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Rudersteven für Schraubenschiffe. Gegenstand -der Erfindung ist eine
weitere Ausgestaltung oder besondere Ausführungsaxt der Ruderstevenausbildung nach
Patent 35a 6:40, die einerseits für den praktischen Betrieb besonders geeignet und
in der Herstellung billig ist, andererseits bei getrennter Ausführung des Stevens
von den seitlichen Leitschaufeln sehr günstigen Wirkungsgrad ergibt. In Abb, z und
2 des Hauptpatents ist eine Ausführung dargestellt, bei der je zwei seitliche Nebenschaufeln
des Gegenpropellers aus einem Stück, jedoch getrennt von dem schaufelflächenartigen
Teil des Ruderstevens bestehen und mit diesem an der Nabe als durch Bolzen verbunden
angenommen sind. Es liegt nahe, zwecks sicherer Befestigung dieser seitlichen Leitschaufelkomplexe
deren
Nabe noch mit nach oben und unten sich erstreckenden Befestigungsfüßen zu versehen,
um eine größere Befestigungsbasis zu erhalten, als wenn dieselben, wie in Abb. 2
des Hauptpatents gezeichnet, nur mit einer Fläche gleich angenähert dem Nabendurchmesser
des Gegenpropellers an dem Mittelteil anliegen. Hierbei würden aber durch die beiderseits
an derselben Stelle des Mittelteils befindlichen Befestigungsfüße ziemlich dicke
Stellen entstehen, durch welche der Wasseidurchfluß gehemmt würde und sich zusätzliche
Widerstände ergäben. Diese sind aber gerade bei einem Gegen- oder Leitpropeller
in dessen Mitte äußerst schädlich, da dort die wirksamsten Flächen vorhanden sind
und der größte Teil des Dralls des Schraubenstrahls an dieser Stelle ausgenutzt
wird.
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Gemäß der Erfindung sollen daher diese Befestigungsfüße der seitlichen
angesetzten Leitschaufeln oder Leitschaufelkomplexe im allgemeinen nicht symmetrisch
zur wagerechten Mittelebene durch die Schraubenachse gestaltet und nicht gleich
lang sein, sondern ungleiche Länge besitzen, jedoch derart, daß diese ungleichen
Längen bei den rechts- und linksseitigen Leitschaufeln oder Leitschaufelkomplexen
einander gleich sind, so daß also z. B. das rechtsseitige Leitschaufelstück ohne
weiteres an die Stelle des linksseitigen gesetzt werden kann und umgekehrt. Auf
diese Weise wird der weitere Vorteil erreicht, daß nur ein Ersatzstück für die seitlichen
Leitschaufeln im Falle z. B. eines Bruches einer Leitschaufel notwendig ist.
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In Abb. z und 2 sind zwei verschiedene Ausführungsbeispiele dargestellt,
wobei jeweils nur die Ansicht von hinten auf den Steven oder Gegenpropeller wiedergegeben
ist.
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In Abb. x bezeichnet a den Rudersteven, dessen für das Anlenken des
Ruders dienender senkrechter Teil gegebenenfalls mit dessen schaufelförmigem Teil
b aus einem Stück bestehen kann. cl, cl sind zwei in einem Stück mit der Nabenhälfte
dl und den darin befindlichen Befestigungsfüßen e1, f1 hergestellte Leitschaufeln
auf der linken Schiffseite ; c2, c2, d2, f2, e2 bezeichnen die entsprechenden Teile
für die rechte Schiffsseite. Die Befestigungsfüße en, f1 und e., f2 können im allgemeinen
unter sich gegenüber der wagerechten Mittelebene x-x verschieden lang angenommen
sein, teils um, wie weiter oben bemerkt, die in der Mitte durch das Zusammentreffen
der beiden Füße e1 mit f 2 bzw. e2 mit f1 verdickte Stelle in radialer Richtung
möglichst kurz zu gestalten oder z. B. auch um die Paßfläche für die Füße oder die
geschwächte Stelle g des Stevens nicht so lang zu bekommen. h, h bezeichnet
die Mitten der Verbindungsschrauben, i den Propeller. Gemäß der Erfindung ist die
Länge e1 mit e. und f1 mit f2 der betreffenden Befestigungsfüße für das linke und
rechte Schaufelstück gleich angenommen, und die Füße sind gleich gestaltet (z. B.
auch bezüglich der Bolzenlöcher), so daß also ohne weiteres das linke Schaufelstück
durch Drehung um z80 ° an die Stelle des rechten treten kann und umgekehrt und demnach
nur ein Ersatzstück nötig ist.
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Die Befestigungsfüße e1, f1, e2, f2 sind natürlich, soweit
als angängig oder nötig, auf der äußeren Seite schaufelflächenartig ausgebildet.
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In Abb. 2 sind die Befestigungsfüße des linken und rechten Schaufelkomplexes
unmittelbar miteinalider verbunden angenommen, ohne daß sich dazwischen noch ein
durchlaufender Teil g des Stevens wie bei Abb. z befindet. Gleichzeitig sind die
schaufelfiächenastig ausgebildeten Befestigungsfüße e1 und e2 in radialer Richtung
soweit verlängert angenommen, daß sie selbst den senkrechten Schaufelteil des Stevens
in der vollen erforderlichen Höhe bilden. Die aus den Teilen cl, cl, e1, dl, f1
sowie c2, c2, e2, d2, f2 gebildeten Schaufelkomplexe können gemäß des Hauptpatents
entweder mit dem für das Anlenken des Ruders dienenden senkrechten Steventeil a
unmittelbar aus einem Stück bestehen, so daß also z. B. wie in Abb. 2 strichpunktiert
angedeutet, die Arme en, e2 gleichzeitig Augen k für die Anbringung von Ruderzapfen
besitzen können (diese natürlich für das linke und rechte Schaufelstück gleichweit
von der Mittelebene x-x entfernt), oder die vorgenannten linken und rechten Schaufelteile
können von dem senkrechten Steventeil a durch eine Teilfuge quer zur Längsachse
des Schiffes getrennt sein. In Abb. 2 ist der letztere Fall angenommen,was durchPunktieren
der senkrechten Verbindungsfuge des linken und rechten Schaufelstückes angedeutet
ist. h, h bezeichnet in Abb.2 wieder die Mitten der Verbindungsschrauben,
i den Propeller.