DE366238C - Moertelartige Masse fuer Fussbodenbelaege - Google Patents
Moertelartige Masse fuer FussbodenbelaegeInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Mörtelartige Masse für Fußbodenbeläge. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Februar 1920 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 1. Februar 1919 beansprucht.
Die Erfindung bezieht sich auf eine mörtelartige Masse für Fußbadenbeläge, die eine
harte, gegen Abnutzung widerstandsfähige und das Ausgleiten verhindernde Oberfläche
haben.
Bekanntlich sind Bürgersteige und ähnliche Oberflächen aus Zement oder Beton nicht ,geeignet
zur starken Beanspruchung durch Fußgänger und werden häufig schlüpfrig, so idaß
sie zu Unfällen Anlaß geben. Es ist vorgeschlagen worden, in solchen Zement zur Verhinderung
des Ausgleitens Körner von kristallinischer Tonerde oder Siliziumkarbid einzubetten. Wenn kleine Körner von Tont5
erde oder Siliziumkarbid benutzt werden, so bildet der verhältnismäßig weiche Zement
notwendigerweise einen großen Teil des Gesamtvolumens und liegt auf diese Weise in
erheblichem Maße an der Oberfläche des Fußbodens frei, so daß er der Abnutzung unterworfen
ist. Außerdem ist der Zement nicht selbst eine harte Einbettungsmasse und steht
mit diesen sehr kleinen Körnern nicht in so inniger Berührung, daß er sie dauernd an
ihrer Stelle festhält. Infolgedessen ist der Zement nicht imstande, den Beanspruchungen
des Verkehrs und der Abnutzung durch Fußgänger zu widerstehen. Daher können die Körner aus der Oberfläche herausgerissen
werden, so daß weiterer Zement und andere Körner einer ähnlichen zerstörenden Wirkung
ausgesetzt werden. Demzufolge haben Fußböden aus in Zement eingebetteten feinkörnigen
Stoffen nur eine kurze Lebensdauer und sind auch sonst unbefriedigend. Wenn sehr große Stücke von Siliziumkarbid oder
körniger kristallinischer Tonerde angewendet werden, ist der Fußboden ebenfalls unzweckmäßig.
Wenn in diesem Fall Siliziumkarbid als Gleitschutz und als Mittel gegen .die Abnutzung
benutzt wird, so springt es leicht und bröckelt ab, und wenn Tonerde verwendet wird, so wird sie schlüpfrig, indem sie zu
einer glatten ebenen Fläche abgenutzt wird. Es ist ferner üblich, Fußböden aus Beton in
Hallen o. dgl. durch Einbetten von Marmorstücken zu verzieren. Diese Art Fußböden,
die als Terrazzo bezeichnet wind, verhindert das Ausgleiten nicht und ist nicht widerstandsfähig
gegen Abnutzung, weil der Marmor eine sehr schlüpfrige Oberfläche bildet und nicht hart genug ist, um einer
starken Beanspruchung zu widerstehen und die weiche Zementbettung zu schützen.
Diesen Mangeln wird gemäß der Erfindung
dadurch abgeholfen, daß man harte Kö)rner aus das Ausgleiten 'verhinderndem
Material, vorzugsweise solche aus 'kristallinischer Tonerde oder anderen Stoffen vom
Härtegrad 9 oder darüber, nicht unmittelbar in Zement, Beton o. dgl. einbettet, sondern
sie zunächst mit Hilfe eines keramischen Bindemittels miteinander vereinigt, das durch
. Brennen bei 'hoher Temperatur eine harte, porzellanartige Masse liefert, die auch ihrerseits
das Ausgleiten verhindert. Diese Masse wird dann in unregelmäßige Stücke zerschlagen,
und diese werden derartig in den Zement o. dgl. eingebettet, daß sie einen großen Teil der Oberfläche bilden und den
Zement oder sonstigen Mörtel gegen Abnutzung schützen. Nach Abbinden des Mörtels
wird die Oberfläche zweckmäßig abgeschliffen. Auf diese Weise werden die Körner in den Stücken aus der keramischen
Masse sehr festgehalten, und diese Stücke werden ihrerseits infolge ihrer Porösität in
der Mörtelmasse festgehalten, mit der sie sich sehr innig" verbinden. Infolgedessen widerstehen
die Körner auch starken Beanspruchungen, ohne raus ihrer Lage entfernt zu
werden, und das Ganze bildet einen außerordentlich dauerhaften, gegen Abnutzung
widerstandsfähigen und gegen Ausgleiten sicheren Fußboden;. In diesem Fußboden
bleiben die Körner nahezu unbegrenzt an ihrer Stelle, während das keramische Binde-
<mittel abgenutzt wird, so daß von Zeit zu Zeit den Verkehrbeanspruchungen neue harte
Körner dargeboten werden, weil das Bindemittel zwar in gewissem Maße, ähnlich den
Körnern, gegen Abnutzung widerstandsfähig ist, aber doch etwas weniger. Die körnigen
Stoffe können in verschiedenen Größen verwendet werden, vorzugsweise wird jedoch ein
Gemisch aus groben Körnern, die durch ein Sieb von· 14 Maschen auf 1 cm gehen, mit
feineren Körnern benutzt, um eine dichte, kompakte Masse zu bilden.
Als keramisches Bindemittel wird Vorzugs-
weise ein solches verwendet, das i>ei 'hoher Temperatur zu einer sehr harten' porzellan-■
artigen Masse gebrannt werden 'kann, die mit den Körnern in innige Berührung kommt und
sie unbegrenzt an ihrer Stelle festhält oder doch so lange, bis sie so abgenutzt sind, daß
sie ihre Gleitschutzwirkungen verlieren. Eine solche Masse 'kann z. B. aus den folgenden
Bestandteilen bestehen:
ίο Flußton (slip clay) .... 44 (Gewichtsteile
Feldspat 44
Steingutton (ball clay) .12 Diese Verhältniszahlen können natürlich
verändert wenden, und es können, andere Stoffe hinzugesetzt oder anstatt der erwähnten
Bestandteile benutzt werden, je nach den Eigenschaften, die das Bindemittel haben soll,
wie es dem Fachmann bekannt ist. Das soeben näher beschriebene Bindemittel wird
ao hergestellt, indem man die Ausgangsstoffe zerkleinert und in trockenem Zustande in geeigneten
Mengenverhältnissen mit der kristallinischen Tonerde vermischt. Die Mischung wird dann mit so viel Wasser angefeuchtet,
daß man sie nach dem· Trodkenpreßverfahren in Stücke von zur -Handhabung geeigneter
Größe formen kann, die vorzugsweise gleichförmige Größe haben. Die Stücke können
dann 50 bis 100 'Stunden in einem geeigneten
keramischen Ofen bei etwa 13000 C gebrannt werden, je nach der Beschaffenheit des
Bindemittels und den Bedingungen des Brennvorganges, so daß sich reine harte, glasartige
Masse bildet. Darauf wird das Produkt langsam abgekühlt. Wenn diese Stücke zum Gebrauch zu groß sind, werden sie vorzugsweise
in einem Steinbrecher zu kleineren Stücken zerbrochen, die vorzugsweise eine
Größe von 3 bis 25 mm haben, und diese Bruchstücke werden dann in eine geeignete
rnörteliartige, plastische Masse eingebettet, die zu einem1 festen Körper abbinden kann. Es
scheint,, daß die Porosität der Stücke ihre Verbindung mit dem Zement begünstigt.
Wenn man j ed'och eine geringere 'Kapillarität der Stücke oder doch derjenigen, die an der
Oberfläche liegen, wünscht, so (können sie in
dichter und kompakter Form hergestellt werden, oder die fertige Oberfläche kann
einen Wadhsüberzug zur Ausfüllung der frei liegenden Poren erhalten. Wenn der Beton
ganz hart geworden ist, werden die vortretenden Teile der Stücke abgeschliffen und
zugleich so viel von dem Beton, daß eine ebene, zusammenhängende Oberfläche gebildet
wird, in der die Stücke den größeren Teil des Fußbodens bilden.
iWenn auch die Erfindung besonders zur
Herstellung von Fußböden oder auch von Pflaster auf einer geeigneten Schotterunterlage
o. dgl. bestimmt ist, so kann man doch auch Platten oder Blöcke in gleiober Weise
herstellen und sie als Bürgersteige oder zur Herstellung anderer ähnlicher Fußböden verlegen.
In diesem Fall wird die Terrazzomasse in einer Form oder in anderer geeigneter
Weise hergestellt, so daß sich Stücke von den gewünschten geometrischen Formen
und. Abmessunigen bilden. Zur Herstellung eines Fußbodens aus solchen 'Platten werden
diese auf eine Unterlage aus plastischem Beton gelegt und die Fugen in geeigneter
Weise mit Zement oder zementartigen Stoffen gefüllt.
In der Zeichnung ist ein Teil eines Fußbodens oder einer Platte nach der Fertigstellung
dargestellt. Bei der dargestellten Ausführ ungsfonm sind1 nur in die obere 'Schicht
des Zementkörpers 1 Stücke 2 eingebettet, die aus mittels keramischer Masse gebundener
kristallinischer Tonerde bestehen. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Oberfläche
so weit labgeschliffen, .daß die Stücke ebene Oberflächen; 3 haben. Die Stücke liegen dicht,
so daß sie den größten Teil des Volumens des oberen Teils des Fußbodens einnehmen, damit
der Zement nicht im großen Umfange der abschleifenden 'Wirkung des Fußgängerverkehrs
ausgesetzt ist. Die Stücke haben unregelmäßige Form und sind im Verhältnis zur Größe einer Fußsohle nur klein. Bei der
dargestellten .Ausführung sind die Stücke dutch: die ganze Oberschicht vorzugsweise
ohne Berücksichtigung· irgendeines Musters verstreut. Sie können ater auch in regelmäßigen
Formen hergestellt und nach geeigneten Mustern angeordnet werden, wenn die größeren Kosten eines derartigen Fußbodens
aufgewendet werden können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :•Mörtelartige Masse für Fußbodenbeläge mit eingebetteten harten Körnern aus das Ausgleiten verhinderndem Material, da-'durch gekennzeichnet, daß die Körner, vorzugsweise solche aus kristallinischer Tonerde oder anderen Stoffen vom Härtegrad 9 oder darüber, durch ein keramisches Bindemittel aus gegen Abnutzung widerstandsfähigem Material vereinigt und -Bruchstücke aus der so erhaltenen Masse in die mörtelartige Masse eingebettet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN18534D DE366238C (de) | Moertelartige Masse fuer Fussbodenbelaege |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEN18534D DE366238C (de) | Moertelartige Masse fuer Fussbodenbelaege |
Publications (1)
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|---|---|
| DE366238C true DE366238C (de) | 1923-01-03 |
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ID=7340623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN18534D Expired DE366238C (de) | Moertelartige Masse fuer Fussbodenbelaege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE366238C (de) |
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- DE DEN18534D patent/DE366238C/de not_active Expired
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