DE363164C - Verfahren und Einrichtung zum Abbrennen der bei der Entoelung von Posidonienschiefer oder anderen geeigneten Schiefersorten entfallenden Schieferkokse zur Stein-, Moertel- und Zementherstellung - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Abbrennen der bei der Entoelung von Posidonienschiefer oder anderen geeigneten Schiefersorten entfallenden Schieferkokse zur Stein-, Moertel- und Zementherstellung

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DE363164C
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/24Cements from oil shales, residues or waste other than slag
    • C04B7/30Cements from oil shales, residues or waste other than slag from oil shale; from oil shale residues ; from lignite processing, e.g. using certain lignite fractions
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 14. NOVEKBER 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80 b GRUPPE 3 (H 78853 Vl/8ob)
Jura-Oelschiefer-Werke A. G. in Stuttgart.
Verfahren und Einrichtung zum Abbrennen der bei der Entölung von Posidonienschiefer oder anderen geeigneten Schiefersorten entfallenden Schieferkokse zur Stein-, Mörtel-
und Zementherstellung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28i0ktoberl919 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Einrichtung zur Ausübung desselben, um durch Abbrennen der sich bei der Entölung von Pösidonienschiefer und dergleichen Schiefern ergebendenKokse, Bausteine, Mörtel oder Zement herzustellen.
Gegenüber anderen bisher bekannt gewordenen Verfahren gleichen Zweckes zeichnet sich das Verfahren vorliegender Erfindung insbesondere dadurch aus, daß es sich wirtschaftlich und fabrikationsmäßig durchführen läßt sowie ein einwandfreies Gut ergibt. Es wird dies dadurch
erreicht, daß das Abbrennen bei beschränkter Luftzufuhr vorgenommen und außerdem die Temperatur selbsttätig möglichst lange hoch gehalten wird. Dadurch wird die Kohlensäure des im ölschiefer enthaltenen kohlensauren Kalkes ganz oder nahezu vollkommen ausgetrieben und die Kieselsäure in möglichst großer Menge zu löslicher Kieselsäure, umgewandelt. Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens werden dieSchieferkokse zu Haufen aufgeworfen und zum Zwecke des Luftabschlusses mit bereits abgebranntem Gut o. dgl. so hoch abgedeckt, daß eine ausreichende Drosselung der durch diese Deckenschicht abziehenden Gase stattfindet, um auch den Zutritt der im unteren Teil-des Haufens einströmenden Luft zu drosseln. Dadurch ist es ermöglicht, die Schieferkokse möglichst lange auf hoher Temperatur zu halten und die Kohlensäure nahezu vollkommen auszutreiben sowie die Umwandlung der Kieselsäure in lösliche Kieselsäure herbeizuführen.
Zweckmäßig werden die Kokse zu Längshaufen aufgeworfen, wodurch ein unausgesetzter Betrieb möglich ist. Die Haufen werden am einen Ende angezündet und brennen von selbst weiter. Am anderen Ende werden dann dem fortschreitenden Abbrand entsprechend immer von neuem frische Schieferkokse aufgeworfen, während das abgebrannte Gut ständig entfernt werden kann. Zur Ausübung des Verfahrens werden oben offene und unten mit Lufteintrittsöffnungen versehene kanalförmige Schächte beliebiger Form verwendet, während sich die bisher für stetigen Betrieb beim Brennen von Steinen u. dgl. benutzten Ringöfen sich dafür nicht eignen, da sie oben geschlossen sind.
Anstatt Kokse zu verarbeiten, kann das Verfahren natürlich auch mit frischem Schiefer durchgeführt werden.
Die Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung in beispielsweisen Ausführungsformen näher erläutert.
Abb. ι und 2 sind Querschnitte durch zwei verschiedene Schächte.
Abb. 3 und 4 zeigen in. Draufsicht schematisch die äußere Form der Schächte.
Die Einrichtung zum Abbrennen der Kokse besteht aus einem etwa wagerecht verlaufenden Schacht«, der zwischen Seitenwänden 5 liegt und von oben zugänglich ist. Diese Seitenwände b haben bei der in Abb. 1 dargestellten Ausführungsform in den Seitenwänden gege- ■ benenfalls Luftdurchgänge c, unter deren Benutzung unter Umständen das Gut entzündet werden kann, und weiter kann der Boden d > selbst Luftdurchgänge c besitzen, wobei sich für , den Zugang der Luft unter dem Schacht α ein durchgehender Kanal d oder einzelne Querkanäle befinden. 6c
Bei der in Abb. 2 dargestellten Ausführungsform ist der Boden d in der Mitte erhöht, so daß die Luft, welche durch die öffnungen c einströmt, zu den oberen Schichten der Schieferkokse geleitet wird, wie durch Pfeile angegeben. 6;
Die Form der Schächte α ist beliebig, so können sie kreisrund sein, wie in Abb. 3 dargestellt, oder oval bzw. in anderer Weise endlos, im übrigen kann der Schacht α auch gerade verlaufen oder eine sonstige Form haben. ηι.
Das abzubrennende Gut wird nun ständig dem Abbrand entsprechend am einen Ende geworfen, so daß ein unausgesetzter Betrieb ermöglicht ist.
Durch Anordnung eines Kranes oder sonstiger 7: Fördermittel kann der Betrieb noch erleichtert werden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Abbrennen der bei der Entölung von Posidonienschiefer oder anderen geeigneten Schiefersorten entfallenden Schieferkokse zur Stein-, Mörtel-und Zementherstellung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieferkokse zu Haufen aufgeworfen und 8j oben mit vollständig abgebranntem Gut
o. dgl. so hoch abgedeckt werden, daß die durch diese Deckschicht abziehenden Gase genügend gedrosselt werden, um die von unten oder auch von der Seite her erfolgende g( Luftzufuhr zu drosseln sowie das Brenngut möglichst lange auf hoher Temperatur zu halten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieferkokse zu 9, ununterbrochenen Längshaufen aufgeworfen und wie nach Anspruch 1 bedeckt sowie am einen Ende angezündet werden bzw. von selbst weiterbrennen, falls sie mit genügend hoher Temperatur aufgeworfen werden, wäh- κ rend die Längshaufen am anderen Ende dem fortschreitenden Abbrand entsprechend durch Aufwerfen von Schieferkoksen beständig verlängert werden.
3. Einrichtung zur Ausübung des Ver- κ fahrens nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß zur Aufnahme der Schieferkokse ein kanalf örmiger Schacht von beliebigem Verlauf dient, der oben offen und traten mit Luftzutrittsöffnungen ver- i: sehen ist.
4. Ausführung der Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schachtboden in der Mitte erhöht ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEH78853D 1919-10-28 1919-10-28 Verfahren und Einrichtung zum Abbrennen der bei der Entoelung von Posidonienschiefer oder anderen geeigneten Schiefersorten entfallenden Schieferkokse zur Stein-, Moertel- und Zementherstellung Expired DE363164C (de)

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