DE3622652A1 - Fenster oder fenstertuer - Google Patents

Fenster oder fenstertuer

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    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
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Description

Die Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Fenstertür gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches.
Fenster oder Fenstertüren der genannten Art sind bspw. nach der DOS 27 38 378 bekannt. Der weitere, diesbezüg­ lich einschlägige Stand der Technik ist durch folgende Druckschriften repräsentiert: DOS 20 42 085, DE-PS 30 46 640, DE-GM 79 34 900, 84 22 236 und 85 28 827. Derartige Fenster bzw. Fenstertüren mit Belüftungssy­ stemen sind im Bemühen entwickelt worden, um den Nachteilen aus Energieersparnisgründen möglichst dicht abschließend gestalteter Fenster zu begegnen, nämlich u. a. Sauerstoff- bzw. Frischluftmangel und erhöhte Luftfeuchtigkeit in den betreffenden Räumen.
Fenster der eingangs genannten Art erfüllen zwar die an sie gestellten Forderungen mehr oder weniger gut und zwar hinsichtlich tatsächlichen Luftaustausches, Wärme- und Schalldämmung, Feuchtigkeitsabscheidung, Sauberhaltung des Belüftungskanales und Dichtheit gegen Schlagwetter. Die mit derartigen Belüftungssystemen ausgestatteten Fenster sind jedoch vom natürlichen Druckunterschied auf beiden Seiten des Fensters abhängig, d. h., eine gezielt gesteuerte Belüftung des betreffenden Raumes ist mit derartigen Fenstern bzw. Fenstertüren nicht mög­ lich, weshalb vom Fenster unabhängige Belüftungsgeräte bzw. Belüftungssysteme benutzt werden müssen, wenn eine solche steuerbare Zwangsbelüftung gewünscht wird. Hierbei handelt es sich jedoch um sogenannte Einzel­ baugruppen, die über, unter oder neben dem Fenster bzw. nachträglich im Scheibenbereich angeordnet werden, was zwangsläufig mit einem erheblichen Lichteinfallsverlust verbunden ist und in der Regel besondere Einbaumaßnahmen erfordert. Des weiteren haben sich derartige, separate Belüftungssysteme bei der Fassadengestaltung insbesondere aus architektonischer Sicht als äußerst störend erwiesen, so daß sie sich gerade bei der Sanierung von erhaltens­ würdiger Bausubstanz meist als nicht einsetzbar erwiesen haben.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein Fenster bzw. eine Fenstertür der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß ohne Vergrößerung der übli­ chen Einbauerfordernisse, d. h. ohne Verwendung separat einzubauender Belüftungsaggregate das im Fenster inte­ grierte Belüftungssystem als regel- und steuerbares Zwangsbelüftungssystem betrieben werden kann.
Diese Aufgabe ist mit einem Fenster oder einer Fenster­ tür der eingangs genannten Art nach der Erfindung durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches angeführten Merk­ male gelöst. Praktische Ausführungsformen und vorteilhafte Weiterbildungsformen ergeben sich nach den Unteransprüchen.
Durch diese erfindungsgemäße Lösung liegt ein vom Fenster­ hersteller einschließlich des kompletten Belüftungssystems einbaufertig herstellbares Fenster vor, das also keinerlei besondere Einbauerfordernisse verlangt und bei entsprechen­ der Bemessung des Blendrahmens problemlos in die vorhandene Wandöffnungslaibung eingesetzt werden kann.
Da bei der Ausbildung des Fensters die bekannte Spaltlüf­ tung (Belüftungskanal zwischen Blendrahmen und Flügel) aus­ genützt wird, kann man sich gegf. darauf beschränken, ledig­ lich einen Holm und zwar bevorzugt den oberen Querholm des Blendrahmens als Hohlprofil auzubilden und darin das mindestens eine Gebläse anordnen, d. h., eine insgesamt aus Hohlprofilen gebildete Blendrahmen- und Flügelgestaltung ist nicht zwingend erforderlich. Liegt diese zumindest für den Blendrahmen vor, kann natürlich auch ausschließlich ein solcher Blendrahmen als Belüftungskanal benutzt werden, was jedoch nicht so günstig ist, da dann am Blendrahmen wetterseitig mindestens eine Öffnung vorge­ sehen werden müßte.
Das Gebläse kann natürlich ohne weiteres als regel- und steuerbares Gebläse ausgebildet werden, d. h. bevorzugt derart, daß der Antrieb mit einer sensorgesteuerten Schalt- und Regelautomatik versehen ist, die ebenfalls im Hohlprofil angeordnet ist und die hier keiner näheren Erläuterung bedarf, da hierfür ohne weiteres entsprechende und geeig­ nete elektrische bzw. elektronische Elemente bzw. Schal­ tungen zur Verfügung stehen. Wesentlich ist dabei nur, daß die Schalt- und Regelautomatik mit im betreffenden Raum an geeigneten Stellen angeordneten Sensoren in Ver­ bindung steht, die einzeln oder kombiniert temperatur-, feuchtigkeits- und gegf. auch luftzusammensetzungsab­ hängige Impulse für die Automatik liefern.
Um den Querschnitt des Hohlprofiles möglichst klein zu halten, wird das mindestens eine Gebläse be­ vorzugt in Form eines bzgl. seiner Drehrichtung umschalt­ baren Axialgebläses verwendet, so daß mit möglichst gerin­ gem Aufwand durch das Belüftungssystem des Fensters Luft sowohl von außen nach innen als auch bei Bedarf von innen nach außen gefördert werden kann.
Bevorzugt wird auch die Ausführungsform nach Anspruch 8, bei der im geschlossenen Zustand des Flügels zum Blendrahmen ein absolut dichter Verschluß der inneren Kanalkammer und damit des ganzen Fensters ermöglicht ist, da hierbei nur die wetterseitige Kanalkammer an der Be­ lüftung teilnimmt.
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Fensters hat auch noch den Vorteil, daß es selbst bei vorhandenem und ge­ schlossenem Rolladen funktionsfähig bleibt, da ohne wei­ teres eine Verbindung zwischen Rolladenkastenboden und oberen Querholm hergestellt werden kann, so daß Luft via Rolladenkasten, der ja immer einen Spalt nach außen auf­ weist, zwangsaustauschbar ist.
Das erfindungsgemäße Fenster bzw. die Fenstertür wird nachfolgend an Hand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt schematisch
Fig. 1 das Fenster in Innenansicht;
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Fenster;
Fig. 3 einen Schnitt durch die oberen Querholme von Blendrahmen und Flügel;
Fig. 4 die Schaltungsausbildung des Fensters und
Fig. 5 im Schnitt eine bauliche Einzelheit.
Das aus Blendrahmen 2 und schwenkbar angelenktem Flügel 9 bestehende Fenster ist in Innenansicht in Fig. 1 dargestellt. Der Belüftungskanal 3 wird dabei vom Flügel 9 und vom Blendrahmen 2 begrenzt, wobei in diesem Ausführungsbei­ spiel die Luft ringsum oder bspw. etwa nur in der oberen Hälfte durch einen Anschlagspalt 17 (Fig. 3) zwischen Flügel 9 und Blendrahmen 2 in den Kanal 3 eintreten kann.
Wie erwähnt bevorzugt und wie in Fig. 1, 3 dargestellt, sind im als Hohlprofil 1′ ausgebildeten oberen Querholm zwei kleine Axialgebläse 6 unmittelbar vor den raumseiti­ gen Öffnungen 5 im Innenraum 7 angeordnet und zwar vorteil­ haft in jeweils einem Gebläseumfassungssteg 8.
Die beiden Öffnungen 5 sind zweckmäßig mit einem leicht herausnehmbaren, mit schlitz- oder lochförmigen Einzel­ öffnungen 5′ versehenen Einsatz 18 verblendet, so daß die beiden Gebläse 6 mit ihren Antrieben 13 leicht zugänglich und auch in das Hohlprofil 1′ einbaubar sind.
Wie dargestellt, können die Öffnungen 5 auch mit einem verstellbaren, entsprechende Einzelöffnungen 5′ aufweisen­ den Regulierschieber 12 versehen sein, der eine Quer­ schnittseinstellung aber auch den totalen Verschluß des ganzen Belüftungssystemes ermöglicht.
Wesentlich ist, daß die durch den Spalt 17 in den Belüf­ tungskanal 3 eintretende Luft an die Gebläse 6 gelangen und von diesen durch die Öffnungen 5 in den betreffenden Raum geblasen werden kann. Sofern dabei, wie dargestellt, der Belüftungskanal 3 vom Spaltzwischenraum zwischen Blendrahmen und Flügel 9 gebildet wird, ist das Hohlpro­ fil 1′ mit mehreren Überströmöffnungen 4 versehen, durch die die Luft einströmen bzw. bei umgekehrter Drehrichtung der Gebläse 6 ausströmen kann.
Im übrigen kann bei Anordnung von zwei Gebläsen 6 das eine nur in einer Richtung und das andere in entgegengesetzter Richtung drehen, wobei dann durch Wechselschaltung jeweils nur das eine oder andere Gebläse läuft, je nachdem, ob Frischluft in den Raum gefördert oder Luft nach außen ge­ blasen werden soll. Der Einfachheit halber wird jedoch ein in seiner Drehrichtung umschaltbares Gebläse 6 benutzt.
Sofern, wie angedeutet, über dem Fenster ein Rolladen­ kasten 15 vorgesehen ist, ist am Hohlprofil 1′ vorteil­ haft auch eine Öffnung 4′ vorgesehen, der eine entsprechende Öffnung im Boden des Rolladenkastens 15 gegenübersteht. Dadurch kann die Belüftung auch bei geschlossenem Rolla­ den voll wirksam betrieben werden.
Wenn auch die anderen Holme des Blendrahmens 2 als Hohl­ profile ausgebildet sind, können auch diese als Belüftungs­ kanal dienen, wobei in diesem Fall die Überströmöffnungen 4 bspw. von den auf Gehrung geschnittenen offenen Enden der Vertikalholme des Blendrahmens 2 repräsentiert werden. Hierbei muß dann natürlich der Blendrahmen entsprechend wetterseitige Öffnungen aufweisen, die zweckmäßig mit einer Wetterschutzabschirmung geeigneter Art versehen sein sollten. Auf einen insgesamt offen umlaufenden Spalt 17 könnte dabei verzichtet werden. Aus Gründen der einfachen Sauberhaltung des Belüftungskanals 3 wird jedoch die Ausführungsform nach Fig. 3 bevorzugt, d. h. in einer Ausge­ staltung derart, daß der vom Flügel 9 und vom Blendrahmen 2 begrenzte und sich um den Flügel 9 erstreckende Belüftungs­ kanal 3 aus zwei Kanalkammern 10, 11 gebildet ist, wobei die zum Hohlprofilinnenraum 7 führenden Überströmöffnungen 4 von der wetterseitigenKanalkammer 10 abgehen und die andere Kanalkammer 11 bei geschlossenem Flügel 9 abge­ dichtet ist.
Gemäß Fig. 4 ist der Antrieb 13 des Gebläses 6 mit einer sensorgesteuerten Schalt- und Regelautomatik 14 ausge­ stattet, die, abgesehen von ihrer Stromzuleitung, noch mit Sensoren 19 gekoppelt ist, welche an geeigneten Stel­ len im betreffenden Raum angeordnet werden, die bspw. kritische Luftfeuchtewerte, schädliche Gaskonzentrationen, Sauerstoffmangel od. dgl. für das Wohlbefinden der Raum­ benutzer maßgebliche Werte erfühlen und bei Erreichen von Grenzwerten das bzw. die Gebläse 6 auf Be- oder Entlüftung über die Schalt- und Regelautomatik 14 ein-, um- oder aus­ schalten, was bspw. insbesondere für Räume von besonderem Interesse ist, in denen offene Feuerstellen betrieben werden.
Sofern es sich um ein nicht zu öffnendes Fenster handelt, bei dem also praktisch nur ein Blendrahmen vorhanden ist, so kann an derartigen Fenstern das beschriebene Prinzip ebenfalls zur Anwendung kommen, wobei jedoch dann zwingend der Blendrahmen insgesamt aus Hohlprofilen bestehen muß, da ja kein zwischen Flügel und Blendrahmen gebildeter Belüftungs­ kanal vorhanden ist und auch den Forderungen nach möglichst optimaler Schall- und Wärmedämmung genügt werden soll. Insoweit ist das beschriebene Belüftungssystem selbstver­ ständlich auch anwendbar an Schiebefenstern oder auch an Doppelfenstern.

Claims (12)

1. Fenster oder Fenstertür, bestehend aus mindestens einem in einem Blendrahmen unter Ausbildung eines an mindestens je einer Stelle von außen und innen zugänglichen Belüftungskanales angeordneten Fenster- oder Fenstertürflügels, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Holme (1) des Blendrahmens (2) als Hohlprofil (1′) ausgebildet und dieses mit mindestens einer flügel- und/oder laibungsseitigen, zum Belüftungskanal (3) und/oder zu einem Rolladenkasten führenden Überströmöffnung (4) ver­ sehen ist und daß das Hohlprofil (1′) mit mindestens einer raumseitigen Öffnung (5) versehen und in deren Bereich im Hohlprofil (1′) ein regel- und steuerbares Gebläse (6) angeordnet ist.
2. Fenster oder Fenstertür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Querholm des Blendrahmens das Hohl­ profil (1′) bildet.
3. Fenster oder Fenstertür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine raumseitige Öffnung (5) aus mehreren schlitz- oder lochförmigen Einzelöffnungen (5′) gebildet ist.
4. Fenster oder Fenstertür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (6) im Hohlprofil (1′) unmittelbar vor der raumseitigen Öffnung (5) angeordnet ist.
5. Fenster oder Fenstertür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (6) als in zwei Drehrichtungen antreibbares Gebläse ausgebildet ist.
6. Fenster oder Fenstertür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von zwei raumseitigen Öffnungen (5) im Hohlprofil (1′) im Bereich jeder Öffnung (5) ein Gebläse (6) und davon das eine als Saug- und das andere als Druckgebläse angeordnet ist.
7. Fenster oder Fenstertür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Hohlprofil (1′) ein zum Hohlprofilinnenraum (7) hin offener Gebläseumfassungssteg (8) angeordnet ist.
8. Fenster oder Fenstertür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Flügel (9) und vom Blendrahmen (2) begrenz­ te und sich um den Flügel (9) erstreckende Belüftungs­ kanal (3) aus zwei Kanalkammern (10, 11) gebildet ist, wobei die zum Hohlprofilinnenraum (7) führende, mindestens eine Überströmöffnung (4) von der wetterseitigen Kanal­ kammer (10) abgeht und die andere Kanalkammer (11) bei geschlossenem Flügel (9) abgedichtet ist.
9. Fenster oder Fenstertür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine raumseitige Öffnung (5) des Hohlprofiles (1′) mit einem Regulierschieber (12) ver­ sehen ist.
10. Fenster oder Fenstertür nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die raumseitige Öffnung (5) mit einem loch- oder schlitzförmige Einzelöffnungen (5′) aufweisenden, herausnehmbaren Einsatz (18) verblendet sind.
11. Fenster oder Fenstertür nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (13) des mindestens einen Gebläses (6) mit einer sensorgesteuerten Schalt- und Regelautomatik (14) versehen ist.
12. Fenster oder Fenstertür nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalt- und Regelautomatik (14) ebenfalls mit im Hohlprofil (1′) angeordnet ist.
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