DE367604C - Verfahren zur Herstellung von Kuechengeschirren u. dgl. aus Verbundmetall - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kuechengeschirren u. dgl. aus VerbundmetallInfo
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Description
-AUSGEGEBEN
Al 24 JANUAR 1922
Al 24 JANUAR 1922
(D 38427 L\jo)
Gegenstand der Erfindung ist «in Verfahren
zur Herstellung von aus Verbundmetall bestehenden Küchenigeschirren und ähnlichen
Gegenständen, wie beispielsweise Goldschmiedewaren, -bei denen zwei ineinandergeschobene
Hohlkörper durch Umlegen des oberen Randes des- inneren um den oberen
Rand des äußeren miteinander verbunden werden. Das Verfahren !kennzeichnet sich im
wesentlichen dadurch, daß man auf einer Drehbank über einer entsprechend gestalteten
Form zunächst den inneren Metallkörper bildet, dann in kaltem Zustande auf den Boden
dieses Metallkörpers eine kreisförmige Scheibe aus anderem Metall bringt, deren überstehende
Teile zwecks Bildung des äußeren Mantels unter Belassung eines aufgeweiteten Randes
auf den inneren Metallkörper umlegt, worauf man mittels einer Bördelrolle den Rand des
inneren Metallkörpers um den aufgeweiteten Rand des äußeren Metallkörpers unter dichter
Anpressung umkrämpt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsformen beispielsweise
veranschaulicht, und zwar zeigt
Abb. ι eine gemäß der Erfindung hergestellte Kasserolle aus Verbundmetall in senkrechtem
/Schnitt.
AbIb. 2 veranschaulicht in größerem Maßstabe ebenfalls in senkrechtem Schnitt den
Rand der Kasserolle nach AJbb. 1.
Abb. 3 zeigt in derselben Darstellungsweise eine andere Ausführungsform.
Die Abb. 4 bis 8 sind Darstellungen, die die verschiedenen Her&tellungsafoschnitte der
Kasserolle veranschaulichen.
Die dargestellte Kasserolle setzt sich aus zwei topfförmigen Metallkörpern zusammen,
von denen der innere α aus Aluminium, der äußere b aus Kupfer besteht. Die 'beiden Körper
-besitzen zylindrische Gestalt mit erweiterten Rändern und werden in der weiter unten
zu beschreibenden Weise auf einem Drehbankfutter derart geformt, daß sie sich genau ohne
Bildung von Hohlräumen aneinanderschmiegen. Der innere Aluminiumkörper a, der zuerst
geformt wird, ist länger als der Kupfermantel b, so daß sein olberer Rand durch Bördelung
um den Rand des Kupfermantels b gelegt werden kann und diesen Rand vollständig
einschließt. Auf diese Weise entsteht eine Kasserolle, deren Rand einen Wulst c bildet,
der, wie die Abb. 1 und 2 darstellen, runden oder, wie AMj. 3 zeigt, flachen Querschnitt
oder jede andere beliebige Form 'besitzen kann. Dieser Wulst c bildet einen. Verstär-
kumgsreifen, der in an sich bekannter Weise dem Verbundkörper die nötige Wiederstandsfähigkeit
verleiht, und der außerdem die innige Verbindung der Metallteile α und b
sichert, indem die Erweiterung des Randes des Mantels b, ohne jedes Arbeiten der Teile
unter dem Einfluß wechselnder Temperaturen zu verhindern, ein Klaffen der Verbindungsfuge auch bei starken Beanspruchungen unmöglich
macht. Dadurch wird mit Sicherheit vermieden, daß Feuchtigkeit, bei Kochgeschirren
insbesondere das sodahaltige Aufwaschwasser, zwischen den Mantel b und das Futter
dringt, was in der Regel die Ursache der Zerstörung des Aluminiumkörpers infolge
elektrolytischer Vorgänge bildet.
Die im Vorstehenden als Ausführungsbeispiel beschriebene Kasserolle wird auf der
Form d einer Drehbank in folgender Weise hergestellt. Gegen den Boden der Form d
wird mittels der üblichen Spitze eine Aluminiumscheibe α gehalten, die während der
Drehung der Form auf deren zylindrische Außenseite niedergelegt wird, derart, daß ein
Rohling mit zylindrischem, am freien'Ende in der in Abb. 5 dargestellten Weise erweitertem
Rande entsteht. Um zu erreichen, daß das Werkstück aus Aluminium einen vollkommen
flachen Boden erhält, ist die Form d, auf der das Werkstück gebildet wird, auf der die AIuminiumscheibe
aufnehmenden Seite ausgehöhlt, derart, daß eine nach außen sich öffnende innere Kammer f entsteht, die durch
I.ängskanäleg· mit der Außenluft dauernd verbunden ist. Diese Kammer ermöglicht den
Austritt der Luft beim Drücken -der Aluminiumscherbe gegen den Boden der Form,
wobei Auftreibungen des Aluminiumbodens vermieden werden.
Ist der Alutniniumkörper soweit fertiggestellt,
so bringt man eine Kupferscheibe b in kaltem Zustande auf den flachen Boden des
Werkstückes (Abb. 6) und hält sie durch entsprechendes Andrücken der Drehbankspitze in
fester Anlage gegen den Boden. Die Form wird dann in Umdrehung versetzt und die Kupferscheine b in kaltem Zustande auf den
auf der Form sitzenden Aluminkimkörper umgelegt. Auf diese Weise wird die ganze innere Fläche des Kupferkörpers b zum innigen
Anschmiegen an die Außenfläche des Alu- ' miniumkörpers gebracht, derart, daß zwischen j
beiden Metallteilen nicht der geringste Zwi- j schenraum besteht und demzufolge keine Luftblasen
zwischen den beiden Körpern sich bilden. Die Flächen der so miteinander verbundenen
Metallkörper sind daher vollkommen glatt.
Der so auf dem Aluminiurrikörper geformte Kupferkörper ist niedriger als der erstere und
besitzt, wie Abb. 7 erkennen läßt, einen etwas aufgeweiteten Rand. Dieser sichert eine gewisse
Elastizität, die das nachfolgende Umbördeln erleichtert, nach dem Umbördeln eine
vollkommene Verbindung der Ränder der beiden Metallkörper gewährleistet und schließlich
beim Erhitzen des betreffenden Gerätes die Ausdehnung der zusammengefalzten Ränder
gestattet, ohne daß dabei ein Klaffen der Fuge auftritt.
Das Umlegen des Randes des Aluminiumkörpers erfolgt ebenfalls auf der Drehbank
und geschieht in der Weise, daß man den aufgeweiteten Rand der Wirkung einer Bördelrolle
aussetzt, wobei der Aluminiumrand auf den Rand des Kupfermantels umgelegt wird und auf diese Weise entweder der in Abb. 2
dargestellte runde Wulst oder der in Abb. 3 veranschaulichte flache Wulst entsteht. Diese
Wulstformen sind aber natürlich nur beispielsweise angegeben. Der Wulst 'kann ebensogut
im Querschnitt eine halbrunde, ovale oder andere Form erhalten.
Die Erfindung ist im Vorstehenden nur in Anwendung auf die Herstellung von Kasseroilen
aus Aluminium und Kupfer beschrieben. Es versteht sich, daß man sie auch auf die
Herstellung anderer Küchen- und Haushaltungsgegenstände aus Verbundmetall beliebiger
Art und von beliebiger Größe, wie Sc'hüssein, Pfannen, sowie von Goldschmiedewaren,
wie Vasen, Eierbecher usw., anwenden kann, wobei die Art und die Form der die ■betreffenden
Gegenstände bildenden beiden Metallkörper natürlich je nach der Bestimmung des betreffenden Gerätes eine andere ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Herstellung von Küchengeschirren u. dgl. aus Verbundmetall, bei denen zwei ineinandergekapselte Metallhohlkörper durch Umlegen des oberen Randes des inneren Körpers um den des äußeren miteinander verbünden werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Drehbankfutter zunächst der innere Metallkörper geformt, dann in kaltem Zustande auf ,den Boden dieses Metallkörpers eine kreisförmige Scheibe aus anderem Metall gebracht und auf ihm unter BiI-dung des äußeren Mantels mit aufgeweitetem Rande umgelegt wird, worauf man vermittels einer Bördelrolle den Rand des ■inneren Metallkörpers um den aufgeweiteten Rand des äußeren Metallkörpers umlegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED38427D DE367604C (de) | 1920-10-12 | 1920-10-12 | Verfahren zur Herstellung von Kuechengeschirren u. dgl. aus Verbundmetall |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED38427D DE367604C (de) | 1920-10-12 | 1920-10-12 | Verfahren zur Herstellung von Kuechengeschirren u. dgl. aus Verbundmetall |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE367604C true DE367604C (de) | 1923-01-24 |
Family
ID=7044100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED38427D Expired DE367604C (de) | 1920-10-12 | 1920-10-12 | Verfahren zur Herstellung von Kuechengeschirren u. dgl. aus Verbundmetall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE367604C (de) |
-
1920
- 1920-10-12 DE DED38427D patent/DE367604C/de not_active Expired
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