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Weckeruhr. Die Erfindung bezieht- sich auf die unter der Bezeichnung
»Achttagewecker« bekannten Weckeruhren, bei denen sowohl das Gehals auch das Weckerwerk
nur alle 8 Tage aufgezogen zu werden brauchen und die Abstellung des Weckerwerks
nach jedesmalilgem Wecken selbsttätig erfolgt. Zweck der Erfindung .ist die Schaffung
eines Weckers mit einer solchen selbsttätigen Abstellung, die möglichst einfach
in der Herstellung sowie zuverlässig und praktisch im Gebrauch ist. Dies wird im
wesentlichen dadurch erreicht, daß. die Abstellung des Weckers durch -eine Sperrvorrichtung
erfolgt, die beim Abfallen des Weckers, d. h. beim Wecken, in Wirkungsverbindung
mit dem Weckerwerk tritt und nach einer @gewilssen Zeitdauer das Anhalten der Hammerwelle
herbeiführt. Diese Sperrvorrichtung besteht zweckmäßig aus einer längsverschiebbaren
Welle mit Triebrad und Anschlagarm, welch letzterer fest auf der Welle sitzt, während
das Triebrad mit ihr nachgiebig durch eine Feder auf Drehung gekuppelt ist, beim
Abfallen des Weckers durch Längsverschiebung der Welle reit dem Wekkerwerk in Eingriff
kommt und bei seiner Drehung den Anschlagarm zwecks Sperrens der Hammerwelle ausschwingt.
Dieses Ausschwingen des Anschlagarmes wird durch einen an dem Triebrad vorgesehenen
Mitnehmer (Stift o. dgl.) bewirkt, dessen Entfernung von dem Anschlagarm von Hand
verschieden eingestellt werden kann, derart, daß eine Regelung der Dauer des Weckens
ermöglicht ist.
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Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsforen der Erfindung.
Die Abb. i und a sind Ansi!ehtengegen die beiden Platinen der Weckeruhr, wobei jedoch
nur das Weckerwerk eingezeichndt ist; Abb. 3 ist eine Draufsicht zu Abb. i mit angebrachter
quergeschnittener
Weckerglocke, und Abb. 4, ist eine hintere Ansicht
zu Abb- 3.
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Der Antrieb des Werkes erfolgt in bekannter Weise von der Welle a
aus, die einerseits die Triebfeder, anderseits den Aufzugschlüssel trägt. Diese
Welle treibt durch Vermittlung der Welle b die Welle c -mit dem Weckersteigrad,
mittels dessen die Hammerwelle d in bekannter Weise in schwingende Bewegung versetzt
wird. Vom Gehwerk aus, das in der Zeichnung nicht dargestellt ist, wird die mit
einem Einschnitt versehene Weckerbüchse e einmal in 2¢ Stunden gedreht. Der Weckerzapfen
f, der, wie üblich, von einer Feder an der Uhrplatine Reibung erhält und von Hand
auf die gewünschte Zeit gedreht werden kann, trägt den bekannten Querstift g. Gegen
diesen Stift g wird die Weckerbüchse e mittels der Blattfeder h. stets gedrückt
gehalten, deren freies Ende, wie aus Abb.3 ersichtlich, zu einem Haken ausgebildet
ist, der sieh durch ein Loch in der Platine hindurch gegen einen Stift d'- der Hammerwelle
d legt und die Welle an der Bewegung hindert, solange der Stift g am äußeren
Umfang der Büchse e gleitet. Erst wenn sich dieWeckerbüchse e so weit gedreht hat,
daß ihr Einschnitt dem Stift g gegenüber zu stehen kommt, schnellen die Büchse e
sowie die Feder lt vor, wodurch der Stift dl freigegeben wird und der Hammer seine
Schwingungen ausführen kann (Abb. 3)-Gleichzeitig schnellt eine durch eine schwache
Feder achsial vorgedrückte, mit ihrem laugen Lagerzapfen sich gegen die Feder h
stützende Welle i vor und bringt das Rad k in Eingriff mit einem Zwischenrad
1 und dadurch unmittelbar mit der Antriebswelle a. Nunmehr wird das Raid k nach
Maßgabe des Federablaufs gedreht, und zwar in Abb. i nach links. Dis Rad k ist mit
der durch eine schwache Feder stets in einer normalen Drehlage gehaltenen Welle
i achsial unverschiebbar nur durch eine Feder auf Drehung gekuppelt (Abb. 3). Auf
dieser Welle i sitzt fest ein Anschlagarm na sowie ein Sperrstift n.
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Bei der besagten Linksdrehung des Rades k stößt ein in diesem Rad
festsitzender Mitnehmerstift o gegen den Arm in und nimmt diesen mit, bis er in
den Schwingungsbereich eines Stiftes d2 der Welle d gelangt und so diese Hammerwelle
zum Stillstand bringt. Die Anfangsstellung des Mitnehmerstiftes o und damit die
Zeit bis zum Abstellen der Hammerbewegung - also die Dauer des Weckens = wird durch
eine an der Rückwand der Uhr mit einer gewissen Reibung verstellbare Nase p eingestellt,
und kann bei der dargestellten Ausführungsform die @Veckdauer von io bis 35 Sekunden
verändert werden.
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Bevor das selbsttätige Abstellen erfolgt ist, kann das Wecken auch
durch Fingerdruck auf den aus dein Gehäuse vorragenden Draht r von Hand abgestellt
werden. Hierbei drückt der Draht r den Drahts gegen den Sperrdraht ia und bewirkt
dadurch eine Drehung der Welle i mit dem Arm m, bis dieser gegen den Anschlag t
zu liegen kommt. Der in der Hammerwelle sitzende Abstellstift d2 legt sieh dabei
vor eine vorspringende Nase des Armes m und hält diesen in der in Abb. i gezeichneten
Lage, bis die Weckerbüchse e am Stift g so weit herumgelaufen ist, daß sie durch
;ihre achsiale Verschiebung die Feder h gegen die Platine hin bewegt. Hierdurch
kommt diese Feder in den Bereich des Abstellstiftes d, und es wird gleichzeitig
durch achsiale Verschiebung der Welle i der Arm nz aus dem Bereich des Stiftes
d2 und in seine normale durch Federn bestimmte Lage gebracht, so daß beim nächsten
Wecken das Spiel von -neuem beginnen kann. Bei der Verschiebung der Welle i kommt
auch das Rad k außer Eingriff mit dem Zwischenrad 1, und der Stift o lab sich wieder
gegen die Nase p. Damit kein Schaden angerichtet werden kann, falls das Werk aufgezogen
wird, während dieser Eingriff noch besteht, ist das Zwischenrad 1 nicht an der Platine,
sondern an einem um u drehbaren Arm q
so gelagert, daß es beim Aufziehen
außer Eingriff mit dem Rad k gelangt.