DE366302C - Staubmotor - Google Patents

Staubmotor

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DE366302C
DE366302C DEZ11903D DEZ0011903D DE366302C DE 366302 C DE366302 C DE 366302C DE Z11903 D DEZ11903 D DE Z11903D DE Z0011903 D DEZ0011903 D DE Z0011903D DE 366302 C DE366302 C DE 366302C
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cylinder
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DEZ11903D
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MAX ZEHER
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B45/00Engines characterised by operating on non-liquid fuels other than gas; Plants including such engines
    • F02B45/02Engines characterised by operating on non-liquid fuels other than gas; Plants including such engines operating on powdered fuel, e.g. powdered coal
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T10/00Road transport of goods or passengers
    • Y02T10/10Internal combustion engine [ICE] based vehicles
    • Y02T10/30Use of alternative fuels, e.g. biofuels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Electrostatic Separation (AREA)

Description

  • Staubmotor. Gegenstand der Erfindung ist ein Motor, welcher durch feste Brennstoffe, wie Anthrazit, Steinkohlen, Braunkohlen, Torf, Holz, Koks u. a., welche zu Staub zermahlen sind, betrieben werden kann.
  • Die Eigenart der Erfindung besteht darin, daß die in den Zylinder eingeführten Staubteilchen der Einwirkung der Elektrizität im Explosionsraume des Motorzylinders unterliegen. Die elektrostatische Einwirkung wird durch eine geladene Elektrode hervorgebracht, welche im Explosionsraume des Motorzylinders ein ununterbrochen wirkendes elektrostatisches Feld bildet. Der in den Zylinder eingeführte Staubstrom wird am Kolbenboden gleichmäßig verteilt über den ganzen Zylinderquerschnitt. Die einzelnen Staubströme strgmen durch den Kompressionsraum hindurch auf das elektrostatische Feld zu, wo die in den Strömen enthaltenen unvergasten Staubteilchen von der Elektrode angezogen und festgehalten werden. Während der Strömung durch den Kompressionsraum lösen sich die in den Staubteilchen enthaltenen Gase auf und gelangen nach Erreichung des elektrostatischen Feldes mit der Luft innig vermischt zur Explosion. Die unvergasten Staubteilchen, welche an der elektrostatischen Elektrode haften, werden durch eine Ausstäubeströmung abgerissen und aus dem Zylinderinnern hinausbefördert.
  • Auf der Zeichnung sind verschiedene Einzelheiten der die Erfindung bildenden Maschine veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. z eine mit einem Dielektrikum versehene elektrostatische Elektrode des Motorzylinders, Abb. 2 eine elektrostatische Elektrode des Motorzylinders mit einem durch eine Schutzplatte abgedeckten Dielektrikum, Abb. 3 die Aufsicht auf eine zu einem Rippenkühler ausgebildete Elektrode, Abb. 4 die Aufsicht auf den mit Leitschaufeln versehenen Kolbenboden, Abb. 5 den Querschnitt des Kolbens nach I-h der Abb. 4, Abb. 6 eine Leitrippe in Aufsicht nebst Strömung, Abb. 7 dieselbe in Ansicht nebst Strömung, Abb. 8 Längsschnitt durch den Zylinder mit den Staubströmen.
  • Abb. g veranschaulicht die Verteilung des . Ausstäubestromes.
  • In Abb. i ist i die elektrostatischeElektrode, welche durch das Kabel 2 positiv elektrisch geladen wird. Wenn die Staubteilchen mit der Elektrode i in Berührung kommen würden, würden dieselben im Augenblicke der Berührung gleichnamig elektrisch geladen werden. Da sich nach dem Gesetze gleichnamige Pole abstoßen und ungleichnamige anziehen, so würden die Staubteilchen im Augenblicke der Berührung gleichnamig elektrisch geladen und sofort zurückgeschleudert werden. Um ein Zurückschleudern der angezogenen Staubteilchen zu verhindern, ist ein Dielektrikum vorgesehen. Dieses in Abb. i durch 3 gekennzeichnete Dielektrikum kann eine Glimmerscheibe sein. In die Hülse 4, welche durch die Elektrode i hindurchgeht, wird das Einstrahlventil eingesetzt.
  • Das Dielektrikum würde in kurzer Zeit bei den dauernd starken Ausstäubeströmungen durch die beim Abreißen der anhaftenden Asche entstehenden Reibungen bald so weit abgenutzt sein, daß die Staubteilchen wieder mit _ der Elektrode in Berührung kommen, gleichnamig elektrisch geladen und zurückgeschleudert würden. Um ein Beschädigen des Dielektrikums zu verhindern, ist dasselbe durch eine Schutzplatte abgedeckt, wie dies in Abb. 2 dargestellt ist. i ist die Elektrode mit dem Kabel 2 und dem Dielektrikum 3, welches nach dem Explosionsraume zu mit einer Schutzplatte 5 versehen ist. 4 ist die Hülse für das Einstrahlventil.
  • Wie bekannt, ist die elektrostatische Einwirkung eines Metalles bei kühler Temperatur am günstigsten; sie verringert sich immer mehr und mehr bei zunehmender Temperatur, bis schließlich bei Erreichung einer bestimmten Temperaturhöhe die Wirkung aufhört. Da man die bei der Erfindung in Anwendung kommende elektrostatische Elektrode stets aus einem Metall herstellen wird, muß dieselbe gekühlt werden. Zweckmäßig wird sie, um die aus dem Explosionsraume in die Elektrode dringende Wärme abzuleiten, zu einem Kühler ausgebildet.
  • In Abb. 3 ist die elektrostatische Elektrode als Rippenkühler ausgebildet, für Luftkühlung usw. dargestellt. Da hierzu ein Luftstrom erforderlich ist, wird man ihn vorteilhaft durch den Saughub der eigenen Maschine bzw. durch deren Spülpumpe erzeugen, womit die Aufstellung eines besonderen Gebläses erspart bleibt. Wie bekannt, läßt sich eine Flüssigkeit zerstäuben, aber keine Gas- oder Staubmasse. Im vorliegenden Falle handelt es sich um einen mit Staub gesättigten Luftstrom, der beim Aufwärtsgange des Kolbens während einer gewissen Zeit eingeführt wird. Diesen in den Zylinder eingelassenen Staubstrom zu verteilen, ist ein weiterer Gegenstand der Erfindung. Eine Zerstreuung des Staubstromes würde bewirken, daß sich die Staubteilchen an der schmierenden Zylinderwand, an der der Arbeitskolben auf und nieder gleitet, festsetzen würden. Um eine Zerstreuung der Staubströmung zu verhindern, werden der Erfindung gemäß die Staubströme im Zylinder so gerichtet, daß sie auf das elektrostatische Feld strömen, welches die in den Strömen enthaltenen Staubteilchen anzieht und festhält. Um die beabsichtigte Strömungsrichtung der Staubströme durch den Kompressionsraum nach dem elektrostatischen Felde zu erreichen, strömt der Staubstrom auf den Kolbenboden, der Spaltung und Verteilung desselben bewirkt. Da an einem flachen Kolbenboden keine Spaltung und Verteilung eintreten würde, desgleichen auch keine vollkommene an einem konkaven oder konvexen Boden, besitzt der Kolbenboden eine Spitze, an welcher sich der eingelassene Staubstrom spaltet und ringsum gleichmäßig verteilt.
  • Zum Zwecke, die vom Kolbenboden abströmenden Staubströme auf das elektrostatische Feld hinzuleiten, sind am Kolbenboden Leitschaufeln vorgesehen (vgl. Abb. 4), welche die Ströme entsprechend ablenken. Abb. 4 zeigt die Aufsicht auf den Kolbenboden und Abb. 5 den Querschnitt I-K der Abb. 4. In der Nähe der Kolbenspitze können an Stelle von Leitschaufeln auch Leitrippen angewandt werden, wie dies in Abb. 4 dargestellt ist. Dieselben können die Gestalt der Abb. 7 annehmen. Hierbei wird nur ein Teil der in Betracht kommenden Strömung abgelenkt, wie dies die angedeuteten Strömungslinien zeigen. Abb. 6 zeigt die Aufsicht von Abb. 7. Die nach oben abgelenkten Ströme expandieren während der Durchströmung des Kompressionsraumes nach dem elektrostatischen Felde bis auf einen geringen Überdruck über den im Zylinderraume herrschenden Kompressionsdruck. Je näher die in den expandierenden Strömen enthaltenen Staubteilchen dem elektrostatischen Felde kommen, desto größer wird die Anziehung sein. Beim Aufprall derStröme auf das elektrostatischeFeld werden die unvergasten Staubteilchen festgehalten, wogegen die Gase abschweifen und völlig ausexpandieren. Zum Zwecke, eine gleichmäßig starke Auftragung des Staubes durch die Ströme auf das elektrostatische Feld zu erreichen, findet ein gleichbleibender Einstrahldruck Anwendung.
  • Abb. 8 zeigt einen Schnitt durch den Zylinder im Augenblicke der Einstrahlung. Da der Zylinderdeckel das elektrostatische Feld bildet, lassen sich an ihm Saug- und Auspuffventile, wie allgemein üblich, nicht anbringen. Aus diesem Grunde sind bei diesem Staubmotor die erforderlichen Einzelheiten an der Zylinderwand angebracht. Die Maschine arbeitet im Zweitakt. 8 ist die Spülluftleitung; durch die an der Zylinderwand befindlichen Einlaßschlitze g wird die Spülluft in den Zylinder eingeführt; io ist eine Düse zur Einführung der Ausstäubeluft, durch welche die am elektrostatischen Felde haftenden Ascheteilchen abgerissen und durch das Ausspülventil ii, welches gleichzeitig als Auspuffventil ausgebildet ist, hinausbefördert werden. Wie aus Abb. g zu erkennen ist, schließen sich die seitlichen Begrenzungen der Düse io tangential an die Zylinderbohrung an, wodurch das ganze elektrostatische Feld von dem Ausstäubestrom bestrichen wird. Dadurch, daß das Auspuffventil gleichzeitig für die Ausstäubung benutzt wird, wird ein weiteres Ventil erspart.
  • Während der Strömung der Staubströme durch den Kompressionsraum lösen sich die in den Staubteilchen enthaltenen Gase infolge der in den Strömen enthaltenen Wärme auf. Die unaufgelösten Staubteilchen werden bei Ankunft am elektrostatischen Felde als Asche festgehalten, wogegen die aus den Staubteilchen gelösten Gase sich mit der Kompressionsluft mischen und das Gasluftgemisch bilden. Kurz bevor der Kolben die obere Totpunktstellung erreicht, schließt sich das Einstrahlventil 7, und der Explosionsvorgang beginnt.
  • Die Verpuffung des Gasluftgemisches wird durch Kompressionswärme hervorgebracht. Hierbei findet während der Verpuffung irgendeine Strömung nicht statt, so daß der Verpuffungsraum ein strömungsloses Gebiet darstellt. Da nun der das elektrostatische Feld bildende Zylinderdeckel dieses Gebiet begrenzt, so wird ein Abreißen der Staubteilchen von demselben vermieden.
  • Sobald der Krafthub beendet ist, beginnt die Ausspülung des Zylinders. Der Spülungsvorgang zerlegt sich in die Ausspülung der im Zylinder enthaltenen Gase und die Ausstäubung der am elektrostatischen Felde haftenden Ascheteilchen. Die von der Spülpumpe kommende Luft strömt durch die Schlitze g ein und drängt die verbrannten Gase durch das Ventil ii hinaus, wogegen die am elektrostatischen Felde haftenden Ascheteilchen durch den aus der Düse io kommenden Ausstäubestrom hinausgeworfen werden, und zwar durch Ventil ii, welches derart gestaltet ist, daß es für den Auspuff der Gase und für die Ausstäubung der Asche gemeinsam benutzt werden kann, womit sich ein weiteres Ventil erübrigt.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Staubmotor, dadurch gekennzeichnet, daß der Explosionsraum des Motorzylinders mit einer elektrostatischen Elektrode versehen ist.
  2. 2. Staubmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrostatischeElektrode mit einem Dielektrikum versehen ist.
  3. 3. Staubmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dielektrikum der elektrostatischen Elektrode durch eine Schutzplatte abgedeckt ist. q..
  4. Staubmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrostatische Elektrode als Kühler ausgebildet ist.
  5. 5. Staubmotor nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die elektrostatische Elektrode durch den beim Saughube der Maschine oder der Spülpumpe entstehenden Luftstrom gekühlt wird.
  6. 6. Staubmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Zylinder eingelassene Staubstrom auf den Kolbenboden trifft, der denselben verteilt und die Ströme gegen das elektrostatische Feld der Elektrode richtet.
  7. 7. Staubmotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenboden, auf welchen der in den Zylinder eingelassene Staubstrom trifft, eine Spitze besitzt. B.
  8. Staubmotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenboden mit Leitschäufeln versehen ist. g.
  9. Staubmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Staubstrom unter einem gleichbleibenden Drucke in den Zylinder eingelassen wird, und außerdem eine solche Wärme besitzt, daß sich die Gase aus den Staubteilchen auflösen. io.
  10. Staubmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an der elektrostatischen Elektrode haftenden Staubteilchen durch einen aus einer Düse tretenden Ausstäubestrom abgerissen und aus dem Zylinderinnern hinausbefördert werden. ii.
  11. Staubmotor nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß sich die seitlichen Begrenzungen der Ausstäubedüse taugential an die elektrostatische Elektrode anschließen, daß die gesamte Fläche derselben vom Ausstäubestrom beeinflußt wird.
  12. 12. Staubmotor nach Anspruch i und io, dadurch gekennzeichnet, daß das Auspuffventil derart gestaltet ist, daß es für die Ausspülung der Gase und die Ausstäubung der an der elektrostatischen Elektrode haftenden Ascheteilchen gemeinsam benutzt weiden kann.
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