DE3640902A1 - Walze mit steuerbarem liniendruck - Google Patents
Walze mit steuerbarem liniendruckInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Walze der
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.
Eine solche Walze ist aus der DE-PS 30 03 395
bekannt. Bei der bekannten Ausführungsform ist der Zwi
schenraum zwischen Querhaupt und Innenumfang der Hohl
walze durch längs des Querhauptes zu beiden Seiten der
Wirkebene der Walze zwischen Querhaupt und Innenumfang
der Hohlwalze angeordnete Längsdichtungen, an denen die
Hohlwalze mit ihrem Innenumfang vorbeigleitet, in eine
auf der Seite des Walzspalts gelegene und eine auf der
gegenüberliegenden Seite gelegene Längskammer unterteilt.
Mindestens die auf der Seite des Walzspaltes gelegene
Längskammer ist mit Druckflüssigkeit füllbar, wobei der
gegen den Innenumfang der Hohlwalze wirkende Druck den
Liniendruck im Walzspalt erzeugt. Die Zonen erniedrigten
Drucks sind in dieser Längskammer gelegen und bilden Un
gleichmäßigkeiten in dem ansonsten gleichmäßigen Druck
kissen, durch welche dessen Druckausübung in bestimmter
Weise modifiziert werden kann. Maßgebend ist hierbei das
Vorhandensein einer durch die Längsdichtungen gebildeten
Unterteilung, durch die die Längskammern abgeteilt wer
den, deren Druckunterschied den Liniendruck ergibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine dem
Oberbegriff entsprechende Walze anzugeben, mit der
andere Beeinflussungsmöglichkeiten des Liniendrucks ge
geben sind, die sonst nur mit erheblich größerem Aufwand,
wenn überhaupt, erzielbar sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das im
Kennzeichen des Anspruchs 1 wiedergegebene Merkmal gelöst.
Während also bei der DE-PS 30 03 395 in dem Zwischen
raum zwischen Querhaupt und Innenumfang der Hohlwalze
durch die Längsdichtungen eine auf der Seite des Walz
spalts gelegene Längskammer abgeteilt ist, deren Druck
flüssigkeit einen über die Länge der Walze gleichmäßigen
Druck gegen den Innenumfang der Hohlwalze und damit einen
entsprechenden Liniendruck erzeugt, wirkt bei der Erfindung
die Druckflüssigkeit in dem Zwischenraum zwischen dem
Querhaupt und dem Innenumfang der Walze nicht mehr einsei
tig gegen den Walzspalt, um den Liniendruck oder einen
Anteil desselben zu erzeugen. Vielmehr übt die Druckflüs
sigkeit ihren Druck in alle Richtungen über den gesamten
Umfang gleichmäßig aus, so daß ihre Kraftwirkung ohne zu
sätzliche Maßnahmen neutral wäre und die Hohlwalze mit
Ausnahme der Erzeugung eines gleichmäßigen Innendrucks
überhaupt nicht beeinflussen würde.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird der überall gleichmäßige Druck natürlich in der Weise
erzeugt, daß überhaupt keine Längsdichtungen vorhanden
sind. Dadurch entfällt der damit verbundene bauliche Auf
wand und treten auch gewisse Leistungsverluste durch die
Reibung an den Längsdichtungen nicht auf. Aber auch wenn
eine Walze für bestimmte Betriebsarten Längsdichtungen
aufweist, kann der überall gleiche Druck durch einen dros
selfreien Verbindungskanal zwischen den durch die Längs
dichtungen abgeteilten Längskammern künstlich geschaffen
werden.
Die Wirkung der Erfindung beruht nun darauf, daß die
durch die Dichtungsglieder abgeteilten Zonen erniedrigten
Drucks in der allseitigen Druckausübung durch die Druck
flüssigkeit eine Unsymmetrie schaffen, die dazu führt, daß
resultierende Kräfte auf die Hohlwalze übrigbleiben, die
sie zu verlagern trachten oder, wenn sie durch eine Gegen
walze abgestützt ist, zu einem Liniendruck in dem gebil
deten Walzspalt führen.
Sind zum Beispiel die Zonen erniedrigten Drucks auf
der dem Walzspalt gegenüberliegenden Seite angeordnet, so
entsteht durch den Umstand, daß die Druckflüssigkeit ihren
Druck in den bezüglich der Meridianebene spiegelbildlich
gelegenen Zonen auf der Seite des Walzspalts ausübt, auf
der gegenüberliegenden Seite aber nicht, eine gegen den
Walzspalt gerichtete Kraft, die zu einer Liniendruckver
teilung führt, die in besonderer Weise dadurch geprägt
ist, daß die zu dem Liniendruck führenden Elemente auf
der dem Walzspalt abgelegenen Seite liegen. Es werden dort
"Löcher" bzw. "Leerstellen" in der ansonsten gleichmäßi
gen Druckverteilung erzeugt, denen auf der Seite des Walz
spalts entsprechende Zonen des gleichmäßigen vollen Drucks
gegenüberstehen, die sich wie gegen den Walzspalt gerich
tete Druckstempel auswirken.
Sind die Zonen erniedrigten Drucks auf der Seite des
Walzspalts gelegen, so ergibt sich durch den vollen Druck
in den entsprechenden Zonen auf der gegenüberliegenden
Seite eine resultierende Kraft, die die Hohlwalze vom Walz
spalt wegzuziehen bestrebt ist. Dies kann sowohl zur Be
einflussung des Liniendruckverlaufs verwendet werden, wenn
der Liniendruck insgesamt durch äußere Mittel, zum Bei
spiel Stützwalzen, die an der Hohlwalze angreifen, er
zeugt wird. Die Kraft der Stützwalzen überlagert sich dann
den durch die "Löcher" oder "Leerstellen" gegebenen resul
tierenden lokalen Kraftkomponenten. Die Anordnung kann
aber auch zur Erzeugung eines sogenannten "inneren Hubs"
dienen, durch den der Walzspalt gelüftet wird. Der innere
Hub ist bei Walzen möglich, bei denen die Hohlwalze an den
Enden nicht auf dem Querhaupt gelagert, sondern in der
Wirkebene, d. h. in der die Achsen der Walze und der Gegen
walze verbindenden Ebene, gegenüber dem Querhaupt radial
zu diesem insgesamt verlagerbar ist.
Das Grundprinzip der Erfindung beruht also darauf,
in dem rundum mit Druckflüssigkeit gefüllten Zwischenraum
"Löcher" erniedrigen Drucks zu erzeugen, um dadurch zu be
stimmten Kraftwirkungen zu gelangen.
Die Variationsmöglichkeiten des erzeugten Linien
druckverlaufs können noch erheblich gesteigert werden,
wenn die eine wichtige Erweiterung der Erfindung darstel
lende Ausgestaltung nach Anspruch 2 vorgesehen ist.
Der Grundgedanke hierbei ist, daß ein und dieselbe
Zone wahlweise einmal als "Loch" oder "Leerstelle" mit
einem gegenüber der Umgebung niedrigeren Druck und anderer
seits auch als positives Druckglied mit einem gegenüber
dem Druck der Umgebung erhöhten Druck betrieben werden
kann , d. h. als "Unterdruckelement" bzw. als "Überdruckelement"
Dadurch erhöht sich natürlich die Variationsbreite
der Möglichkeiten der Beeinflussung des Liniendrucks be
deutend.
Ein wesentlicher Gesichtspunkt hierbei ist, daß mit
einer auf nur einer Seite des Querhaupts gelegenen, durch
entsprechende Dichtungsglieder abgeteilten Zone sowohl
der Innenumfang der Hohlwalze gegen das Querhaupt
"angesaugt" als auch "fortgeschoben" werden kann. Zur
Erzielung solcher Wirkungen wurden bisher auf verschie
denen Seiten des Querhaupts gelegene Elemente benötigt,
die entsprechende Bohrungen in dem Querhaupt erforderten
und dieses dementsprechend schwächten.
Die grundsätzliche vorrichtungsmäßige Ausbildung
der Elemente zur Bildung der Zonen ist in Anspruch 3 wie
dergegeben.
Die "Stempel" vereinigen die Funktionen der Druck
stücke nach der DE-OS 22 30 139 und der ringförmigen Dich
tungsglieder nach der DE-PS 30 03 395. Das Problem besteht
darin, daß, wenn die Stempel als Überdruckelemente arbei
ten sollen und in der Zylinderkammer dementsprechend ein
hoher Druck herrscht, der Stempel gegen diesen Druck bis
auf die Drosselbohrungen abgedichtet sein muß, damit die
erforderliche Anpressung an den Innenumfang der Hohlwalze
stattfinden kann. Wenn der Stempel aber als Unterdruckele
ment arbeiten soll, muß in die hydrostatische Druckkammer
einströmende Druckflüssigkeit ungehindert, d.h. ohne nen
nenswerten Druckaufbau abströmen können. Der Strömungs
widerstand muß also in den beiden Richtungen verschieden
sein. Zu diesem Zweck sind in den Stempeln, deren grund
sätzlicher Aufbau den Druckstücken der DE-OS 22 30 139
entspricht, die zusätzlichen Rückschlagventile angeordnet.
Nur als Überdruckelemente arbeitende Stützelemente
in einer einseitigen Längskammer herkömmlicher Art, die
hydraulisch hintereinandergeschaltet sind, sind für sich
genommen aus der DE-AS 23 32 861 bekannt.
In der einfachsten Ausführungsform gemäß Anspruch 4
stehen die Drosselbohrungen mit dem Zylinderraum in Ver
bindung.
Die dem Zylinderraum zugeführte Druckflüssigkeit
schiebt beim Betrieb als Überdruckelement den Stempel ge
gen den Innenumfang der Hohlwalze, wobei durch die Drossel
bohrungen aus dem Zylinderraum die zum Aufbau des hydro
statischen Drucks erforderliche Druckflüssigkeit in die
hydrostatischen Druckkammern einströmt.
Hierbei braucht also dem Zylinderraum nur ein Druck
zugeführt zu werden.
Bei einer alternativen Ausführungsform nach Anspruch 5.
sind die Zuleitungen zu dem Zylinderraum und zu der hydro
statischen Kammer getrennt. Der Druck in der hydrostatischen
Kammer stellt sich also nicht von selbst ein, sondern muß
extern in Abhängigkeit von dem Druck in dem Zylinderraum ge
regelt werden.
Eine für die befriedigende Funktionsfähigkeit in der
Praxis wichtige Ausgestaltung sind die vorgelagerten Ab
leitkammern nach Anspruch 6. Die Ableitkammern nehmen in
beiden Betriebszuständen des Stempels als Überdruckelement
und Unterdruckelement über die Berandung des jeweils den
höheren Druck aufweisenden Bereichs durch Anhaften am In
nenumfang der Hohlwalze mitgeführte Druckflüssigkeit auf
und fangen sie ab, bevor sie in den Bereich niedrigeren
Drucks gelangen kann.
Arbeitet der Stempel beispielsweise als Überdruck
element und herrscht in dem Zylinderraum ein höherer Druck
als in dem Zwischenraum zwischen dem Querhaupt und der Hohl
walze, so tritt ohne besondere Vorkehrungen ständig eine
gewisse Menge von Druckflüssigkeit aus der hydrostatischen
Druckkammer in den Zwischenraum über. Das kann zum Beispiel
zu Problemen führen, wenn die Druckflüssigkeit im Zwischen
raum und die Druckflüssigkeit in dem Zylinderraum unter
schiedliche Temperaturen aufweisen. Die ausgeschleppte
Druckflüssigkeit erzeugt dann eine ringförmige kältere
Zone am Innenumfang der Hohlwalze, die zu Temperaturun
gleichmäßigkeiten längs der Hohlwalze Anlaß ist, die sich
schon störend bemerkbar machen können.
Im anderen Fall, wenn also der Druck in dem Zwischen
raum zwischen Querhaupt und Hohlwalze höher ist als in dem
Zylinderraum, wird ohne besondere Vorkehrungen Druckflüs
sigkeit aus dem Zylinderraum in den Bereich der hydrosta
tischen Druckkammer eingeschleppt und kann dort zu einem
die angestrebte Funktion verfälschenden Druckaufbau Anlaß
sein. Durch die Ableitkammer wird die über den Rand des
Stempels eingeschleppte Druckflüssigkeit vorher abgefangen.
Eine besondere Ausführungsform ist Gegenstand des
Anspruchs 7.
Der Überhang am Rand des Stempels ist notwendig, da
es für eine einwandfreie Funktion des Stempels als Über
druckelement erforderlich ist, daß der Stützquerschnitt
der hydrostatischen Druckkammer größer ist als der Quer
schnitt des Zylinders. Dies läßt sich nur bewerkstelligen,
wenn die gegen den Innenumfang der Hohlwalze anliegende
Stützfläche des Stempels größer ist als dessen kolbenar
tiger Teil. Dadurch kommt es zwangsläufig zu einem Über
hang. Wird der Stempel als Unterdruckelement betrieben, so
greift der dann in dem Zwischenraum zwischen Querhaupt und
Hohlwalze anstehende höhere Druck unter den Überhang und
preßt den Stempel mit entsprechender Kraft gegen den In
nenumfang der Hohlwalze. Bei hohen Drücken in dem Zwischen
raum kann diese Kraft zu hoch werden. Aus diesem Grund ist
eine Druckentlastung geschaffen, insofern beim Betrieb als
Unterdruckelement der hohe Druck des Zwischenraums über
das Rückschlagventil in die innere Kammer des Stempels und
von dort über die Drosselbohrungen der hydrostatischen
Druckkammer zugeleitet wird. Dadurch baut sich in dieser
ein Druck auf, der dem gegen den Überhang wirkenden Druck
entgegengerichtet ist und den Stempel entlastet. Es ver
steht sich, daß hierbei eine geeignete Anpassung der Wir
kungsquerschnitte erfolgt.
Gemäß Anspruch 8 kann der Zylinderraum über eine Dros
selbohrung mit der Ableitkammer verbunden sein.
Dadurch kann beim Betrieb des Stempels als Überdruck
element der Wirkungsquerschnitt der Ableitkammer ebenfalls
zur Ausübung hydrostatischen Druckes genutzt werden.
Eine zweckmäßige Ausführungsform ist Gegenstand des
Anspruchs 9.
Die hydrostatische Druckkammer liegt hierbei wie eine
Insel im Innern der Ableitkammer. Sie kann auf diese Weise
in ihrem Wirkungsquerschnitt dem Wirkungsquerschnitt des
Überhangs angepaßt werden, so daß die den Stempel vom In
nenumfang der Hohlwalze wegzudrücken bestrebte Kraft nicht
zu groß wird. Dennoch steht für den Betrieb als Überdruck
element ein großer Wirkungsquerschnitt zur Verfügung, näm
lich der Wirkungsquerschnitt der eigentlichen hydrostati
schen Druckkammer und der Ableitkammer.
In der bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 10
sind die Stempel alle auf einer Seite des Querhauptes, näm
lich auf der Seite des Walzspalts angeordnet.
Der Vorteil hierbei ist, daß mit einer solchen Anord
nung die Hohlwalze mit positiver Kraft sowohl vom Walzspalt
hinweg gegen das Querhaupt angezogen als auch gegen den
Walzspalt hin vom Querhaupt weggedrückt werden kann. Ein
Anwendungsfall ist eine Walze mit innerem Hub, die dadurch
mit Kraft gelüftet werden kann, also zum Beispiel auch dann,
wenn der Walzspalt unten liegt und die Lüftung gegen das
Gewicht der Hohlwalze erfolgen muß. Gleichzeitig kann
aber auch ein Liniendruck ausgeübt werden.
Die Vielfalt der Druckausübung kann noch erhöht wer
den, wenn gemäß Anspruch 11 zusätzliche Zonen erhöhten
Drucks angebracht werden, was zum Beispiel durch Vorsehung
von Druckstücken etwa nach der DE-OS 22 30 139 verwirklicht
werden kann.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Er
findung dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch die Ansicht eines Walzen
paars, von dem die obere Walze als erfindungsgemäße Walze
mit Zonen gegenüber dem Zwischenraum zwischen Querhaupt
und Hohlwalze erniedrigten Drucks ausgebildet ist, teil
weise im Schnitt;
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt gemäß der Linie II-II
in Fig. 1 in leicht vergrößertem Maßstab;
Fig. 3 zeigt eine Ansicht entsprechend Fig. 1 eines
Walzenpaars, bei welchem die Oberwalze mit Stempeln ausge
rüstet ist, die sowohl als Unterdruckelemente als auch als
Überdruckelemente arbeiten können;
Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie IV-IV in
Fig. 3;
Fig. 5 zeigt einen vergrößerten Teilquerschnitt durch
eine erfindungsgemäße Walze mit einer ersten Ausführungs
form eines Stempels;
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt entsprechend Fig. 5
in verkleinertem Maßstab, worin der hydraulische Schalt
plan der Walze nach Fig. 5 angegeben ist;
Fig. 7 zeigt eine Ansicht auf den Stempel nach Fig. 5
von oben;
Fig. 8 zeigt schematisch einen Kalanderstapel, in
welchem die erfindungsgemäße Walze schraffiert angedeutet
ist;
Fig. 9 zeigt einen Teillängsschnitt durch das Ende
einer erfindungsgemäßen Walze mit innerem Hub;
Fig. 10, 11 und 12 zeigen den Fig. 5, 6 und 7 ent
sprechende Ansichten einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 13, 14 und 15 zeigen den Fig. 5, 6 und 7 ent
sprechende Ansichten einer dritten Ausführungsform.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Walzenanordnung
umfaßt eine Unterwalze 10 und eine Oberwalze 100, zwischen
denen eine Warenbahn 30 einer Druckbehandlung in dem Walz
spalt 31 ausgesetzt wird. Die Unterwalze 10 ist eine kon
ventionelle massive Walze. Die Oberwalze 100 hingegen um
faßt eine umlaufende Hohlwalze 1, deren Außenumfang 2 den
arbeitenden Walzenumfang bildet und die der Länge nach
von einem stillstehenden Querhaupt 3 durchgriffen ist,
welches allseitig Abstand zum Innenumfang 4 der Hohlwalze
1 beläßt, so daß es sich innerhalb der Hohlwalze 1 durch
biegen kann, ohne mit dem Innenumfang 4 in Berührung zu
kommen.
Die Zapfen 21 der Unterwalze 10 sowie die aus der
Hohlwalze 1 an den Enden vorstehenden Enden 5 des Quer
hauptes 3 sind im Walzenständer geführt und werden durch
geeignete nicht dargestellte Belastungsvorrichtungen ge
geneinandergedrückt.
Die Hohlwalze 1 kann an ihren Enden auf dem Quer
haupt 3 durch in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellte La
ger drehbar gelagert sein. Bei einem alternativen Ausfüh
rungsbeispiel ist die Hohlwalze 1 an dem Querhaupt 3 in der
Wirkebene W d. h. in der in Fig. 1 parallel zur Zeichen
ebene gelegenen Verbindungsebene der Achsen der beiden
Walzen 10 und 100, geführt und kann sich als Ganzes gegen
über dem Querhaupt 3 in dieser Ebene verlagern.
Der Zwischenraum 6 zwischen dem Querhaupt 3 und dem
Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 ist an den Enden durch nicht
dargestellte Endquerdichtungen abgedichtet und kann über
eine Zuleitung 7 mit Druckflüssigkeit gefüllt werden, die
über eine Leitung 8 wieder in den Vorratsbehälter 9 zurück
führbar ist. In der Leitung 8 ist ein Druckbegrenzungsven
til 11 angeordnet, welches es gestattet, in dem Zwischen
raum 6 einen vorgebbaren Druck aufrechtzuerhalten. Die Zu
leitung 7 mündet an dem in Fig. 1 linken Ende in den Zwi
schenraum 6 ein, die Rückleitung 8 am rechten Ende. Auf die
se Weise ergibt sich eine Strömung in Längsrichtung des
Zwischenraums, die zu einer Vergleichmäßigung der Tempera
tur der Hohlwalze 1 führt, wenn die Druckflüssigkeit gleich
zeitig zur Beeinflussung der Temperatur dient. Die Druck
flüssigkeit wird dem Vorratsbehälter entnommen und über eine
Pumpe 12, an die die Zuleitung 7 angeschlossen ist, auf
Druck gebracht.
Dieser Druck herrscht in dem keinerlei Unterteilun
gen aufweisenden hohlzylindrischen Zwischenraum 6 überall in
gleicher Weise, so daß er ohne zusätzliche Maßnahmen keine
Kraftwirkungen auf die Hohlwalze 1 ausüben würde, die zu
einer Verlagerung bzw. Kraftausübung derselben in der Wirk
ebene W führt. Die Hohlwalze 1 wird durch den Druck im Zwi
schenraum 6 lediglich "aufgeblasen", ohne sonstige von außen
erkennbare Wirkungen zu zeigen.
Nun sind aber in der Hohlwalze 1 auf der dem Walz
spalt 31 abgelegenen Seite Zonen 13 gebildet, in denen der
in dem Zwischenraum 6 herrschende Druck ausgespart ist. Die
Längenerstreckung der Zonen ist durch die kleinen Klammern
angedeutet. In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2
sind sechs solcher Zonen vorhanden, doch ist diese Zahl
keineswegs zwingend.
Die Zonen 13 sind durch ringförmige Dichtungselemen
te 14 gebildet, die in zylindrischen Sackbohrungen 15 an
der Oberseite des Querhauptes 3 verschiebbar geführt sind
und mit einer entsprechend gestalteten Stirnseite dichtend
am Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 anliegen. Jede der Sack
bohrungen 15 ist über eine Verbindungsleitung mit einer
von mehreren Zuleitungen 16 (Fig. 2) und über diese mit
einer Steuereinrichtung 17 verbunden, mittels deren im
Innern der ringförmigen Dichtungsglieder 14, also in den
Zonen 13, ein Druck aufrechterhalten werden kann, der
niedriger ist als der Druck in dem Zwischenraum 6 und der
in den einzelnen Stempeln 14 oder in Gruppen von Stempeln 14
je nach der Zahl der Zuleitungen 16 unabhängig gesteuert
werden kann. Im einfachsten Fall verbindet die Steuerein
richtung 17 die Zonen 13 einfach mit dem Vorratsbehälter 9,
so daß die Zonen 13 praktisch drucklos sind.
Auf diese Weise werden in dem ansonsten gleichmäßigen
Druck in dem Zwischenraum 6 gewissermaßen "Löcher" oder
"Leerstellen" ausgespart, in denen der Druck nicht herrscht.
Dadurch wird die Druckausübung der in dem Zwischenraum 6
befindlichen Flüssigkeit verungleichmäßigt. Den Zonen 13
liegen bezüglich der Meridianebene der Walze 100, d. h.
der zur Zeichenebene in Fig. 1 senkrechten Längsmittelebene
der Walze 100 bzw. des Querhaupts 3 gedachte Zonen 18 ge
genüber, die in Fig. 1 wieder durch kleine Klammern angedeu
tet sind und in denen der volle Druck in dem Zwischenraum 6
herrscht. Da diesen Zonen 18 oberhalb der Meridianebene in
den Zonen 13 kein oder nur ein verminderter Druck gegen
übersteht, ist die Gesamtwirkung des Vorhandenseins der Zo
nen 13 im wesentlichen die gleiche, als würde an der Unter
seite des Querhaupts 3 lokal, also in den durch die Zonen 18
gegebenen Bereichen ein dem Druck in dem Zwischenraum 6 ent
sprechender Druck ausgeübt, der gemäß Fig. 1 die Hohlwalze 1
gegenüber dem Querhaupt 3 nach unten, d. h. gegen den Walz
spalt 31 hin, zu verlagern bestrebt ist. Obwohl also bei
der Walze 100 die ringförmigen Dichtungsglieder 14 auf der
Oberseite des Querhaupts 3 angeordnet sind, erfolgt die
Kraftausübung nach unten. Dies wird durch das Grundprinzip
erreicht, den Zwischenraum 6 rundum, also ohne Längsunter
teilungen mit Druckflüssigkeit unter einem einheitlichen
Druck zu füllen.
In Fig. 1 sind noch zwei weitere Druckstempel 19 dar
gestellt, die an der Unterseite des Querhaupts 3 angeordnet
sind und eine positive Kraft gegen die Unterseite des Innen
umfangs 4 der Hohlwalze 1 ausüben können. Sie werden von
einer Pumpe 20 mit Druckflüssigkeit versorgt. Natürlich kann
der Druck zur Versorgung der Druckstempel 19 auch von der
Pumpe 12 abgeleitet sein. Da die Druckstempel 19 lediglich
zusätzliche Elemente sind, mittels deren die durch die Zo
nen 13 hervorgerufene Liniendruckverteilung fakultativ modi
fizierbar ist, sind die Druckstempel 19 mit ihren Zuleitun
gen und ihrer Pumpe 20 strichpunktiert wiedergegeben.
In den Fig. 3 und 4 ist eine wesentliche Weiterent
wicklung des Gedankens der Erfindung dargestellt. Soweit die
Teile denen der Fig. 1 entsprechen, sind die Bezugszahlen
gleich.
In der Walzenanordnung der Fig. 3 und 4 ist eine
Unterwalze 200 vorgesehen, die ebenso wie die Oberwalze 100
nach den Fig. 1 und 2 eine um ein Querhaupt 3′ umlaufende
Hohlwalze 1 umfaßt, die gegen eine Oberwalze 10 arbeitet
und einen Druck auf eine Warenbahn 30 ausübt. Auch bei der
Walze 200 ist der Zwischenraum 6 zwischen dem Innenumfang 4
der Hohlwalze 1 und dem Querhaupt 3′ über eine Zuleitung 7
und eine Rückleitung 8 vollständig mit Druckflüssigkeit un
ter einem wählbaren Druck füllbar, doch sind in diesem Fall
die an sich gleichmäßige Druckverteilung unterbrechende
und einen Liniendruck erzeugende Stempel 24 auf der
Seite des Walzspalts 31 angeordnet. Die Stempel 24 der Walze
200 unterscheiden sich dadurch von den ringförmigen Dich
tungsgliedern 14 der Fig. 1 und 2, daß es mit ihnen sowohl möglich
ist, über die Zuleitungen 26 in den durch die Stempel abge
teilten Zonen 23 einen gegenüber dem Zwischenraum 6 ernie
drigten Druck als auch einen gegenüber dem Zwischenraum 6 er
höhten Druck einzustellen. Mittels der Steuereinrichtung 27
kann also das Innere der Stempel 24 wahlweise über die Lei
tung 25 z. B. mit dem Vorratsbehälter 9 verbunden werden, so daß
in ihnen praktisch kein Druck herrscht, oder es kann mittels
der Pumpe 22 auf die Stempel 24 in den Zonen 23 ein gegenüber
dem Druck in dem Zwischenraum 6 erhöhter Druck aufgegeben
werden.
Auf diese Weise erhalten die Stempel 24 zwei Funktio
nen: Herrscht in den Zonen 23 ein niedrigerer Druck als in
dem Zwischenraum 6, so hat der Druck in dem Zwischenraum 6
in den den Zonen 23 gegenüberliegenden, in Fig. 3 nicht ge
kennzeichneten Zonen die Überhand und entsteht eine Kraft,
die die Hohlwalze 1 von der Gegenwalze 10 wegzuziehen be
strebt ist. Wenn also die Hohlwalze 1 an den Enden nicht ge
lagert, sondern als Ganzes gegenüber dem Querhaupt 3′ in der
Wirkebene W verlagerbar ist, kann auf diese Weise ein Lüften
der Hohlwalze 1 vom Walzspalt 31 stattfinden, beispielsweise
um die Warenbahn 30 einfädeln zu können. In diesem Fall wir
ken die Stempel 24 also als "Unterdruckelemente". Wird aber
in den Stempeln 24 ein gegenüber dem Zwischenraum 6 erhöhter
Druck erzeugt, so wirken sie als gemäß Fig. 3 nach oben,
d. h. gegen den Walzspalt 31 gerichtete Kraftausübungsele
mente, mittels deren ein Liniendruck in bestimmter Vertei
lung erzielbar ist. In diesem Fall sind die Stempel 24
"Überdruckelemente".
Praktische Ausführungsformen der in den Fig. 3 und 4
nur schematisch dargestellten Stempel 24, die sowohl als Un
terdruckelemente als auch als Überdruckelemente arbeiten
können, sind in den Fig. 5 bis 15 erläutert. Als Anwendungs
beispiel ist die Walze 200 gewählt, doch gilt alles Gesagte
sinngemäß auch für die Walze 100.
In den Fig. 5 bis 7 ist der einfachste Stempel 24
wiedergegeben. Der Stempel 24 besteht aus einem topfförmi
gen Gußteil 32 aus einer geeigneten Bronze, welches mit sei
ner offenen Seite nach unten in die Sackbohrung 15 einge
setzt und darin nach Art eines Kolbens beweglich ist, wobei
die Abdichtung durch einen am unteren Rand des topfförmigen
Gußteils 32 angeordneten umlaufenden Dichtring 33 erfolgt.
Am Boden 34 des topfförmigen Gußteils 32 ist eine in ihrer
Gestalt dem Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 angepaßte Stütz
fläche 34 gebildet, mit der der Stempel 24 gegen den Innen
umfang 4 der Hohlwalze 1 anliegt. Die Anlage erfolgt in den
Fig. 5, 6; 10, 11 und 13, 14 von unten gegen die Oberseite
der Hohlwalze 1, also in der gleichen Richtung wie in dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4.
Die Stützfläche 34 umfaßt einen geschlossen umlaufen
den stegartig gegen den Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 vor
stehenden Rand 35 sowie einen in der Wirkebene gelegenen
Verbindungssteg 36. Der Rand 35 und der Verbindungssteg 36
umgrenzen zwei in Umfangsrichtung der Hohlwalze 1 benach
barte hydrostatische Druckkammern 37, 38, die gegenüber der
Stützfläche 34 eine flache Vertiefung bilden. In einem prak
tischen Ausführungsbeispiel hat der Rand 35 einen Außen
durchmesser von etwa 180 bis 200 mm und sind die hydrosta
tischen Druckkammern 6 bis 8 mm tief.
Der im Innern der Sackbohrung 15 unterhalb des Stem
pels 24 gebildete Zylinderraum 40 steht über zwei Drossel
bohrungen 39 mit den hydrostatischen Druckkammern 37 und
38 in Verbindung. Außerdem sind in dem "Boden" des den
Stempel 24 bildenden topfförmigen Gußteils 32 von den hy
drostatischen Druckkammern 37 bzw. 38 in den Zylinderraum
führende Kanäle 41 bzw. 42 vorgesehen, in denen in dem Aus
führungsbeispiel als Kugelrückschlagventile ausgebildete
Rückschlagventile 43 angeordnet sind, die in der Richtung
gegen den Zylinderraum 40 hin öffnen, in der entgegenge
setzten Richtung sperren.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind in dem Querhaupt
3′ drei Zuleitungen 26 vorgesehen, von denen die in Fig. 5
rechte mit dem Zylinderraum 40 verbunden ist. Eine andere
Zuleitung 16 ist mit einem benachbarten Stempel 24 verbun
den usw. In vielen Fällen reicht es aus, wenn ein zwar
über die Breite der Bahn veränderlicher, jedoch zur Bahnmit
te symmetrischer Liniendruck ausgeübt werden kann. In einem
solchen Fall lassen sich mit den drei Zuleitungen 26 sechs
Stempel 24 versorgen, wie sie in dem Ausführungsbeispiel der
Fig. 3 vorgesehen sind. Es versteht sich, daß auch andere
Stempelanzahlen vorhanden sein können. Wenn die Stempelanzahl
gerade ist und es nur auf eine zur Mitte symmetrische Linien
druckverteilung ankommt, reicht die Hälfte der Stempelzahl
als Zahl der Zuleitung aus. Bei höheren Ansprüchen an die
unabhängige Steuerbarkeit muß für jeden Stempel 24 eine
eigene Zuleitung vorgesehen sein.
Der Stempel 24 wird durch eine Schraubendruckfeder
44, die sich gegen den Boden der Sackbohrung 15 und gegen
den Boden des topfförmigen Gußteils 32 abstützt, ständig,
d. h. auch ohne Flüssigkeitsdruck, in Anlage am Innenumfang
der Hohlwalze 1 gehalten. Bei Vorlage von Flüssigkeitsdruck
in dem Zwischenraum 6 wirkt außerdem ein Anlagedruck in dem
Überhang 27, d. h. dem Vorsprung an der Unterseite des Kopfes
des Stempels 24. Dieser Überhang 27 ergibt sich aus kon
struktiven Gründen, wenn den Druckkammern 37, 38 mindestens
der gleiche Wirkungsquerschnitt gegeben werden muß wie der
Sackbohrung 15.
Wenn der Stempel 24 als Überdruckelement arbeiten
soll, wird über die jeweils zuständige Zuleitung 26 Druck
flüssigkeit unter einem Druck herangeführt, der höher ist
als der Druck in dem Zwischenraum 6. Der Zylinderraum 40
füllt sich mit dieser Druckflüssigkeit, und es tritt Druck
flüssigkeit über die Drosselbohrungen 39 in die hydrostati
schen Druckkammern 37, 38 ein, bis diese gefüllt sind. Der
Wirkungsquerschnitt der hydrostatischen Druckkammern 37 und
38 ist ein wenig größer als der Wirkungsquerschnitt des
Drucks in der Zylinderkammer 40, d. h. im Querschnitt der
Sackbohrung 15. Dadurch vermag die Druckflüssigkeit in den
hydrostatischen Druckkammern 37, 38, den Stempel 24 ein wenig
vom Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 abzudrücken. Druckflüssig
keit strömt dann über den Rand 35 in den Zwischenraum 6 über.
Durch diesen Flüssigkeitsverlust fällt der Druck in den hy
drostatischen Druckkammern 37, 38 wegen des Vorhandenseins
der Drosselbohrungen 39 praktisch augenblicklich ab, wodurch
sich der am Rand 35 entstandene Spalt wieder schließt und
der Druck in den hydrostatischen Druckkammern 37, 38 wieder
ansteigt. Es bildet sich auf diese Weise ein Gleichgewicht
aus, wobei der Rand 35 und der Verbindungssteg 36 stets auf
einer dünnen Flüssigkeitsschicht laufen und nicht in metal
lischen Kontakt mit dem Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 kom
men.
Es sind zwei hydrostatische Druckkammern 37, 38 vor
gesehen, damit der Stempel 24 am Innenumfang 4 der Hohlwal
ze 1 besser stabilisiert werden kann und sich die tragende
Flüssigkeitsschicht gleichmäßiger ausbildet.
Auf diese Weise kann eine Kraft gegen den Innenum
fang 4 der Hohlwalze 1 ausgeübt werden, die höher ist als
die Kraft, die sich ergäbe, wenn sich im Wirkungsquer
schnitt der hydrostatischen Druckkammern 37, 38 der Druck
in dem Zwischenraum 6 auswirkte.
Bei der anderen Betriebsweise, bei der also der Stem
pel 24 als Unterdruckelement arbeitet, ist die zuständige
Zuleitung 26 beispielsweise mit dem Vorratsbehälter direkt
verbunden. Der Zylinderraum 40 ist dadurch praktisch druck
los. Der Stempel 24 wird aber dennoch durch die Feder 44
in Anlage am Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 gehalten, auch
wenn in dem Zwischenraum 6 noch kein Druck herrschen soll
te. Ist jedoch dort ein solcher Druck aufgebaut, so wird
durch den Umlauf der Hohlwalze 1 und die Adhäsion der Druck
flüssigkeit am Innenumfang 4 aus dem Zwischenraum 6 über
den Rand 35 hinweg Druckflüssigkeit in die hydrostatischen
Druckkammern 37, 38 eingeschleppt werden, die normalerweise
nach einiger Zeit zur Füllung dieser Druckkammern und zum
Aufbau eines hydrostatischen Druckes in diesen führen wür
de. Um diesem Druckaufbau zu begegnen, sind die Rückschlag
ventile 43 vorgesehen, die schon bei einem geringen Druck
in den Druckkammern 37, 38 öffnen und die Druckflüssigkeit
in den Zylinderraum 40 abströmen lassen. Auf diese Weise herrscht
in der Zone 23 und in dem Zylinderraum 40 ein "Unterdruck ", d. h. ein
unter dem Druck in dem Zwischenraum 6 gelegener Druck.
Maßgeblich für die Doppelfunktion des Stempels 24
ist das Vorhandensein der Rückschlagventile 43. Diese blockieren
den Flüssigkeitsdurchgang bei der Funktion als hy
drostatisches Überdruckelement, setzen aber bei der Funk
tion als Unterdruckelement dem Flüssigkeitsabstrom keinen
nennenswerten Widerstand entgegen.
In Fig. 6 ist ein hydraulisches Schaltbild der Walze
wiedergegeben. Die Pumpe 12 erzeugt Druckflüssigkeit mit
einem Druck von 60 bis 80 Bar, die über eine Leitung 45 u.a.
auf des Reduzierventil 46 gelangt, in dem der Druck auf den
in dem Zwischenraum 6 erwünschten Wert von ca. 30 Bar redu
ziert wird. Die Druckflüssigkeit wird in den Zwischenraum 6
eingespeist und ihm über die Leitung 8 entnommen, über einen
Wärmetauscher 47 geleitet, wo die Druckflüssigkeit bedarfs
weise erwärmt oder gekühlt wird, und über eine Umwälzpumpe
48 und die Leitung 7 dem Zwischenraum 6 wieder zugeleitet.
Die Umwälzpumpe 48 braucht keine großen Druckdifferenzen
zu erzeugen, sondern hat lediglich für die Durchströmung
des Zwischenraums 6 zu sorgen.
Über die Leitung 49 gelangt die von der Druckpumpe
12 abgegebene Druckflüssigkeit über einen Dreiwege-Druck
regler 50 in die Zuleitung 26 und in den Zylinderraum 40
und passiert in der schon beschriebenen Weise die Drossel
bohrungen 39 des Stempels 24. Der Pfeil 51 symbolisiert
die Zuleitungen zu den weiteren Zylinderräumen 40, denen
jeweils eigene Druckregler 50 zugeordnet sind, so daß der
Druck individuell geregelt werden kann.
In Fig. 3 ist die Walze 200 in einer Anordnung mit
nur einer Gegenwalze 10 wiedergegeben. Fig. 8 veranschau
licht schematisch die Verwendungsmöglichkeit der Walze 200
in einem Kalander mit vier Walzen. Durch die stetige Verän
derbarkeit des Druckes von einem Bereich, in welchem die
Walze 200 nach oben drückt, bis zu einem Bereich, in wel
chem sie nach unten wirkt, kann auf einfache Weise die Ver
teilung bzw. die Folge der Liniendrücke in den übereinan
der angeordneten Walzspalten A, B und C beeinflußt werden.
Wie bereits erwähnt, ist es leicht möglich, die Wal
ze 200 als eine solche mit "innerem Hub" auszubilden, wenn
die Hohlwalze 1 auf dem Querhaupt 3′ an den Enden nicht ge
lagert, sondern in der Wirkebene als Ganze gegenüber dem
Querhaupt 3′ parallel zu sich selbst verschiebbar geführt
ist.
In Fig. 9 ist die Hohlwalze 1 erkennbar, die gemäß
der Zeichnung nach oben bzw. nach unten gegenüber dem
Querhaupt 3′ verlagerbar ist. Die Führung der Hohlwalze 1
senkrecht zur Wirkebene, d. h. in Bahnrichtung, erfolgt über
einen Führungsring 52, der den Endbereich 53 des Querhaup
tes 3′ mit radialem Abstand umgibt und an dem gemäß Fig. 9
rechten Ende ein gabelartiges Führungsstück 54 aufweist,
dessen Schenkel einen radialen Führungssteg 55, der an einer
Schulter 56 des Querhaupts 3′ befestigt ist, zu beiden Sei
ten umgreifen. Der Führungsring 52 kann sich also aus der
ausgezogen dargestellten Lage zum Beispiel in die strich
punktiert wiedergegebene Lage 52′ verlagern. Gemäß Fig. 9
senkrecht zur Zeichenebene ist eine Verlagerung jedoch nicht
möglich. Die Hohlwalze 1 ist auf dem Führungsring 52 über
ein Lager 57 abgestützt, welches aber nur Führungsaufgaben
hat und nicht zur Übertragung von Kräften in der Wirkebene
bestimmt ist. In dem Zwischenraum 6 zwischen Hohlwalze 1
und Querhaupt 3′ sind gemäß Fig. 9 rechts die Stempel 24
angebracht. Die Abdichtung des Zwischenraums 6 nach außen,
d.h. gemäß Fig. 9 nach links, erfolgt durch die Gleitring
dichtung 58.
Die Hohlwalze 1 kann also bei feststehendem Querhaupt
3′ gegenüber diesem nach unten gezogen und nach oben gedrückt
werden, wobei das Wesentliche ist, daß infolge der Doppel
funktion der Stempel 24 trotz der doppelten Kraftrichtung
diese nur auf einer Seite des Querhauptes angebracht sein
müssen und das Querhaupt nur auf einer Seite Schwächungen
durch die Sackbohrungen 15 erfährt.
Der Stempel 24′ der Fig. 10 bis 12 unterscheidet sich
zunächst einmal dadurch von dem Stempel 24, daß die Drossel
bohrungen 39 nicht in den Zylinderraum 40 münden, sondern in
eine innere Kammer 60 des Stempels 24′, die als zylindrische
Bohrung eines mittigen, vom Boden in das Innere des "Topfes"
hineinragenden Ansatzes 59 ausgebildet ist, in der der kol
benartige obere Endteil 61 einer Hülse 63 abgedichtet längs
verschiebbar ist.
die an ihrem unteren Ende in eine auf dem Boden der
Sackbohrung 15 angebrachte mit radialen Kanälen 64 verse
hene Verteilerplatte 65 eingeschraubt ist, durch die eine
Verbindung der in der Achse der Sackbohrung 15 gelegenen
Hülse 63 auch mit radial weiter außen gelegenen Zuleitun
gen 66 möglich ist.
Durch die wiedergegebene Anordnung kann der inneren
Kammer 60 aus irgendeiner der Zuleitungen 66 Druck zuge
führt werden, der von dem Druck in der Zylinderkammer 40
verschieden ist. Dabei ist durch die Teile 61, 63 und 64
eine Leitungsanordnung gebildet, die bei jeder beliebigen
Stellung des Stempels 24′ in der Sackbohrung 15 funktio
niert.
Der Sinn dieser Ausbildung liegt darin, daß den hy
drostatischen Druckkammern 37, 38 ein Druck zugeführt wer
den kann, der nicht mehr mit dem Druck in der Zylinderkam
mer 40 gekoppelt ist. Es braucht daher auch die Wirkfläche
der Zylinderkammern 37, 38 nicht mehr größer zu sein als die
des in der Sackbohrung 15 verschiebbaren Teils des Stempels
24′. Über die Zuleitungen 66 wird den hydrostatischen
Kammern 37, 38 getrennt von den Zuleitungen 26 eine volumen
mäßig geregelte Druckflüssigkeitsmenge zugeführt. Das pro
Zeiteinheit gleichbleibende zwangsweise zugeführte Druck
flüssigkeitsvolumen strömt über den Rand 35 ab und stellt
die stützende Flüssigkeitsschicht zwischen der Anlage
fläche 34 und dem Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 sicher. Der
Druck in den hydrostatischen Kammern 37, 38 stellt sich dabei
von selbst ein und steht in keinem bestimmten Verhältnis
zu dem Druck in der Zylinderkammer 40.
Ein weiterer wichtiger Unterschied zu dem Stempel 24
besteht darin, daß bei dem Stempel 24′ außerhalb des Randes
35 der hydrostatischen Druckkammern 37, 38 jeweils eine in
Umfangsrichtung vorgelagerte Ableitkammer 70 vorgesehen ist,
die über einen Kanal 67 und ein Rückschlagventil 43 mit der
Zylinderkammer 40 verbindbar ist. Wie aus Fig. 12 zu
ersehen ist, sind die beiden Ableitkammern 70 halbkreis
förmig gestaltet und außerhalb des Randes 35 vorgesehen.
Der Zweck der Ableitkammern 70 besteht darin, an dem Rand
35 übertretende Druckflüssigkeit abzufangen und dem Zylin
derraum 40 zuzuleiten, wenn der Stempel 24′ als Unterdruck
element arbeitet, d. h. wenn der Druck in dem Zwischenraum
6 größer ist als in den hydrostatischen Kammern 37, 38. Dann
wird ziemlich viel Druckflüssigkeit am Innenumfang 4 der
Hohlwalze 1 mitgenommen und ohne die Ableitkammern 70 in
die hydrostatischen Druckkammern 37, 38 eingeschleppt. Dies
verhindert zu einem großen Teil die Ableitkammer 70, die
auf der der Drehrichtung der Hohlwalze 1 entgegengerichteten
Seite des Stempels 24′ vorgesehen ist. Durch die Einbau
richtung des Rückschlagventils 43 kann an der Ableitkammer
70 abgefangene Druckflüssigkeit bei einem Betrieb als Unter
druckelement ohne nennenswerten Widerstand abströmen, während
umgekehrt bei einem Betrieb des Stempels 24′ als Überdruck
element die Ableitkammern 70 verschlossen sind und unwirksam
bleiben. Im ersteren Fall sind die Zylinderkammer 40 und die
jeweilige Zuleitung 26 entlastet, während über die Leitung
66, die innere Kammer 60 und die Drosselbohrungen 39 in den
Druckkammern 37, 38 ein Druck beibehalten wird, der gerade zur
Überwindung der Kraft der Feder 44 ausreicht, damit die Auf
rechterhaltung des Flüssigkeitsfilms zwischen dem Rand 35
und dem Innenumfang 4 der Hohlwalze 1 gewährleistet ist.
Dieser Druck ist aber wesentlich geringer als der Druck im
Zwischenraum, so daß die Funktion als Unterdruckelement nicht
tangiert ist.
Das Schaltbild nach Fig. 11 unterscheidet sich nur
durch die separate Zuführung der Druckflüssigkeit über die
Leitungsanordnung 66, 63 von dem Schaltbild nach Fig. 6. Dieses
ist durch ein zu den Zuleitungen 66 führendes Stromregel
ventil 68 ergänzt, welches, wie bereits erwähnt, die Menge der den
hydrostatischen Druckkammern 37, 38 zugeführten Druckflüssigkeit be
stimmt. Jedem Stempel 24′ bzw. jeder Gruppe von symmetrisch
gelegenen derartigen Stempeln ist ein eigenes Stromregel
ventil 68 zugeordnet, damit sichergestellt ist, daß jeder
Stempel 24′ bzw. jede Gruppe solcher Stempel unabhängig
von den anderen genau die ihnen zugemessene Druckflüssigkeits
menge erhalten, wobei sich die Drücke von selbst einstellen.
Bei der Ausführungsform 24′′ nach den Fig. 13 bis 15
erfolgt keine separate Zuführung der Druckflüssigkeit zu
den hydrostatischen Druckkammern 37 und 38, sondern es
stellt sich der darin herrschende Druck wie bei dem Stem
pel 24 in Abhängigkeit von dem in dem Zylinderraum 40 herr
schenden Druck von selbst ein. Dementsprechend sind auch neben
den Zuleitungen 26 keine weiteren Zuleitungen (wie 66 in den Fig. 10-12) vor
gesehen. Auch bei dem Stempel 24′′ sind Ableitklammern 80 vorgesehen, die über
Rückschlagventile 43, die gegen den Zylinderraum 40 hin öffnen, mit die
sem verbunden sind. Die Rückschlagventil 43 sitzen in Kanä
len 67. Auch die Ableitkanäle 80 sind etwa halbkreisförmig
ausgebildet und den hydrostatischen Druckkammern 37, 38 je
weils in Umfangsrichtung vorgelagert. Im Gegensatz zu dem
Stempel 24′ sind jedoch die Enden der halbkreisförmigen
Ableitkanäle 80 bei dem Stempel 24′′ durch Kanalteile 80′
miteinander verbunden, so daß der Ableitkanal 80 insgesamt
eine die jeweilige hydrostatische Druckkammer 37 bzw. 38
ringsum umgebende Ableitzone bildet. Die hydrostatischen
Druckkammern 37, 38 sind durch einen einen ringförmigen
Dichtsteg bildenden Rand 35′ ringsum gegen den Ableitkanal
80 abgetrennt. Die hydrostatischen Druckkammern 37, 38 bil
den also gewissermaßen Inseln innerhalb des Ableitkanals 80.
Auch der Stempel 24′′ ist wieder durch ein topfförmi
ges Gußteil 72 gebildet, welches mit der offenen Seite nach
unten in der Sackbohrung 15 angeordnet ist. Es ist jedoch
durch einen in halber Höhe angeordneten Zwischenboden 73 in
dem Stempel 24′′ eine innere Kammer 90 abgeteilt, von der
die in die hydrostatischen Druckkammern 37, 38 mündenden
Drosselbohrungen 39 ausgehen. In dem Zwischenboden 73 ist
ein in die innere Kammer 90 öffnendes Rückschlagventil 74
angeordnet. Außerdem ist in der Seitenwandung des topfför
migen Gußteils 72 im Bereich der inneren Kammer 90 ein mit
dem Zwischenraum 6 in Verbindung stehendes in die innere
Kammer 90 hinein öffnendes Rückschlagventil 75 angeordnet.
Bei dem Stempel 24′′ liegt die Besonderheit darin,
daß die Ableitkammern 80 im Falle des Betriebes als Über
druckelement als hydrostatische Druckkammern genutzt wer
den können. Hierfür ist wesentlich, daß von den die Rück
schlagventile 43 enthaltenden Kanälen 67 Drosselbohrungen
76 ausgehen, die die Kanäle 67 in dem zwischen den Rück
schlagventilen 43 und dem Innenumfang 4 der Hohlwalze 1
gelegenen Bereich mit dem Zylinderraum 40 verbinden.
Bei einem Betrieb als Überdruckelement wird dem
Zylinderraum 40 Druckflüssigkeit unter einem Druck zuge
führt, der höher als der Druck in dem Zylinderraum 6 ist.
Die Druckflüssigkeit tritt über das Rückschlagventil 74
in die innere Kammer 90 und von dort über die Drosselboh
rungen 39 in die hydrostatischen Kammern 37, 38 über. Das
Rückschlagventil 75 sperrt hierbei, so daß der Druck in
der inneren Kammer 90 nicht etwa zusammenbrechen kann.
Außerdem tritt die Druckflüssigkeit aus dem Zylin
derraum 40 über die Drosselbohrungen 76 und die Kanäle 67
in die Ableitkammern 80 ein, die also in diesem Fall eben
falls als hydrostatische Kammer wirken.
Die Gesamtfläche der hydrostatischen Kammern 37, 38
und der Ableitkammern 80 muß größer sein als die Wirk
fläche des Stempels 24′′ in der Sackbohrung 15, damit eine
einwandfreie Lagerung des Stempels 24′′ auf einem zwischen
diesem und dem Innenumfang 4 gebildeten Flüssigkeitsfilm
eintritt. Die gegen den Innenumfang 4 anliegende Stütz
fläche des Stempels 24 muß also notwendig größer sein als
der Querschnitt der Lochbohrung 15, d. h. es gibt wie in Fig. 5
an der Unterseite 77 des die Stützfläche bildenden Kopf
teils des Stempels 24 einen Überhang 78, d.h. eine kreis
ringförmige, radial über den Umfang des unteren Teils des
Stempels 24′′ vorspringende Wirkfläche, an der in dem Zwi
schenraum 6 befindliche Druckflüssigkeit angreift und eine
den Stempel 24′′ gegen den Innenumfang 4 der Hohlwalze 1
drückende Kraft ausübt.
Dieser Umstand hat eine besondere Bedeutung, wenn
der Stempel 24′′ als Unterdruckelement betrieben wird, d. h.
wenn der Druck in dem Zwischenraum 6 größer ist als der
Druck in dem Zylinderraum 40 bzw. in dem Zylinderraum 40
überhaupt kein Druck herrscht. In diesem Fall wird von
der Hohlwalze 1 beim Umlauf in die Ableitkammern 80 aus
dem Zwischenraum 6 eingetragene Druckflüssigkeit über die
Rückschlagventile 43 in den Zylinderraum 40 abgeführt. Der
hohe Druck in dem Zwischenraum 6 wirkt aber in dem Überhang
78 und preßt den Stempel 24′′ mit einer erheblichen Kraft
gegen den Innenumfang 4 der Hohlwalze 1, was zu Störungen
führen kann, da ja in diesem Fall normalerweise nicht wie
im Überdruckbetrieb ein Flüssigkeitsfilm zwischen der Stütz
fläche des Stempels 24′′ und dem Innenumfang 4 aufrechterhal
ten wird. Um diese Anpressung, die bis zur metallischen Rei
bung führen kann, zu entschärfen und gleichzeitig doch wie
der einen gewissen Flüssigkeitsfilm zu erzeugen, ist das
Rückschlagventil 75 vorgesehen. Durch dieses Ventil tritt
nämlich Druckflüssigkeit aus dem Zwischenraum 6 in die innere
Kammer 90 ein und wird durch das Rückschlagventil 74 am Ab
strömen in den Zylinderraum 40 gehindert. Sie strömt aber über
die Drosselbohrungen 39 in die hydrostatischen Druckkam
kammern 37, 38 ein, die also in diesem Fall auch bei Un
terdruckbetrieb ihre Funktion als hydrostatische Druckkam
mer beibehalten und eine Kraft erzeugen, die der an dem
Überhang 78 wirkenden Kraft entgegengerichtet ist. Der
Stempel 24′′ wird auf diese Weise hydraulisch entlastet,
wobei die Flächen des Überhangs 78 und der hydraulischen
Druckkammern 37 und 38 aufeinander abgestimmt
sind. Durch das Übertreten von Flüssigkeit aus den hy
drostatischen Druckkammern 37 und 38 wird überdies wenig
stens teilweise ein Flüssigkeitsfilm erzeugt, der eine me
tallische Berührung verhindert.
Claims (11)
1. Walze mit steuerbarem Liniendruck
mit einer den arbeitenden Walzenumfang bildenden um laufenden Hohlwalze und einem diese der Länge nach durch greifenden, rundum Abstand vom Innenumfang der Hohlwalze belassenden feststehenden Querhaupt,
mit Endquerdichtungen, mittels deren der Zwischen raum zwischen der Hohlwalze und dem Querhaupt in Achsrich rung abdichtbar ist,
mit einer Einrichtung, mittels deren zumindest einem in Umfangsrichtung begrenzten Teil des Zwischenraums Druck flüssigkeit unter steuerbarem Druck zuführbar ist,
und mit durch ringförmige, am Querhaupt in dem Teil des Zwischenraums angebrachte und gegen den Innenumfang der Hohlwalze anliegende Dichtungsglieder gegenüber dem Teil des Zwischenraums abgeteilten Zonen, in die im Querhaupt angeordnete Zuleitungen münden, in die eine Ventilanordnung eingeschaltet ist, mittels deren die Zonen mit einem Be reich gegenüber dem Teil des Zwischenraums niedrigeren Drucks verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem gesamten Zwischenraum (6) außerhalb der Zo nen (13, 23) Druckflüssigkeit zuführbar ist.
mit einer den arbeitenden Walzenumfang bildenden um laufenden Hohlwalze und einem diese der Länge nach durch greifenden, rundum Abstand vom Innenumfang der Hohlwalze belassenden feststehenden Querhaupt,
mit Endquerdichtungen, mittels deren der Zwischen raum zwischen der Hohlwalze und dem Querhaupt in Achsrich rung abdichtbar ist,
mit einer Einrichtung, mittels deren zumindest einem in Umfangsrichtung begrenzten Teil des Zwischenraums Druck flüssigkeit unter steuerbarem Druck zuführbar ist,
und mit durch ringförmige, am Querhaupt in dem Teil des Zwischenraums angebrachte und gegen den Innenumfang der Hohlwalze anliegende Dichtungsglieder gegenüber dem Teil des Zwischenraums abgeteilten Zonen, in die im Querhaupt angeordnete Zuleitungen münden, in die eine Ventilanordnung eingeschaltet ist, mittels deren die Zonen mit einem Be reich gegenüber dem Teil des Zwischenraums niedrigeren Drucks verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem gesamten Zwischenraum (6) außerhalb der Zo nen (13, 23) Druckflüssigkeit zuführbar ist.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zonen (23) zusätzlich wahlweise mit einem Bereich
gegenüber dem Zwischenraum (6) erhöhten Drucks verbindbar
sind.
3. Walze nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Zonen (23) abteilenden Dichtungsglieder durch kolbenartige, in zur Achse des Querhaupts (3′) senk rechten Zylindersackbohrungen (15) desselben verschiebbare Stempel (24, 24′,24′′) gebildet sind,
daß in dem Querhaupt (3′) mit dem auf der Seite des Bodens der der Zylindersackbohrungen (15) gelegenen Zylin derraum (40) in Verbindung stehende Zuleitungen (26) vorge sehen sind,
daß auf der an dem Innenumfang (4) der Hohlwalze (1) anliegenden stirnseitigen Stützfläche der Stempel (24, 24′, 24′′) mindestens eine gegen den Innenumfang (4) der Hohlwal ze (1) offene, ringsum berandete hydrostatische Druckkammer (37, 38) ausgebildet ist,
daß in dem Stempel (24, 24′,24′′) in die hydrostati sche Druckkammer (37, 38) mündende Drosselbohrungen (39) vor gesehen sind, über die die hydrostatische Druckkammer (37, 38) mit Druckflüssigkeit füllbar ist,
und daß in dem Stempel (24, 24′, 24′′) mindestens ein die hydrostatische Druckkammer (37, 38) mit dem Zylinderraum (40) verbindender Kanal (41, 67) vorgesehen ist, in dem ein gegen den Zylinderraum (40) hin öffnendes Rückschlagventil (43) angeordnet ist.
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Zonen (23) abteilenden Dichtungsglieder durch kolbenartige, in zur Achse des Querhaupts (3′) senk rechten Zylindersackbohrungen (15) desselben verschiebbare Stempel (24, 24′,24′′) gebildet sind,
daß in dem Querhaupt (3′) mit dem auf der Seite des Bodens der der Zylindersackbohrungen (15) gelegenen Zylin derraum (40) in Verbindung stehende Zuleitungen (26) vorge sehen sind,
daß auf der an dem Innenumfang (4) der Hohlwalze (1) anliegenden stirnseitigen Stützfläche der Stempel (24, 24′, 24′′) mindestens eine gegen den Innenumfang (4) der Hohlwal ze (1) offene, ringsum berandete hydrostatische Druckkammer (37, 38) ausgebildet ist,
daß in dem Stempel (24, 24′,24′′) in die hydrostati sche Druckkammer (37, 38) mündende Drosselbohrungen (39) vor gesehen sind, über die die hydrostatische Druckkammer (37, 38) mit Druckflüssigkeit füllbar ist,
und daß in dem Stempel (24, 24′, 24′′) mindestens ein die hydrostatische Druckkammer (37, 38) mit dem Zylinderraum (40) verbindender Kanal (41, 67) vorgesehen ist, in dem ein gegen den Zylinderraum (40) hin öffnendes Rückschlagventil (43) angeordnet ist.
4. Walze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosselbohrungen (39) mit dem Zylinderraum (40) in
Verbindung stehen.
5. Walze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stempel (24′) eine innere Kammer (60) aufweist, die
über die Drosselbohrungen (39) mit der hydrostatischen Kam
mer (37, 38) und über eine die Verschiebungen des Stempels
(24′) in der Zylindersackbohrung (15) gestattende Leitungs
anordnung (61, 63) mit einer von der Zuleitung (26) zu dem
Zylinderraum (40) getrennten Zuleitung (66) im Querhaupt
(3′) in Verbindung steht.
6. Walze nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Stützfläche eine der hydrostati
schen Druckkammer (37, 38) an dem in Umfangsrichtung gelege
nen äußeren Rand (35) vorgelagerte Ableitkammer (70, 80)
vorgesehen ist, die über ein gegen den Zylinderraum (40)
hin öffnendes Rückschlagventil (43) mit der Zylinderkammer
(40) verbunden ist.
7. Walze nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stempel (24′′) eine innere Kammer (90)
aufweist, die über die Drosselbohrungen (39) mit der hydro
statischen Druckkammer (37, 38), über ein gegen die innere
Kammer (90) hin öffnendes Rückschlagventil (74) mit dem Zy
linderraum (40) und über ein gegen die innere Kammer (90)
hin öffnendes Rückschlagventil (75) mit dem Zwischenraum (6)
zwischen Querhaupt (3′) und Hohlwalze (1) in Verbindung
steht, ansonsten aber geschlossen ist, daß der Stempel (24′′)
über den Querschnitt der Zylindersackbohrung (15) radial vor
springt und einen Überhang (78) bildet, durch den der Stempel
(24′′) unter der Wirkung des in dem Zwischenraum (6) zwischen
dem Querhaupt (3′) und der Hohlwalze (1) herrschenden
Drucks an den Innenumfang (4) der Hohlwalze (1) andrückbar
ist und daß die hydrostatische Wirkfläche des Überhangs
(78) der hydrostatischen Wirkfläche der durch die Drossel
bohrungen (39) mit der inneren Kammer (90) verbundenen hy
drostatischen Druckkammer (37, 38) im Sinne einer hydrauli
schen Entlastung des Stempels (24′′) angepaßt ist.
8. Walze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der das Rückschlagventil (43) enthaltende Kanal (67)
außerhalb der inneren Kammer (90) durch eine Drosselbohrung
(76) mit dem Zylinderraum (40) verbunden ist.
9. Walze nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ableitkammer (80) die hydrostati
sche Druckkammer (37, 38) ringförmig umgibt und die hydro
statische Druckkammer (37, 38) durch einen ringförmigen
stegartigen dichtenden Rand (35) von der Ableitkammer (80)
getrennt ist.
10. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Reihe von Stempeln (14; 24, 24′, 24′′)
auf der dem Walzspalt (31) zugewandten Seite des Querhaupts
(3; 3′) vorgesehen ist.
11. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzliche Elemente (19) vorgesehen
sind, die Zonen mit einem gegenüber dem Druck des Zwischen
raums (6) erhöhten Druck bilden.
Priority Applications (9)
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| EP87117132A EP0273185B1 (de) | 1986-11-29 | 1987-11-20 | Walze mit steuerbarem Liniendruck |
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