DE3611038A1 - Leichtmetallrad mit abdeckplatte - Google Patents
Leichtmetallrad mit abdeckplatteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Radeinheit für luftbereifte Kraftfahrzeuge,
bestehend aus einem einstückigen, gegossenen oder geschmiedeten
Leichtmetallrad mit einer, mit einem mittigen Nabenteil
versehenen Radscheibe und mit einer den Luftreifen tragenden Felge,
und mit einer formschlüssig an der Radscheibe außen angebrachten
Abdeckplatte.
Eine Radeinheit dieser Art ist aus der Deutschen Patentschrift
30 07 911 bekannt. Bei der bekannten Radeinheit ist die Abdeckplatte
als eine, in eine Vertiefung der Radscheibe einsetzbare
Abdeckkappe ausgebildet und dient dazu, die Radschrauben abzudecken,
um zusammen mit einer Schließeinrichtung eine diebstahlsichere
Radeinheit zu schaffen. Ausweislich der zeichnerischen Darstellung
beträgt der Durchmesser der Abdeckkappe nur etwa 60% des
Radscheibendurchmessers. Die bekannte Abdeckkappe kann so in die Vertiefung
der Radscheibe eingesetzt sein, daß ihre Oberfläche bündig mit
der Oberfläche der äußeren Teile der Radscheibe abschließt. In
einem solchen Falle wird der optische Eindruck eines Leichtmetallrades
von der Abdeckkappe und von den äußeren Teilen der Radscheibe
gebildet. Vergleichbare Diebstahlsicherungen für ein Leichtmetall-
Fahrzeugrad werden auch in den Deutschen Patentschriften 30 17 247
und 32 33 918 beschrieben. Auch hier deckt die Abdeckplatte lediglich
den Nabenteil der Radscheibe mit Radbolzen ab.
Weiterhin ist aus der Deutschen Offenlegungsschrift 28 48 790 ein
Rad für Personenkraftwagen mit einer die Last übertragenden Leichtmetallfelge
bekannt, an der außenseitig eine die Felge abdeckende
Blende angebracht ist, deren Profilierung derjenigen der Felge
entspricht. Der Nabenteil der Radscheibe kann über eine Anzahl
radial verlaufender Stege mit der Felge verbunden sein, wobei
Durchbrechungen zwischen den einzelnen Stegen verbleiben. In
einem solchen Falle ist die Blende der außenseitigen Oberfläche
der Stege nachgebildet und soll auch die seitlichen Begrenzungen
der Stege zumindest teilweise überdecken. Auch in einem solchen
Falle entspricht das Profil oder die Gestaltung der Blende exakt
dem Profil bzw. der Gestaltung der Radscheibe. Die Blende soll aus
einem Kunststoff bestehen, der wenigstens außenseitig mit einer
glatten metallischen Beschichtung, vorzugsweise einer Chrombeschichtung,
versehen ist, um die Ablagerung von Staub- oder Schmutzteilchen
zu vermindern, die vermehrt auf der Oberfläche einer
gegossenen Aluminiumfelge auftreten soll.
Dieses Problem ist auch in der Deutschen Offenlegungsschrift
28 13 412 angesprochen. Die dort beschriebene Felge aus Aluminiumdruckguß
weist eine Abdeckung aus einem der Außenkontur der
Radschüssel angepaßten Belag auf, der mit einer gleichmäßigen
Deckschicht versehen ist und an der Radschüssel formschlüssig
festgelegt ist. Dieser Belag kann aus einer Aluminiumlegierung
bestehen, die als Deckschicht eine anodisch erzeugte Oxidschicht
aufweist. Auch hier folgt die Abdeckung exakt dem Profil oder der
Gestalt der Radscheibe, wie insbesondere auch aus der Figur
ersichtlich ist.
Gegossene oder geschmiedete Leichtmetallfelgen, insbesondere sogenannte
Zierfelgen, gewinnen zunehmend an Beliebtheit und tragen
zum Design eines Kraftfahrzeuges bei. Häufig sehen sich die
Kraftfahrzeughersteller gezwungen, für ein neues Modell eines Kraftfahrzeuges
auch ein neues Felgen-Design vorzuschlagen. Weil eine Radfelge
erheblichen mechanischen Belastungen und sicherheitstechnischen
Anforderungen unterliegt, ist die Bereitstellung einer neuen
Leichtmetallfelge mit einem neuen Design mit erheblichen Kosten
hinsichtlich der Konstruktion, der Prüfung und der Zulassung verbunden.
Davon ausgehend besteht die wesentliche Aufgabe der vorliegenden
Erfindung darin, bei der Bereitstellung einer Leichtmetallfelge
mit neuem Felgendesign die Kosten für Konstruktion, Prüfung und
Zulassung erheblich zu senken.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, Leichtmetall-
Zierfelgen mit einem ansprechenden Felgen-Design bereitzustellen,
die deutlich leichter sind als herkömmliche Leichtmetallfelgen
gleicher Felgengröße und gleicher Herstellungstechnik.
Nach einem weiteren Ziel der vorliegenden Erfindung soll die Möglichkeit
geschaffen werden, den optischen Eindruck bestehender
Leichtmetallfelgen mit einfachen Mitteln zu ändern.
Schließlich soll nach noch einem weiteren Ziel der vorliegenden
Erfindung bei einer derartigen Leichtmetallfelge, insbesondere bei
einer Leichtmetallfelge mit aufwendigem Felgendesign eine Möglichkeit
zu einer das Felgendesign nicht störenden Unterbringung der
zum Auswuchten erforderlichen Ausgleichsgewichte geschaffen werden.
Ausgehend von einer Radeinheit für luftbereifte Kraftfahrzeuge,
bestehend aus einem einstückigen, gegossenen oder geschmiedeten
Leichtmetallrad mit einer, mit einem mittigen Nabenteil versehenen
Radscheibe und mit einer, den Luftreifen tragenden Felge sowie mit
einer kraft- und/oder formschlüssig an der Radscheibe außen angebrachten
Abdeckplatte ist die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe
und Ziele dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte im
wesentlichen die gesamte Radscheibe abdeckt und im Sinne eines
Gestaltungsteils den optischen Eindruck des Leichtmetallrades bestimmt,
und die Radscheibe - unabhängig von der Abdeckplatte - im
Hinblick auf minimales Gewicht bei ausreichender statischer Festigkeit
ausgebildet ist und hauptsächlich aus einzelnen, radial
ausgerichteten Streben besteht, welche die Felgen mit dem mittigen
Nabenteil verbinden.
Die vorliegende Erfindung sieht verschiedene, getrennte Vorrichtungen
vor, um einerseits die Anforderungen an das Design und
andererseits an die Statik eines Leichtmetallrades zu erfüllen. Das
angestrebte Design wird mit der Abdeckplatte realisiert, die leicht
auswechselbar am Leichtmetallrad anbringbar ist. Vorzugsweise ist
die Abdeckplatte eine - abgesehen von Lüftungsöffnungen - vollflächige,
kreisrunde Scheibe, deren Durchmesser wenigstens 90% des
Radscheibendurchmessers ausmacht. Die nach außen gerichtete Sichtfläche
dieser Abdeckplatte ist mit den das Rad-Design bestimmenden Elementen
versehen. Selbst wenn sie aus dem Material des Leichtmetallrades
besteht, stellt die Abdeckplatte ein leichtes, vorzugsweise
weniger als 600 g wiegendes Bauteil dar, das preiswert herstellbar,
leicht auswechselbar und dauerhaft am Leichtmetallrad befestigbar
ist, so daß bei einem Design-Wechsel lediglich diese Abdeckplatte
gegen eine neue, anders gestaltete Abdeckplatte ausgetauscht
werden muß.
Die Konstruktion des einstückigen, hauptsächlich aus Nabenteil,
Radscheibe und Felge bestehenden Leichtmetallrades kann allein
auf die statischen Anforderungen beschränkt werden und muß nicht
länger gestalterische Gesichtspunkte berücksichtigen. Es ist nunmehr
möglich, - unabhängig von dem resultierenden Aussehen - die
statischen Anforderungen bei möglichst geringem Gewicht des Leichtmetallrades
zu realisieren. In der Praxis lassen sich Gewichtseinsparungen
von ca. 15 bis 20% und mehr gegenüber herkömmlichen
Leichtmetallrädern gleicher Herstellungsweise und gleicher Felgenabmessungen
erzielen. Beispielsweise kann der Aufbau der Radscheibe
einer 5-zackigen Sternanordnung entsprechen. Das Nabenteil hat dann
in der Draufsicht die Kontur eines regelmäßigen Fünfeckes, und von
jeder Fünfeck-Kante steht eine in der Draufsicht dreieckige Strebe
ab, die mit ihrer Spitze die Felge kontaktiert und trägt. Ein derartiges
Leichtmetallrad kann in vergleichsweise einfachen Formen
gegossen werden und gewährleistet bei minimalem Materialeinsatz
die erforderliche statische Festigkeit.
Weil eine bestimmte Grundausführung des Leichtmetallrades für
eine Vielzahl unterschiedlicher Radeinheiten mit unterschiedlichem
Design geeignet ist, lassen sich hinsichtlich der Radherstellung
aufgrund der größeren Stückzahl Rationalisierungseffekte
erzielen, die ebenfalls die Herstellungskosten senken. Beim Übergang
von einem Design zu einem anderen Design muß nicht länger
eine erneute Prüfung und Zulassung des Leichtmetallrades durch die
zuständigen Behörden vorgenommen werden. Vielmehr wird an dem bereits
geprüften und zugelassenen Basisrad lediglich die Abdeckplatte
mit einem anders gestalteten Design ausgetauscht. Auch in
dieser Hinsicht sind erhebliche Kosteneinsparungen zu erwarten.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei herkömmlichen Leichtmetallzierfelgen bereitet die Anbringung
der Ausgleichsgewichte Schwierigkeiten. Die herkömmliche Befestigung
von Bleigewichten, bei welcher Klammern über das Felgenhorn
geschlagen werden, stört den optischen Eindruck. Die - optisch
etwas ansprechenderen - Klebegewichte gehen häufig verloren. Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung kann vorzugsweise am Scheibenrad
- benachbart und koaxial zur Felge - eine umlaufende, nach
außen offene Nut zur Aufnahme von Ausgleichsgewichten ausgebildet
sein. Die Abdeckplatte überdeckt diese Ringnut und die gegebenenfalls
darin befindlichen Ausgleichsgewichte, so daß eine leicht
zugängliche und dennoch "unsichtbare" Ausgleichsgewicht-Befestigung
geschaffen wird. Der Auswuchtvorgang kann auf das Leichtmetallrad
beschränkt werden, weil die, einschließlich ihrer Befestigungselemente
rotationssymmetrische Abdeckplatte nicht nennenswert
zu einer Unwucht beitragen kann.
Bekannte Radkappen an Stahlfelgen sind als Glasfaser-verstärktes,
spritzgegossenes Kunststoffteil ausgebildet und bestehen aus Polyamid-,
Polypropylen- oder Acryl-Butadien-Styrol-Material und weisen
an ihrer Außenseite eine Metallisierung in Form einer aufgedampften
Metallschicht oder dergleichen auf. Grundsätzlich kann auch die
erfindungsgemäß vorgesehene Abdeckkappe in dieser Form ausgebildet
sein. Vorzugsweise ist jedoch vorgesehen, daß die erfindungsgemäße
Abdeckkappe vollständig aus metallischem Material besteht. Als
metallisches Material kommen insbesondere rostfreier Stahl und
das metallische Material des Leichtmetallrades in Betracht. Besonders
bevorzugt besteht die Abdeckkappe aus dem gleichen Leichtmetall
wie das Leichtmetallrad. In einem solchen Falle sind praktisch
keine Unterschiede zwischen der Abdeckplatte und dem von
dieser nicht abgedeckten Felgenabschnitt des Leichtmetallrades zu
erkennen, so daß die Abdeckplatte den gesamten optischen Eindruck
des Leichtmetallrades bestimmt.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Abdeckplatte soll die Radscheibe
einschließlich deren Nabenteil und den Radscheiben-Übergang zum
Felgenhump bzw. zur Felgenschulter verbergen. Zu diesem Zweck ist
die Abdeckplatte vorzugsweise als vollflächige, kreisrunde Scheibe
ausgebildet, in der bei Bedarf lediglich Lüftungsöffnungen ausgespart
sind. Eine solche Abdeckscheibe kann die gesamte Radscheibe
abdecken. Alternativ kann ein schmaler Ringraum unmittelbar
anschließend an die Felge als Lüftungsöffnung dienen. In einem solchen
Fall soll der Durchmesser der als vollflächige, kreisrunde
Scheibe ausgebildeten Abdeckplatte wenigstens 90% des Radscheiben-
Durchmessers ausmachen. Der besondere optische Eindruck der
Abdeckplatte wird durch entsprechende Gestaltung von deren Außenseite
bzw. Sichtfläche erzeugt. Diese Gestaltung kann durch einem
bestimmten Muster folgende Prägungen und/oder erhabene Abschnitte
hervorgerufen werden. Ferner können Farbeffekte, etwa durch Eloxierung,
durch Oxydabscheidung oder durch Lackierung von
Teilbereichen hervorgerufen werden.
Die Abdeckplatte muß einerseits leicht lösbar und andererseits
so dauerhaft an dem Leichtmetallrad befestigbar sein, daß diese
Befestigung den bekannt rauhen Einsatzbedingungen eines
Kraftfahrzeugrades standhält. Vorzugsweise sind entsprechende
Befestigungsmittel zentral im Bereich des Nabenteils der Radscheibe und
mittig an der Abdeckplatte vorgesehen. Zu diesem Zweck kann am
Nabenteil der Radscheibe koaxial zur Felge ein nach außen vorstehender
erster Rohrflansch angeformt sein und die Befestigungsmittel
für die Abdeckplatte greifen an diesem ersten Rohrflansch
an. Hierzu kann von der Innenseite der Abdeckplatte ein zweiter
Rohrflansch vorstehen, der am ersten Rohrflansch - innen oder
außen - anliegt, und die Befestigungsmittel greifen im gegenseitigen
Anlagebereich formschlüssig ineinander. Es kommen herkömmliche
Befestigungsmittel, wie etwa Nut- und Federanordnungen,
Nockenverschlüsse, Bajonette-Verschlüsse, Klemmanordnungen und
dergleichen in Betracht.
Weiterhin kann ein zusätzliches Halteorgan vorhanden sein, das
im wesentlichen aus einem großflächen Kopf und einem einstückig
angeformten Rohrabschnitt besteht. Im zentralen Abschnitt der
Abdeckplatte ist eine mittige Öffnung ausgespart, durch welche
dieser Rohrabschnitt hindurchragt. Mit seinem Randbereich liegt
der großflächige Kopf an der Außenseite der Abdeckplatte angrenzend
an den Umfang dieser mittigen Öffnung an. Der Rohrabschnitt
liegt innen oder außen am ersten Rohrflansch am Leichtmetallrad
an, und es sind dort die bereits erörterten formschlüssig ineinander
greifenden Befestigungsmittel im gegenseitigen
Anlagebereich vorgesehen.
Das gegenseitige Ineinandergreifen der Befestigungsmittel an
einerseits dem ersten Rohrflansch am Leichtmetallrad und andererseits
dem zweiten Rohrflansch an der Abdeckplatte oder dem Rohrabschnitt
an dem Halteorgan erfolgt zweckmäßigerweise durch
Kombination einer Drehbewegung und einem Anheben oder Niederdrücken
der Abdeckplatte in axialer Richtung. Der dauerhafte, ineinander
greifende Sitz der Befestigungsmittel kann durch die Federkraft
eines Federelementes unterstützt sein. Vorzugsweise dient als
solches Federelement eine Schlangenfeder, die zwischen die Stirnfläche
des ersten Flansches und die Innenseite der Abdeckplatte
eingesetzt ist. Bei einem Druck auf den zentralen Abschnitt der
Abdeckplatte kann die Elastizität der Schlangenfeder mit der
elastischen Verformbarkeit der Abdeckplatte zusammenwirken, um
die Befestigungsmittel gegenseitig zu lösen; wahlweise kann hierzu
noch eine Verdrehung der Abdeckplatte gegenüber ihrer
Raststellung erforderlich sein.
Es ist bereits gesagt worden, daß die vorliegende Erfindung bei
Einhaltung des üblichen Sicherheitsstandards eine deutliche
Gewichtsverringerung gegenüber herkömmlichen Leichtmetallrädern
gleicher Herstellungsweise und gleicher Felgenabmessungen erlaubt.
Auch wenn die Abdeckplatte aus dem gleichen Material wie das
Leichtmetallrad besteht, beträgt die Gewichtseinsparung im
Mittel wenigstens 15% und kann im Einzelfall bis zu 20% und mehr
betragen. Beispielsweise wiegt ein herkömmliches, gegossenes Auluminiumrad
mit üblichem Design bei einer Felgengröße 6J × 14 ca. 7,5 kg.
Demgegenüber wiegt eine erfindungsgemäße Radeinheit, bestehend
aus einem gegossenen Leichtmetallrad aus Aluminium und einer
Abdeckplatte aus Aluminium lediglich ca. 5 bis 5,5 kg. Ersichtlich
läßt sich eine Gewichtseinsparung von ca. 30% erzielen. Diese
Gewichtseinsparung beruht darauf, daß bei der Konstruktion des
Leichtmetallrades selbst gestalterische Gesichtspunkte außer
acht bleiben konnten und die Konstruktion und der gesamte Aufbau
auf ausreichende statische Festigkeit bei minimalem Gewicht ausgelegt
wurde. Bei Leichtmetallrädern mit anderen Felgengrößen
kann die Gewichtseinsparung geringer sein, beträgt im Mittel jedoch
immer noch wenigstens 10 bis 15%. Beispielsweise wurden
nachstehende Gewichtseinsparungen erzielt:
Nachstehend wird die Erfindung mehr im einzelnen anhand bevorzugter
Ausführungsformen mit Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert;
die letzteren zeigen:
Fig. 1 in einer schematischen Schnittdarstellung eine erfindungsgemäße
Radeinheit mit Leichtmetallrad und an diesem formschlüssig
angebrachter Abdeckplatte;
Fig. 2 in einer ausschnittsweisen Schnittdarstellung analog
zu Fig. 1 eine alternative Möglichkeit zur Befestigung der
Abdeckplatte;
Fig. 3 in einer ausschnittsweisen, schematischen Schnittdarstellung
analog zu Fig. 1 eine weitere Alternative zur
Befestigung der Abdeckplatte;
Fig. 4a in einer auseinandergezogenen, perspektivischen
Darstellung die Befestigung der Abdeckplatte nach Fig. 3;
Fig. 4b in einer Schnittdarstellung die Befestigung nach Fig. 4a
mit einer zusätzlich eingelegten Schlangenfeder;
Fig. 5 in einer ausschnittsweisen Schnittdarstellung eine
weitere Abwandlung der Radeinheit nach Fig. 1, wobei hier
die Abdeckplatte nicht an das Felgenbett heranreicht;
Fig. 6a und 6b in einer Schnittdarstellung bzw. in der Draufsicht
eine praktische Ausführungsform eines maßgeblich im
Hinblick auf Gewichtseinsparung konstruierten Leichtmetallrades
einer erfindungsgemäßen Radeinheit;
Fig. 7 schematisch in Draufsicht eine 5-Zacken-Sternkonstruktion
eines Leichtmetallrades einer erfindungsgemäßen
Radeinheit;
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine Abdeckplatte mit Speichen-
Design;
Fig. 9 eine Draufsicht auf eine Abdeckplatte mit Kreuz-
Design;
Fig. 10 eine Draufsicht auf eine Abdeckplatte mit glattem
Design;
Fig. 11 und 12 weitere Möglichkeiten des Designs der
Abdeckplatte;
Fig. 13a und 13b noch weitere Möglichkeiten des Designs
der Abdeckplatte mit dynamischen Designelementen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die erfindungsgemäße Radeinheit
im wesentlichen aus einem Leichtmetallrad 10 und einer
Abdeckplatte 30. Das Leichtmetallrad 10 umfaßt eine Radscheibe 11,
die an ihrem Außenumfang einstückig angeformt eine Felge 12
trägt. Die Felge 12 ist von üblicher Bauart und umfaßt eine
Radschüssel 13, ein Felgenbett 14 und die beiden Felgenhörner 15.
In üblicher Weise ist auf die Felge 12 ein schlauchloser Reifen 2
aufmontiert. Über ein Ventil 3 kann der Reifen 2 mittels
Druckluft aufgeblasen werden.
Innerhalb eines zentralen Nabenteils der Radscheibe 11 sind
Bohrungen 16 ausgespart, durch welche Haltebolzen 5 hindurchgeführt
sind, mit denen das gesamte Leichtmetallrad in üblicher Weise
an einer - nicht dargestellten - Scheibe, Trommel oder Welle eines
Kraftfahrzeugrades anbringbar ist.
In der dargestellten Ausführungsform ist an der Radscheibe 10
ein umlaufendes, nach außen offenes, U-förmiges Profil mit den
beiden Stegen 17 und 18 angeformt. Das resultierende U-Profil
begrenzt eine umlaufende, nach außen offene Nut 7 zur Aufnahme
von Ausgleichsgewichten.
Eine praktische Ausführungsform eines solchen Leichtmetallrades
10 ist im Schnitt in Fig. 6a und in Draufsicht in Fig. 6b
dargestellt. Wie aus Fig. 6b ersichtlich, besteht die Radscheibe 11
aus einzelnen Streben 20, welche einen Nabenteil 19 der
Radscheibe 11 mit der Felge 12 verbinden. In der dargestellten
Ausführungsform sind 20 Streben vorgesehen, von denen einige Streben
20′ kürzer sind als die restlichen Streben 20, weil diese
kürzeren Streben 20′ an einem erweiterten, die Bohrungen 16
enthaltenden Abschnitt des Nabenteils 19 enden.
Die Fig. 7 zeigt schematisch eine weitere Möglichkeit zur
Ausgestaltung einer Radscheibe 11. Auch hier besteht die Radscheibe
11 aus einzelnen Streben 20, die hier in der Draufsicht eine
dreieckige Gestalt haben. Diese dreieckigen Streben entsprechen
den Spitzen einer regelmäßigen, 5-zackigen Sternanordnung, wobei
das Nabenteil 19 die Gestalt eines regelmäßigen Fünfeckes
aufweist. Von jeder Fünfeckfläche steht eine dreieckige Strebe
20 ab, die mit ihrer Spitze 21 die Felge 12 trägt. In der
dargestellten Ausführungsform ist wiederum ein U-förmiges Profil an
den Streben 20 angebracht, um eine Nut 7 zur Aufnahme der
Ausgleichsgewichte zu bilden. Mit einer solchen, regelmäßigen,
5-zackigen Sternanordnung läßt sich bei Gewährleistung ausreichender
statischer Festigkeit eine besonders hohe
Gewichtseinsparung erzielen.
Wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, gehört zur erfindungsgemäßen
Radeinheit zusätzlich eine Abdeckplatte 30, die kraft-
und/oder formschlüssig an der Radscheibe 11 festlegbar ist. Diese
Abdeckplatte 30 deckt im wesentlichen die gesamte Radscheibe 11
ab und bestimmt entsprechend der Ausbildung ihrer Sichtfläche 31
das Aussehen, das Design bzw. den gesamten optischen Eindruck des
Leichtmetallrades; in diesem Sinne wirkt die Abdeckplatte 30
als Gestaltungsteil. Vorzugsweise kann eine solche Abdeckplatte
30 eine kreisrunde vollflächige Scheibe sein. Die Abdeckplatte 30 kann
die gesamte Radscheibe 11 abdecken und mit ihrem Außenumfang 32
nahezu an der Felgenschulter der Felge 12 anliegen, wie das mit
Fig. 1 dargestellt ist. In einem solchen Falle sind im äußeren
Randabschnitt 33 der - ansonsten vollflächigen - Abdeckplatte 30
zweckmäßigerweise Lüftungsöffnungen ausgespart, so daß eine
Luftströmung durch diese Öffnungen und die Zwischenräume 22
zwischen einzelnen Streben 20 der Radscheibe 11 gewährleistet
ist (vgl. Fig. 6b).
Nach einer alternativen Ausführungsform (vgl. Fig. 5) deckt die
Radscheibe 30 nicht die gesamte Radscheibe 11 ab. Vielmehr
verbleibt zwischen dem Außenumfang 32 der Abdeckplatte 30 und der
Felgenschulter der Felge 12 ein zu Lüftungszwecken dienender
Ringraum 8. Die Abdeckplatte 30 hat jedoch wenigstens einen
solchen Durchmesser, damit das U-Profil 17, 18 abgedeckt ist,
das eine zur Aufnahme von Ausgleichsgewichten dienende Nut 7
begrenzt. Auch in einem solchen Falle soll der Durchmesser der
vollflächigen, kreisrunden Abdeckplatte 30 wenigstens 90% des
Durchmessers der Radscheibe 11 ausmachen.
Die Abdeckplatte 30 ist kraft- und/oder formschlüssig an der
Radscheibe 11 anbringbar. Zu diesem Zweck ist - entsprechend
der Ausführungsform nach Fig. 1 - am Nabenteil 19 der Radscheibe
11 ein erster Rohrflansch 23 einstückig angeformt. Am Außenumfang
des Rohrflansches 23 ist ein umlaufender Vorsprung 24,
beispielsweise mit keilförmiger Gestalt angeformt. Passend zu diesem
Befestigungsmittel ist an der Abdeckplatte 30 einstückig ein
von deren Innenseite 34 abstehender zweiter Rohrflansch 35
angeformt, an dessen Innenumfang eine umlaufende Aussparung 36
beispielsweise eine Keilnut - ausgespart ist. In der dargestellten
Ausführungsform umgreift der zweite Rohrflansch 35 an der
Abdeckplatte 30 den ersten Rohrflansch 23 an der Radscheibe 11.
Die Abdeckplatte 30 ist ausreichend flexibel, so daß sich beim
Aufsetzen der zweite Rohrflansch 35 elastisch verformt, bis der
Keil 24 am ersten Rohrflansch in die Keilnut 36 am zweiten
Rohrflansch einrastet.
Zur Erleichterung der Verformung und Verbesserung des elastisch-
federnden Sitzes kann zwischen die Stirnfläche des erten Flansches
23 und die Innenseite 34 der Abdeckplatte 30 eine ringförmige
Schlangenfeder 9 passender Größe eingesetzt sein.
Die Fig. 2 zeigt eine alternative Möglichkeit zur Befestigung
der Abdeckplatte 30 an der Radscheibe 11. Auch hier steht vom
Nabenteil 19 der Radscheibe 11 ein erster Rohrflansch 23 nach
außen ab. Vom Innenumfang des ersten Rohrflansches 23 stehen als
Arretierungsmittel dienende Nocken 25 eines Bajonett-Verschlusses nach innen
vor und greifen in entsprechende Aussparungen 37 ein, die an
einem zweiten Rohrflansch 35 ausgespart sind, der von der Innenseite
34 der Abdeckplatte 30 nach innen vorsteht. In diesem Falle
liegt der zweite Rohrflansch 34 innen am ersten Rohrflansch 23
der Radscheibe 11 an. Wiederum kann - wie in Fig. 2 dargestellt -
zwischen die Stirnfläche des ersten Rohrflansches 23 und die
Innenseite 34 der Abdeckplatte 30 eine Schlangenfeder 9
eingesetzt sein, welche die Abdeckplatte 30 vom ersten Rohrflansch
23 wegzudrücken versucht, so daß die Arretierungsmittel 25 sicher
in entsprechenden axial ausgerichteten Aussparungen gehalten werden.
Zum erneuten Lösen der Abdeckplatte 30 von der Radscheibe
11 wird axialer Druck auf die Abdeckplatte 30 ausgeübt, um die
Schlangenfeder 9 zu komprimieren, so daß die Arretierungsmittel
25 aus den axialen Schlitzen ausrücken können. Auf eine nachfolgende
Drehung der Abdeckplatte 30 hin kann die letztere von
der Radscheibe 11 gelöst werden. Das Drehen der Abdeckplatte 30
kann durch einen großflächigen Kopf 38 mit einem 6-eckigen Umfangsprofil
erleichtert werden, der einstückig an der Außenseite
31 der Abdeckplatte 30 angeformt ist.
Die Fig. 3, 4a und 4b zeigen ausschnittsweise eine andere Alternative zur
Befestigung einer Abdeckplatte 30 an einer Radscheibe 11. Wiederum
ist am Nabenteil 19 der Radscheibe 11 einstückig ein nach außen
vorstehender erster Rohrflansch 23 angeformt. Vom Innenumfang des
Rohrflansches 23 steht ein oder mehrere Nocken 25 eines Bajonett-
Verschlusses ab. Im Zentrum der Abdeckplatte 30 ist eine mittige
Öffnung 39 ausgespart. Als Befestigungsmittel dient ein zusätzliches
Halteorgan 40 mit einem großflächigen Kopf 41, der ein
eckiges, beispielsweise sechseckiges Umfangsprofil aufweist. An
diesem Kopf 41 ist einstückig ein Rohrabschnitt 42 angeformt,
in welchen die typischen Nuten 43, 44 eines Bajonett-Verschlusses
ausgespart sind. An der Innenseite 45 des großflächigen Kopfes 41
kann eine Nut 46 ausgespart sein, in welche eine ringförmige
Schlangenfeder 9 eingelegt ist (vgl. Fig 3). Alternativ kann
eine solche Schlangenfeder 9 zwischen die Innenseite 45 des Kopfes
41 und die Außenseite der Abdeckplatte 30 eingelegt sein (vgl.
Fig. 4b). Zum Befestigen der Abdeckplatte 30 an der Radscheibe 11
wird der Rohrabschnitt 42 durch die mittige Öffnung 39 hindurchgeführt
und in den Innenumfang des ersten Flansches 23 an der Radscheibe
11 eingesetzt. Unter Andrücken und Drehen des großflächigen
Kopfes 41 rasten der/die Nocken 25 schließlich in die
Raststellung 44 der Nut 43 am Rohrabschnitt 42 ein. Hierbei wird die
Schlangenfeder 9 gespannt und hält das Halteorgan 40 federnd in
dieser Anordnung.
Wie bereits gesagt, wird der optische Eindruck des Leichtmetallrades
der erfindungsgemäßen Radeinheit von der Gestaltung der
Außen- bzw. Sichtfläche 31 der Abdeckplatte 30 bestimmt. Die
Fig. 8 bis 13 zeigen verschiedene Möglichkeiten des Design dieser
Sichtfläche 31.
Das Design nach Fig. 8 ist dem Aussehen eines typischen Speichenrades
nachempfunden. Die Abdeckplatte 30 mit dem Speichen-Design
verdeckt im wesentlichen die gesamte Radscheibe und reicht nahezu
an die Felge 12 heran. Im Zentrum der Abdeckplatte 30 befindet sich
das von den Speichen ausgenommene Nabenteil 19. Die Speichen können
durch Prägungen der ansonsten ebenen Abdeckplatte 30 nachempfunden
sein.
Fig. 9 zeigt ein stilisiertes Kreuz-Design, das von zwei sich
rechtwinklig kreuzenden Balken bestimmt wird. Am Umfang der Abdeckplatte
30 sind Aussparungen für die Lüftungsöffnungen 8 vorgesehen.
Mit dem die Lüftungsöffnungen 8 einschließenden Kranz
reicht die Abdeckplatte 30 nahezu an die Felge 12 heran.
Die Fig. 10 zeigt ein weitgehend glattes Design der Abdeckplatte
30. Sowohl am Außenumfang zur Felge 12 hin und am Innenumfang zum
Nabenteil 19 hin sind Lüftungsöffnungen 8 ausgespart.
Die Fig. 11 und 12 zeigen weitere Möglichkeiten zur Gestaltung
der Sichtfläche der Abdeckplatte 30. Hier sind stegartige Erhebungen
aufgeprägt, die an sich bekannte Muster nachahmen,
beispielsweise ein Kreuz-Speichen-Muster nach Fig. 11 oder ein
Strahlen-Muster nach Fig. 12. Sowohl am Innenumfang wie am Außenumfang
der Abdeckplatte 30 sind Lüftungsöffnungen 8 ausgespart. Die
Fig. 13a und 13b zeigen auf einer an sich glatten Sichtfläche der
Abdeckplatte 30 dynamisch wirkende Design-Elemente, die sich an
herkömmlichen Leichtmetallrädern nicht verwirklichen lassen, weil
zwischen den Design-Elementen und den aus statischen Gründen
notwendigen Bestandteilen des Leichtmetallrades keine Übereinstimmung
besteht.
Keinesfalls sind die möglichen Design-Formen auf die in den Figuren
dargestellten Vorschläge begrenzt. Vielmehr können vielfältige
Abwandlungen und Modifizierungen vorgesehen werden. Im Gegensatz
zum Grundrad können die Design-Elemente vom Zeitgeschmack bestimmt
werden. Mögliche Grundformen für Ausbildung, Gestaltung und Design
der Abdeckplatte reichen von einem extremen Konkav-Styling bei besonders
breiten Sportfelgen in der 7/8/9/10-Zoll-Klasse über das
Plan-Styling (wie es beispielsweise mit einer Abdeckplatte nach
Fig. 10 realisierbar ist) in der mittelbreiten 6 bis 6 1/2-Zoll-
Klasse bis zu den Normalfelgen in der 4 bis 5 1/2-Zoll-Klasse, die
in jüngerer Zeit häufig im Konvex-Styling ausgeführt werden. Plan-
und Konvex-Styling kommen den Bestrebungen der Automobil-Industrie
nach Erhöhung der Sicherheit und Verminderung des Luftwiderstandsbeiwertes
(c/w-Wert) entgegen. Fahrwerksteile, wie die ständig
größer werdenden Bremsscheiben mit entsprechend dimensionierten
Bremszangen, ferner Achsschenkel zur Erreichung eines möglichst
geringen oder gar negativen Lenkrollradius, Antiblockiersysteme
und neuartige Antischlupfsysteme können in der Radschüssel untergebracht
werden. Eine glatte Radscheiben-Oberfläche vermindert
den Luftwiderstand und erlaubt eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs.
Gerade weil die Styling-Elemente der Abdeckplatte
keinerlei Statik-bedingte Verstrebungen aufweisen müssen, lassen
sich optimale Ausführungen hinsichtlich einer c/w-Wert-Optimierung
realisieren.
Technische Ansprüche an die Styling-Elemente beziehen sich vor
allem auf ausreichende Verbindung mit dem Grundrad und der Anwesenheit
ausreichender Belüftungsöffnungen zur Bremsenkühlung.
Obwohl diese Lüftungsöffnungen an beliebiger Stelle vorgesehen
werden können, sollen sie aus strömungstechnischen Gründen
zweckmäßigerweise benachbart zum Außenumfang angrenzend an die Felge
vorgesehen sein. Das aus vorzugsweise filigranen Radialverstrebungen
bestehende Grundrad weist zwischen diesen Verstrebungen
ausreichende Durchbrüche zur Belüftung auf.
Die Ausführung der Abdeckplatte einschließlich der Styling-Elemente
an der Sichtfläche der Abdeckplatte kann nach den bekannten Verfahren
der Gießtechnik, Spritztechnik und vorzugsweise im Stanz-
bzw. Tiefziehverfahren erfolgen. Stanz- und Tiefziehverfahren
bringen den zusätzlichen Vorteil einer Gewichtsoptimierung, weil
mit geringstmöglichen Materialstärken eine ausreichende Formstabilität
der Abdeckplatte erzielbar ist. Ferner lassen sich bei den
genannten Verfahren durch die Anwesenheit von Versteifungsprofilen,
durch unterschiedliche Oberflächenbehandlung "negative" bzw.
"positive" Flächen spezielle Effekte mit Tiefenwirkung erzielen.
Mit den nach den vorgenannten Verfahren realisierten Styling-
Elementen lassen sich alle bisher bekannten Rad-Designs,
besonders die in letzter Zeit oft anzutreffenden Kreuz- und
Radialspeichen-Designs (vgl. Fig. 8 und 9) ohne auffällige
Unterschiede zu den bekannten Vollrädern aus
Leichtmetallmaterial realisieren.
Darüberhinaus bieten die erfindungsgemäß vorgesehenen Styling-
Elemente an der Abdeckplatte Möglichkeiten für den Designer, die
bei herkömmlichen Radkonstruktionen mit den erforderlichen Statik-
Elementen nicht realisierbar sind (vgl. beispielsweise Fig. 13a
und 13b).
Claims (15)
1. Radeinheit für luftbereifte Kraftfahrzeuge,
bestehend aus einem einstückigen, gegossenen oder geschmiedeten
Leichtmetallrad mit einer mit einem mittigen Nabenteil
versehenen Radscheibe und mit einer den Luftreifen tragenden
Felge sowie mit einer kraft- und/oder formschlüssig an
der Radscheibe außen angebrachten Abdeckplatte,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckplatte (30) im wesentlichen die gesamte Radscheibe
(11) abdeckt und im Sinne eines Gestaltungsteils den optischen
Eindruck des Leichtmetallrades (10) bestimmt; und
die Radscheibe - unabhängig von der Abdeckplatte - im
Hinblick auf minimales Gewicht bei ausreichender statischer
Festigkeit ausgelegt ist, und hauptsächlich aus einzelnen
radial ausgerichteten Streben (20) besteht, welche das
mittige Nabenteil (19) mit der Felge (12) verbinden.
2. Radeinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
am Scheibenrad (11) benachbart und koaxial zur Felge (12)
eine umlaufende, nach außen offene Nut (7) zur Aufnahme von
Ausgleichsgewichten ausgebildet ist.
3. Radeinheit nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
an den Streben (20) des Scheibenrades (11) ein ringförmiges
U-Profil (17, 18) angebracht bzw. angeformt ist, welches die
nach außen offene umlaufende Nut (7) zur Aufnahme der
Ausgleichsgewichte begrenzt.
4. Radeinheit nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckplatte (30) wenigstens diese Ringnut (7) und den
von ihr umschlossenen Bereich der Radscheibe (11) abdeckt.
5. Radeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckplatte (11) - abgesehen von Lüftungsöffnungen (8) -
eine vollflächige, kreisrunde Scheibe ist, deren Durchmesser
wenigstens 90% des Radscheibendurchmessers ausmacht (vgl.
Fig. 4).
6. Radeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckplatte (30) die gesamte Radscheibe (11) abdeckt
(vgl. Fig. 1).
7. Radeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckplatte (30) aus metallischem Material (insbesondere
aus dem Material des Leichtmetallrades (10) besteht.
8. Radeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
am Nabenteil (19) der Radscheibe (11) koaxial zur Felge (12)
ein nach außen vorstehender, erster Rohrflansch (23)
angeformt ist; und
die Befestigungmittel für die Abdeckplatte (30) an diesem
ersten Rohrflansch angreifen.
9. Radeinheit nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
von der Innenseite (34) der Abdeckplatte (30) ein zweiter
Rohrflansch (35) nach innen vorsteht, der zur Anlage am
ersten Rohrflansch (23) bringbar ist; und
im Anlagebereich Befestigungsmittel (24/36, 25/37, 25/43,
46) formschlüssig ineinandergreifen.
10. Radeinheit nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich ein Halteorgan (40) mit einem großflächigen
Kopf (41) und einem einstückig angeformten Rohrabschnitt
(42) vorhanden ist;
der Randbereich des großflächigen Kopfes an der Außenseite
(31) der Abdeckplatte (30) anliegt;
der Rohrabschnitt durch eine mittige Öffnung (39) in der
Abdeckplatte (30) hindurchragt und am ersten Rohrflansch
(23) zur Anlage bringbar ist; und
im Anlagebereich Befestigungsmittel (25/43, 46) formschlüssig
ineinandergreifen (vgl. Fig. 3).
11. Radeinheit nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen die Stirnfläche des ersten Rohrflansches (23)
und die Innenseite (34) der Abdeckplatte (30) eine ringförmige
Schlangenfeder (9) eingelegt ist.
12. Radeinheit nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
an der Innenseite des Randabschnittes des großflächigen
Kopfes (41) des Halteorgans (40) eine umlaufende Nut (45)
ausgespart ist, in welche eine ringförmige Schlangenfeder (9)
einlegbar ist.
13. Radeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Streben (20) der Radscheibe (11) die Zacken einer
Sternanordnung sind.
14. Radeinheit nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
die - in der Draufsicht - dreieckigen Streben (20) zu einer
fünfeckigen Sternanordnung gehören und mit ihren Spitzen (21)
die Felge (12) kontaktieren und tragen (vgl. Fig. 6).
15. Radeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Leichtmetallrad (10) ein Gußstück aus einer herkömmlichen
Aluminium-Knet-Legierung ist; und
die gesamte aus Leichtmetallrad und aus dem gleichen Material
bestehende Abdeckplatte (30) bei einer Felgengröße 7 J × 15
weniger als 6 kg wiegt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863611038 DE3611038A1 (de) | 1985-10-19 | 1986-04-02 | Leichtmetallrad mit abdeckplatte |
| IT8683347A IT1235765B (it) | 1985-10-19 | 1986-04-22 | Ruota in metallo leggero con piastra di copertura. |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8529710 | 1985-10-19 | ||
| DE19863611038 DE3611038A1 (de) | 1985-10-19 | 1986-04-02 | Leichtmetallrad mit abdeckplatte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3611038A1 true DE3611038A1 (de) | 1987-04-23 |
Family
ID=25842543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863611038 Ceased DE3611038A1 (de) | 1985-10-19 | 1986-04-02 | Leichtmetallrad mit abdeckplatte |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3611038A1 (de) |
| IT (1) | IT1235765B (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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Representative=s name: TISCHER, H., DIPL.-ING. KERN, W., DIPL.-ING. BREHM |
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| 8131 | Rejection |