DE3033202C2 - Verfahren zur Werkzeugbahn-Interpolation - Google Patents
Verfahren zur Werkzeugbahn-InterpolationInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
- G05B19/00—Program-control systems
- G05B19/02—Program-control systems electric
- G05B19/18—Numerical control [NC], i.e. automatically operating machines, in particular machine tools, e.g. in a manufacturing environment, so as to execute positioning, movement or co-ordinated operations by means of program data in numerical form
- G05B19/41—Numerical control [NC], i.e. automatically operating machines, in particular machine tools, e.g. in a manufacturing environment, so as to execute positioning, movement or co-ordinated operations by means of program data in numerical form characterised by interpolation, e.g. the computation of intermediate points between programmed end points to define the path to be followed and the rate of travel along that path
-
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- G05B2219/00—Program-control systems
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Werkzeugbahn-Interpolation, wobei zur Steuerung der
Bewegung des Werkzeuges in einem kartesischen Koordinatensystem interpoliert wird und eine zusätzliche
Rundachse vorhanden ist und wobei die Interpolation der Werkzeugbahn und die Umdrehung der
Rundachse voneinander abhängig sind. Mit diesem Oberbegriff wird auf ein in der DE-AS 2138 815
beschriebenes Verfahren Bezug genommen.
Numerische Werkzeugmaschinensteuerungen, bei denen zur Bahnsteuerung in den kartesischen Koordinaten
interpoliert wird und Interpolationsverfahren hierfür sind in mannigfacher Ausbildung bekannt (vgl.
z.B. auch Siemens-Zeitschrift 1970, Beiheft »Numerische Steuerungen«, insbesondere Bild 5, Seite 7 und
zugehörige Beschreibung und Seiten 52 bis 62 oder Siemens-Zeitschrift 1975, Seiten 346 bis 350).
Es gibt Werkzeugmaschinen, bei denen zusätzlich zu den kartesischen Verfahrachsen auch Rundachsen
vorgesehen sind, wie z. B. bei einer Drehmaschine. Die Kombination von Achsbewegungen in Kartesischen
Koordinaten und in einer Rundachse ermöglichen spezielle Bearbeitungskurven, wie z. B. Schraubenlinien
oder Evolventen usw.
Bei der aus der DE-AS 2138 815 bekannten
Drehmaschinensteuerung sind z. B. die Arbeitsgeschwindigkeit der Interpolatoren für die kartesischen
Verfahrkoordinaten abhängig von der Spindeldrehzahl so gesteuert, daß sich ein konstanter Vorschub je
Spindelumdrehung ergibt.
Eine erhebliche Schwierigkeit macht eine Interpolation zwischen einer Rundachse und einer kartesischen
Achse, da sich die Kopplung beider Bewegungen auf einfache Weise nur durch ein System von Gleichungen
beschreiben läßt, das für Interpolationszwecke nicht besonders geeignet ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren anzugeben, mit dem auf relativ
einfache Weise zwischen einer Rundachse und einer kartesischen Achse interpoliert und die Rundachse
entsprechend gesteuert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die in der Rundachse bei einem definierten Radius
zu verfahrenden Wege steuerungsintern als in eine kartesische Koordinatenachse unter Berücksichtigung
des tatsächlichen Radius transformierte Wege zusammen mit den zu verfahrenden Wegen in der kartesischen
Koordinatenachse zur Interpolation dienen und daß die in der transformierten Rundachse anfallenden Koordinatenwerte
zur Steuerung der Rundachse in auf den definierten Radius der Rundachse bezogene Werte
rücktransformiert werden.
Hierbei werden vorteilhafterweise die Verfahrwege in der Rundachse als auf den definierten Radius
bezogene Verfahrweae in die Steuerung eingegeben und steuerungsintern auf die tatsächlichen Verfahrwerte
transformiert. Es ist aber auch möglich, bereits die transformierten Wege, d. h. die tatsächlich am Werkstück
zurückzulegenden Wege unmittelbar in die Steuerung einzugeben und mit diesen Werten zu
interpolieren.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles sei die Erfindung näher beschrieben;
es zeigt
Fig. 1 das Prinzip einer numerischen Werkzeugmaschinensieuerung,
F i g. 2 die Transformationsverhältnisse der Rundachse,
F i g. 3 eine Geradeninterpolation zwischen Rundachse (Drehachse) und kartesischer Koordinate zwecks
Erzielung einer Schraubenlinie und
Fig. 4 eine schaltungsmäßige Realisierung des Verfahrens.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, werden von einer an sich bekannten numerischen Steuerung 1 die Bewegungen in
den einzelnen kartesischen Koordinatenachsen X, Y und Z gesteuert. Zusätzlich ist noch eine Rundachse C
vorgesehen. Die Steuerung in diesen einzelnen Achsen ist durch die gestrichelten Linien 12 zu den einzelnen
Koordinatenachsen angedeutet.
Steuerungstechnisch, d. h. antriebs- und meßtechnisch wird die Rundachse C mit Drehmittelpunkt M wie eine
lineare kartesische Achse behandelt, und zwar derart, «' daß
AX = A Y = AZ = AC = R„ ■ Aq
wobei
w AX, A Y, AZ
wobei
w AX, A Y, AZ
Interpolations- und Programmiereinheiten für die kartesischen Achsen sind,
AC die einheitsachsenbezogene Meß-, Regel- und Steuereinheit in der Rundachse Cist,
R0 der Einheitsradius ist, bei dem genau die vorstehend
genannte Beziehung gilt und
Aq die Winkelmeßeinheit des z. B. in der Rundachse
benutzten Meßsystems, die zahlenmäßig mit AC übereinstimmt.
fco Wie aus Fig. 2 ersichtlich, entspricht der Weg C] in
der Rundachse C in Grad dem tatsächlichen am Werkstück gefahrenen Bogenweg C\ in mm unter
Berücksichtigung des tatsächlichen Radius R, d. h. der tatsächlichen Entfernung vom Drehmittelpunkt.
*" Steuerungsintern wird daher in einem transformierten
Koordinatensystem interpoliert, das den tatsächlichen Radius R vom Mittelpunkt M berücksichtigt. Bei
dieser Transformation bleiben die kartesischen Koordi-
naten X, Y und Z unverändert, dagegen ändert sich die Rundachse entsprechend der Transformation
(D
Wie F i g. 3 erkennen läßt, wird steuerungsintern zwischen der kartesischen Koordinate, z. B. Z und der
transformierten Rundachse C interpoliert, und zwar so, als ob es sich bei der Rundachse um eine kartesische
Koordinate handele. Bei der hier dargestellten Geradeninterpolatio.i
zwischen den Punkten P0 und P\ in der ZC- Ebene mit den Gesamtwegen C\ und Z\ ergeben
sich somit Interpolationswerte P,, die zu einer Schraubenlinie auf einem Zylindermantel führen. Um
dabei die in der C'-Achse angefallenen Interpolationswerte steuerungsmäßig in der C-Rundachse verwenden
zu können, müssen diese in der C'-Achse angefallenen Werte gemäß der Beziehung
(2)
in entsprechende Werte der C-Achse rücktransformiert werden.
Bei gleichzeitiger entsprechender Aussteuerung in der Z- und C-Achse ergibt sich dann in dem hier
dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig.? eine Schraubenlinie auf einem Zylindermantel.
F i g. 4 zeigt die schaltungsmäßige Realisierung.
Von einer Eingabe 11 her werden die auf den
definierten Radius Rc bezogenen Werte in der
C-Rundachse, z. B. Q eingegeben. Die C-Werte werden
gemäß der vorstehenden Beziehung 1 in einem Transiormationsrechenglied 13 in Werte C" transformiert
und in einem Speicher 14 gespeichert; ebenso wird der Z-Wert in einem Speicher 15 aufbewahrt An die
beiden Speicher 14 und 15 ist ein Interpolator 16 angeschlossen, der aus den Werten z. B. Q und Z\ die
Bahnkurve zwischen den Punkten Po und P\ interpoliert
Die dabei in der transformierten Koordinatenachse C anfallenden Werte werden über ein weiteres Koordinatentransformationsglied
17 gemäß der Beziehung 2 wieder in Koordinatenwerte der Rundachse C rücktransformiert
und gelangen als Steuerungswerte an den Antriebsmotor 19 für die Rundachse. Ebenso gelangen
die Steuerungswerte in der kartesischen Z-Achse an den Antrieb 18 zur Bewegung in der Z-Achse.
Wird eine derartige Steuerung, z. B. zur Erzeugung der Bahnkurve nach F i g. 3, ausgeführt, so ergibt sich
auf der Schraubenlinie eine konstante Bahngeschwindigkeit und eine von der Bahngeschwindigkeit unabhängige
Konturgenauigkeit in der Rundachse.
Wie leicht erkennbar, ist nicht nur eine Interpolation in der C-Z-Achse möglich, sondern auch eine Interpolation
in de·- flC-Ebene, d. h. zwischen den Koordinaten X.
Vund C.
Der Einfachheit halber wurde die steuerungsmäßige Realisierung des Verfahrens anhand einer aus einzelnen
Elementen aufgebauten Schaltung beschrieben. Es ist aber genauso gut möglich, z. B. fest verdrahtete
Interpolatoren durch entsprechende Rechner zu ersetzen, ohne daß sich etwas im Prinzip der Interpolation
ändert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Werkzeugbahn-Interpolation, wobei zur Steuerung der Bewegung des Werkzeuges
in einem kartesischen Koordinatensystem interpoliert wird und eine zusätzliche Rundachse vorhanden
ist und wobei die Interpolation der Werkzeugbahn und die Umdrehung der Rundachse voneinander
abhängig sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die in der Rundachse bei einem definierten Radius (R0) zu verfahrenden Wege (C]) steuerungsintern
als in eine kartesische Koordinatenachse (C) unter Berücksichtigung des tatsächlichen Radius (R)
transformierte Wege (Q1) zusammen mit den zu verfahrenden Wegen (Z]) in der kartesischen
Koordinatenachse (Z) zur Interpolation di»nen und daß die in der transformierten Rundachse (C)
anfallenden Koordinatenwerte zur Steuerung der Rundachse (C) in auf den definierten Radius (R0) der
Rundachse bezogene Werte rücktransformiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß auf den definierten Radius (R0) bezogene Verfahrwerte in die Steuerung eingegeben
und steuerungsintern transformiert werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3033202A DE3033202C2 (de) | 1980-09-03 | 1980-09-03 | Verfahren zur Werkzeugbahn-Interpolation |
| US06/290,228 US4381608A (en) | 1980-09-03 | 1981-08-05 | Method for interpolating between cartesian and rotary coordinates in machines |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE3033202A DE3033202C2 (de) | 1980-09-03 | 1980-09-03 | Verfahren zur Werkzeugbahn-Interpolation |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE3033202A1 DE3033202A1 (de) | 1982-04-08 |
| DE3033202C2 true DE3033202C2 (de) | 1984-04-19 |
Family
ID=6111058
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3033202A Expired DE3033202C2 (de) | 1980-09-03 | 1980-09-03 | Verfahren zur Werkzeugbahn-Interpolation |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4381608A (de) |
| DE (1) | DE3033202C2 (de) |
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Also Published As
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Legal Events
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