1. Numerische Steuervorrichtung für eine Werkzeugmaschine
mit einer Rotationsachse (C), mit rechtwinklig
zueinander angeordneten Linearachsen (X, Y, Z), von
denen eine mit der Rotationsachse zusammenfällt, mit
einer eine Interpolierungsschaltung (3) enthaltenden
Steuerschaltung (2) zur Interpolation zwischen der
Rotationsachse (C) und mindestens einer Linearachse
und mit einer Eingabevorrichtung zur Eingabe von
Befehlen, insbesondere von Wegbefehlen,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Wegbefehle die Information über den vom Werkzeug entsprechend der gewünschten Werkstückkontur zurückzulegenden Weg in Koordinaten (X s, Ys, Zs; XE, YE, ZE) des rechtwinkligen Koordinatensystems enthalten,
- - daß die Interpolationsschaltung (3) auf der Basis eines Weginkrements ( Δ F) je Interpolationszeiteinheit ( Δ T) in Koordinaten des rechtwinkligen Koordinatensystems Zwischenpunkte (P N≠(X N, YN, ZN) ermittelt,
- - daß in einer Koordinatenumsetzschaltung (4) die so erhaltenen Koordinatenwerte der Zwischenpunkte (P N) in Koordinatenwerte (R N, ZN, CN) eines zylindrischen Koordinatensystems umgesetzt werden,
- - daß in einer Rechnerschaltung (5) die Differenzen ( Δ R, Δ Z, Δ C) der Koordinatenwerte im zylindrischen Koordinatensystem eines Zwischenpunktes (P N) und des jeweils vorausgehenden Zwischenpunktes (P N-1) ermittelt werden, um für jede Achse (R, Z, C) des zylindrischen Koordinatensystems pro Interpolationszeiteinheit ( Δ T) ein Weginkrement ( Δ R, Δ Z, Δ C) zu erhalten, und
- - daß die so erhaltenen Weginkremente ( Δ R, Δ Z, Δ C) einer Ausgangsschaltung (6) zugeführt werden, welche die Ansteuerung der der Rotationsachsen und der Linearachsen zugeordneten Motoren entsprechend den Weginkrementen ( Δ R, Δ Z, Δ C) veranlaßt.
2. Numerische Steuervorrichtung für eine Werkzeugmaschine
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Werkzeugmaschine eine Drehbank mit einem
rotierenden Schneidwerkzeug ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP61004355A JPS62163109A (ja) | 1986-01-14 | 1986-01-14 | 数値制御装置 |
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| DE3700887C2 true DE3700887C2 (de) | 1990-08-30 |
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ID=11582092
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873700887 Granted DE3700887A1 (de) | 1986-01-14 | 1987-01-14 | Numerische steuervorrichtung |
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1987
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Also Published As
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| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |