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Diese Erfindung bezieht sich auf Bildschirmanzeigesysteme und
insbesondere auf ein Bildschirmanzeigesystem, das an
Allbildpunkte adressierbare Funktionen liefert, die mittels des
Speichers mit zwei Eingängen ausgeführt werden.
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Bildschirmanzeigen liefern normalerweise eine bewegliche
Markierung, den Kursor, um eine sichtbare Anzeige der aktuellen
Position, die von Interesse ist, auf den Bildschirm zu
bringen. Traditionell wird diese Funktion entweder von dem
Hauptrechner oder der Bildschirmlogikschaltung ausgeführt. In
kostengünstigeren Systemen mit geringerer Leistungsfähigkeit
wurde Software verwendet, um den Kursor zu bilden und zu
steuern, während in mehr leistungsfähiger orientierten Systemen
wesentlich teuere Logikschaltungen mit der Absicht verwendet
wurden, die Verwaltungszeit der Systemsoftware zu verkürzen.
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Trotzdem ist es wünschenswert, die Softwareverwaltungszeit in
jeder Art von System zu verkürzen und eine kostengünstigere
Lösung des Problems der Kursoranzeige ist folglich ein
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Eine Annäherung an das Problem wird in dem IBM Technical
Disclosure Bulletin, Volume 26, No. 10B, March 1984, auf den
Seiten 5622 und 5623 beschrieben. Hier wird ein vorhandenes
Speicherfeld, das normalerweise für Bildfülloperationen
verwendet wird, zwischen solchen Operationen benutzt, um
Kursordaten zu speichern. Da diese im wesentlichen nicht eindeutig
zu den Kosten des Systems hinzugefügt werden kann, hat die
Anordnung
den Nachteil, daß sich die beiden Funktionen des
gemeinsam benutzten Speicherfelds untereinander stören können,
was zum Beispiel in einer teilweisen Löschung des Kursors
resultiert.
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Gemäß der Erfindung ist ein Bildschirmanzeigesystem
vorgesehen, das einen digitalen Bildspeicher zur Speicherung von
Bilddaten in Form eines Rasters hat, welches aus Datenzeilen
gebildet wird, die Zeilen von Bildelementen eines Anzeigebilds
darstellen, wobei der Bildspeicher von einem digitalen
Prozessor gesteuert wird, um gespeicherte Bilddaten zeilenweise in
einem Computeranzeigegerät zu speichern und ein Bild
einschließlich eines angezeigten Kursors zu liefern, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bildspeicher einen ersten Eingang zum
Übertragen von Daten in und aus dem Prozessor hat und einen
zweiten Eingang zur Übertragung von Bilddaten in das
Anzeigegerät hat und der Prozessor angepaßt wird, als Reaktion auf
die Kursor-Positionsdaten, die anzeigen, daß eine nachfolgende
Zeile, die nach der aktuellen Zeile angezeigt wird, einen
Kursor enthält, um Bilddaten aus der nachfolgenden Zeile über den
ersten Eingang wieder zurückzugewinnen und die Daten mit den
Kursor-Musterdaten zu kombinieren und zusammengesetzte
Bilddaten zu entwickeln, die die Aufbringung des Kursors im Bild
darstellen, um Bilddaten in der Datenzeile entsprechend der
nachfolgenden Zeile durch die zusammengesetzten Bilddaten für
die Übertragung zu dem Anzeigegerät zu ersetzen und die
ersetzten Daten in der Datenzeile, nach Lieferung der
zusammengesetzten Bilddaten an den zweiten Eingang, für die
Übertragung wiederherzustellen, wodurch die Original-Rasterdaten
erhalten bleiben.
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Damit die Erfindung richtig verstanden werden kann, wird nun
mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel beschrieben, in dem
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Fig. 1 ein Blockdiagramm des Anzeigesystems zeigt;
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Fig. 2 eine Abbildung eines Stands der Technik zeigt;
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Fig. 3 eine Abbildung der Kursortechnik gemäß
vorliegender Erfindung zeigt;
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Fig. 4 ein Flußdiagramm zeigt, in dem die Folge von
Operationen zur Erzeugung eines Kursorbilds und
der Bildformatierung dargestellt ist; und
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Fig. 5 eine Abbildung eines Anzeigebildschirms und
eines Kursor-Rechtecks zeigt, das auf dem
Bildschirm positioniert ist.
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Eine in Logikschaltungen implementierte Kursorfunktion ist in
hochleistungsfähigen Bildschirmanzeigesystemen ausgesprochen
wünschenswert, um die Verwaltungszeit von Systemsoftware zu
verkürzen. Normale Implementierungen dieser Funktion sind
jedoch relativ teuer. Diese Erfindung liefert die gewünschte
Kursorfunktion auf eine einzigartige Weise und mit sehr
kostengünstigen Schaltungen.
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Basisbildformatierung in einem auf Raster basierenden
Bildschirmanzeigesystem besteht aus dem Lesen jeder abgetasteten
Zeile des Rasters, einem Speicher, der die Bildanzeige
enthält, der Serialisierung des Rasters synchron mit der
Elektronenstrahlabtastung des Anzeigebildschirms und der Ausgabe des
resultierenden, seriellen Datenstroms zur Steuerung der
Strahlintensität. Jedes Bit des Rasters wird Bildelement
genannt und ist das kleinste adressierbare Anzeigeelement auf
dem Bildschirm oder in dem Raster.
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Die Bildformatierung in dieser Anzeige wird über den
Abtastzeilenzähler gesteuert. Der Zähler wird nach dem Schreiben von
jeder Abtastzeile an den Bildschirm inkrementiert und am Ende
von jedem Rahmen zurückgesetzt. Der Zähler beschreibt somit
die aktuelle Y Position, die auf dem Bildschirm zu irgendeinem
Zeitpunkt geschrieben wurde.
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Der Kursor wird während der Bildformatierung erzeugt. In Fig.
1 erfolgt dies mittels eines Mikroprozessors 6, der den
Mikrocode ausführt.
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In Fig. 3 wird die Kursorposition auf dem Bildschirm von zwei
Registern definiert, dem X Kursor Positionsregister 13 und dem
Y Kursor Positionsregister 14. Die Register 12 und 14 werden
von dem Hauptrechner geladen und entsprechend der gewünschten
Bildschirmposition des Kursors behalten, wobei X bzw. Y die
Bildschirmkoordinaten darstellen.
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Während der Bildformatierung bestimmt ein Vergleich des Y
Kursor Positionsregister 14 mit der Abtastzeile 16, ob die
Bildformatierung innerhalb des Bereichs des Kursors 15 liegt.
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Die aktuelle Größe und Form des Kursorbilds wird von dem
Hauptrechner definiert und ist mit gewissen Einschränkungen
programmierbar. Der Hauptrechner erstellt die Muster der
Bildelemente, die als Kursor verwendet werden und speichert das
Muster innerhalb eines spezifischen, rechteckigen Blocks von
Bits in einem Verhältnis des Rasters 8, das auf dem Bildschirm
nicht erscheint (verborgener Bereich). Größe und Form des
gespeicherten Musters werden nur dahingehend beschränkt, daß sie
innerhalb des spezifizierten Rechtecks liegen müssen.
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Diese Erfindung manipuliert das gesamte Rechteck als wäre es
der Kursor. Dieser gesamte Bereich des Kursormusters wird
logischerweise mit dem entsprechenden anzeigbaren Bereich des
Rasters 7 kombiniert, um den gewünschten Kursor auf dem
Bildschirm zu erzeugen.
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Die von dem Hauptrechner definierte Technik zur Anzeige des
Kursors erfordert, daß die Quelle des serialisierten Bitstroms
effizient von einem Bereich des Rasters zu einem anderen genau
zu dem Zeitpunkt geändert wird, wenn der Strahl die gewünschte
Kursorposition erreicht und zwei oder mehrere Bereiche des
Rasters logischerweise kombiniert werden und das Ergebnis
gesichert wird. In dem zu beschreibenden Ausführungsbeispiel
werden diese Funktionen passenderweise unter Verwendung des
Bildwiederholspeichers, der in einer Art konfiguriert wurde,
die in unserer gleichzeitig anhängigen Europäischen
Patentanmeldung No. EP-A-0 191 280 beschrieben wurde und eines
Mikroprozessors durchgeführt. Ein passender Bildwiederholspeicher
wäre ein Texas-Instrument TMS 4161. Nachstehend wird der so
konfigurierte Bildwiederholspeicher als ein Bit
adressierbarer, mehrdimensionaler Feldspeicher oder BAMDA bezeichnet.
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Für die Erörterung der Kursorbilderzeugung siehe Fig. 3 und
4. Die Kursorverarbeitung beginnt eine Abtastzeile vor der
Zeile, in der der Kursor angezeigt wird. Dieser Schritt in der
Kursorverarbeitung wird als "Vorausbildung des Kursors"
bezeichnet. In Fig. 4 wird ein Kursorbild durch die Schritte 56-
58 definiert, indem logischerweise das oder die Kursormuster
(Fig. 3) 22a und 22b mit den Rasterdaten an der Stelle 31
kombiniert wird oder werden, an der der Kursor angezeigt
werden wird. Diese Verarbeitung erfolgt jeweils eine Zeile vor
der Abtastzeile 18 und der jeweiligen Kursormusterzeile 20a
und 20b, da die Bildformatierung Abtastzeile für Abtastzeile
auf dem Raster nach unten durchgeführt wird. Das daraus
resultierende Muster wird in einem zugewiesenen
Kursorsicherungsbereich 17 in dem verborgenen Raster 8 gespeichert. Bei diesem
Verfahren wird auf einmal nicht mehr als eine Zeile des
Kursorbilds im voraus gebildet. In einem Stand der Technik jedoch
könnte das gesamte Kursorbild im voraus gebildet werden, bevor
es von dem Bildformatierer benötigt wird.
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Während der horizontalen Austastzeit, der Zeit, die genau vor
der Abtastzeile liegt, für die das Kursorsicherungsbild 17
geschaffen wurde, wird das Kursorsicherungsbild 17 gegen die
Rasterdaten 19 der Abtastzeile 18 in der horizontalen Position
21 ausgetauscht, in der das Kursormuster erscheinen wird. Mit
dem jetzt in die Abtastzeile 18 eingefügten
Kursorsicherungsbild 17 wird die gesamte Abtastzeile 18 in den seriellen
Ausgang (Fig. 1) 12 des Bildwiederholspeichers geladen. Wichtig
zu bemerken, daß dieser Ladevorgang nur einen Speicherzyklus
benötigt, um die gesamte Abtastzeile 18 bestehend aus 1024
Bildelementen zu laden. Dies wird sehr schnell aufgrund des
seriellen Ausgangs 12 des Bildwiederholspeichers ausgeführt.
Der serielle Bildausgangsdatenstrom enthält ein Kursorbild,
das mit den Rasterdaten kombiniert wird und so auf dem
Anzeigebildschirm erscheint, als würde das Kursormuster tatsächlich
in dem Anzeigeraster vermischt.
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Wie in den Schritten 48-54 von Fig. 4 gezeigt, wird sofort
nach dem Laden des seriellen Ausgangs des
Bildwiederholspeichers die Originalabtastzeile wieder in ihren Originalzustand
unter Verwendung der Speicherdatenbits zurückversetzt, welche
die Austauschoperation sicherten, um so die Rasterdaten zu
erhalten.
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In Fig. 1 müssen alle E/A Systemdaten 11 den Mikroprozessor 6
durchlaufen und deshalb wird die Aktualisierung des Rasters
aus dem E/A Kanalsystem 11 von dem Mikroprozessor 6 während
des Austauschverfahrens und dem neuerlichen Sortierverfahren
verhindert. Dies gewährleistet, daß nicht irrtümlich die
Aktualisierung von Kursordaten anstatt von Rasterdaten
durchgeführt wird.
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Die oben beschriebenen Operationen (Fig. 4) werden für jede
Abtastzeile wiederholt, bis der Abtastzeilenzähler anzeigt,
daß die maximale Tiefe des Kursors erreicht wurde, wobei zu
diesem Zeitpunkt die normale Bildformatierung 42, 46 und 44
zusammengefaßt wird.
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Die oben genannte Erfindung sieht folgende Funktionen bei
kostengünstiger Schaltung und geringer Verwaltungszeit vor:
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1. Logisches Mischen eines Kursormusters oder von
Kursormustern mit dem serialisierten Bilddatenstrom.
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Dies erhält zu jeder Zeit die Rasterdaten-Integrität
und reduziert die Verwaltungszeit der Systemsoftware,
die üblicherweise mit dem vorübergehenden Entfernen
des Kursormusters aus dem Raster vor jedem
Aktualisierungsverfahren verbunden ist.
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2. Die Kursorposition wird einfach durch Austausch des
Inhalts in den X und/oder Y Kursorpositionsregistern
gesteuert, die die aktuellen X und Y
Bildschirmkoordinaten für den Kursor enthalten. Dies ist
entgegengesetzt zu der Anforderung des Hauptrechners,
auf das Raster selbst zuzugreifen und die
erforderlichen Umsetzungs- und Speichermaskierungsoperationen
durchzuführen, die beliebige Bitausrichtungen
enthalten.
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3. Die Verwaltungszeit des Mikrocodes, um die
Vorausbildung des Kursors durchzuführen, erfolgt aufgrund der
Architektur des Bildwiederholspeichers im
Hintergrund.
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4. Der Kursor befindet sich, mit nur jeweils einer Zeile
auf einmal, für eine sehr kurze Zeit in dem Raster 7.
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Deshalb steht das Raster 1 die meiste Zeit für die
Systemaktualisierung zur Verfügung, was den Eindruck
entstehen läßt, daß der Kursor außerhalb des Rasters
erzeugt wird.
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Es folgt eine ausführlichere Beschreibung der Erfindung.
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Fig. 1 zeigt ein Blockdiagramm des Anzeigesystems, das die
vorliegende Erfindung enthält.
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Die Kommunikation zwischen dem Hauptrechner und der
Anzeigeschaltung erfolgt über das E/A Kanalsystem 11.
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In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Raster 1 ein
spezielles BAMDA Speicherfeld, das aus 1024 Zeilen von jeweils
1024 Bits besteht. Das Raster 1 besitzt die folgende,
spezielle Eigenschaft: es ist zugleich von einem bis sechzehn
Bits aus zugänglich, wobei der daraus resultierende Zugriff an
irgendeiner beliebigen Bitgrenze beginnen und sich auf ein bis
sechzehn Bits entweder in vertikaler (nach unten) oder in
horizontaler (nach rechts) Richtung erstrecken kann. Der
Ausgangspunkt für den BAMDA Zugriff wird durch ein X Register 2
und ein Y Register 3 spezifiziert, das eine zehn Bit X und Y
geradlinige Koordinate auf den Adreßleitungen 4 und 5 liefert.
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Der Mikroprozessor 6 ist eine mikroprogrammierte logische
Ablaufsteuerung, wie ein erweitertes Mikrogerät mit der
Teilenummer 29226. Dieser Mikroprozessor 6 enthält einen Satz von
Mehrzweckregistern, ein Rechenwerk und ein Steuergerät. Der
Mikroprozessor 6 wird gemäß der in dem Hochgeschwindigkeits-
ROM (siehe Fig. 4) gespeicherten Mikroanweisungen gesteuert.
Der Mikroprozessor 6 steuert alle Anzeigesystemoperationen
einschließlich des Lesens und des Schreibens von Daten zu und
aus dem Raster 1. Der Mikroprozessor 6 bietet durch seine
Register und die Logikeinheit die Möglichkeit, die Inhalte des
Rasters 1 logischerweise zu verändern oder die Daten, die von
der Systemsoftware geschrieben oder gelesen wurden.
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Das Raster 1 ist in zwei logische Bereiche unterteilt, in den
sichtbaren Bildspeicher 7 und den verborgenen Bildspeicher 8.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht das sichtbare
Raster 7 aus 768 Zeilen von jeweils 1024 Bits und
repräsentiert alle Bits, die in dem Bildschirm 10 als Bildelemente
direkt abgebildet werden, d. h. es ist das sichtbare Raster 7,
bei dem jedes Bit einem spezifischen Platz des Bildelements
auf dem Bildschirm 10 entspricht. Für den verborgenen Bereich
8, der physisch identisch ist, verbleiben 256 Zeilen von
jeweils 1024 Bits und der an den sichtbaren Bereich 7 angrenzt
und ein Raster von Bildelementen repräsentiert. Der verborgene
Bereich wird jedoch nicht abgetastet und direkt am Bildschirm
angezeigt.
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Durch Steuerung des Mikroprozessors 6 kann das System das
Raster 1 entweder durch Lesen oder Schreiben des
Datenregisters 9 direkt verändern oder durch Aufforderung des
Mikroprozessors 6, einen mikrocodierten Ablauf von Operationen
gemäß dessen vorprogrammierten Mikroanweisungen ausführen.
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Im folgenden werden die einzigartigen Schaltungseinrichtungen
und mikrocodierten Operationen beschrieben, die durchgeführt
wurden, um dem System zu ermöglichen, ein hochentwickeltes
Kursorbild mit einem Minimum an Verwaltungszeit der
Systemsoftware zu steuern und anzuzeigen.
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Um die Neuheit der vorliegenden Erfindung umfassend zu
erklären, wird der Stand der Technik erörtert. Fig. 2 zeigt einen
klassischen Stand der Technik von einer logischen
Schaltungsannäherung, die für die Kursorsteuerung sorgt.
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Der Kursor benötigt vier Komponenten 28, 29, 30 und 31, die
nicht benötigt werden, wenn der Kursor entsprechend der
vorliegenden Erfindung ausgeführt wird.
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Die Kursorsteuerlogik 30 verwendet die Ausgänge der X und Y
Kursorpositionsregister 28 und 29, um die genaue Zeit zu
bestimmen, in der das Kursormuster 31 in den seriellen Bilddaten
33 vermischt wird. Dieses Mischen muß sehr sorgfältig
erfolgen, um die Schrägstellung der seriellen Daten zu vermeiden.
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Der Block 31 ist ein Speicher/Register, das groß genug ist, um
das Kursormuster aufzunehmen. Der Punkt ist, daß die Daten zum
Einfügen stets ohne Wartezeit verfügbar sein müssen.
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Die Blöcke 28 und 29 sind Register, die von der Systemsoftware
geladen werden. Die Inhalte beider Register werden verwendet,
um den Kursor auf dem Bildschirm 32 zu positionieren. Diese
Register, wie Block 31, müssen ihre Ausgänge jederzeit bei
Block 30 zur Verfügung halten. Aus diesem Grund können die
Register 28 und 29 nicht in dem verborgenen Bereich 26 des
Rasters vorhanden sein.
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Fig. 3 liefert zusätzliche Einzelheiten zu der vorliegenden
Erfindung.
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Die vorliegende Erfindung liefert komplette Kursorfunktionen
mit einem Minimum an Schaltung.
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Das System muß drei Informationselemente spezifieren, damit
der Kursor angezeigt werden kann:
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1. Die genaue Art des Kursors (Größe und Form).
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2. Die gewünschte Position des Kursors auf dem Bildschirm.
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3. Die Art des logischen Mischens des Kursormusters mit den
Bildelementen des Rasters.
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Die Spezifikation von Größe und Form erfolgt, indem ein
Bitmuster in einen spezifizierten, unbenutzten Bereich des
verborgenen Rasters 8 geschrieben wird. Dieser Bereich wird
Kursormusterbereich 22a und 22b genannt. Diese Operation muß nur
einmal durchgeführt werden, wenn das Kursormuster geändert
werden muß, oder die Leistung aus dem Raster entfernt wurde.
Das Laden des Kursormusterbereichs kann durch eine
Schreiboperation aus dem E/A Kanalsystem 11 oder durch eine Kopie aus
irgendeinem anderen Bereich des Rasters 1 erfolgen. Die
maximale Größe des Kursors wird durch die Größe des rechteckigen
Blocks von Bits begrenzt, der dieser Funktion durch den
Mikrocode des Mikroprozessors 6 zugewiesen wurde. Die maximale,
horizontal zuweisbare Größe wird durch die Geschwindigkeit der
Anzeigeschaltung begrenzt. Die Breite des Kursors diktiert die
Anzahl von Speicherzyklen des Rasters 1, die für den Abschluß
der Kursorverarbeitung erforderlich sind. Wenn die Breite des
Kursors zu groß ist, treten ernste Probleme in der
Ablaufsteuerung auf. Bei der angewandten Technik wurde von einem
Kursormusterbereich 22a und 22b von vierundsechzig Zeilen von
jeweils achtundvierzig Bits ausgegangen.
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Dies ermöglicht ein maximales Kursorbild auf dem Bildschirm 10
mit einer Breite von achtundvierzig Bildelementen und einer
Höhe von vierundsechzig Bildelementen.
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Die genaue Stelle des Kursors wird durch den Wert
spezifiziert, der in den beiden Kursorpositionsregistern 13 und 14
enthalten sind, welches zwei unbenutzte 16-Bit-Wörter in dem
verborgenen Raster 8 sind. Um die Position 23 (Fig. 5) des
Kursor-Rechtecks 15 in Bildschirmkoordinaten zu erstellen,
schreibt die Systemsoftware einfach den erforderlichen Wert in
jede dieser festgelegten Stellen 13 und 14 in dem verborgenen
Teil 8 des Rasters 1. Der Mikroprozessor 6 behandelt diese
beiden Stellen als dedizierte Register, als X
Kursorpositionsregister 13 und als Y Kursorpositionsregister 14.
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An diesem Punkt ist keine weitere Systemeinführung zur
Kursoranzeige erforderlich. Bewegungen des Kursors erfordern
lediglich, daß das System sowohl das X Kursorpositionsregister
13 als auch das Y Kursorpositionsregister 14 aktualisiert.
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Um die Anforderungen zur Erhaltung und Steuerung des Kursors
abzuschließen, werden zwei zusätzliche Elemente benötigt, die
in dem verborgenen Raster vorhanden sind.
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Eine 16-Bit-Wort Stelle wird zugewiesen, um die aktuelle
Positionsmarke der Abtastzeile zu halten. Dieses Wort wird mit
"Abtastzeilenzähler" 16 bezeichnet. Dieses Register 16, das
zur Kursorsteuerung und Bildverarbeitung verwendet wird, wird
während der vertikalen Austastzeit des CRT gelöscht und um 1
während jeder horizontalen Austastzeit erhöht.
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Schließlich muß ein Kursorsicherungsbereich 17 in dem
verborgenen Raster dediziert werden, um eine im voraus gebildete
Abtastzeile des Kursorbilds zu halten. In dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel ist dies ein 48 Bit breiter und ein Bit
hoher, rechteckiger Block, der verwendet wird, um eine Zeile auf
einmal eines Kursorbilds zu speichern. Der Mikroprozessor 6
benutzt diesen Bereich während der Kursorverarbeitung (Fig.
4).
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Die Bildformatierung wird von dem Mikroprozessor 6 gesteuert
und besteht primär aus der Steuerung der Umwandlung von
Abtastzeilen in serielle Bildausgangsdaten, der Ablaufsteuerung
und der Steuerung der CRT Synchronisierungssignale.
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Fig. 4 zeigt den von dem Mikroprozessor 6 während der
Bildformatierung ausgeführten Mikrocode, den Wert des
Abtastzeilenzählers und das Y Kursorpositionsregister, die verglichen
werden, um den Kursorbereich 46 zu erkennen. Wenn sich bei dem
Vergleich herausstellt, daß der Kursor auf der nächsten
Abtastzeile 18 starten sollte, dann werden die Rasterdaten 19
logischerweise mit den Kursormustern 20a und 20b kombiniert
und in dem Kursorsicherungsbereich 17 des verborgenen
Speichers 8 gespeichert. Um dies durchzuführen, werden die 48 Bits
19 der Abtastzeile, die dem Kursor zugeordnet werden, aus dem
sichtbaren Raster 7 ausgelesen und gesichert. Die gleichen
Daten werden dann logischerweise mit dem Kursormuster 20a ANDed
und dann mit dem Kursormuster 20b XORed. Das Ergebnis kommt
dann in den Kursorsicherungsbereich 17. Das Anfangsbit 21 des
zugeordneten Abtastzeilenbereichs wird von dem X
Kursorpositionsregister 13 geliefert. Andere Wege und Abläufe zur
Durchführung der logischen Funktion(en) sollten für den Fachmann
ersichtlich sein.
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Jetzt werden die Rasterdaten 19 mit den Kursormustern 20a und
20b vollkommen vermischt und in dem Kursorsicherungsbereich 17
gespeichert.
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Wenn es Zeit ist, die nächste Abtastzeile in den seriellen
Ausgang 12 des Bildwiederholspeichers zu laden, wird das
Kursorbild in dem vorübergehenden Sicherungsbereich 17 durch die
Rasterdaten 19 ausgetauscht. Nach dem Austausch verbleiben die
vermischten Raster- und Kursorbilddaten in der Abtastzeile 18,
die als nächste anzuzeigen ist. Die Abtastzeile 18 ist nun zur
Anzeige auf dem Bildschirm bereit und die gesamte Abtastzeile
wird während der horizontalen Austastzeit in den seriellen
Ausgang 12 des Bildwiederholspeichers geladen. Sie wird
anschließend serialisiert und an die Anzeige 10 gesendet.
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Sobald die Abtastzeile 18 in den seriellen Ausgang des
Bildwiederholspeichers geladen ist, werden die Originalrasterdaten
wiederhergestellt.
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In der Zeit, in der die in dem Kursorsicherungsbereich 17
vermischten Kursordaten gegen die Rasterdaten 19 ausgetauscht und
die Rasterdaten in der Abtastzeile wiederhergestellt werden,
kann der Hauptrechner auf das Raster nicht zugreifen. Deshalb
erscheint der Kursor nicht in dem Hauptrechner, da er die
ganze Zeit in dem Raster ist und so der Eindruck entsteht, daß
der Kursor vollkommen von den logischen Schaltungen gesteuert
wird.
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Die logische Funktion von ANDing und XORing des Rasters ist in
Fig. 4 dargestellt. Diese Mikrocode-Schritte 56-68 werden
eine Abtastzeile zuvor ausgeführt, bevor diese serialisiert
und angezeigt wird, d. h. wenn die vorhergehende Abtastzeile
serialisiert und an die Anzeige 10 gesendet wird.
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Etwa 90% der gesamten Zeit sind für eine komplette,
horizontale Periode erforderlich. Aufgrund dieses langen
Zeitraums von 90% kann die Zählung der Kursormuster im
Hintergrundmodus erfolgen. Diese erfolgt vor der Zeit, so daß
diese schnell während der Bildformatierung (horizontale
Austastung) ausgetauscht werden kann, was etwa 10% der
gesamten Zeit ist, die zum Abschluß einer horizontalen Periode
erforderlich ist.