DE366138C - Anlage zum Beschicken von Schachtoefen zum Brennen von Kalk-, Zement- und aehnlichen Stoffen - Google Patents

Anlage zum Beschicken von Schachtoefen zum Brennen von Kalk-, Zement- und aehnlichen Stoffen

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DE366138C
DE366138C DEC29845D DEC0029845D DE366138C DE 366138 C DE366138 C DE 366138C DE C29845 D DEC29845 D DE C29845D DE C0029845 D DEC0029845 D DE C0029845D DE 366138 C DE366138 C DE 366138C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/20Arrangements of devices for charging

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

Den- Gegenstand dec Erfindung bildet eine Anlage zum selbsttätigen- Beschicken von Schachtöfen zum Brennen von Kalk-, Zement- und ähnlichen Stoffen,, welche die Möglichkeit eines vollkommen selbsttätigen Betriebes derartiger öfen bietet. Es sind bereits derartige Beschicksvorrichtungen mit ringförmiger umlaufender Beschickungsbühne und mit anderer Geschwindigkeit umlaufendem Abstreicher bekannt. Bei diesen fällt jedoch das Gut in der Nähe des" Randes in den Ofen. Nach der Erfindung kann das Gut beliebig weit nach der Ofenmitte gebracht werden. Es ist weiter möglich, die Umlaufsgeschwindigkeit von Ringbühne und' Abstreicher unabhängig voneinander zu· regeln. Und es werden weiter Löcher,, die sich in der Oberfläche der Beschickung im Ofen bilden, alsbald ausgefüllt. Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι die Vorderansicht einer Anzahl von Fülltrichtern, mittels deren die Mischung der Erststoffe für die gesamte Ofenanlage bewirkt wird,
Abb. 2 die zugehörige Ober- und
Abb. 3 die zugehörige Seitenansicht,
Abb. 4 einen senkrechten Schnitt durch die zur Beschickung eines jeden Ofens dienende Anlage,
Abb·. 5 einen ähnlichen Schnitt durch eine zu: dem Schnitt nach Abb. 4 rechtwinklige Ebene und
Abb. 6 einen Grundriß dieser Anlage.
Der Vorgang des Beschickens umfaßt zwei Abschnitte:
1. Das Mischen der Erststoffe (d. h. des zu brennenden Gutes und des Brennstoffes), welches gleichzeitig für die gesamte Ofenanlage erfolgt,
2. das Zuführen dieses so erhaltenen Gemisches zu jedem der Öfen.
Die unter 1 genannte Mischung der Erststoffe erfolgt mit Hilfe der in den Abb. I bis 3 dargestellten Fültrichter 1, welche in ausreichender Zahl vorhanden sein müssen, und von denen die einen mit dem in geeignete Form gebrachten Brennstoff, die anderen mit dem zu trennenden Gut gefüllt werden. Jeder Fülltrichter 1 ist an seinem unteren Teil mit einem Rüttelbrett 2 versehen, welches mittels eines Drehgelenkes 3 gelenkig an dem Trichter befestigt ist und durch eine allen Fülltrichtern gemeinsame, mit Nockenscheiben 5 versehene Welle 4 eine gleichmäßige Rüttelbewegung erhält. Durch Schieber 6 kann hierbei die Weite der Abzugsöffnungen und damit auch der Abzug der Füllstoffe aus den Trichtern nach Belieben geregelt werden. Diese Regelung kann sowohl in bezug auf die Gesamtmenge des herzustellenden Gemisches
als auch in bezug auf das beabsichtigte gegenseitige Verhältnis der die Füllmischung bildenden Erststoffe erfolgen.
Unterhalb der Rüttelbretter 2 ist eine Förderrinne 7 angeordnet, welche die von den Rüttelbrettern 2 abgleitenden Erststoffe aufnimmt und sie dem unteren Teil einer Hebevorrichtung zuführt, welche in Abb. 5 durch die strichpunktierte Linie 8 angedeutet ist und to das Gemisch in einen den Ofenschacht 10 überragenden Fülltrichter 9 einschüttet.
Die während des zweiten Arbeitsabschnitts, nämlich während der Beschickung, wirksamen Einrichtungen umfassen außer dem schon erwähnten Fülltrichter 9 eine ringförmige Förderbühne 11, einen Wagen 12 und eine sich drehende Haube 13, welche die Schachtmündung abdeckt.
' Der Fülltrichter 9 ist mit einer Abzugsvorrichtung versehen, welche der an den Fülltrichtern ι vorgesehenen Abzugsvorrichtung vollkommen gleicht. Sie besteht aus einem gelenkig befestigten Rüttel rett 14, wexhem durch eine in geeigneter Weise, z. B. mittels des Motors 16, angetriebene Nockenwelle eine gleichmäßige Rüttelbewegung erteilt wird. Der Fülltrichter 9 kann hierbei gegebenenfalls gleichfalls mit einem den Schiebern 6 der Fülltrichter 1 entsprechenden Schieber versehen sein.
Die aus dem Fülltrichter 9 abgezogene Füllmasse fällt auf die ringförmige Förderbühne 11, welche durch ein starkes Blech gebildet ist und auf ringförmigen Trägern 17 ruht. In diesen Trägern 17 ist eine Anzahl von Laufrollen gelagert, welche auf den Ringschienen 18 der Pfeiler 19 laufen. Die Ringbühne 11 kann sich somit auf dem Pfeilergerüst 19 drehen, und zwar wird diese Drehung herbeigeführt durch ein von dem Motor 22 aus angetriebenes Zahnrad 20, welches in einen unten an der Ringbühne 11 befestigten Zahnkranz 21 eingreift.
Der Wagen 12 trägt in seinem oberen Teil einen Fülltrichter 24, welcher unterhalb des Innenrandes der Ringbühne 11 liegt und mit einer gekrümmten Schaufel oder Kratze 25 versehen ist, welche auf der Ringbühne 11 entlanggleitet, die auf diese geschüttete Füllmasse abstreicht und sie dem Fülltrichter 24 des Wagens 12 zuführt, von welchem aus sie durch das Füllrohr 26 in den Ofenschacht geschüttet wird. Die Beschickung des Ofens erfolgt also in ununterbrochener und über alle Funkte des Ofenschachtes vollkommen gleichmäßig verteilter Weise.
Die Geschwindigkeit sowohl des Wagens 12 und der Ringbühne 11 als auch die der Rüttel-1: ewegung des an dem Fülltrichter 9 angeordneten Rüttelbrettes 14 werden derart geregelt, daß das Rohr 26 ständig gefüllt ist. Man kann auf diese Weise erzielen, daß der Ofenschacht dauernd gefüllt bleibt. Falls sich infolge ungleichmäßigen Sinkens des Gutes im Ofen Löcher in der Oberfläche der Ofenfüllung bilden, werden sie durch den im Rohr vorhandenen Vorrat ausgefüllt, sobald das Rohr über sie hinwegstreicht.
Eine Haube 13 überdeckt die Schachtmündung 10 und kann sich mittels Laufrollen auf einer Ringschiene 28 drehen. Diese Haube 13 wird von dem Füllrohr 26 des Beschickungstrichters 24 durchsetzt. Sie ist am Umfang mit einem nach unten gerichteten Rand versehen, welcher zur Erzielung eines luftdichten Abschlusses in eine ständig mit Wasser gefüllte ringförmige Rinne 29 eintaucht.
Das Entleeren des Ofens erfolgt gleichfalls vollkommen selbsttätig, und zwar dadurch, daß man die Abzugsöflnung des Ofens mit einer gleichen Abzugsvorrichtung wie die Fülltrichter 1, nämlich gleichfalls mit einem Rüttelbrett versieht, welches durch seine Rüttelbewegungen einen gleichmäßigen Abzug des gebrannten Gutes sichert.

Claims (3)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    ι . Anlage zum Beschicken von Schachtofen zum Brennen von Kalk-, Zement- und ähnlichen Stoffen, bei der das zu brennende Gut und der Brennstoff auf einer gemeinsamen Förderrinne gemischt und dem Ofen zugeführt werden, mit umlaufender ringförmiger Beschickungsbühne und Abstreicher, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungsbühne (11) hochliegt und das Gut in einen mit dem Abstreicher (25) umlaufenden Fülltrichter (24) schüttet, der mit der mitbewegten, durch einen Wasserverschluß (29) gegen den Ofen abgedichteten Haube (13) luftdicht verbunden ist.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fülltrichter (12) samt dem Abstreicher (25) auf einem Wagen (12) angeordnet ist, der sich im Kreis um den Ofenschacht herumbewegt, um die Beschickung gleichmäßig über alle Punkte des Ofenquerschnittes zu verteilen.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse durch einen mit Rüttelvorrichtung (14, 15) versehenen feststehenden Füllrumpf (9) auf die sich drehende Ringbühne (11) verteilt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEC29845D 1919-11-27 1920-11-17 Anlage zum Beschicken von Schachtoefen zum Brennen von Kalk-, Zement- und aehnlichen Stoffen Expired DE366138C (de)

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