DE36632C - Selbstthätiger Regulir- und Kontrol-Apparat für Heizanlagen - Google Patents

Selbstthätiger Regulir- und Kontrol-Apparat für Heizanlagen

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DE36632C
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DE
Germany
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lever
opens
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hose
temperature
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Application number
DENDAT36632D
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O. GRÜN-HALDT in Heidelberg
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Publication of DE36632C publication Critical patent/DE36632C/de
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/19Control of temperature characterised by the use of electric means
    • G05D23/275Control of temperature characterised by the use of electric means with sensing element expanding, contracting, or fusing in response to changes of temperature
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/19Control of temperature characterised by the use of electric means
    • G05D23/1919Control of temperature characterised by the use of electric means characterised by the type of controller

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Resistance Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom ig. Mai 1885 ab.
Die nachstehend beschriebene Vorrichtung gestattet gleichzeitig eine aus beliebiger Entfernung auszuübende Controle des im Betriebsraume herrschenden Temperaturstandes.
In Fig. ι und 4 der Zeichnung ist der Ofen mit Heizkessel dargestellt; α ist der Füllschacht, b der Feuerraum, c der Hauptfeuerzug, d ein Reservezug, welcher unter dem Herde weg direct in den Schornstein e führt und bei seiner Einmündung in letzteren durch den eisernen Schieber/, Fig. 1, abgesperrt ist. g ist der Heizkessel und h eine an dem eisernen Balancier i befestigte Chamotteplatte, welche je nach den Bewegungen des Balanciers i den Hauptfeuerzug c, Fig. 4, schliefst oder öffnet. Die Feuerthür k und die Aschenthür I sind luftdicht schliefsende Balkenthüren. Die Verbrennungsluft wird durch ein neben dem eisernen Füllschacht α eingemauertes eisernes Rohr m unter dem Rost zugeführt. Der obere Rand der Röhre m ist abgeschliffen und über diesem Rande ist eine aufgeschliffene eiserne Scheibe η in einer Stiftführung auf- und niederbeweglich. Auf dem Ofen ruht in der Stutze 0, drehbar bei p, der Balancier q, welcher einerseits mit der Zugstange r und der Kette 5 an den Balancier i und den Schieber / angreift, andererseits an der Kette t die Scheibe η und aufserdem eine Blechbüchse u trägt.
In dem zu beheizenden Betriebsraume, Fig. 2, sind an geeigneten Orten die verstellbaren Wärmecontacte ν, Fig. 2 und 5, angebracht; jeder dieser Contacte besteht aus einer oben offenen Thermometerröhre runden, nicht zu engen Kalibers, eingeschlossen in eine geschlitzte Messinghülse i1. Das in der Thermometerröhre enthaltene Quecksilber ist durch einen von unten eingeschmolzenen Platindraht, welcher unter der Klemmschraube k1 liegt, mit der Messinghülse V- in leitende Verbindung gebracht, während ein durch den Holzstöpsel Z1 isolirter und in letzterem durch Schraubenansatz auf- und niederbeweglicher zweiter Platindraht von oben in die Thermometerröhre hinabreicht, welcher durch die Stellschraube ml in jeder beliebigen Höhe festgestellt werden kann, wodurch die präcise Einstellung des Contacts auf jeden Wärmegrad ermöglicht ist.
In Fig. 2 sind drei Contacte gedacht, eingestellt auf 31, 32 und 330R., und die constant zu erhaltende Temperatur ist zu 320 angenommen; es ist daher der Contact ν 32 einerseits mit einer Meidinger'schen Batterie n> verbunden, andererseits mit dem Elektromagneten x, Fig. i, dessen Anker y an dem bei % drehbaren Hebel α1 befestigt ist, auf welchem das Laufgewicht b1 mittelst Druckschraube verstellt werden kann. In der Ruhelage (also bei nicht geschlossenem Strom) drückt der Hebel a1 den dünnwandigen Gummischlauch c1 fest zu, welcher letztere die Büchse u mit einem Wasserleitungsrohr oder hochgestellten Wasserreservoir d1 verbindet, während der über dem Hebel a1 liegende Schlauch e1 geöffnet ist, welcher ebenfalls am Boden der Büchse u einmündet und andererseits in das Ablaufrohr f1 führt. Von diesem Ablaufrohr f1 führt ein dritter Schlauch gl direct an das Rohr hl der Büchse u, welches innerhalb derselben, Fig. 6, bis nahe an ihren oberen Boden hinaufreicht.
Ist nun durch die Heizung der gewünschte Wärmegrad erreicht, so wird bei der geringsten
Ueberschreitung desselben das Quecksilber im Contact ν 32 den Stromschlufs herstellen: der Elektromagnet χ zieht den Anker y an, der Hebel al öffnet den Schlauch c1, während er den Schlauch e1 schliefst; durch den Schlauch G1 fliefst nun Wasser in die Büchse m, welche infolge der hiermit verbundenen Gewichtszunahme den Balancier q nebst Zugstange r und Balancier i so bewegt, dafs
1. die Chamotteplatte h den Feuerzug c schliefst, dem Feuer also den Zutritt zum Heizkessel abschneidet,
2. die Scheibe η die Röhre ni deckt, wodurch die Luftzuführung zum Feuer aufhört,
3. der Schieber f den Reservezug d öffnet und so den Feuergasen der Abzug in den Schornstein gestattet wird.
Diese dreifache Wirksamkeit des Regulators hebt den Einflufs des Feuers auf den Kessel sofort auf.
Für den Fall, dafs der Stromschlufs so lange währen sollte, dafs in die Büchse u mehr Wasser einfliefst, als sie zu fassen vermag, dient das Ueberlaufrohr h1 in derselben zur Abführung des überflüssigen Wassers durch den Schlauch gl und das Ablaufrohr f1.
Geht nun die Temperatur wieder so weit zurück, dafs der Stromschlufs gelöst wird, so läfst der Elektromagnet χ den Anker y los, der Hebel a1 schliefst den Schlauch c1 wieder, so dafs der Wasserzuflufs zur Büchse u aufhört; Schlauch e1 hingegen wird geöffnet und die Büchse u entleert sich durch denselben und das Rohr fl. Infolge des hieraus resultirenden Gewichtsverlustes hebt sich die Büchse u wieder, das Rohr m und der Hauptfeuerzug c werden geöffnet, der Reservezug d aber geschlossen und das Feuer gelangt zu neuer Heizwirkung.
Für kleinere Apparate mit Lampenheizung, z. B. Brütapparate, ist der Regulator wie in Fig. 8 und 9 construirt; die Heizlampe h hängt balancirend unter dem Heiztrichter des Apparates, und zwar an zwei Stiften in der Gabel des zweiarmigen eisernen Hebels z, welcher bei ρ auf einem eisernen Träger drehbar ist. Der eine, in eine Gabel auslaufende und hierin die Heizlampe tragende Arm des Hebels i steht in der Ruhelage horizontal, der andere Arm ist in einem Winkel von 45 ° nach abwärts gebogen. Der letzterwähnte Arm mit dem Gegengewicht ist durch die Zugstange oder Kette r mit dem einen Arm des Balanciers q verbunden, welcher auf einem Stift der Stütze ο drehbar ist und an seinem anderen Arm die Büchse u trägt.
Die Büchse u, Fig. 8 und 9, der elektrische Contact ν, Fig. 8, und der Elektromagnet χ mit Hebelvorrichtung, Fig. 8 und 9, sind genau so eingerichtet, wie bei der Ofenregulirung beschrieben. Die Batterie w steht unter dem Apparat, Fig. 8, und das Wasserreservoir cH auf demselben, Fig. 9.
Ist nun der am Contact v eingestellte Wärmegrad erreicht, so öffnet der durch den Elektromagneten χ angezogene Hebel αx den Schlauch c1, während er den mit e1 bezeichneten schliefst. Aus dem Reservoir d1 läuft nun Wasser in die Büchse 11, welche infolge der hierdurch bewirkten Gewichtsvermehrung den linken Arm des Balanciere q nach unten zieht, während der rechte gehoben wird und mittelst der Zugstange oder Kette r den Hebel i so bewegt, dafs die Heizlampe h sich aus dem Heiztrichter entfernt und mit dem Hebel i die in Fig. 8 in punktirten Linien angegebene Stellung einnimmt, wodurch jede weitere Heizwirkung auf den Apparat verhindert wird.
Um bei etwaigem, längere Zeit andauernden Stromschlufs nicht während dessen ganzer Dauer das Wasser aus dl durch cl und u laufen zu lassen, ist in den Schlauch cl ein Stück Messingrohr ql eingeschaltet, welches an dem Apparat in solcher Stellung befestigt ist, dafs, sobald die Büchse u genügend weit herabgesunken ist, um die Heizlampe unter dem Heiztrichter hinwegzudrehen, der Schlauch c1 auf dem oberen Ende des Röhrchens ^1 sich plattdrückt (umknickt) und hierdurch den weiteren Wasserzuflufs absperrt.
Nach erfolgter Lösung des Stromschlusses sperrt der Hebel a1 den Schlauch cl ab und öffnet den Schlauch e1, Fig. 9; durch diesen und das Rohr/"1 entleert sich nun die Büchse w, daher der äufsere Arm des Hebels i wieder das Uebergewicht erhält und die Heizlampe h wiederum unter dem Heiztrichter des Apparates hinaufhebt.
Für die Controle des Temperaturstandes im Betriebsraume oder -Apparat, Fig. 2, ist eine Leclanche-Batterie η x aufgestellt, ferner im Comtoir, Schlafzimmer (oder von wo sonst die Controle geübt werden soll) ein Umschalter o1 und eine Rasselglocke pl. In Fig. 2 und 3 ist angenommen, dafs neben Constanterhaltung der Temperatur von 320 auch eine Controle darüber ermöglicht ist, dafs nicht etwa doch aus irgend welcher Störung oder Unachtsamkeit der gewünschte Wärmegrad um 1 ° überschritten oder nicht erreicht werde. Es sind darum die Contacte ν 31, 32 und. 33 einerseits mit der Batterie n1, andererseits "mit den correspondirend bezeichneten Messingplättchen des Kurbelumschalters o1 verbunden, von dessen Kurbel die Leitung durch die Glocke p1 zur Batterie nl zurückführt.
Man kann demnach durch Stellung der Kurbel anfragen, ob etwa 33° erreicht sind, ob die normale Temperatur von 320 herrscht oder ob die Wärme zwischen 32 und 310 oder gar weniger beträgt. Selbstredend gestattet die
Verstellbarkeit der Contacte eine Controle innerhalb weit engerer Grenzen als eines ganzen Grades. Durch Ruhenlassen der Kurbel des Umschalters auf der mit dem erlaubten höchsten Wärmegrade bezeichneten Messingplatte wird beim Eintritt von Ueberheizungsgefahr eine selbsttätige Alarmirung gesichert.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein selbsttätiger elektrischer Wärmeregulirungs-Apparat, bei welchem durch Vermittelung der auf beliebige Temperaturgrade einstellbaren Thermometercontacte v, Fig. 5, der Hebel a1 den Wasserzuflufsschläuch c1 öffnet und den Abflufsschlauch e1 schliefst, Fig. i, 8 und 9, wodurch das zunehmende Wassergewicht im Gefäfs u den Hebel q zum Sinken bringt und dadurch die Wärmequelle h von dem zu heizenden Apparat entfernt, Fig. 8 und 9, oder bei dem in Fig. ι gezeichneten Apparat die mit q in Verbindung stehende Feuerklappe h und das Luftzutrittsventil η schliefst, den Schieber f im Reservezug d aber öffnet, Fig. 1 und 4.
    Der mit den Thermometercontacten v, Fig. 2, zusammenwirkende elektrische Wärmecontrol-Apparat, bestehend aus der Signalglocke p1 in Verbindung mit dem Kurbelumschalter o1, dessen Stellung erkennen läfst, welcher der Contacte ν den Strom geschlossen hält und welche Temperatur mithin in dem zu beobachtenden Betriebsraume herrscht, Fig. 3.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT36632D Selbstthätiger Regulir- und Kontrol-Apparat für Heizanlagen Expired DE36632C (de)

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