DE3634293C2 - Überkopfprojektor mit einem Träger für transparente Vorlagen - Google Patents
Überkopfprojektor mit einem Träger für transparente VorlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Überkopfprojektor mit einem
Träger für transparente Vorlagen bestehend aus einer Trag
säule, einem Fußteil, einem als Bildbühne dienenden Rahmen,
der mit Abstand zum Fußteil auf der Arbeitsplatte des Über
kopfprojektors angeordnet ist, und einem Linsenhalter für
eine Korrekturlinse.
Aus dem DE-GM 67 50 960 ist ein Träger bekannt, der beim Ge
brauch auf die Arbeitsplatte eines Überkopfprojektors ge
stellt wird, so daß ein in der Bildbühne des Trägers befind
liches Diapositiv nahe an den Objektivkopf des Überkopfpro
jektors herangebracht wird, damit es formatfüllend proji
ziert werden kann. Durch eine im Abstand über der Bildbühne
befindliche Korrekturlinse wird die mit der Annäherung des
Diapositivs an den Objektivkopf verbundene Unschärfe korri
giert.
Dieser bekannte Träger ist lediglich für die Verwendung von
Diapositiven vorgesehen, wobei es von Nachteil ist, daß bei
spielsweise bei der Projektion von Dias und von für Über
kopfprojektoren geeigneten transparenten Vorlagen im Wech
selbetrieb, der Träger jedesmal von der Arbeitsplatte ent
fernt werden muß, damit eine Vorlage zur Projektion auf die
Arbeitsplatte gelegt werden kann. Ferner ist nach jedem er
neuten Aufstellen des Trägers dieser für die Projektion ei
nes Dias im Strahlengang des Überkopfprojektors auszurich
ten. Darüber hinaus benötigt der Träger zur Aufbewahrung
viel Raum und ist beim Mitführen während des Transports des
Überkopfprojektors ein sperriges und unhandliches Zusatz
teil.
Aus der DE-GM 84 116 656 ist weiterhin ein Überkopfprojektor
mit einem als Träger dienenden Rahmen für ein unterhalb
einer Schreibplatte angeordnetes Flüssigkristall-Anzeige
element bekannt.
Diese bekannte Anordnung eines Flüssigkristall-Anzeige
elements unterhalb der Schreibplatte weist jedoch Nachteile
auf, da beim Projizieren einer auf der Schreibplatte aufge
legten transparenten Vorlage ein Teil des Lichtstroms durch
das Flüssigkristall-Anzeigeelement absorbiert wird und das
Flüssigkristall-Anzeigeelement größere Abmessungen aufweisen
muß bei gleich großer Darstellung auf der Leinwand.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Träger der
eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß er neben
transparenten Vorlagen andersartige Informationsträger auf
nehmen kann. Darüber hinaus soll bei der Projektion von Vor
lagen, die auf der Arbeitsplatte des Überkopfprojektors auf
liegen, der Träger auf der Arbeitsplatte stehen bleiben und
der volle Lichtstrom bei ausschließlicher Vorlagen-Projek
tion zur Verfügung stehen. Ferner soll der Träger bei Nicht
gebrauch bequem mitgeführt und raumsparend, gegebenenfalls
unmittelbar am Überkopfprojektor, untergebracht werden kön
nen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Rahmen ein ansteuerbares Flüssigkristall-Anzeigeelement um
faßt und daß der Fußteil, der Linsenhalter und der Rahmen
mit der Tragsäule gelenkig verbunden sind.
In einer zweckmäßigen Ausführungsform sind der Fußteil, der
Linsenhalter und der Rahmen einzeln und/oder gemeinsam in
ihre Arbeitsstellung ausklappbar oder in ihre Ruhestellung
an die Tragsäule anklappbar und in beiden Stellungen fest
stellbar.
Durch den Abstand des Flüssigkristall-Anzeigeelements zum
Fußteil des Trägers bzw. zur Arbeitsplatte des Überkopf
projektors wird infolge der Luftströmung eine nicht gewollte
Erwärmung des Überkopfprojektors und damit ein Außerbetrieb
setzen desselben, beispielsweise durch einen eingebauten
Thermoschutzschalter, vermieden. Dieser Nachteil tritt bei
Überkopfprojektoren auf, bei denen das ansteuerbare Flüssig
kristall-Anzeigeelement unmittelbar auf oder unterhalb der
Arbeitsplatte angeordnet ist.
Im einzelnen ist die Erfindung so getroffen, daß der Linsen
halter mittels einer Abwinkelung in einer am freien oberen
Ende der Tragsäule befindlichen Lagergabel und der Rahmen
mittels einer Abwinkelung zwischen zwei unterhalb der Lager
gabel ausgebildeten Lagerarmen angelenkt sind.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteran
sprüchen sowie der Beschreibung eines in der Zeichnung dar
gestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Es zeigen
Fig. 1 den Träger mit in ihre Gebrauchsstellung ausge
klappten Bauteilen in Seitenansicht,
Fig. 2 den Träger gemäß Fig. 1 mit teilweise in ihre
Nichtgebrauchsstellung eingeklappten Bauteilen in
Seitenansicht und
Fig. 3 den zur Aufbewahrung und zum Transport vollständig
zusammengeklappten Träger in Seitenansicht.
Am unteren Ende einer Tragsäule 5 ist über Zwischenglieder 3
ein Fußteil 1 angelenkt, der sowohl in der ausgeklappten Ge
brauchsstellung gemäß den Fig. 1 und 2 als auch in der in
Fig. 3 gezeigten eingeklappten Nichtgebrauchsstellung in
nicht näher dargestellter Weise in Verbindung mit einer
Übertotpunktfeder 12 rastend gehalten ist. Der Fußteil 1 be
steht aus einem im wesentlichen quadratischen Rahmen 1a.
Ein die Korrekturlinse 10 tragender Halter 7 ist mittels einer
Abwinkelung 7a in einer am freien oberen Ende der Tragsäule 5
befindlichen Lagergabel 5a und eine Bildbühne 8 mittels einer
Abwinkelung 8a zwischen zwei unterhalb der Lagergabel 5a aus
gebildeten Lagerarmen 5b der Tragsäule 5 angelenkt.
Anstelle der Bildbühne 8 kann ein zwischen den Lagerarmen 5b
der Tragsäule 5 angelenktes Flüssigkristall-Anzeigeelement vor
gesehen sein. Ist eine Bildbühne vorgesehen, so besteht diese
aus einem quadratischen Rahmen und weist Halte- und Führungs
mittel zur Aufnahme eines Filmabschnitts und/oder der Fassung
eines Flüssigkristall-Anzeigeelements oder dergl. auf. Mit 8b
ist der Rahmeninnenrand der Bildbühne, mit 8e die in eine
schlitzförmige Aussparung 8c übergehende Auflagefläche für
einen Filmabschnitt und mit 8f sind seitliche Führungsleisten
bezeichnet. Diese Führungsleisten 8f dienen auch als Führung
für die Fassung (nicht dargestellt) des Flüssigkristall-Anzei
geelements.
An der Abwinkelung 7a des Linsenhalters 7 und an der Abwinke
lung 8a der Bildbühne 8 ist jeweils ein Nocken 7d und 8d ange
formt. Über eine an beiden Nocken angelenkte Zug- und Schub
stange 9 sind der Linsenhalter 7 und die Bildbühne 8 bzw. das
Flüssigkristall-Anzeigeelement im Sinne einer Zwangsführung
getrieblich miteinander verbunden.
Die Abwinkelung 7a des Linsenhalters 7 weist ferner in ihrer
hinteren Fläche 7b eine erste halbkreisförmige Rastausnehmung
7c und in ihrer vorderen Fläche 7e eine zweite halbkreisförmi
ge Rastausnehmung 7f auf.
An einem Arm der Lagergabel 5a der Tragsäule 5 ist ein mit
einem Griffstück 15a versehener, axial verschiebbarer, feder
beaufschlagter Anschlagstift 15 vorgesehen, an dem bei in die
Gebrauchsstellung ausgeklapptem Linsenhalter 7 dessen Abwinke
lung 7a mit der in der hinteren Fläche 7b der Abwinkelung 7a
befindlichen ersten Rastausnehmung 7c rastend oder verriegelnd
anliegt. Durch die getriebliche Verbindung des Linsenhalters 7
mit der Bildbühne 8 bzw. mit dem Flüssigkristall-Anzeigeelement
über die Zug- und Schubstange 9 ist auch die Bildbühne 8 bzw.
das Flüssigkristall-Anzeigeelement in der ausgeklappten Ge
brauchsstellung gehalten. Sowohl der Fußteil 1 als auch der
Linsenhalter 7 und die Bildbühne 8 bzw. das Flüssigkristall-
Anzeigeelement sind in ihrer Gebrauchsstellung im wesentlichen
parallel zueinander ausgerichtet. Ein auf der Auflagefläche 8e
der Bildbühne 8 aufliegender, im Strahlengang des Überkopfpro
jektors befindlicher Filmabschnitt bzw. ein im Strahlengang
befindliches Flüssigkristall-Anzeigeelement kann nunmehr über
die Korrekturlinse 10 formatfüllend projiziert werden.
Durch Zurückziehen des Anschlagstiftes 15 aus dem Bereich der
hinteren Rastausnehmung 7c kann der Linsenhalter 7 in Pfeil
richtung "A" geschwenkt werden, wobei über die Zug- und Schub
stange 9 die Bildbühne 8 bzw. das Flüssigkristall-Anzeigeele
ment zwangsgesteuert ebenfalls in Pfeilrichtung "A" mitbewegt
wird. In dieser in Fig. 2 gezeigten eingeklappten Nichtge
brauchsstellung von Linsenhalter 7 und Bildbühne 8 bzw. Flüs
sigkristall-Anzeigeelement liegen die Bildbühne 8 bzw. das
Flüssigkristall-Anzeigeelement an der Tragsäule 5 und die
vordere Fläche 7e der Abwinkelung 7a mit der zweiten Rastaus
nehmung 7f am Anschlagstift 15 an. Linsenhalter 7 und Bildbüh
ne 8 bzw. Flüssigkristall-Anzeigeelement sind somit in ihrer
Nichtgebrauchsstellung fixiert.
Die Größe des Rahmens 1a des Fußteils 1 ist so bemessen, daß
bei auf der Arbeitsplatte 20 des Überkopfprojektors stehendem
Träger eine transparente Vorlage von mindestens der Größe eines
Din A 4 Blattes in die vom Rahmen 1a freigelassene Fläche der
Arbeitsplatte 20 in Längs- und/oder Querrichtung gelegt werden
kann. Somit kann bei der Projektion von Bildern von kleinen transparenten
Vorlagen wie negativen und positiven Filmabschnitten, Flüssig
kristall-Anzeigeelementen und dergl. sowie von für Überkopf
projektoren geeigneten größeren transparenten Vorlagen im Wech
selbetrieb der Träger auf der Arbeitsplatte 20 des Überkopf
projektors stehen bleiben.
Zur platzsparenden Aufbewahrung oder beim Transport kann, wie
aus der Fig. 3 ersichtlich ist, der Fußteil 1 zusätzlich auch
noch eingeklappt werden, wobei dieser mit dem vorderen Quer
steg seines Rahmens 1a mittels der Übertotpunktfeder 12 in An
lage an den Nocken 7d der Abwinkelung 7a des Linsenhalters 7
gehalten ist.
Claims (7)
1. Überkopfprojektor mit einem Träger für transparente
Vorlagen bestehend aus einer Tragsäule (5), einem Fuß
teil, einem als Bildbühne dienenden Rahmen (8), der mit
Abstand zum Fußteil (1) auf der Arbeitsplatte (20) des
Überkopfprojektors angeordnet ist, und einem Linsenhal
ter (7) für eine Korrekturlinse, dadurch gekennzeich
net, daß der Rahmen (8) ein ansteuerbares Flüssigkri
stall-Anzeigeelement umfaßt und daß der Fußteil (1),
der Linsenhalter (7) und der Rahmen (8) mit der Trag
säule (5) gelenkig verbunden sind.
2. Überkopfprojektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Fußteil (1), der Linsenhalter (7) und der
Rahmen (8) einzeln und/oder gemeinsam in ihre Arbeits
stellung ausklappbar oder in ihre Ruhestellung an die
Tragsäule (5) anklappbar und in beiden Stellungen fest
stellbar sind.
3. Überkopfprojektor nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Linsenhalter (7) mittels einer
Abwinkelung (7a) in einer am freien oberen Ende der
Tragsäule (5) befindlichen Lagergabel (5a) und der Rah
men (8) mittels einer Abwinkelung (8a) zwischen zwei
unterhalb der Lagergabel (5a) ausgebildeten Lagerarmen
(5b) angelenkt sind.
4. Überkopfprojektor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß an der Abwinkelung (7a) des Linsenhalters (7)
und an der Abwinkelung (8a) des Rahmens (8) jeweils ein
Nocken (7d und 8d) angeformt ist.
5. Überkopfprojektor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Linsenhalter (7) und der Rahmen (8)
mittels einer an den beiden Nocken (7d und 8d) ange
lenkten Zug- und Schubstange (9) im Sinne einer Zwangs
führung getrieblich miteinander verbunden sind.
6. Überkopfprojektor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Abwinkelung (7a) des Linsenhalters (7) in
ihrer hinteren Fläche (7b) eine erste Rastausnehmung
(7c) und in ihrer vorderen Fläche (7e) eine zweite
Rastausnehmung (7f) aufweist.
7. Überkopfprojektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß an einem Arm der Lagergabel (5a) der Tragsäule
(5) ein axial verschiebbarer, federbeaufschlagter An
schlagstift (15) vorgesehen ist, an dem bei in die
Arbeitsstellung ausgeklapptem Linsenhalter (7) dessen
Abwinkelung (7a) mit der in der hinteren Fläche (7b)
der Abwinkelung (7a) befindlichen ersten Rastausnehmung
(7c) und bei in die Ruhestellung eingeklapptem Linsen
halter (7) dessen Abwinkelung (7a) mit der in der vor
deren Fläche (7e) der Abwinkelung (7a) befindlichen
zweiten Rastausnehmung (7f) rastend anliegen.
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|---|---|---|---|---|
| DE8411656U1 (de) * | 1984-04-13 | 1984-10-11 | Demolux Gmbh & Co Kg, 6070 Langen | Overhead-projektor |
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