DE3689792T2 - Apparat zur sammlung und entlastung von müll. - Google Patents

Apparat zur sammlung und entlastung von müll.

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Description

    Feld der Erfindung
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Ansammlungen oder Gemengen von Abfall, wie er beispielsweise in dem städtischen Abfall oder aber bei Treibgut auf Wasseroberflächen vorliegt. Derartiges Material kann Dosen, Flaschen, Artikel aus Holz oder Karton, Plastikmaterial, Kabel, Drähte, Pflanzen, textile Abfälle, verrottete Substanzen, wie Haushaltsabfälle, tote Fische und tote Vögel und auch verschiedene viskose Flüssigkeiten, wie Öle, Teer, usw. enthalten.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Eine Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Abfallmaterial ist bekannt, wobei die Vorrichtung zwei kooperierende Sätze von sich bewegenden und mit Zähnen versehenen Strukturen aufweist, wobei jede Struktur mit plattenförmigen Zähnen versehen ist, die in parallelen Ebenen parallel zur Bewegungsrichtung angeordnet und an jeder Strukture voneinander beabstandet sind, und zwar in Intervallen senkrecht zu den Ebenen. Die Zähne beider Strukturen sind gegenseitig versetzt in einer Sammelzone, wo sich beide in der gleichen Richtung bewegen und an Positionen entfernt von der Sammelzone wirken beide Strukturen mit stationären Kämmen zusammen, die Sätze von Schneiden aufweisen, die zwischen benachbarten Linien oder Reihen von Zähnen angeordnet sind, und zwar dicht passend gegen die Seiten der Zähne, wobei Separierungsmittel vorgesehen sind, um Material, welches zwischen den Zähnen eingefangen ist oder an den Seiten der Zähnen anhaftet, zu entfernen. Weiterhin sind auch Mittel vorgesehen, durch die die mit Zähnen versehenen Strukturen zusammen mit ihren Kammanordnungen voneinander entfernt werden können, um einen Durchlaß von solchem Material zu ermöglichen, welches zu fest oder massiv ist, um durch die Zähne zerschnitten bzw. zerkleinert zu werden.
  • Beide mit Zähnen versehene Strukturen können die Form von rotierend gelagerten Wellen aufweisen, die Anordnungen aus dünnen Metallscheiben tragen, welche am Umfang mit Zähnen versehen sind, wobei die Scheiben durch relativ dicke Scheiben mit einem Durchmesser etwas kleiner als der Durchmesser an der Zahnwurzel voneinander getrennt sind, wobei alle Elemente gegeneinander verspannt sind, so daß die Anordnung als eine integrale Einheit umläuft.
  • Alternativ kann eine Struktur eine Wellenanordnung wie beschrieben sein und die andere ein bandartiger Transporteur, der Reihen von Zähnen trägt, und zwar in Abständen quer zu seiner Breite.
  • Obwohl Zähne von fast jeder erhältlichen Form verwendet werden können, um eine Faß- und Sammelwirkung zu erzielen, treten Schwierigkeiten bei der bekannten Vorrichtung dann auf, wenn der Abfall in die Zone der Abstreifer eintritt, und zwar wegen der Schneid- oder Klemmwirkung, die auf das Material ausgeübt wird zwischen den Zähnen der Scheibe und den Trennkämmen, wenn die Zähne sich relativ zu den Kämmen bewegen. Wenn diese Teile nicht genügend robust sind oder die Antriebskraft unzureichend ist, zerstört diese Klemmfunktion die Funktionstüchtigkeit der Trennkämme und das Ergebnis ist eine Störung oder ein Ausfall der Maschine oder ein Klemmen, und zwar schon dann, wenn weiches Material verarbeitet wird, wie Taschen aus Textil oder Kunststoff.
  • In dem US-Patent 41 19 277 ist eine Vorrichtung zum Zerschneiden von gebrauchten Reifen beschrieben, die rotierende Zähne aufweist, die mit stationären Schneidmessern zusammenwirken, um die zugeführten Reifen zu zerschneiden.
  • Das französische Patent 22 54 371 beschreibt eine Schneidvorrichtung für Haus- und Industriemüll, die rotierende Zähne in Verbindung mit stationärem Material zerschneidenden Elementen verwendet.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Es ist ein Aspekt der Erfindung, eine Vorrichtung des vorgenannten Typs aufzuzeigen, die nicht notwendigerweise die beiden ineinandergreifenden Sätze von Zahnstrukturen aufweist, wobei die zusammenwirkenden Zähne der Scheiben und die Trennkämme so geformt sind, daß die Möglichkeit, daß Material verklemmt und ein Hemmen der Maschine beim Schneiden zwischen den Zähnen und den Kämmen eintritt, falls das Material für das Schneiden zu robust ist, wie dies beispielsweise bei Drähten, dicken Metallobjekten, usw. der Fall ist, vermieden wird. Die Notwendigkeit, die beim Stand der Technik erforderlich war, die Maschine sehr leistungsstark auszubilden und mit gehärteten und geschliffenen Zähnen sowie Kämmen zu versehen, wird vermieden. Entsprechend der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Müll vorgeschlagen mit wenigstens einer rotierend angetriebenen Welle, mit mehreren peripheren Zahnreihen an der oder jeder Welle, wobei die Zähne jeder Reihe Flanken aufweisen, die eine vorauseilende Zahnflanke oder Zahnfläche begrenzen, die dem zu sammelnden und zu erfassenden Material einwirken, wenn die Welle rotiert, mit Materialabstreif- und Trennelementen zwischen den erwähnten Reihen, wobei diese Elemente Materialabsteifkanten definieren, die eine Vielzahl von Schlitzen bilden, zwischen denen sich jeweils eine der peripheren Zahnreihen hindurchbewegt, wobei die Flanken die Ränder der Abstreif- oder Schneidelementen dicht benachbart sind, damit das Material, welches an den Zähnen und zwischen diesen in jeder Reihe gesammelt und erfaßt ist, entfernt wird, und zwar für die Weiterleitung an eine Auslaßzone, wobei die erwähnten Elemente und deren Zähne so konfiguriert sind, daß der Winkel, der zu jeder Zeit zwischen den Kanten der vorauseilenden Zahnfläche jedes Zahnes und der benachbarten Schneidkante eines entsprechenden Schlitzes, durch welchen sich die Zähne hindurchbewegen, eine Größe aufweist, die ausreichend ist, um sicherzustellen, daß die zusammenwirkenden Zähne und Materialfreigabe und Abstreifelemente nicht zu einem Einschneiden oder Eindringen in das Material derart oder in einem derartigen Ausmaß führt, daß eine sanfte Weitergabe des Materials an die Abgabezone verhindert wird.
  • Mit dieser Anordnung ist eine Scheraktion, die zwischen den Schlitzen und den rotierenden Zähnen eintritt, niemals ausreichend, um ein genügendes Ausmaß an Klemmeingriff zwischen dem Material, welches in der Maschine behandelt wird, zu erreichen, so daß das Abfallmaterial, welches gesammelt wird, nicht zwischen den Zähnen und den Materialsammelelementen eingefangen oder eingeklemmt ist, sondern sanft durch diese Elemente an die Abgabezone gelangt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind zylinderförmige Abstandhalter zwischen den peripheren Reihen von Zähnen der Materialsammelelemente vorgesehen, und zwar in Form von flachen Abstreifelementen oder -Klingen, die rechteckförmige Kanten oder Randlinien aufweisen und tangential auf den Abstandhaltern aufliegen. Die vorauseilenden Flächen der umlaufenden Zähne sind dann so geformt, daß sie auf der Evolvente einer Basiskreises liegen, der von den rotierenden zylindrischen Abstandhaltern gebildet ist. In diesem Fall ist der Winkel zwischen den Kanten der Abstreifklingen und den Kanten der vorauseilenden Flächen der rotierenden Zähne immer 90º.
  • Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich in klarer Form aus der folgenden detaillierten Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung wird als Beispiel unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
  • Fig. 1a ist eine Frontansicht einer Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Müll, und zwar in einer Richtung, in der der Abfall aufgenommen wird, und zwar versehen mit zähnetragenden Sammel-Scheiben und mit Abstreiferelementen zum Abstreifen des Müllmaterials entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung;
  • Fig. 1b ist ein Schnitt der Vorrichtung der Fig. 1a, und zwar entsprechend der Linie A-A;
  • Fig. 1c ist eine Ansicht der Maschine der Fig. 1a entsprechend der Linie B-B der Fig. 1b;
  • Fig. 2 zeigt einen Weg zur Bestimmung der Kurvenform der vorauseilenden Fläche der Zähne der Sammelscheiben, die mit kammartigen Abstreiferelementen oder -Klingen in Rechteckform zusammenwirken;
  • Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Konstruktion eines Abstreiferkammes
  • Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Abstreiferkombination und
  • Fig. 5a und 5b zeigen bevorzugte Anordnungen zum Antrieb der Maschine der Fig. 1.
  • Beste Arten zur Ausführung der Erfindung
  • Die Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Müllmaterial, die in den Zeichnungen und dabei speziell in den Fig. 1a, 1b und 1c dargestellt ist, weist obere und untere Reihen 1 und 2 von Umfangszähnen T auf, die jeweils an entsprechenden horizontalen Wellen 3 und 4 vorgesehen sind. Die untere Welle 4 ist in festen Lagern an festen Positionen 6 drehbar gelagert, während die obere Welle 3 in Lagern an den freien Enden von Hebelarmen 7 gelagert ist, die um Gelenke schwenkbar sind, welche an einer festen Position 9 vorgesehen sind. Die Positionen 6 und 9 weisen eine feste Relation zueinander auf, was z. B. dann der Fall ist, wenn die verschiedenen Teile an einem Montage- oder Maschinenrahmen befestigt sind.
  • Die Zahnreihen 1 und 2 sind durch zylinderförmige Abstandhalter 10 in Ebenen gegeneinander versetzt und so angeordnet, daß ihre jeweiligen Reihen von Zähnen T wenigstens teilweise versetzt sind, um eine Zone Z zum Erfassen bzw. Aufgeben des Müllmaterials zu bilden, wie dies in der Fig. 1b gezeigt ist, wobei die Wellen 3 und 4 im entgegengesetzten Sinne umlaufen, wie dies mit den Pfeilen 11 angedeutet ist.
  • Die Enden oder Endabschnitte von kammartigen Abstreifelementen oder -Klingen 12 besitzen rechteckförmige Klingenkanten 12', die zwischen den Reihen 1 und 2 gehalten sind und fest gegen die Separatoren bzw. Abstandhalter 10 anliegen, wobei die Klingenkanten 12' dicht und passend an den Flanken der Zähne T vorgesehen sind, wobei die anderen Enden in jeder herkömmlichen Weise an den Hebelarmen 7 befestigt sind, und zwar für solche an der oberen Welle und bei 6 für solche an der unteren Welle. Die Klingenkanten von benachbarten Abstreifelementen oder -Klingen 12 bilden Schlitze S, durch die die Zähne T der entsprechenden Reihe hindurchtreten, wenn die Wellen 3 und 4 rotieren.
  • Das in der Zone Z eintretende Material wird seiner Beschaffenheit entsprechend gebrochen, zerhackt oder zerschnitten. Viskose Substanzen, wie z. B. Teer oder schwere Öle legen sich um die Zähne T der Scheiben und kleben dort an den Seitenflächen fest an. Gegenstände, die zu fest sind, um in der beschriebenen Weise behandelt zu werden, veranlassen, daß die obere Welle anhebt und auf diesen Gegenständen läuft, wobei die Zähne dann eine Greiffunktion ausüben, damit dies geschehen kann.
  • Nach dem Verlassen der Eintrittszone Z wird der Müll von den Zähnen T abgezogen, und zwar durch die kammartigen Abstreifelemente oder -Klingen 12, wenn die Zähne T durch die Schlitze S hindurchtreten, und zwar für eine Ablage in einer nicht dargestellten Sammelkammer für eine Weiterleitung an einen nachfolgenden Prozeß.
  • Wie ebenfalls nicht dargestellt ist, können die Wellen 3 und 4, die nicht notwendigerweise mit der gleichen Geschwindigkeit umlaufen müssen, von einem Antrieb jedes bekannten Typs über ein Transmissionssystem angetrieben werden, wie beispielsweise Hydraulikmotoren an den Enden der Wellen, die über Leitungen mit einer Pumpen- und Motoreinheit verbunden sind. Auch Ketten- oder Hebelantriebe können verwendet werden.
  • Die Zähne T der Scheiben in den Reihen 1 und 2 sind speziell in Übereinstimmung mit der Erfindung so geformt, daß, wie vorstehend beschrieben, beim Umlaufen der Wellen 3 und 4 Klemm- oder Schneideffekte zwischen den vorauseilenden Flächen der Zähne T, die auf das zu sammelnde Material einwirken, und den Abstreifklingen oder -kanten 12', um so das gesammelte Material zu schneiden und zu scheren, und eine hieraus resultierende Verklemmung und Behinderung vermieden sind.
  • Dieses Schneiden oder Klemmen wird dann auftreten, wenn der "Angriffs"-Winkel in bezug auf das gesammelte Material, der zu jeder Zeit zwischen den vorauseilenden Flächen der Zähne und den Kanten 12' der Abstreifklingen 12 gebildet ist, wenn die Zähne durch die Schlitze zwischen diesen Klingen zwischen sich durchbewegen unter einem gewissen Wert liegt, auch unter Berücksichtigung der Rauhe und Schärfe der miteinander zusammenwirkenden Flächen und der Natur des in Rede stehenden Müllmaterials entsprechend gewählt ist. Das Phänomen wird leicht verstanden bei Betrachtung des Effektes von Scherenblättern. Wenn die Scherenblätter weit geöffnet sind für einen Winkel von 90º oder größer, können sich diese nicht in das Papier einschneiden, und zwar unabhängig von ihrer Schärfe.
  • Wenn jedoch der "Angriffs"-Winkel zwischen den Schneiden oder Scherenblättern abnimmt, wird eine Schneidfunktion sichergestellt. Es hat sich gezeigt, daß beispielsweise mit Zähnen und mit Abstreifklingen, die ebene Flächen aufweisen, die unerwünschte Schneid- bzw. Klemmfunktion nicht auftritt bei einem Angriffswinkel größer als 70º.
  • Der Angriffswinkel weist bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung die erforderliche Größe auf, wenn die vorauseilende Fläche jedes Zahnes T auf der Evolvente des Kreises 14 liegt, dessen Durchmesser der Durchmesser der zylinderförmigen Abstandhalter 10 ist, wie dies in der Fig. 2 dargestellt ist. Der dick ausgezogene Teil 15 der Evolventen- Kurve 13 in der Fig. 2 ist die vorauseilende Fläche eines entsprechenden Zahnes R, während der unterbrochene Teil 16 die nachgeführte Fläche des Zahnes R ist. Der Eingriffswinkel kann zu jeder Zeit durch den Winkel A definiert werden, der zwischen Tangenten an die Kurve 13 gebildet ist, und zwar an Punkten, an denen die Tangenten an den Kreis 14 die Kurve 13 schneiden, wobei die letztgenannten Tangenten die Erstreckungen der kammartigen Abstreifklingen oder -elemente 12 (in der Fig. 2 nicht dargestellt) sind, die auf den Abstandhaltern aufliegen, falls zur Illustration angenommen wird, daß der Kreis 14 relativ zur Kurve 13 umläuft.
  • Da die Kurve 14 die Evolvente des Kreises 14 ist, ist der Angriffs-Winkel A in der Fig. 2 zwischen der vorauseilenden Fläche des Zahnes R und einem festen Abstreifklingen stets 90º, wenn der Zahn R im praktischen Einsatz umläuft, und zwar in Richtung des Pfeiles 17 um die Mitte 18.
  • Falls die Wellen 3 und 4 stets in der gleichen Richtung umlaufen, ist die Form der nachgeführten Flanke 16 ohne Bedeutung und kann die Form einer geraden Linie aufweisen, die von der Zahnkrone an die Wurzel des benachbarten Zahnes abfällt.
  • Manchmal ist es aber wünschenswert, den gesammelten Müll zu lockern oder zu verteilen, und zwar durch eine Drehbewegung der Wellen 3 und 4 in umgekehrter Richtung, wobei ein entgegengesetzt gerichteter Set von Abstreifklingen an einen Punkt des Umfangs verwendet ist, um den Abfall zu entfernen.
  • In diesem Fall sollte die Zahnflanke 16 die Umkehrung bzw. das Gegenstück der ursprünglichen Form der vorauseilenden Flanke 15 sein, wie dargestellt ist.
  • Die notwendige Formgebung der Flanken der Zähne T, die einen konstanten, aber unterschiedlichen Angriffswinkel haben, kann mit Hilfe der Formel ermittelt werden:
  • L = R·tanA·(e&sup0;/tanA-1).
  • Hierbei gilt:
  • L = Länge der Berührungslinie des erzeugenden Kreises
  • 0 = Winkelabstand des tangenten Punktes von Ausgangspunkt der Kurve
  • R = Radius des Grundkreises
  • A = Angriffs-Winkel.
  • Die in der Fig. 2 dargestellte Kurve 19 ist mit dieser Formel mit einem Angriffs-Winkel 20 von 70º berechnet. Dieser kleinere Angriffs-Winkel ist manchmal von Vorteil, und zwar deswegen, weil bei einer vorgegebenen Zahnhöhe der Zahn schmäler wird und mehr Zähne am Umfang verwendet werden können. Eine zusammengesetzte Kurve, die einen Angriffswinkel aufweist, die sich mit der Zahnhöhe ändert, kann ebenfalls manchmal von Wert sein. Es ist in der Praxis aber üblicherweise möglich, die korrekte Kurve mathematisch anzunähern, und zwar als Teil eines Kreisbogens, der leichter herstellbar ist.
  • Fig. 3 zeigt eine modifizierte Form einer kammartigen Abstreifklinge in Form eines kontinuierlichen Metallbandes 21, welches lose die Abstandhalter 10 an ihrem Umfang umschließt und ebenso auch eine stationäre Haltestange 22, welche die gesamte Maschine in Längsrichtung der Wellen 3 und 4 überspannt.
  • Zur Bildung des Bandes 21 können die Enden eines Metallstreifens miteinander verschweißt sein oder aber jede bekannte, geeignete Art von Endverbindungen kann an unterschiedlichen Positionen vorgesehen sein, beispielsweise ein Bolzen und eine Mutter an der Rückseite der Stange 22.
  • Die Fig. 4 zeigt eine weitere modifizierte Art einer kammartigen Abstreifklinge, und zwar in Form eines Formkörpers 23 aus Kunststoffmaterial, beispielsweise aus Nylon, der mit einem am Ende offenen Schlitz versehen ist, und zwar für den Eingriff in die Haltestange 22. Das Formgeil 23 ist mit einer kreisförmigen Öffnung 24 versehen, die den Abstandhaltern 10 entspricht, die einen etwas kleineren Durchmesser aufweisen. Bedingt durch die Form der Seiten der Abstreifklingen 23 ist der Eingriffswinkel A vergrößert und dies manchmal sinnvoll, wenn angestrebt ist, Zähne zu verwenden, die gegenüber geradlinigen Abstreifklingen einen kleineren Angriffs-Winkel aufweisen.
  • Beide Arten, wie sie in den Fig. 3 und 4 gezeigt sind, können verwendet werden für wieder ausstoßende Maschinen, in denen ein Auflockern oder Ausstoßen erfolgt, und zwar bei einer umgekehrten Drehbewegung der Wellen 3 und 4.
  • Fig. 5 zeigt ein Verfahren zum Antrieb der Maschine zum Sammeln und Entsorgen von Abfall oder Müllmaterial, und zwar zur Erzielung der notwendigen gegenläufigen Rotation der oberen und unteren Wellen 3 und 4 und der Auf- und Abbewegung der oberen Anordnung, und zwar mit Hilfe einer einzigen Kette, wobei dieser Antrieb davon abhängt, daß auf beiden Seiten der Kette Zahn- oder Kettenräder angreifen können. Die unterbrochenen Linien 25 representieren die oberen und unteren, mit Zähnen versehenen Scheibenanordnungen, die in Richtung der Pfeile 26 angetrieben werden, um Müll oder Abfall aufzunehmen, welches in Richtung des Pfeiles 27 ankommt, wobei die Wellen der Anordnungen mit den Kettenrädern 28 versehen sind.
  • In der Fig. 5a sind die Kettenräder 28 so dargestellt, daß sie die gleiche Größe wie ein Kettenrad 29 aufweisen, welches an einer festen Position vorgesehen ist und angetrieben wird, um in der angezeigten Richtung umzulaufen. Eine einzige endlose Kette C ist verwendet, die durch die unterbrochene Linie C dargestellt ist, um für die notwendige Drehbewegung zu sorgen. Der Hebelarm 7, der die obere Wellenscheibenanordnung 3 trägt, ist in seiner obersten und in seiner untersten Position dargestellt, die während des Anhebens und Absenkens auftreten. Obwohl eine strenge mathematische Genauigkeit nicht erreichbar ist, ist es doch möglich, die Länge des Hebelarmes 7 sowie die Lage des Gelenkes dieses Hebelarmes in bezug auf die Größe und die Endpositionen des an der oberen Welle vorgesehenen Kettenrades so zu wählen, daß die gesamte Länge der Kette C im System praktisch konstant bleibt und somit die Notwendigkeit für ein stark vorgespanntes Kettenspannrad für einen Kettenausgleich entfällt.
  • In einem Fall, wenn zwei angetriebene Kettenräder unterschiedliche Größe aufweisen, um unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten für die Wellen zu erreichen und/oder wenn es wünschenswert ist, den Vorteil der Möglichkeit eines Kettentriebes zu nutzen, nämlich ein Reduzierung des Übersetzungsverhältnisses relativ zum antreibenden Kettenrad zu erreichen, ist es nicht immer möglich, das einfache System der Fig. 5a zu verwenden, so daß entgegengesetzt sich bewegende Teile der Kette sich nicht überschneiden. Die Schwierigkeit kann dadurch ausgeräumt werden, daß die etwas kompliziertere Anordnung der Fig. 5b verwendet wird. In dieser Darstellung sind die beiden Hauptantriebskettenräder 28 in unterschiedlicher Größe dargestellt. Zwei kleine Kettenräder 30 sind an festen Positionen dargestellt, eines dieser Kettenräder ist angetrieben und das andere wirkt als Umlenkrad, um die notwendige Freiheit für die Kette zu erreichen. Die Kette ist in der dargestellten Weise geführt bzw. gespannt, aber in diesem Fall muß der Hebelarm 7 vorderhalb der Mitte der Wellenanordnung schwenkbar gelagert werden, und zwar nicht hinter der Mitte dieser Wellenanordnungen. Der Vorteil einer sich nicht ändernden Kettenlänge bleibt, wie vorher.
  • Obwohl eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beschrieben wurde unter Bezugnahme auf eine Maschine, die zwei Sätze von ineinandergreifenden, mit Zähnen versehenen Strukturen aufweist, ist die Erfindung in gleicher Weise anwendbar auf eine Maschine, die einen einzigen Satz verwendet, und dies ist auch in den beiliegenden Ansprüchen zum Ausdruck gebracht.
  • Darüberhinaus sind Änderungen, Ergänzungen und Modifikationen oder beschriebenen Ausführungen einem Fachmann erkennbar, wobei auch diese innerhalb des Schutzumfanges der nachfolgenden Ansprüche liegen. Um beispielsweise die Ergebnisse der Erfindung zu erreichen, ist es nicht wesentlich, daß die Abstreifklingen rechteckförmig ausgeführt sind und die mit diesen zusammenwirkenden vorauseilenden Flächen der umlaufenden Zähne gekrümmt sind, solange die erforderliche Winkelbeziehung zwischen diesen Elementen erhalten ist.
  • Die vorauseilenden Flächen der Zähne oder die Kanten hiervon können auch rechteckförmig ausgeführt sein und die Kanten der Abstreifklingen können gekrümmt sein oder aber alternativ können die vorauseilenden Flächen oder deren Kanten und die Kanten der Klingen ein gekrümmtes Profil in geeigneter Form besitzen.

Claims (7)

1. Vorrichtung zum Sammeln und Entsorgen von Müll, mit wenigstens einer rotierend antreibbaren Welle (3, 4), mit mehreren peripheren Zahnreihen (1, 2) an jeder Welle, wobei die Zähne (T) in jeder Reihe Flanken aufweisen, die eine vorauseilende Zahnfläche oder -kante begrenzen, die dem mit den Zähnen zu sammelnden bzw. erfassenden Material zugewandt ist, wenn die Welle rotiert, mit Material-Abstreiferelementen (12) zwischen den erwähnten Reihen (1, 2), wobei diese Elemente Abstreiferränder (12') bilden, die eine Vielzahl von Schlitzen (S) definieren und zwischen denen sich jeweils eine der peripheren Zahnreihen hindurch bewegt, wobei die Flanken den Abstreiferrändern dicht benachbart sind, damit das Material, welches an den Zähnen und zwischen diesen in jeder Reihe (1, 2) gesammelt oder erfaßt ist, entfernt wird, und zwar für die Weiterleitung an einer Auslaßzone, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante (15) jeder vorauseilenden Zahnfläche (R) jedes vorstehenden Zahns (T) sowie ein benachbarter Abstreiferrand des jeweiligen Schlitzes (S), durch welchen sich die Zähne bewegen, zu jeder Zeit einen Winkel (A) zwischen sich einschließen, der eine Größe aufweist, die notwendig ist, damit unabhängig von der Art und Qualität das Zusammenwirken der Zähne (T) und der Material-Abstreiferelemente (12) nicht zu einem Schneiden und Eindringen in das Material in der Weise führt, daß das erwähnte Material dazwischen verklemmt und eine gleichmäßige Weitergabe an die Abgabezone verhindert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die periphären Reihen von Zähnen (T) zylinderförmige Trennelemente oder Separatoren (10) zwischen sich aufweisen, daß die erwähnten Material-Abstreiferelemente (12) in Form von flachen Abstreifern ausgeführt sind, die obere und untere geradlinige Flächen besitzen und mit einem Teil der Unterseite tangential auf den Separatoren (10) aufliegen, daß die vorauseilenden Flächen der Zähne (R) jeweils eine vorbestimmte Krümmung besitzen, um den erwähnten Winkel mit der erwähnten Größe zwischen den Kanten der vorauseilenden Flächen und den oberen geradlinigen Abstreiferrändern der Material-Abstreiferelemente zu bilden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (A) in den Bereich im wesentlichen zwischen 70 und 90º liegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgegebene Krümmung im wesentlichen ein Kreisbogen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der nacheilenden Fläche (16) jedes Zahnes das gleiche ist wie das Profil der vorauseilenden Fläche, jedoch entgegengesetzt gerichtet, so daß das gesammelte bzw. erfaßte Material bei Änderung der Drehrichtung der Welle abgestreift werden kann.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, daß die flachen Abstreifer Teil eines stationären Metallbandes (23) sind, welches um die zylindrischen Separatoren angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei rotierende Wellen (1, 2) vorgesehen und so angeordnet sind, daß die Wellen mit den Zähnen derart ineinander angeordnet, daß eine Einschließzone (Z) für den Müll gebildet ist, wenn die Wellen entgegengesetzt rotierend angetrieben werden.
DE3689792T 1985-01-24 1986-01-23 Apparat zur sammlung und entlastung von müll. Expired - Lifetime DE3689792T2 (de)

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