DE36640C - Dachziegel mit Nuth und Feder - Google Patents
Dachziegel mit Nuth und FederInfo
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Classifications
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- E04D—ROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
- E04D1/00—Roof covering by making use of tiles, slates, shingles, or other small roofing elements
- E04D1/29—Means for connecting or fastening adjacent roofing elements
- E04D1/2907—Means for connecting or fastening adjacent roofing elements by interfitted sections
- E04D1/2956—Means for connecting or fastening adjacent roofing elements by interfitted sections having tongues and grooves
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
ALBERT DIEDRICH in BERLIN. Dachziegel mit Nuth und Feder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1886 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Dachdeckung mittelst eines besonders dazu
construirten Dachziegels aus beliebigem geeigneten Material, wie Thon, Kunststein, Glas
u. s. w.; der Zweck dieser Erfindung ist die Verhütung von Reparaturen durch Beseitigung
aller der Schäden, die durch Feuchtigkeit, Sturm und überhaupt atmosphärische Einwirkung
entstehen, sowie auch die Verhütung von Bruch beim Beschreiten des Daches.
Die Dachziegel werden mit ihren Längsseitenfugen mittelst Nuth und Feder in einander
gefügt und mit bituminösem Kitt oder Asphaltmörtel, ohne Verstrich von innen, eingedeckt;
sie bilden ein Dach aus einfacher glatter Steinschicht, welches der Gewalt des Stromes keine
Angriffsfläche bietet, das Ansammeln von Schmutz und Feuchtigkeit in den Fugen verhindert,
dem Schweifs- und Porenwasser einen freien Abzug gestattet, hierdurch, wie auch durch eine freie Luft circulation, die Dachsparren
und -Latten trocken hält und ohne Gefahr des Einbrechens beschriften werden
kann.
Fig. ι zeigt den Dachziegel im Seitenprofil,
gegen die Feder A gesehen, Fig. 2 denselben im Profil des Mitteltheiles und Fig. 3 denselben
im Seitenprofil, gegen die Nuth B gesehen. Diese Nuth ist etwas weiter als die
Feder, um Unebenheiten und das Bindematerial aufzunehmen. Fig. 4 ist ein Profil des Dachziegels
am oberen Ende, welches letztere mit den beiden Nasen C hinter die Hauptlatte L
fafst und sich festlegt. Diese Nasen C sind an den beiden seitlichen Längsrippen D angeformt,
welche am oberen Ende eine Erhöhung -D1 haben, mittelst deren allein der
Ziegel auf der Dachlatte aufliegt und die, sich allmälig abflachend, nach unten verläuft. Durch
diese Einrichtung wird besonders bewirkt, dafs das Schweifs- und Porenwasser an der Unterseite
des Dachziegels entlang frei abfiiefsen kann, ohne mit dem Holz der Latten und
Sparren in Berührung zu treten.
Fig. 5 zeigt den Dachziegel im Querschnitt des Mitteltheiles.
Fig. 6 ist eine Ansicht gegen die senkrechte Schlufsseite einer Schicht mit der Trauf kante F.
Fig. 7 und 8 zeigen den Dachziegel in kleinerem Mafsstabe in Ober- und Unteransicht;
Fig. 9 und 10 sind eine gleiche Ansicht eines Dachziegels mit Tropfspitze E, welche das
Wasser nach der Mitte des Steines führt.
Die vorzügliche Wirkung dieser Dachziegel wird erzielt einestheils durch die aufserordentlich
haltbare Eindeckung von Feder und Nuth mittelst bituminösen Kittes oder Asphaltmörtels,
anderentheils durch die freie Luftcirculation im Hohlraum zwischen den Rippen D, drittens
durch den freien Abzug allen Schweifs- und Porenwassers, welches sich vermöge des durch
die Erhöhungen D1 bewirkten Abstandes des
Dachziegels von der Latte ungehindert an die Dachoberfläclie hinausziehen kann, viertens
durch die am unteren Ende des Dachziegels angeformte, nach aufsen scharf abschneidende,
das Eindringen von Staub, Schnee und Regenwasser verhindernde Traufkante F. Letztere
greift über die Oberkante G der nächsten Dachziegelreihe, Fig. 1, und das Porenwasser,
sowie sonstige Unreinigkeiten, welche in den hier gebildeten Raum K hineingelangen, werden
durch die vorstehende Kante G verhindert, zurück- und mit den Latten in· Berührung
zu treten. Das Wasser sickert unter der Spitze der Kante F hervor und fliefst über
den Unterziegel ab. Auf diese Weise wird alle Feuchtigkeit vom Holz der Dachconstruction
wirksam ferngehalten.
Fig. 11 zeigt einen Firstziegel oder Hohlstein,
welcher sich zur Eindeckung der First des aus oben beschriebenen Dachziegeln zusammengesetzten
Daches eignet. Dieser Firstziegel ist halbcylindrisch und wird mit einer Muffe über einander geschoben und mit Mörtel
eingedeckt. Die Längskanten H sind nach innen abgeschrägt und bilden scharf anschliefsende
Auflageflächen. Dieser Hohlziegel wird aufserdem mit Draht an der Dachfirstlatte
befestigt.
Claims (2)
1. Dachziegel, welche durch Nuth und Feder
verbunden werden und durch das gleichzeitige Vorhandensein der Tragrippen D,
der allmälig abfallenden Erhöhungen D1 als Auflageflächen, der Oberkante G und
der vorn spitzwinklig, abgeschrägten Traufkante F eharakterisirt sind, zur Herstellung
einer festen Dachconstruction, Ausschliefsimg der Feuchtigkeit und Verhütung der Fäulnifs
des Holzes.
2. In Verbindung mit den im Anspruch i.
bezeichneten Dachziegeln der Hohlziegel, Fig. 11, eharakterisirt durch Muffe und
spitzwinklig abgeschrägte Seitenkanten H.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE36640T | 1886-02-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36640C true DE36640C (de) | 1886-09-06 |
Family
ID=32400270
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188636640D Expired DE36640C (de) | 1886-02-17 | 1886-02-17 | Dachziegel mit Nuth und Feder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36640C (de) |
-
1886
- 1886-02-17 DE DE188636640D patent/DE36640C/de not_active Expired
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