DE364110C - Verfahren zum Verzinnen von Kupferwaren - Google Patents

Verfahren zum Verzinnen von Kupferwaren

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DE364110C
DE364110C DESCH54187D DESC054187D DE364110C DE 364110 C DE364110 C DE 364110C DE SCH54187 D DESCH54187 D DE SCH54187D DE SC054187 D DESC054187 D DE SC054187D DE 364110 C DE364110 C DE 364110C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D5/00Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
    • C25D5/10Electroplating with more than one layer of the same or of different metals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Verzinnen von Kupferwaren. Zusatz zum Patent 29979=. Es ist bekannt, Kupferdrähte, welche mit Kautschuk isoliert werden: sollen, vor der Bildung von Schwefelverbindungen beim Vulkanisieren durch die Verzi:nnung zu schützen. Da die Reaktionsfähigkeit zwischen Zinn und Schwefel geringer ist als die zwischen Kupfer und Schwefel, so können im, allgemeinen Schwefelverbindungen des Zinns nicht auftreten. Das bisher übliche Verfahren des Verzinnens bestand darin, daß die Kupferdrähte oder das zu isolierende Werkstück in geschmolzenes Zinn getaucht -- wurden. Bei diesem Verfahren der Heißverzinnung hat man -es faber nicht in der Hand, die Menge des aufgebrachten Zinns genau zu regeln. Man beseitigt zwar den Überschuß des Zinns durch Abstreichen oder Abschleudern, aber trotzdem nimmt das Werkstück mehr Zinn auf, als für den Schutz unbedingt erforderlich ist. Nicht die Menge des ,aufgetragenen Zinns ist von ausschlaggebender Bedeutung für den Schnitz des damunterliegenden Kupfers, sondern die Dichte des aufgetragenen Zinns, so daß das darunterliegende Kupfer nirgends freiliegt. Um den Zinnverbrauch herabzudrücken, hat bereits W i e t z (Die isolierten elektrischen Leitungsdrähte und Kabeln, 1897) den Gedanken gehabt, Kupferdrähte elektrolytisch zu verzinnen. Technisch war jedoch die Ausführung der elektrolytischen Verzinnung damals nicht möglich, weil keine Verzinnungsverfahren bekannt waren, welche vollkommen dichte Zinniederschläge lieferten. Nach dem vorliegenden Verfahren wird der Schutzüberzug für Kupferwaren derart erzeugt, däß man das Verfahren des Patents 29979i anwendet, also die Kupferwaren erst durch Ansiedern oder durch Verzinnung im alkalischen Bad verzinnt und dann .die Zinnauflage im sauren Bad verstärkt. Dieses Verfahren hat gerade für die Kabelfabrikation besondere Vorteile. Es kann nämlich die notwendige Dekapierung vor der Verzinnung derart erfolgen, daß man in einer alkalisch-zyankalischen Lösung die Drahtringe in ganzen Bündeln eintaucht, wobei das @beim Ziehen aufgebiaehte Fett zur Verseifung gelangt und die gebildeten Kupferoxyde durch das Zyankalium gelöst werden. Nimmt man die Drahtringe bündelweise heraus und bringt sie nun in ein Sudbad oder in ein alkalisches Bad. so kann man sie mit einer dünnen Schicht von Zinn überziehen: Diese Schicht ist hinreichend stark genug, um das darunterliegend-e Kupfer vor neuer Oxydation beim Abhaspeln- zu schützen. Sie ist aber nicht stark genug, um direkt die Drahtringe für die Vulkanisation benutzen zu können. Im sauren Bad ist es wegen der geringeren Streuung nicht möglich, die Kupferringe im Bündel zu verzinnen, sondern sie müssen abgehaspelt werden. Die Einwirkungszeit in diesem Bad beträgt je nach der erforderlichen Zinnauflage einige Minuten. Würde man der Verzinnung im sauren Bad diejenige in der alkalischen Lösung oder im Sud nicht vorausgehen lassen, so würden sich zwei Übelstände einstellen. Der eine würde sein, daß der Draht, so wie er von der Ziehmaschine kommt, zunächst im alkalischen oder zyankalischen Bad entfettet und dekapiert werden müßte, und da dies natürlich nur während des Durchzuges durch die Apparatur, die für die Verzinnung notwendig ist, erfolgen kann, so wären große Behälter reit zyankalischen Lösungen notwendig, um während: der kurzen Zeit des Durchlaufens des Drahtes durch diese Behälter die Dekapierung zu erreichen. Es ist allgemein bekannt, daß die zyankalischen Lösungen durch die Einwirkung der Atmosphärilien unter Bildung von Blausäure zersetzt werden, wodurch die Arbeitsräume mit gesundheitsschädlichen Gasen geschwängert werden. Das wäre der eine Übelstand, den die direkte Verzinnung im sauren Bad mit sich brächte. Der andere liegt darin, daß bei der direkten Verzinnung des Kupfers im sauren Bad die Abscheidung von Zinnwasserstoff erfolgt. Diese Wasserstofflegierung ist von wesentlicher Spröde, und da die Wasserstoffaufnahme sich nicht allein auf das abgeschiedene Metall beschränkt, sondern auch auf das Kupfer übergreift, so würde man - schließlich ein Kupfer erhalten, das an seiner ursprünglichen Weichheit und Biegsamkeit eingebüßt hätte, was für Kabel von besonderer Wichtigkeit ist. Sieht man dagegen die Verzinnung im alkalischen oder Sudbad vor, so wird im sauren Bad auf die schon vorhandene Zinnschicht das Zinn ohne wesentliche Beimischung von Wasserstoff abgeschieden und der Kupferdraht behält seine ursprüngliche Weichheit und Biegsamkeit.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRUcH: Verfahren zum, Verzinnen von Kupferwaren, die zum Zwecke der Isolation mit nicht leitenden schwefelabgebenden Körpern überzogen werden sollen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupferwaren gemäß dem Verfahren nach Patent 29979r erst durch Ansieden oder durch elektrolytische Verzinnung im alkalischen Bad verzinnt werden und dann im sauren Bad die Zinnauflage elektrolytisch verstärkt wird.
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