DE366554C - Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Dosis bei Bestrahlungen mit Licht- oder Roentgenstrahlen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Dosis bei Bestrahlungen mit Licht- oder Roentgenstrahlen

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DE366554C
DE366554C DEH87546D DEH0087546D DE366554C DE 366554 C DE366554 C DE 366554C DE H87546 D DEH87546 D DE H87546D DE H0087546 D DEH0087546 D DE H0087546D DE 366554 C DE366554 C DE 366554C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J1/00Photometry, e.g. photographic exposure meter
    • G01J1/48Photometry, e.g. photographic exposure meter using chemical effects
    • G01J1/50Photometry, e.g. photographic exposure meter using chemical effects using change in colour of an indicator, e.g. actinometer

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Nessung der Dosis. bei Bestrahlungen mit Licht- oder Röntgenstrahlen. Es sind bereits in der Röntgentechnik Verfahren zur Messung der Röntgenstrahlendosis bekannt, bei :denen Veränderungen der Farbe von gewissen Salzen als _ Maß für die Röntgendosis benutzt werden; insbesondere sind es die Pastillen nach Sabouraud-Noire, bei denen Bariumplatinzyanür und Kaliumplatinzyanür in Form von Pastillen als Reagenz benutzt wird.
  • Diese Verfahren haben aber den Nachteil, daß die Dosis nicht unabhängig von der Härte der Röntgenstrahlen gemessen wird. Da lediglich das Aussehen der Oberfläche der Pastille den Rückschluß auf die applizierte Dosis bietet, so ist es verständlich, daß weiche Strahlen, die hauptsächlich an der Oberfläche. absorbiert werden, eine viel größere Dosis vortäuschen als harte Strahlen, die in der Tiefe der Pastille absorbiert werden; dennoch werden die Pastillen von den Röntgenologen mit großer Vorliebe benutzt, da die Messung außerordentlich einfach ist.
  • Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren wird ebenfalls die Farbänderung eines Körpers benutzt, jedoch nicht die Farbänderung der Oberfläche, sondern die gesamte Durchfärbung des ganzen Körpers, der erfindungsgemäß als fester, durchsichtiger Körper verwandt wird. Wie besondere Versuche gezeigt haben, eignen sich hierfür in hervorragendem Maße gewisse Mineralien, insbesondere synthetisch hergestellte Korunde. Diese färben sich unter der Einwirkung von kurzweiligen Strahlen, z. B. durch die Strahlung einer Ouarzlampe oder einer Röntgenröhre. Da die verwandten Präparate durchsichtig sind, so ist die Färbung, die nach der Bestrahlung beobachtet wird, in jedem Fall ein genaueres Maß für die Dosis als bei den bisher bekannten Tabletten, da die Farbwirkungen, die in der Tiefe noch stattfinden, sich bei der Durchsicht summieren. Die sich ergebende Farbnuance stellt also ein genaueres Maß für die Dosis dar als die bisher bekannten Tabletten nach Sabouraud-Noire. Um besonders große Farbtondifferenzen zu erreichen, ist es zweckmäßig, die Reagenzkörper in Form von Platten zu verwenden, deren Fläche senkrecht zur Richtung der Strahlen bei der Bestrahlung angeordnet ist, die jedoch bei der Auswertung der Dosis hochkant gestellt betrachtet werden. Auf diese Weise kann man entsprechend den Abmessungen der Testkörper eine Farbskala erreichen, die bei weitem stärker differenziert ist als bei den Sabouraud-Noire-Tabletten.
  • Die Festlegung der Dosis erfolgt durch Vergleich der Farbe des bestrahlten Testkörpers mit einer Normalskala. Diese kann auf Papier durch Farbdruck aufgetragen sein, sie kann aber auch aus einzelnen gefärbten Gläsern bestehen. Die Anordnung kann ganz ähnlich der bekannten Holzknechtskala gewählt werden. Da die Farbänderungen im Quarzlicht anders sind als im Röntgenlicht, so werden zweckmäßig zwei Normalskalen, eine für Quarzlicht und eine für Röntgenlicht, verwandt. Der Testkörper wird in ein Haltestück gefaßt, mittels dessen er in einem bestimmten Verhältnis der Haut-Focus-Distanz im Röntgenstrahlenkegel bzw. bei Bestrahlung mit Quarzlicht direkt auf der Haut des Patienten angeordnet wird, und zwar in der Weise, daß die Strahlen die Fläche des Testkörpers senkrecht treffen. Die Meßskala ist anderseits so eingerichtet, daß der Testkörper hochkant eingeschohcn und längs jeder Farbskala verschoben werden kann. Es kann hierbei die Betrachtung der Farbnuance sowohl in der Durchsicht als auch in der Aufsicht erfolgen. Im letzteren Fall ist es zweckmäßig, die Testkörper auf einem weißen Hintergrunde zu betrachten.
  • Die Verwendung von synthetischen Edelsteinen, insbesondere des Korunds, als Testkörper ist noch deshalb besonders vorteilhaft, weil es möglich ist, wie die Versuche ergeben haben, den infolge der Bestrahlung erzeugten Farbton wieder zum Verschwinden zu bringen, so daß der Testkörper beliebig oft hintereinander verwandt werden kann. Das Verschwinden der Farbe läßt sich in äußerst einfacher Weise dadurch erreichen, daß der Testkörper auf eine Temperatur von etwa 300°, z. B. durch Erwärmen in einem Reagenzglas über einer gewöhnlichen Flamme, gebracht wird. Es ist zweckmäßig, das Fassungsstück für den Testkörper aus solchem 1laterial herzustellen, z. B. aus Metall, daß der Testkörper gleichzeitig mit dem Fassungsstück erwärmt werden kann. Zur Vermeidung von sekundären Röntgenstrahlen, die die Messung 'beeinflussen könnten, wird zweckmäßig für den Halter ein Metall von niedrigem Atomgewicht gewählt, z. B. Aluminium.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Messung der Dosis von Licht- und Röntgenstrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß sich unter der Einwirkung von Strahlen verfärbende durchsichtige oder durchscheinende M iterialien, z. B. synthetische Edelsteine, verwandt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die als Testkörper benutzten Materialien zwecks Entfernung der Restfarbe von der vorhergegangenen Bestrahlung erhitzt werden. 3. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Testkörper in Form von Platten benutzt werden, die von der Fläche aus bestrahlt, jedoch hochkant betrachtet werden. 4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch r und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Testkörper auf einem Haltestück befestigt ist, mittels dessen er nach der Bestrahlung in eine geeignete Ablesevorrichtung, hochkant gestellt, längs einer oder mehrerer Farbskalen verschoben wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch d., dadurch gekennzeichnet, daß das Haltestück für den Testkörper so ausgestaltet ist und aus solchem Material besteht, daß die Fsrhitzung des Testkörpers nach Ansprach a zusammen mit dem Haltestück vorgenommen werden kann.
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