Feld der Erfindung
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sammeln
und Entsorgen von Ansammlungen oder Gemengen von Abfall, wie
er beispielsweise in dem städtischen Abfall oder aber bei
Treibgut auf Wasseroberflächen vorliegt. Derartiges Material
kann Dosen, Flaschen, Artikel aus Holz oder Karton,
Plastikmaterial, Kabel, Drähte, Pflanzen, textile Abfälle,
verrottete Substanzen, wie Haushaltsabfälle, tote Fische und tote
Vögel und auch verschiedene viskose Flüssigkeiten, wie Öle,
Teer, usw. enthalten.
Hintergrund der Erfindung
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Eine Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Abfallmaterial
ist bekannt, wobei die Vorrichtung zwei kooperierende Sätze
von sich bewegenden und mit Zähnen versehenen Strukturen
aufweist, wobei jede Struktur mit plattenförmigen Zähnen
versehen ist, die in parallelen Ebenen parallel zur
Bewegungsrichtung angeordnet und an jeder Strukture voneinander
beabstandet sind, und zwar in Intervallen senkrecht zu den
Ebenen. Die Zähne beider Strukturen sind gegenseitig versetzt
in einer Sammelzone, wo sich beide in der gleichen Richtung
bewegen und an Positionen entfernt von der Sammelzone wirken
beide Strukturen mit stationären Kämmen zusammen, die Sätze
von Schneiden aufweisen, die zwischen benachbarten Linien
oder Reihen von Zähnen angeordnet sind, und zwar dicht
passend gegen die Seiten der Zähne, wobei Separierungsmittel
vorgesehen sind, um Material, welches zwischen den Zähnen
eingefangen ist oder an den Seiten der Zähnen anhaftet, zu
entfernen. Weiterhin sind auch Mittel vorgesehen, durch die
die mit Zähnen versehenen Strukturen zusammen mit ihren
Kammanordnungen voneinander entfernt werden können, um einen
Durchlaß von solchem Material zu ermöglichen, welches zu fest
oder massiv ist, um durch die Zähne zerschnitten bzw.
zerkleinert zu werden.
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Beide mit Zähnen versehene Strukturen können die Form von
rotierend gelagerten Wellen aufweisen, die Anordnungen aus
dünnen Metallscheiben tragen, welche am Umfang mit Zähnen
versehen sind, wobei die Scheiben durch relativ dicke
Scheiben mit einem Durchmesser etwas kleiner als der
Durchmesser an der Zahnwurzel voneinander getrennt sind, wobei
alle Elemente gegeneinander verspannt sind, so daß die
Anordnung als eine integrale Einheit umläuft.
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Alternativ kann eine Struktur eine Wellenanordnung wie
beschrieben sein und die andere ein bandartiger Transporteur,
der Reihen von Zähnen trägt, und zwar in Abständen quer zu
seiner Breite.
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Obwohl Zähne von fast jeder erhältlichen Form verwendet werden
können, um eine Faß- und Sammelwirkung zu erzielen, treten
Schwierigkeiten bei der bekannten Vorrichtung dann auf, wenn
der Abfall in die Zone der Abstreifer eintritt, und zwar
wegen der Schneid- oder Klemmwirkung, die auf das Material
ausgeübt wird zwischen den Zähnen der Scheibe und den
Trennkämmen, wenn die Zähne sich relativ zu den Kämmen
bewegen. Wenn diese Teile nicht genügend robust sind oder die
Antriebskraft unzureichend ist, zerstört diese Klemmfunktion
die Funktionstüchtigkeit der Trennkämme und das Ergebnis ist
eine Störung oder ein Ausfall der Maschine oder ein Klemmen,
und zwar schon dann, wenn weiches Material verarbeitet wird,
wie Taschen aus Textil oder Kunststoff.
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In dem US-Patent 41 19 277 ist eine Vorrichtung zum
Zerschneiden von gebrauchten Reifen beschrieben, die rotierende
Zähne aufweist, die mit stationären Schneidmessern
zusammenwirken, um die zugeführten Reifen zu zerschneiden.
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Das französische Patent 22 54 371 beschreibt eine
Schneidvorrichtung für Haus- und Industriemüll, die rotierende Zähne
in Verbindung mit stationärem Material zerschneidenden
Elementen verwendet.
Zusammenfassung der Erfindung
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Es ist ein Aspekt der Erfindung, eine Vorrichtung des
vorgenannten Typs aufzuzeigen, die nicht notwendigerweise die
beiden ineinandergreifenden Sätze von Zahnstrukturen
aufweist, wobei die zusammenwirkenden Zähne der Scheiben und die
Trennkämme so geformt sind, daß die Möglichkeit, daß Material
verklemmt und ein Hemmen der Maschine beim Schneiden zwischen
den Zähnen und den Kämmen eintritt, falls das Material für
das Schneiden zu robust ist, wie dies beispielsweise bei
Drähten, dicken Metallobjekten, usw. der Fall ist, vermieden
wird. Die Notwendigkeit, die beim Stand der Technik
erforderlich war, die Maschine sehr leistungsstark auszubilden und
mit gehärteten und geschliffenen Zähnen sowie Kämmen zu
versehen, wird vermieden. Entsprechend der Erfindung wird
eine Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Müll
vorgeschlagen mit wenigstens einer rotierend angetriebenen Welle,
mit mehreren peripheren Zahnreihen an der oder jeder Welle,
wobei die Zähne jeder Reihe Flanken aufweisen, die eine
vorauseilende Zahnflanke oder Zahnfläche begrenzen, die dem
zu sammelnden und zu erfassenden Material einwirken, wenn die
Welle rotiert, mit Materialabstreif- und Trennelementen
zwischen den erwähnten Reihen, wobei diese Elemente
Materialabsteifkanten definieren, die eine Vielzahl von Schlitzen
bilden, zwischen denen sich jeweils eine der peripheren
Zahnreihen hindurchbewegt, wobei die Flanken die Ränder der
Abstreif- oder Schneidelementen dicht benachbart sind, damit
das Material, welches an den Zähnen und zwischen diesen in
jeder Reihe gesammelt und erfaßt ist, entfernt wird, und zwar
für die Weiterleitung an eine Auslaßzone, wobei die erwähnten
Elemente und deren Zähne so konfiguriert sind, daß der
Winkel, der zu jeder Zeit zwischen den Kanten der
vorauseilenden Zahnfläche jedes Zahnes und der benachbarten
Schneidkante eines entsprechenden Schlitzes, durch welchen
sich die Zähne hindurchbewegen, eine Größe aufweist, die
ausreichend ist, um sicherzustellen, daß die
zusammenwirkenden Zähne und Materialfreigabe und Abstreifelemente nicht zu
einem Einschneiden oder Eindringen in das Material derart
oder in einem derartigen Ausmaß führt, daß eine sanfte
Weitergabe des Materials an die Abgabezone verhindert wird.
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Mit dieser Anordnung ist eine Scheraktion, die zwischen den
Schlitzen und den rotierenden Zähnen eintritt, niemals
ausreichend, um ein genügendes Ausmaß an Klemmeingriff
zwischen dem Material, welches in der Maschine behandelt
wird, zu erreichen, so daß das Abfallmaterial, welches
gesammelt wird, nicht zwischen den Zähnen und den
Materialsammelelementen eingefangen oder eingeklemmt ist, sondern
sanft durch diese Elemente an die Abgabezone gelangt.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind zylinderförmige
Abstandhalter zwischen den peripheren Reihen von Zähnen der
Materialsammelelemente vorgesehen, und zwar in Form von
flachen Abstreifelementen oder -Klingen, die rechteckförmige
Kanten oder Randlinien aufweisen und tangential auf den
Abstandhaltern aufliegen. Die vorauseilenden Flächen der
umlaufenden Zähne sind dann so geformt, daß sie auf der
Evolvente einer Basiskreises liegen, der von den rotierenden
zylindrischen Abstandhaltern gebildet ist. In diesem Fall ist
der Winkel zwischen den Kanten der Abstreifklingen und den
Kanten der vorauseilenden Flächen der rotierenden Zähne immer
90º.
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Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich in
klarer Form aus der folgenden detaillierten Beschreibung von
bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die Erfindung wird als Beispiel unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
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Fig. 1a ist eine Frontansicht einer Vorrichtung zum Sammeln
und Entsorgen von Müll, und zwar in einer Richtung,
in der der Abfall aufgenommen wird, und zwar versehen
mit zähnetragenden Sammel-Scheiben und mit
Abstreiferelementen zum Abstreifen des Müllmaterials
entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung;
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Fig. 1b ist ein Schnitt der Vorrichtung der Fig. 1a, und zwar
entsprechend der Linie A-A;
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Fig. 1c ist eine Ansicht der Maschine der Fig. 1a
entsprechend der Linie B-B der Fig. 1b;
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Fig. 2 zeigt einen Weg zur Bestimmung der Kurvenform der
vorauseilenden Fläche der Zähne der Sammelscheiben,
die mit kammartigen Abstreiferelementen oder -Klingen
in Rechteckform zusammenwirken;
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Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Konstruktion eines
Abstreiferkammes
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Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der
Abstreiferkombination und
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Fig. 5a und 5b zeigen bevorzugte Anordnungen zum Antrieb der
Maschine der Fig. 1.
Beste Arten zur Ausführung der Erfindung
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Die Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Müllmaterial,
die in den Zeichnungen und dabei speziell in den Fig. 1a,
1b und 1c dargestellt ist, weist obere und untere Reihen 1
und 2 von Umfangszähnen T auf, die jeweils an entsprechenden
horizontalen Wellen 3 und 4 vorgesehen sind. Die untere Welle
4 ist in festen Lagern an festen Positionen 6 drehbar
gelagert, während die obere Welle 3 in Lagern an den freien
Enden von Hebelarmen 7 gelagert ist, die um Gelenke
schwenkbar sind, welche an einer festen Position 9 vorgesehen sind.
Die Positionen 6 und 9 weisen eine feste Relation zueinander
auf, was z. B. dann der Fall ist, wenn die verschiedenen Teile
an einem Montage- oder Maschinenrahmen befestigt sind.
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Die Zahnreihen 1 und 2 sind durch zylinderförmige
Abstandhalter 10 in Ebenen gegeneinander versetzt und so angeordnet,
daß ihre jeweiligen Reihen von Zähnen T wenigstens teilweise
versetzt sind, um eine Zone Z zum Erfassen bzw. Aufgeben des
Müllmaterials zu bilden, wie dies in der Fig. 1b gezeigt ist,
wobei die Wellen 3 und 4 im entgegengesetzten Sinne umlaufen,
wie dies mit den Pfeilen 11 angedeutet ist.
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Die Enden oder Endabschnitte von kammartigen
Abstreifelementen oder -Klingen 12 besitzen rechteckförmige Klingenkanten
12', die zwischen den Reihen 1 und 2 gehalten sind und fest
gegen die Separatoren bzw. Abstandhalter 10 anliegen, wobei
die Klingenkanten 12' dicht und passend an den Flanken der
Zähne T vorgesehen sind, wobei die anderen Enden in jeder
herkömmlichen Weise an den Hebelarmen 7 befestigt sind, und
zwar für solche an der oberen Welle und bei 6 für solche an
der unteren Welle. Die Klingenkanten von benachbarten
Abstreifelementen oder -Klingen 12 bilden Schlitze S, durch
die die Zähne T der entsprechenden Reihe hindurchtreten, wenn
die Wellen 3 und 4 rotieren.
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Das in der Zone Z eintretende Material wird seiner
Beschaffenheit entsprechend gebrochen, zerhackt oder zerschnitten.
Viskose Substanzen, wie z. B. Teer oder schwere Öle legen sich
um die Zähne T der Scheiben und kleben dort an den
Seitenflächen fest an. Gegenstände, die zu fest sind, um in der
beschriebenen Weise behandelt zu werden, veranlassen, daß die
obere Welle anhebt und auf diesen Gegenständen läuft, wobei
die Zähne dann eine Greiffunktion ausüben, damit dies
geschehen kann.
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Nach dem Verlassen der Eintrittszone Z wird der Müll von den
Zähnen T abgezogen, und zwar durch die kammartigen
Abstreifelemente oder -Klingen 12, wenn die Zähne T durch die
Schlitze S hindurchtreten, und zwar für eine Ablage in einer
nicht dargestellten Sammelkammer für eine Weiterleitung an
einen nachfolgenden Prozeß.
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Wie ebenfalls nicht dargestellt ist, können die Wellen 3 und
4, die nicht notwendigerweise mit der gleichen
Geschwindigkeit umlaufen müssen, von einem Antrieb jedes bekannten Typs
über ein Transmissionssystem angetrieben werden, wie
beispielsweise Hydraulikmotoren an den Enden der Wellen, die
über Leitungen mit einer Pumpen- und Motoreinheit verbunden
sind. Auch Ketten- oder Hebelantriebe können verwendet
werden.
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Die Zähne T der Scheiben in den Reihen 1 und 2 sind speziell
in Übereinstimmung mit der Erfindung so geformt, daß, wie
vorstehend beschrieben, beim Umlaufen der Wellen 3 und 4
Klemm- oder Schneideffekte zwischen den vorauseilenden
Flächen der Zähne T, die auf das zu sammelnde Material
einwirken, und den Abstreifklingen oder -kanten 12', um so
das gesammelte Material zu schneiden und zu scheren, und eine
hieraus resultierende Verklemmung und Behinderung vermieden
sind.
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Dieses Schneiden oder Klemmen wird dann auftreten, wenn der
"Angriffs"-Winkel in bezug auf das gesammelte Material, der
zu jeder Zeit zwischen den vorauseilenden Flächen der Zähne
und den Kanten 12' der Abstreifklingen 12 gebildet ist, wenn
die Zähne durch die Schlitze zwischen diesen Klingen zwischen
sich durchbewegen unter einem gewissen Wert liegt, auch unter
Berücksichtigung der Rauhe und Schärfe der miteinander
zusammenwirkenden Flächen und der Natur des in Rede stehenden
Müllmaterials entsprechend gewählt ist. Das Phänomen wird
leicht verstanden bei Betrachtung des Effektes von
Scherenblättern. Wenn die Scherenblätter weit geöffnet sind für
einen Winkel von 90º oder größer, können sich diese nicht in
das Papier einschneiden, und zwar unabhängig von ihrer
Schärfe.
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Wenn jedoch der "Angriffs"-Winkel zwischen den Schneiden oder
Scherenblättern abnimmt, wird eine Schneidfunktion
sichergestellt. Es hat sich gezeigt, daß beispielsweise mit Zähnen
und mit Abstreifklingen, die ebene Flächen aufweisen, die
unerwünschte Schneid- bzw. Klemmfunktion nicht auftritt bei
einem Angriffswinkel größer als 70º.
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Der Angriffswinkel weist bei der dargestellten
Ausführungsform der Erfindung die erforderliche Größe auf, wenn die
vorauseilende Fläche jedes Zahnes T auf der Evolvente des
Kreises 14 liegt, dessen Durchmesser der Durchmesser der
zylinderförmigen Abstandhalter 10 ist, wie dies in der Fig. 2
dargestellt ist. Der dick ausgezogene Teil 15 der Evolventen-
Kurve 13 in der Fig. 2 ist die vorauseilende Fläche eines
entsprechenden Zahnes R, während der unterbrochene Teil 16
die nachgeführte Fläche des Zahnes R ist. Der Eingriffswinkel
kann zu jeder Zeit durch den Winkel A definiert werden, der
zwischen Tangenten an die Kurve 13 gebildet ist, und zwar an
Punkten, an denen die Tangenten an den Kreis 14 die Kurve 13
schneiden, wobei die letztgenannten Tangenten die
Erstreckungen der kammartigen Abstreifklingen oder -elemente 12 (in der
Fig. 2 nicht dargestellt) sind, die auf den Abstandhaltern
aufliegen, falls zur Illustration angenommen wird, daß der
Kreis 14 relativ zur Kurve 13 umläuft.
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Da die Kurve 14 die Evolvente des Kreises 14 ist, ist der
Angriffs-Winkel A in der Fig. 2 zwischen der vorauseilenden
Fläche des Zahnes R und einem festen Abstreifklingen stets
90º, wenn der Zahn R im praktischen Einsatz umläuft, und zwar
in Richtung des Pfeiles 17 um die Mitte 18.
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Falls die Wellen 3 und 4 stets in der gleichen Richtung
umlaufen, ist die Form der nachgeführten Flanke 16 ohne
Bedeutung und kann die Form einer geraden Linie aufweisen,
die von der Zahnkrone an die Wurzel des benachbarten Zahnes
abfällt.
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Manchmal ist es aber wünschenswert, den gesammelten Müll zu
lockern oder zu verteilen, und zwar durch eine Drehbewegung
der Wellen 3 und 4 in umgekehrter Richtung, wobei ein
entgegengesetzt gerichteter Set von Abstreifklingen an einen
Punkt des Umfangs verwendet ist, um den Abfall zu entfernen.
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In diesem Fall sollte die Zahnflanke 16 die Umkehrung bzw.
das Gegenstück der ursprünglichen Form der vorauseilenden
Flanke 15 sein, wie dargestellt ist.
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Die notwendige Formgebung der Flanken der Zähne T, die einen
konstanten, aber unterschiedlichen Angriffswinkel haben, kann
mit Hilfe der Formel ermittelt werden:
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L = R·tanA·(e&sup0;/tanA-1).
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Hierbei gilt:
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L = Länge der Berührungslinie des erzeugenden Kreises
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0 = Winkelabstand des tangenten Punktes von Ausgangspunkt der
Kurve
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R = Radius des Grundkreises
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A = Angriffs-Winkel.
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Die in der Fig. 2 dargestellte Kurve 19 ist mit dieser Formel
mit einem Angriffs-Winkel 20 von 70º berechnet. Dieser
kleinere Angriffs-Winkel ist manchmal von Vorteil, und zwar
deswegen, weil bei einer vorgegebenen Zahnhöhe der Zahn
schmäler wird und mehr Zähne am Umfang verwendet werden
können. Eine zusammengesetzte Kurve, die einen Angriffswinkel
aufweist, die sich mit der Zahnhöhe ändert, kann ebenfalls
manchmal von Wert sein. Es ist in der Praxis aber
üblicherweise möglich, die korrekte Kurve mathematisch anzunähern,
und zwar als Teil eines Kreisbogens, der leichter herstellbar
ist.
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Fig. 3 zeigt eine modifizierte Form einer kammartigen
Abstreifklinge in Form eines kontinuierlichen Metallbandes
21, welches lose die Abstandhalter 10 an ihrem Umfang
umschließt und ebenso auch eine stationäre Haltestange 22,
welche die gesamte Maschine in Längsrichtung der Wellen 3 und
4 überspannt.
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Zur Bildung des Bandes 21 können die Enden eines
Metallstreifens miteinander verschweißt sein oder aber jede bekannte,
geeignete Art von Endverbindungen kann an unterschiedlichen
Positionen vorgesehen sein, beispielsweise ein Bolzen und
eine Mutter an der Rückseite der Stange 22.
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Die Fig. 4 zeigt eine weitere modifizierte Art einer
kammartigen Abstreifklinge, und zwar in Form eines Formkörpers 23
aus Kunststoffmaterial, beispielsweise aus Nylon, der mit
einem am Ende offenen Schlitz versehen ist, und zwar für den
Eingriff in die Haltestange 22. Das Formgeil 23 ist mit einer
kreisförmigen Öffnung 24 versehen, die den Abstandhaltern 10
entspricht, die einen etwas kleineren Durchmesser aufweisen.
Bedingt durch die Form der Seiten der Abstreifklingen 23 ist
der Eingriffswinkel A vergrößert und dies manchmal sinnvoll,
wenn angestrebt ist, Zähne zu verwenden, die gegenüber
geradlinigen Abstreifklingen einen kleineren Angriffs-Winkel
aufweisen.
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Beide Arten, wie sie in den Fig. 3 und 4 gezeigt sind,
können verwendet werden für wieder ausstoßende Maschinen, in
denen ein Auflockern oder Ausstoßen erfolgt, und zwar bei
einer umgekehrten Drehbewegung der Wellen 3 und 4.
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Fig. 5 zeigt ein Verfahren zum Antrieb der Maschine zum
Sammeln und Entsorgen von Abfall oder Müllmaterial, und zwar
zur Erzielung der notwendigen gegenläufigen Rotation der
oberen und unteren Wellen 3 und 4 und der Auf- und Abbewegung
der oberen Anordnung, und zwar mit Hilfe einer einzigen
Kette, wobei dieser Antrieb davon abhängt, daß auf beiden
Seiten der Kette Zahn- oder Kettenräder angreifen können. Die
unterbrochenen Linien 25 representieren die oberen und
unteren, mit Zähnen versehenen Scheibenanordnungen, die in
Richtung der Pfeile 26 angetrieben werden, um Müll oder
Abfall aufzunehmen, welches in Richtung des Pfeiles 27
ankommt, wobei die Wellen der Anordnungen mit den
Kettenrädern 28 versehen sind.
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In der Fig. 5a sind die Kettenräder 28 so dargestellt, daß
sie die gleiche Größe wie ein Kettenrad 29 aufweisen, welches
an einer festen Position vorgesehen ist und angetrieben wird,
um in der angezeigten Richtung umzulaufen. Eine einzige
endlose Kette C ist verwendet, die durch die unterbrochene
Linie C dargestellt ist, um für die notwendige Drehbewegung
zu sorgen. Der Hebelarm 7, der die obere
Wellenscheibenanordnung 3 trägt, ist in seiner obersten und in seiner untersten
Position dargestellt, die während des Anhebens und Absenkens
auftreten. Obwohl eine strenge mathematische Genauigkeit
nicht erreichbar ist, ist es doch möglich, die Länge des
Hebelarmes 7 sowie die Lage des Gelenkes dieses Hebelarmes in
bezug auf die Größe und die Endpositionen des an der oberen
Welle vorgesehenen Kettenrades so zu wählen, daß die gesamte
Länge der Kette C im System praktisch konstant bleibt und
somit die Notwendigkeit für ein stark vorgespanntes
Kettenspannrad für einen Kettenausgleich entfällt.
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In einem Fall, wenn zwei angetriebene Kettenräder
unterschiedliche Größe aufweisen, um unterschiedliche
Drehgeschwindigkeiten für die Wellen zu erreichen und/oder wenn es
wünschenswert ist, den Vorteil der Möglichkeit eines
Kettentriebes zu nutzen, nämlich ein Reduzierung des
Übersetzungsverhältnisses relativ zum antreibenden Kettenrad zu
erreichen, ist es nicht immer möglich, das einfache System der
Fig. 5a zu verwenden, so daß entgegengesetzt sich bewegende
Teile der Kette sich nicht überschneiden. Die Schwierigkeit
kann dadurch ausgeräumt werden, daß die etwas kompliziertere
Anordnung der Fig. 5b verwendet wird. In dieser Darstellung
sind die beiden Hauptantriebskettenräder 28 in
unterschiedlicher Größe dargestellt. Zwei kleine Kettenräder 30 sind an
festen Positionen dargestellt, eines dieser Kettenräder ist
angetrieben und das andere wirkt als Umlenkrad, um die
notwendige Freiheit für die Kette zu erreichen. Die Kette ist
in der dargestellten Weise geführt bzw. gespannt, aber in
diesem Fall muß der Hebelarm 7 vorderhalb der Mitte der
Wellenanordnung schwenkbar gelagert werden, und zwar nicht
hinter der Mitte dieser Wellenanordnungen. Der Vorteil einer
sich nicht ändernden Kettenlänge bleibt, wie vorher.
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Obwohl eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
beschrieben wurde unter Bezugnahme auf eine Maschine, die zwei
Sätze von ineinandergreifenden, mit Zähnen versehenen
Strukturen aufweist, ist die Erfindung in gleicher Weise
anwendbar auf eine Maschine, die einen einzigen Satz
verwendet, und dies ist auch in den beiliegenden Ansprüchen zum
Ausdruck gebracht.
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Darüberhinaus sind Änderungen, Ergänzungen und Modifikationen
oder beschriebenen Ausführungen einem Fachmann erkennbar,
wobei auch diese innerhalb des Schutzumfanges der
nachfolgenden Ansprüche liegen. Um beispielsweise die Ergebnisse der
Erfindung zu erreichen, ist es nicht wesentlich, daß die
Abstreifklingen rechteckförmig ausgeführt sind und die mit
diesen zusammenwirkenden vorauseilenden Flächen der
umlaufenden Zähne gekrümmt sind, solange die erforderliche
Winkelbeziehung zwischen diesen Elementen erhalten ist.
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Die vorauseilenden Flächen der Zähne oder die Kanten hiervon
können auch rechteckförmig ausgeführt sein und die Kanten der
Abstreifklingen können gekrümmt sein oder aber alternativ
können die vorauseilenden Flächen oder deren Kanten und die
Kanten der Klingen ein gekrümmtes Profil in geeigneter Form
besitzen.