DE3689176T2 - Rakelblattvorrichtung für einen Beschichtungsapparat. - Google Patents

Rakelblattvorrichtung für einen Beschichtungsapparat.

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  • Paper (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Beschichtungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Beim Auftragen einer Farbbeschichtung auf einen Körper werden drehbare Beschichtungsauftrageinrichtungen in großem Umfang verwendet. Beschichtung soll hier ganz allgemein jede Flüssigkeitsüberführung aus einem Vorrat definieren. Bei einem in der Praxis verwendbaren System ist ein Tiefdruck- oder Aniloxzylinder bzw. eine solche Walze drehbar in der Oberfläche des auf das Bahnmaterial zu übertragenden Beschichtungsmaterials angebracht. Die Walzenoberfläche ist mit kleinsten Ausnehmungen oder Zellen ausgebildet, um das Beschichtungsmaterial zu tragen. Die Beschichtung wird auf den Zylinder exakt aufgebracht, indem an der Abgabeseite des Bads ein Rakelmesser bzw. eine Rakel angebracht ist. Die Walze taucht in das Material unter Druckfüllung der Zellen, und die Rakel entfernt Überschußmaterial von der Oberfläche des Zylinders, so daß eine präzise und gleichmäßige Menge des Materials in die Zellen gelangt. Die beschichtete Oberfläche wird dann auf die bewegte Materialbahn entweder direkt oder über einen Offsetzylinder zur anschließenden Überführung auf die Materialbahn bewegt, was bekannten und allgemein verwendeten Walzenauftrageinrichtungen entspricht.
  • Bei einer solchen Vorrichtung tendiert die Hochgeschwindigkeitsdrehung des Zylinders in dem Bad zur Ausbildung eines Flusses des Materials innerhalb des Bads. Das Material tendiert dazu, zur Abstromseite des Zylinders zu fließen, und zwar unter Erzeugung eines statischen Drucks. Das flüssige Material steigt an der Abstromseite nach oben und hat die Tendenz, um die Enden des Zylinders zur Aufstromseite zu zirkulieren, wobei sich eine Störung des Drucks zum Füllen der Zellen einstellt. Außerdem wird häufig ein nachteiliges Bewegen und Aufschäumen des Materials in dem Bad erzeugt. Mit zunehmender Drehgeschwindigkeit wurde die Verwendung von speziellen Aufzugswalzen zum Füllen der Zellen gelehrt.
  • Eine gewisse Verbesserung kann mit der Konstruktion nach US-A-4 497 250 erreicht werden, die zusätzlich zu einer Rakel eine sogenannte Vorrakel aufweist, die zwischen dem unteren Ende der Walze und der Rakel positioniert ist. Diese Vorrakel kann Überschußmaterial von der Walzenoberfläche entfernen, aber das entfernte Material fällt nur nach unten in das Farbwerk. Dadurch und durch die Art der Konstruktion der Vorrakeleinheit kann ein kontrolliertes Zurückfließen des entfernten Materials, insbesondere in Gegenrichtung durch das Bad, nicht erreicht werden. Somit liegt die Oberfläche des Bads im wesentlichen unter der Vorrakeleinheit und hat eine Abgabeleitung, die selektiv geöffnet und geschlossen wird, um einen bevorzugten Badspiegel zu unterhalten. Das bedeutet, daß das Bad in verschiedenen Richtungen bewegt wird, was unerwünscht ist, wie bereits gesagt wurde.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Im allgemeinen ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Beschichtungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Rakel-Vorablenker mit einem oberen Rand im wesentlichen an der Oberfläche des Bads positioniert ist, um einen Teil der Flüssigkeit von der Walze zu entfernen, während die Walzenoberfläche das Bad verläßt, und daß der Rakel-Vorablenker ein Rücklaufelement aufweist, das positioniert ist, um einen Rückfluß des flüssigen Beschichtungsmaterials direkt von dem Rakel-Vorablenker zurück in das Bad zu erzeugen, wobei der Rückfluß in eine entgegengesetzte Richtung zu derjenigen geht, die von der Walze erzeugt wird, um das flüssige Beschichtungsmaterial in dem Bad umzuwälzen.
  • Der Rakel-Vorablenker hat die Funktion, das Volumen des Farbvorrats mit einer Hochgeschwindigkeitswalze zu begrenzen, und tendiert dazu, einen Flüssigkeitsstrom längs des Oberflächenbereichs des Bads abwärts zu dem unteren Bereich gleichmäßig zu leiten und auszubilden, wobei ein Rückfluß sich zu dem entgegengesetzten Badende bewegt. Der Rakel-Vorablenker hat außerdem die Funktion, eine Druckfüllung der Zellen mit der Flüssigkeit zu bewirken.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist ein zweiter Strömungsablenker mit der Rakel verbunden und unmittelbar angrenzend an sie positioniert und dient dazu, den Flüssigkeitsstrom von der Zylinderfläche der Walze unmittelbar angrenzend nach unten und unter Rückfluß in einen Zwischenraum zwischen dem ersten Ablenker und dem Boden des Farbwerks zu leiten. Die drehende Walze hat die Tendenz, in dem oberen Bereich des Bads eine relativ höhere Geschwindigkeit in bezug auf eine Umkehrgeschwindigkeit in dem unteren Bereich des Bads zu erzeugen. Der erste oder Rakel-Vorablenker hat die Tendenz, die von der Walze getragene Flüssigkeit umzuleiten. Der Rückfluß in Verbindung mit dem gewölbten Ablenker scheint einen Düsen- und Venturi-Effekt am unteren Ende der Rakel-Vorablenkeinrichtung zu erzeugen. Das unterstützt die Erzeugung des reduzierten Drucks angrenzend an den Ablenker und verbessert den Materialfluß. Das Ergebnis ist eine signifikante Verbesserung einer gleichmäßigen und ungestörten Zirkulation der Flüssigkeit mit nur minimaler Tendenz der Flüssigkeit, ihren Pegel angrenzend an die Abgabeseite der Walze zu erhöhen. Dadurch wird auch die Tendenz minimiert, daß die Flüssigkeit seitlich zu den entgegengesetzten Enden der Walze fließt.
  • Das Resultat der vorliegenden Erfindung ist daher ein relativ gleichmäßiger, ungestörter Vorratspegel, der wesentlich zum Aufziehen einer gleichmäßigen Füllung der Walze mit hoher Qualität sowie zu der resultierenden effektiven, qualitativ hochwertigen Überführung der Flüssigkeit auf ein Bahnmaterial beiträgt.
  • Beschreibung der Zeichnungen
  • Die beigefügten Zeichnungen zeigen im allgemeinen die derzeit beste Ausführungsart der Erfindung und werden nachstehend beschrieben. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine Seitenansicht einer Tiefdruckwalzen-Beschichtungsvorrichtung, wobei Teile weggebrochen und im Schnitt gezeigt sind, um eine Vorrakelanordnung und eine Rakelanordnung zu veranschaulichen; und
  • Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung, die im einzelnen die Funktion der Rakelanordnung bei der Erfindung veranschaulicht.
  • Beschreibung der gezeigten Ausführungsform
  • Die Zeichnungen und insbesondere Fig. 1 zeigen eine Tiefdruck-Rotationsbeschichtungsvorrichtung zum Aufbringen einer Beschichtung auf eine Oberfläche eines Bahnmaterials, eines Flächenkörpers oder irgendeines anderen Substrats (nicht gezeigt), während es die Beschichtungsvorrichtung durchläuft. Ein Tiefdruckzylinder bzw. eine Tiefdruckwalze 2 ist in dem unteren Bereich drehbar angebracht und durchläuft ein Farbwerk 3, das die Druckfarbe oder ein anderes Beschichtungsmaterial 4 enthält. Der Tiefdruckzylinder 2 gemäß der herkömmlichen Konstruktion ist mit einem Muster von aneinandergrenzenden kleinsten Vertiefungen (nicht gezeigt) ausgebildet, in denen das Beschichtungsmaterial 4 getragen wird. Nachdem das Material auf die Walze aufgebracht ist, kann es direkt von der Tiefdruckwalze auf das Substrat oder über ein oder mehr zusätzliche Überführungswalzen darauf überführt werden. Eine Überführungswalze 5 ist gezeigt, die über der Tiefdruckwalze 2 drehbar angebracht ist. Die Farbe 4 wird von der Walze 2 aufgenommen und von der Walze 2 auf die Walze 5 überführt. Das nicht gezeigte Substrat kann beispielsweise zwischen den Walzen 2 und 5, zwischen der Walze 5 und einer weiteren Walze (nicht gezeigt) durchlaufen, direkt über die Tiefdruckwalze 2 oder dergleichen laufen, um die Beschichtung auf das Substrat zu überführen. Es ist jedoch wichtig, das Material so aufzuziehen, daß es die Vertiefungen vollständig ausfüllt, ohne daß überschüssiges Beschichtungsmaterial an der Walzenoberfläche mitgeführt wird, um eine geeignete gleichmäßige Überführung von der Tiefdruckwalze mit hoher Qualität durchzuführen. Eine Rakelanordnung bzw. -einheit 6 ist an der Abgabeseite des Farbwerks 3 angebracht und umfaßt ein Rakelmesser bzw. eine Rakel 7, die in bezug auf die Walze 2 positioniert ist, um überschüssigen Auftrag etwa bei 8 abzurakeln. Die Drehbewegung der Walze 2 durch das Farbwerk erzeugt Kräfte in und an dem Beschichtungsmaterial 4 in dem Farbwerk, und das Material tendiert dazu, in Drehrichtung zu fließen. Die auf das Material wirkenden Kräfte haben daher die Tendenz, das Material in dem Farbwerk vorwärtszubewegen. Die Kräfte in dem Beschichtungsmaterial tendieren außerdem dazu, das Material zu veranlassen, seitlich in Richtung zu den Enden der Rakelanordnung 6 und der Walze 2 zu fließen. Bisher hat eine solche Bewegung zu erheblichen Schwierigkeiten in bezug auf die Unterhaltung einer ordnungsgemäßen Zuführung und Überführung der Beschichtung auf den Zylinder geführt. Ferner hat es bisher eine gewisse Bewegung des Bads und eine erhebliche Änderung des Badspiegels gegeben, was zu einer ineffizienten Überführung des Beschichtungsmaterials auf die Oberfläche der Walze 2 geführt hat. Das Beschichtungsmaterial hat die Tendenz, um das Ende der Walze 2 herum zu steigen und sich längs der Endflächen der Walze 2 aufwärts zubewegen.
  • Die vorliegende Erfindung richtet sich insbesondere auf die Ausbildung des Farbwerks 3 und speziell der Rakelanordnung 6 in Verbindung mit einer speziellen Vorrakeleinheit 9, die als Druckfülleinrichtung sowie als Badspiegel-Stabilisiervorrichtung wirkt. Die Beschichtungsvorrichtung kann im übrigen jede geeignete oder gewünschte Konstruktion haben, und sie wird nur insoweit beschrieben, wie das zum klaren und vollständigen Beschreiben der gezeigten Ausführungsform der Erfindung erforderlich ist.
  • Insbesondere gemäß den Fig. 1 und 2 umfaßt die Rakelanordnung 6 einen Strömungsablenker 10, und die Vorrakeleinheit 9 umfaßt einen Strömungsablenker 11. Die Ablenker 10 und 11 sind speziell ausgebildet und angeordnet, um gemeinsam wirksam zu sein, um einen kontinuierlichen und gleichmäßigen Fluß des abgerakelten Beschichtungsmaterials 8 von der Einheit 6 und von der Oberfläche des Bads von der Einheit 9 weg, etwa bei 12, auszubilden. Das abgerakelte Material fließt nach unten und rückwärts in den hinteren Bereich des Bads in einer gleichmäßigen Laminarströmung als Resultat der Ablenker 10 und 11. Die Strömungscharakteristik ist derart, daß sie die Tendenz des Rotationszylinders, das Material zu veranlassen, in den vorderen Bereich des Beschichtungsbads zu fließen und sich dort aufzubauen, wirksam ausgleicht. Die Ablenkplatten sind im allgemeinen einfache gewölbte Elemente, die an dem Farbwerk befestigt sind. Der Ablenker 10 der Anordnung 6 ist über dem Pegel des Bads 4 positioniert und verläuft nach unten und hinten zu der Vorrakeleinheit 9. Der Ablenker 11 der Vorrakeleinheit 9 ist in dem Bad 4 positioniert und ist nach unten und hinten gewölbt. Der Ablenker 11 endet im Abstand von der Bodenwand 13 des Farbwerkkastens 14. Der obere Endrand 16 des Ablenkers 11 ist an dem oberen Arbeitspegel des Bads 4 im Abstand angeordnet und wirkt als Vorrakel, die eine Überschußbeschichtung mit Material auf der Walze 2 bewirkt, um das Ausfüllen der Tiefdruckwalze 2 zu gewährleisten. Der unmittelbar angrenzend an die Rakel 7 positionierte Ablenker 10 lenkt das abgerakelte Material 8 in das Bad und zu dem Zwischenraum 15 zwischen dem Ablenker 11 und der Bodenwand 13 des Kastens 14 ab. Die Wechselwirkung des Rücklaufstroms erzeugt eine Druckverteilung mit der Tendenz, eine gleichmäßige Strömungscharakteristik auszubilden. Daher erzeugt die sich schnell bewegende Flüssigkeit 12, die nach unten und durch den Rakel-Vorablenker 11 gepreßt wird, einen Druck in dem Zwischenraum 15 und hat die Tendenz, eine Venturi-Wirkung zu erzeugen, was eine signifikante Verbesserung des gleichmäßigen Fließens des abgerakelten Materials 8 in das Bad auf solche Weise ergibt, daß ein im wesentlichen konstanter Flüssigkeitsspiegel unterhalten wird. Der Hochgeschwindigkeitsstrom 12 erzeugt einen negativen Druck am unteren Rand des Ablenkers 11, wodurch eine Saugkraft auf die Flüssigkeit an der Außenseite des Ablenkers 11 aufgebracht wird.
  • Insbesondere ist der Farbwerkkasten 14 ein geeigneter, an der Oberseite offener Behälter mit flachen Endwänden und schräger Vorder- und Rückwand, die mit einer flachen Bodenwand 13 verbunden sind. Bei einer praktisch verwendeten Konstruktion können Abstützarme (nicht gezeigt) an der Unterseite des Farbwerks befestigt und geeignete hydraulisch angetriebene Einrichtungen vorgesehen sein, um den Farbwerkkasten relativ zu dem Tiefdruckzylinder bzw. der -walze 2 abzustützen. Die Rakelanordnung 6 ist an der Abstromseite des Farbwerkkastens 14 angebracht und ragt über den Rand des Farbwerks nach innen, um die Rakel 7 in Wirkeingriff mit dem Zylinder zu positionieren. Die Rakelanordnung ist gemäß der bevorzugten Praxis an der Rahmenkonstruktion lösbar angebracht, um ein Anbringen an der einen oder anderen Seite des Farbwerks zu ermöglichen. Je nach dem jeweiligen Druckverfahren kann also die Drehung der Tiefdruckwalze 2 in Verbindung mit einer umgekehrten Positionierung der Rakelanordnung und des Farbwerks umgesteuert werden.
  • Insbesondere ist die Rakel 7 ein Messer, das sich im wesentlichen über die Länge der Walze 2 erstreckt. Das Messer 7 ist in einer Schwenkhalterung 17, die in geeigneter Weise in einer nicht gezeigten Lagerung angebracht ist, lösbar eingespannt oder anderweitig befestigt. Während die Tiefdruckwalze dreht, wird durch die hydraulische Wirkung des Beschichtungsfluids auf das Messer dieses gegen die Walze ausgelenkt.
  • Der Rakelablenker 10 ist an der Unterseite der Schwenkhalterung 17 auf irgendeine geeignete Weise befestigt. Der Ablenker 10 ist ein kontinuierliches, ununterbrochenes Element, das eine fortlaufende Wand definiert, um das Material 4 über die Gesamtbreite der Walze 2 abzulenken. Der Querschnitt des Ablenkers ist, wie die Fig. 1 und 2 deutlich zeigen, eine im allgemeinen spiralenähnliche Konfiguration und weist einen oberen, im wesentlichen geraden Bereich 22 auf, der an der Unterseite der Schwenkhalterung 17 befestigt ist. Der gewölbte Bereich des Ablenkers öffnet sich in Richtung zum entgegengesetzten Ende des Kastens und endet in einer Bahn, die zu der Vorrakelanordnung 9 gerichtet ist, wobei Ziellinien zu dem Zwischenraum 15 verlaufen. Das abgerakelte Material wird gleichmäßig in den oberen Bereich des Ablenkers und dann abwärts in den Kasten gelenkt, wo es sich mit dem Material im Kasten vermischt. Das abgerakelte Material 8 fließt gleichmäßig und unter nur minimaler Schaumbildung des Materials.
  • Der Spiegel 23 des Materials 4 in dem Kasten 14 befindet sich im allgemeinen auf dem Niveau des Oberendes des Rakel- Vorablenkers 11 zur Abstromseite des Ablenkers 11. Der Pegel 24 zur Aufstromseite zwischen Ablenker 11 und Rakelanordnung 6 liegt erheblich tiefer, und der Pegel ist durch die Drehkräfte der Walze 2 einstellbar. Der Pegel ist mit der Walzengeschwindigkeit und der Viskosität des Materials veränderlich. Die Konstruktion ist bevorzugt so ausgelegt, daß der Pegel 24 nicht unter das untere Ende des Ablenkers 11 absinkt.
  • Der Rakel-Vorablenker 11 ist als ein halbkreisförmiges Element gezeigt, das gemeinsam mit dem Kasten 14 montiert ist. Der Ablenker 11 ist, was eine zweckmäßige Anbringung darstellt, an den entgegengesetzten Endwänden des Kastens befestigt und definiert somit eine Teilgehäusewand zur Einschließung des Materials 4. Die Kante 16 ist abgeschrägt, um einen präzisen Winkel mit der Tangente des damit ausgerichteten Bereichs der Walze 2 zu definieren, wie bei 26 gezeigt ist. Der Winkel bildet einen Spalt für das Beschichtungsmaterial, um das Aufziehen der Beschichtung zum vollständigen Ausfüllen der Oberfläche der Tiefdruckwalze sicherzustellen. Die drehende Walze erzeugt hydraulische Kräfte innerhalb des keilförmigen Spalts 26, um die Flüssigkeit positiv in die Walzenzellen zu pressen. Der Ablenker 11 ist an der Abstromseite des Zylinders positioniert und verläuft nach unten, wobei der untere Rand oder der Radiuspunkt 27 des Ablenkers 11 geringfügig über dem Boden des Kastens 14 liegt. Somit verläuft der Ablenker nach unten und wölbt sich zurück zu der entgegengesetzten Seite des Zylinders, um einen Rückfluß des Fluids zu definieren, wie bei 12 gezeigt ist. Das untere Ende des Ablenkers 11 ist nach oben von dem Kastenboden 13 beabstandet und definiert einen engen Durchgang 15 zwischen seinem unteren Bereich und der Bodenwand. Der Ablenker 11 verläuft über den untersten Punkt 27 hinaus und ist daher leicht nach oben gewölbt. Beispielsweise kann die Verlängerung ca. 10º über die Vertikalebene hinaus durch den Mittelpunkt des Ablenkers gehen. Der Spalt 15 ist daher im allgemeinen düsenförmig in der Rücklaufrichtung des Fluids zur Abstromseite des Ablenkers 11 in dem Bereich des Pegels 24.
  • Die Wirkung des Durchflusses und des Düseneffekts ist derart, daß auf die abgerakelte Flüssigkeit 8 im Bereich des Pegels 24 eine Zugkraft aufgebracht wird, um die Flüssigkeit zwangsläufig in den Kasten zurückzuziehen.
  • Der Grundpegel des Fluidmaterials 4 kann auf jede geeignete Weise eingestellt sein, und ein Überlauf- oder Standrohr 30 im Vorderende des Kastens gegenüber den Messern der Rakel und der Vorrakel ist zum Zweck der Erläuterung gezeigt. Der Pegel ist geringfügig unter dem oberen Rand des Ablenkers 11 eingestellt, und der Unterschied liegt im allgemeinen in der Größenordnung der Dicke des Ablenkers. Die präzisen relativen Pegel sind mit der Geschwindigkeit und der Fluidviskosität leicht veränderlich, aber das spielt im Vergleich mit den üblichen Kasten- und Rakeleinheiten, die beim Tiefdruck und dergleichen verwendet werden, keine Rolle.
  • Die Ablenker 10 und 11 sind speziell aufgebaut und angeordnet, um zusammenzuwirken. Die von den beiden Ablenkern erzeugte Strömungscharakteristik ist derart, daß dadurch die Tendenz der drehenden Tiefdruckwalze ausgeglichen wird, das Material zu veranlassen, zu fließen und sich im vorderen Bereich der Beschichtungsbahn aufzubauen. Die Wechselwirkung des Rückflusses erzeugt eine Druckverteilung mit der Tendenz, eine gleichmäßige Strömungscharakteristik auszubilden. So hat die sich rasch bewegende Flüssigkeit, die in dem Rakel-Vorablenker nach unten gedrückt wird, die Tendenz, eine Venturi-Wirkung zu erzeugen, und zwar mit einer sehr wesentlichen Verbesserung des gleichmäßigen Flusses des Beschichtungsmaterials innerhalb der Bahn und auf solche Weise, daß ein im wesentlichen konstanter Flüssigkeitsspiegel aufrechterhalten wird.
  • Insgesamt dient der Ablenker 11 dazu, die rotationsbedingte Verformung des Bads zu begrenzen und gleichzeitig ein vollständiges Ausfüllen der Walzenoberfläche mit dem Material sicherzustellen. Außerdem sorgt der Rakel-Vorablenker 11 für eine gleichmäßige erneute Umwälzung innerhalb des Hauptkörpers der Flüssigkeit und bewirkt einen gleichmäßigen, schaumfreien Rücklauf der abgerakelten Flüssigkeit in den Kasten.
  • Die vorliegende Erfindung gibt somit eine einfache, zuverlässige Stabilisierungsvorrichtung für die Druckfarbe oder sonstige Flüssigkeit für Aufbringvorrichtungen von Tiefdruckeinrichtungen und dergleichen an, wobei eine signifikante Verbesserung der Beschichtungscharakteristiken der Vorrichtung erreicht und Wartungs- und Abschaltzeiten der Vorrichtung minimiert werden.

Claims (5)

1. Beschichtungsvorrichtung, die folgendes aufweist: ein an der Oberseite offenes Farbwerk (3) zur Aufnahme eines flüssigen Beschichtungsmaterials, eine drehende Walze (2), die mit einem unteren Bereich in dem Bad (4) von Beschichtungsmaterial drehbar angebracht ist, wobei die Walze (2) die Tendenz hat, das Material zu veranlassen, in dem Farbwerk (3) in Richtung der Walzendrehung zu fließen, eine Rakelmessereinheit (6), die dem Farbwerk (3) benachbart angebracht ist und ein Rakelmesser (7) aufweist, das ausgebildet ist, um an der Oberfläche der Walze (2) über dem Pegel des Bads (4) wirksam anzugreifen, um auf der Walze (2) getragenes überschüssiges Beschichtungsmaterial abzustreifen, während die Walze (2) sich aus dem Bad (4) dreht, und das Material dem Bad (4) wieder zuzuführen, einen Rakel-Vorablenker (9), der zwischen dem unteren Ende der Walze (2) und der Rakelmessereinheit (6) angeordnet ist, wobei der Rakel-Vorablenker ein von dem Rakelmesser (7) beabstandetes oberes terminales Ende (16) hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Rakel-Vorablenker mit einem oberen Rand im wesentlichen an der Oberfläche des Bads (4) positioniert ist, um einen Teil der Flüssigkeit von der Walze (2) zu entfernen, während die Walzenoberfläche das Bad (4) verläßt, und daß der Rakel- Vorablenker (9) ein Rücklaufelement (11) aufweist, das positioniert ist, um einen Rückstrom des flüssigen Beschichtungsmaterials direkt von dem Rakel-Vorablenker zurück in das Bad (4) zu erzeugen, wobei der Rückstrom in eine entgegengesetzte Richtung zu derjenigen geht, die von der Walze (2) erzeugt wird, um das flüssige Beschichtungsmaterial in dem Bad (4) umzuwälzen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Rakel-Vorablenker (9) eine im wesentlichen halbkreisförmige Konfiguration hat und der Rakel-Vorablenker (9) mit dem oberen Rand geringfügig im Abstand von der Walze (2) positioniert und mit seinen Rändern in einer im wesentlichen vertikalen Ebene positioniert ist, wobei der untere Rand des Rakel-Vorablenkers (9) vom Boden des Farbwerks nach oben beabstandet ist, um eine Rücklauföffnung (15) zwischen dem Ablenker (9) und dem Boden des Farbwerks (3) zu definieren.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Rakelmessereinheit (6) einen Rakelablenker (10) aufweist, der einen ersten ebenen Bereich (22) hat, der von einem Rand ausgeht und in einen im wesentlichen teilkreisförmigen Abschnitt übergeht, wobei der Rakelablenker (10) mit der Rakelmessereinheit (6) mit seinem ebenen Bereich (22) angrenzend an die Unterseite des Rakelmessers (7) verbunden ist, um den Strom in den gewölbten Bereich hinein zu leiten, wobei der gewölbte Bereich positioniert ist, um den Strom abwärts in den Raum zwischen der Unterseite des Unterendes des Rakel-Vorablenkers (9) und der Bodenwand des Farbwerks (3) zu leiten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der obere Rand des Rakel-Vorablenkers (9) abgeschrägt ist, um einen keilförmigen Zwischenraum (26) zu definieren.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Walze (2) eine Tiefdruckwalze ist.
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