DE3607043A1 - Vibrationsdaempfende befestigung - Google Patents
Vibrationsdaempfende befestigungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine vibrationsdämpfende Befestigung,
insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, eine Motorbefestigung für Kraftfahrzeuge.
Der Motor eines Kraftfahrzeuges wird normalerweise an Chassisteilen
des Fahrzeuges mit Befestigungselementen angebracht, die jeweils einen mit Metall-Endgliedern verbundenen Klotz oder Ring
aus Gummi enthalten, wobei die Endglieder jeweils an dem Motor bzw. dem Chassisteil befestigt sind. Derartige Befestigungen
sind so ausgelegt, daß sie vertikale Lasten und/oder Drehmomentlasten abstützen: in dem letzteren Fall kann die Befestigung mit
horizontaler Achse angeordnet sein.
Es sind schon Motorbefestigungen des Gummi/Hydraulik-Typs bekannt,
wie sie beispielsweise in der GB-Patentanmeldung 84 06639 der gleichen Anmelderin beschrieben sind, und es sind hier zwei flüssigkeitsgefüllte
Kammern vorgesehen, die miteinander über einen verengten Durchlaß in Verbindung stehen und durch eine Zwischen-Gummimembran
getrennt sind. Die Kammern sind an ihren voneinander abgelegenen Seiten jeweils durch ein Gummifederteil begrenzt,
das an einem Endglied befestigt ist, bzw. einer zweiten Membran, die an dem anderen Endglied befestigt ist.
Bei einer Gummi/Hydraulik-Befestigung der in der GB-Patentanmeldung
Nr. 84 06639 beschriebenen Art ist das Gummifederteil ein ringförmiger Gummiklotz, der mit teil-konischen Oberflächen des
zugeordneten Endgliedes und eines Gehäuseglieds verbunden ist, wobei letzteres einen Teil des= anderen Endgliedes bildet. Funktionell
sorgt das Gummifederteil für einen größeren Anteil der Steifigkeit der Befestigung sowohl bei hohen wie bei niedrigen Frequenzen.
Es ist jedoch bei bestimmten Anwendungen wünschenswert, die Steifigkeit der Befestigung bei niedrigen Frequenzen unter
Aufrechterhaltung der höheren Steifigkeit bei hohen Frequenzen von mehr als 200 Hz herabzusetzen, und damit ergibt sich als ein
Ziel der vorliegenden Erfindung die Schaffung einer Befestigung mit solcher Charakteristik.
Erfindungsgemäß umfaßt eine vibrationsdämpfende Befestigung
zwei Endglieder, eine ringförmige verstärkte erste Rollüberschlag-Membran, die an einer ümfangskante mit einem Kolbenteil
verbunden ist, das einen Teil eines ersten Endgliedes bildet, und an der anderen Ümfangskante mit einem Gehäuseteil, welches
einen Teil eines zweiten Endgliedes bildet, eine Gummi-Zwischenmembran mit wesentlicher Dicke, die ein Gummi-Federteil
bildet und an dem Gehäuseteil befestigt ist und mit der ersten Membran eine erste flüssigkeitsgefüllte Kammer bestimmt, und
eine ringförmige zweite Gummimembran, ebenfalls von wesentlicher Dicke, die ein Gummifederteil bildet, und an ihrem Außenunfang
an dem Gehäuseteil befestigt ist und eine zweite flüssigkeitsgefüllte
Kammer zwischen einer Seite der zweiten Membran und der Zwischenmembran bestimmt, wobei ein verengter Durchlaß zwischen
den beiden flüssigkextsgefüllten Kammern vorgesehen ist, und ein Raum an der anderen Seite der zweiten Membran zur Umgebung entlüftet
ist.
Während die erste Membran so verstärkt ist, daß sie im wesentlichen
undehnbar ist, kann die Zwischenmembran aus unverstärktem Gummi bestehen, um so Nachgiebigkeit bei höheren Frequenzen zu
schaffen, wenn der verengte Durchlaß die Fluidströmung zwischen den beiden Kammern drosselt und der Druck in der ersten Kammer
die Zwischenmembran gegen die zweite Kammer hin ausbeulen läßt. Die zweite Membran besteht auch normalerweise aus unverstärktem
Gummi und kann dünner oder dicker als die Zwischenmembran aufgebaut sein, wobei ihre Funktion darin besteht, unter Druck auszubeulen,
um so eine Vergrößerung der zweiten Kammer zuzulassen, um zusätzliche, in die zweite Kammer beim Zusammendrücken der Befestigung
hineingedrückte Flüssigkeit aufzunehmen. Sowohl die Zwischenmembran als auch die zweite Membran müssen von wesentlicher
Dicke sein, damit sie elastisch den Druckwerten in der ersten und zweiten Kammer widerstehen können und so die erforderlichen
Steifigkeits-Charakteristiken schaffen.
Die zweite Membran kann mit einer zentralen Stütze versehen sein, die mit einem in die Zwischenmembran eingebundenen starren
Block zusammen wirken und einen Anschlag zur Begrenzung der Axialbewegung der Endglieder zueinander hin bilden, kann es
kann aber auch die zentrale Stütze weggelassen werden, und gemäß einer anderen Ausbildung der Erfindung kann das zweite
Endglied eine Endwand·umfassen, die entsprechend gesetzt ist, um ein übermäßiges Ausbeulen der zweiten Membran zu begrenzen.
Durch die Begrenzung solchen übermäßigen Ausbeulens kann eine hydraulische Sperre in der Befestigung zwischen der verstärkten
ersten Membran und der begrenzten zweiten Membran geschaffen werden, um eine Bewegung des ersten Endgliedes zu dem zweiten
Endglied hin zu begrenzen und damit einen Anschlag zu schaffen.
Der in dieser Beschreibung verwendete Ausdruck "Gummi" soll jedes entsprechende natürliche oder synthetische elastomere Material
umfassen.
Es werden nachfolgend drei Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
anhand der Zeichnung erläutert/ in dieser zeigt:
Figur 1 einen Axialschnitt durch eine vibrationsdämpfende Motorbefestigung,
Figur 2 eine Ansicht ähnlich Figur 1 einer zweiten Ausführung der vibrationsdämpfenden Motorbefestigung, und
Figur 3 eine Ansicht ähnlich Figur 2 einer weiteren Ausführung einer vibrationsdämpfenden Motorbefestigung.
Die in Figur 1 gezeigte Motorbefestigung enthält ein erstes Endglied 10, das einen Kolben 11 und eine Kolbenstange 12 umfaßt,
welche letztere mit einem Schraubengewinde 13 versehen ist, um sie mit einer entsprechenden Lasche an einem Motor- oder Chassisteil
zu verbinden. Der Kolben 11 besitzt ein entsprechend ge-
krümmtes Seitenprofil zur Anlage an einer ersten Roll-Membran
15 mit einer impermeablen inneren Auskleidung 16 und inneren und äußeren Ringwulstdrähten 17 bzw. 18, um welche die Kanten
einer Lage eines (nicht dargestellten) Verstärkungsgewebes befestigt sind. Das Verstärkungsgewebe, das in der üblichen Form
einer GummiverStärkung ausgeführt ist, erstreckt sich zwischen
den Wulstdrähten 17 und 18 um die gesamte Membran, um den Rollbereich 25 im wesentlichen undehnbar zu halten.
Der innere Wulstbereich 26 der Membran 15 ist in fluiddichter Anlage
an dem Kolben 11 durch einen Flanschabschnitt 27 angeklemmt, der an dem Kolbengehäuse mittels einer Schraube 28 befestigt ist, und
der äußere Wulstbereich 29 ist fluiddicht zwischen Flanschen und 31 eines Deckteiles 32 bzw. eines Gehäuseteiles 33 eingeklemmt,
wozu Schrauben 34 dienen. Das Deckteil 32 erstreckt sich nach innen, um einen Sitz 35 für einen Stoßanschlag in Form
eines Gummi-Ringteiles 37 zu schaffen, an den die rückseitige Fläche 40 des Kolbens 11 jedes Mal anschlägt, wenn die Befestigung
Zugbelastungen unterworfen ist, die sonst diese überdehnen könnten.
Das Gehäuseteil 33, das einen Teil eines "zweiten Endgliedes" bildet, ist von hohlzylindrischer Form und enthält eine Ringschulter
45, gegen die ein steifer Stützring 46 einer unverstärkten Zwischen-Gummimembran 47 angesetzt ist, der mit Gleitpassung
in der Gehäusebohrung sitzt. Die Membran 47 ist mit dem Ring 46 verbunden und ein starrer Metallklotz 48 ist in dem
Zemtrum der Membran 47 durch Vulkanisieren oder andere Weise verbunden, um einen Teil eines Stoßanschlages zu bilden.
Ein zweiter Stützring 50, der mit Gleitsitz in der Gehäusebohrung sitzt, ist in seinem Inneren mit einer zweiten unverstärkten
Gummimembran 51 verbunden, die einen hineinverbundenen Stützklotz 52 enthält, der als hohles Metallpreßteil ausgebildet,
mit dem Gummi der Membran 51 beschichtet ist, der sich über die ebene Endfläche des Klotzes 52 als eine Schicht 53,
und bis unter den Saum des Klotzes 52 als eine Ringlippe 54 erstreckt.
Die zweite Membran erstreckt sich ebenfalls in Form einer Ringlippe
55 zur elastischen Dicht-Anlage an einer Endplatte 60, die durch einen Haltering 61 gegen das Gehäuseteil gehalten
wird, wobei der Haltering 61 durch Schrauben 62 an einem Flansch des Gehäuseteils befestigt ist. Ein mit einem Schraubengewinde
versehener Bolzen 64 ist an dem Zentrum der Endplatte 60 angeschweißt, die er durchstößt, und dient zum Anbringen an einer
entsprechenden Lasche am Motor oder am Chassisteil, und das Gehäuseteil,
die Endplatte 60 und der Bolzen 64 bilden Teile des "zweite Endgliedes" 66. Eine Entlüftung 70 verbindet den Ringraum
71 unter der zweiten Membran 51 mit der Umgebungsluft, und eine O-Ringdichtung 72 dichtet zusammen mit der Dichtlippe 55
die Verbindungsbereiche zwischen der Endplatte 60, dem Ring 50 und dem Gehäuseteil 33 ab.
Eine erste Kammer 80 ist zwischen der ersten Membran 15 und der Zwischenmembran 47 gebildet, und eine zweite Kammer 81 ist zwischen
der Zwischenmembran 47 und der zweiten Membran 51 gebildet. Die Kammern 80 und 81 stehen miteinander durch einen ringförmigen
verengten Durchlaß 82 in Verbindung, der eine öffnung 83 an einer Stelle seines Umfanges besitzt, die in die Kammer 81 führt, und
eine zweite (nicht dargestellte) öffnung an einer benachbarten Stelle seines Umfanges, die in die Kammer 80 führt. Die Anordnung
ist dabei so getroffen, daß eine Strömung durch den Durchlaß 82 zwischen den beiden Kammern um im wesentlichen den gesamten Umfang
des Ringes 46 zu gehen hat.
Die beiden Kammern 80 und 81 sind durch ein (nicht dargestelltes) Beladungsventil in dem Gehäuseteil mit einer entsprechenden Flüssigkeit
befüllt.
Die beschriebene Befestigung wirkt auf folgende Weise: relativ niederfrequente Vibrationen, die axial auf die Befesti-
gung einwirken, neigen dazu, das Endglied 10 relativ zum Endglied 66 zu bewegen, und eine Übertragung von Fluid zwischen
der ersten und der zweiten Kammer 80 und 81 findet statt, wobei die Relativbewegung der Endglieder durch die Drosselwirkung
des verengten Durchlasses 82 gedämpft wird und die (relativ geringe) Steifigkeit der zweiten Membran 51, die sich zu der
Endplatte 60 hin ausbeult, wirkt dieser Bewegung entgegen. Es wird nur sehr geringer Widerstand durch den Rollüberschlag der
ersten Membran 15 entgegengesetzt, und da ausreichend viel Fluid durch den Durchlaß 8 2 strömen kann, um der Bewegung des Kolbens
11 bei niedrigen Frequenzen nachzugeben, braucht die Zwischenmembran 47 sich nicht wesentlich zu bewegen, und ihre Steifigkeit
hat deswegen keine bemerkenswerte Auswirkung. So besitzt die Befestigung bei niedrigen Frequenzen eine Eigenschaft hoher
Dämpfung und niedriger Steifigkeit, die sich hier als besonders vorteilhaft erweist.
Außerordentliche Bewegung des Kolbens zur Endplatte 60 hin wird durch Anlage des Kolbens an den Metallklotz 48 abgepolstert, und
der entstehende Stoß wird durch die Gummischicht 53 auf den Klotz 52 übertragen, wodurch ein Anschlag gebildet ist.
Bei höheren Frequenzen von mehr als 200 Hz reicht die Strömungsrate
durch den verengten Durchlaß 82 nicht aus, um der Kolbenbewegung nachzugeben, und der zentrale Abschnitt der Zwischenmembran
47 wird zur axialen Bewegung veranlaßt, so daß sich Scherungs- und Spannungssteifigkeits-Charakteristiken ergeben,
die die effektive Steifigkeit der Befestigung erhöhen. Die Auswirkung der Rollfläche der ersten Membran auf die Eigenschaften
der Befestigung ist sehr gering, da sie einer Axialbewegung des Kolbens wenig Widerstand entgegensetzt, und ihre Verstärkung
sie daran hindert, sich auszubeulen und dadurch der Erhöhung des Fluiddruckes in der ersten Kammer nachzugeben.
Die verstärkte erste Membran mit ihrem Rollaufbau ermöglicht so, daß die Eigenschaften der Befestigung bei niedrigen Frequenzen
-Y- ■-;■
eine sehr geringe Steifigkeit aufweisen und (durch Auslegungseigenschaften der Zwischen- und der zweiten Membran) eine leicht
steuerbare Steifigkeit bei höheren Frequenzen. Die Verwendung einer verstärkten Roll-Membran statt eines Gummi-Federgliedes
verringert irgendeine Tendenz der Befestigung zum "Kriechen", d.h. zum Einnehmen einer verkleinerten (oder vergrößerten) Axiallänge
nach längerer Belastung durch eine Axiallast.
Bei der in Figur 1 dargestellten Anordnung ist der durch das Metallteil 48 und die Anschlagbüchse 52 geschaffene Gesamtanschlag
wirksam, jedoch trägt diese Ausbildung zur Vergrößerung der Gesamtlänge der Befestigung bei. Um eine Befestigung zu schaffen,
die für Anwendungen geeignet ist, bei denen die Befestigung in einen begrenzten Raum eingebracht werden muß, kann die in
Figur 2 dargestellte Ausführung benutzt werden.
Die in Figur 2 gezeigte Befestigung enthält ein erstes Endglied 110 mit einem Kolben 111 und einer Kolbenstange 112, die ein
Schraubengewinde 113 zum Anbringen an einer entsprechenden Klammer an dem Motor- oder Chassisteil erlaubt. Der Kolben 111 besitzt
ein entsprechend gekrümmtes Mantelprofil zur Anlage an eine erste Membran 115 mit Rolleigenschaften, die eine undurchdringliche
Innenauskleidung 116 und innere bzw. äußere Ringwulstdrähte bzw. 118 besitzt, um welche die Kanten einer (nicht dargestellten)
Verstärkungsgewebe-Einlage befestigt sind. Das Verstärkungsgewebe, in üblicher Form wie bei der Verstärkung von Gummiartikeln ausgeführt,
erstreckt sich zwischen den Wulstdrähten 117 und 118 durch die gesamte Membranfläche, um den Rollumschlag 115 im wesentlichen
undehnbar zu gestalten.
Der innere Wulstbereich 126 der Membran 115 ist an dem Kolben 111 befestigt, und zwar sitzt eine Ringschulter 127 der Membran mit
Preßpassung in einer hinterschnittenen Ringvertiefung 128 des Kolbens. Der äußere Wulstbereich 129 ist in fluiddichtem Eingriff
mit einer Ringschulter 132 eines ringförmigen Gehäuses 133
• Μ-
gehalten, und zwar durch einen Axialdruck, der über eine zylindrische
Hülse 135 übertragen wird, die eng in das Gehäuse 133 eingepaßt und durch einen umgebogenen Ringflansch 136 des
Gehäuses 133 unter Axialdruck gehalten ist.
Eine zylindrische Vertiefung 137 innerhalb der Hülse 135 nimmt
einen steifen Stützring 140 auf, der mit einer unverstärkten Gummi-Zwischenmembran 141 verbunden ist, und mit Gleitsitz innerhalb
der Vertiefung 137 sitzt.
Ein zweiter steifer Stützring 150, der ebenfalls mit Gleitsitz innerhalb der Vertiefung 137 sitzt, ist mit einer zweiten unverstärkten
Membran 151 verbunden, und der Ring 150 besitzt einen nach innen vorstehenden Ringflansch 152, der die Membran 151 weiter
versteift. Eine ringförmige Dichtlippe 153 ist als Fortsetzung des Gummis der Membran 151 ausgebildet, und dichtet gegen das Gehäuse
133 ab. Die Membrane ist so angeordnet, daß eine erste Kammer 160 zwischen der ersten Membran 115 und der Zwischenmembran
151 und eine zweite Kammer 161 zwischen der Zwxschenmembran und der zweiten Membran 151 ausgebildet ist.
Die Kammern 160 und 161 sind mit Flüssigkeit befüllt, und stehen miteinander durch einen ringförmigen verengten Durchlaß 162 in
Verbindung, der eine öffnung 163 an einer Umfangsstelle besitzt, die in die Kammer 160 führt, und eine zweite öffnung 164 an einer
diametral gegenüberliegenden Stelle, die in die Kammer 161 führt, und die ganze Anordnung ist so, daß eine Strömung durch
den Durchlaß 162 zwischen den beiden Kammern 160 und 161 in Umfangsrichtung um den Ring 140 verläuft. Ein entsprechender Fluid-Ladeeinlaß
166 ist die Hülse 135 durchdringend vorgesehen, sowie eine damit ausgerichtete öffnung im Gehäuse 166, die durch eine
eingeschweißte Niete nach der Beladung verschlossen wird.
Eine Endwand 170 mit leicht schüsseiförmiger Ausbildung untergreift
an ihrem Umfang den Flansch 136 des Gehäuses, und eine
Gewindeschraube 171 führt durch diese hindurch und ist mit einem zentralen Bereich verschweißt, um die Befestigung an
einer entsprechenden Klammer oder Lasche an einem Glied des Motors oder Chassis anzubringen. Dabei bilden das Gehäuse 133,
die Endwand 170 und die Schraube 171 Teile eines zweiten Endgliedes 176 der Befestigung. Eine Entlüfungsöffnung 180 verbindet
den Raum zwischen der Endwand 170 und der zweiten Membran 151 mit der Umgebung, und eine Richtnase 181 ist vorgesehen,
um das Anbringen der Befestigung an dem zugehörigen Befestigungsteil zu erleichtern.
Das Gehäuse 133 erstreckt sich an dem dem Kolben 111 zugewendeten Ende nach innen, um so einen ringförmigen Sitzflansch
für einen Stoß-Anschlag in Form eines Gummi-Ringteiles 184 zu schaffen, an den die hintere Fläche 185 des Kolbens 111 anschlägt,
wenn die Befestigung außerordentlichen Zugbelastungen ausgesetzt ist, die sonst zu einer Überdehnung führen könnten.
Die anhand der Figur 2 beschriebene Befestigung wirkt in folgender
Weise:
relativ niederfrequente Vibrationen, die in Axialrichtung auf die Befestigung einwirken, neigen dazu, das erste Endglied 110
relativ zum zweiten Endglied 176 zu bewegen, und eine Übertragung von Fluid zwischen der ersten und der zweiten Kammer 160
bzw. 161 findet statt, wobei die Relativbewegung der Endglieder durch die Drosselwirkung des verengten Durchlasses 162 gedämpft
wird und die (relativ geringe) Steifigkeit der zweiten Membran 151, die sich gegen die Endwand 170 hin ausbeult, leistet dieser
Bewegung Widerstand. Es wird nur ein sehr geringer Widerstand durch den Rollumschlag der ersten Membran 115 geschaffen, da ausreichende
Fluidströmung durch den Durchlaß 162 stattfinden kann, um eine Bewegung des Kolbens 11 bei niedrigen Frequenzen auszugleichen,
und die Zwischenmembran 151 braucht sich nicht wesentlich zu bewegen, und ihre Steifigkeit hat dadurch keine bemerkenswerte
Auswirkung. Damit erweist sich die Befestigung auch in dieser Ausführung bei geringen Frequenzen als von hoher Dämpfung und
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■ /a.
geringer Steifigkeit, auch hier wiederum besonders vorteilhafte Eigenschaften.
Bei hohen Frequenzen von mehr als 200 Hz, reicht die Strömungsrate durch den verengten Durchlaß 162 nicht aus, um der Kolbenbewegung
nachzugeben, und der zentrale Abschnitt der Zwischenmembran 141 wird zur Axialbewegung veranlaßt, so daß sich Scherungsund
Zugsteifigkeits-Eigenschaften ergeben, die die effektive
Steifigkeit der Befestigung erhöhen. Die Auswirkung des Rollumschlags der ersten Membran 115 auf die Eigenschaften der Befestigung
ist sehr gering, da sie nur wenig Widerstand gegen eine axiale Bewegung des Kolbens ergibt und ihre Verstärkung sie
daran hindert, auszubeulen und dadurch Erhöhungen des Fluiddrucks in der ersten Kammer 160 nachzugeben.
Die erste Membran mit verstärktem Rollumschlag ermöglicht es deshalb, daß die Eigenschaften der Befestigung eine sehr geringe
Steifigkeit bei niedrigen Frequenzen und eine (durch Auslegungsmerkmale der Zwischen- und der zweiten Membran) leicht
steuerbare Steifigkeit bei höheren Frequenzen enthalten. Die Verwendung einer verstärkten Rollüberschlagsmembran statt eines
Gummi-Federgliedes verringert jede Tendenz der Befestigung zum "Kriechen", d.h. bei einer verringerten (oder vergrößerten)
Axiallänge nach verlängerter Einwirkung von Axialbelastung zu verweilen.
Außerordentliche Bewegung des Kolbens 111 zu der Endwand 170 hin läßt die zweite Membran ausbeulen, bis sie die Endwand 170
berührt und dadurch sich nicht weiter bewegen kann. Wenn keine weitere Bewegung der zweiten Membran möglich ist, bildet das
inkompressible Fluid innerhalb der Kammern 160 und 161 eine "hydraulische Sperre", die so wirkt, daß sie jeder wesentlichen
Weiterbewegung des Kolbens 111 zur Endwand 170 hin widersteht, und so ergibt sich ein "Stoßanschlag11.
Der durch das in Figur 2 dargestellte System geschaffene Stoßanschlag
erfordert keine zusätzlichen Teile, und ergibt so ein wirksames Abpolstern bei minimalem Aufwand. Gleichzeitig kann
die gesamte Axiallänge der Befestigung bei einem gegebenen Hub minimal gehalten werden.
Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der in Figur 2 dargestellten
Befestigung, und es werden nur die von der Befestigung in Figur 2 abweichenden Merkmale beschrieben.
Die Befestigung 200 in Figur 3 ist mit einer "zweiten Membran" 210 versehen, die größere Dicke als die entsprechende Membran
151 in Figur 2 besitzt und so eine größere Steifigkeit ergibt. Der Stützring 211 für die zweite Membran 210 ist direkt in das
Gehäuse 213 eingepaßt, und eine Abdichtung wird durch eine Lippe 214 bewirkt, die als Fortsetzung des Gummis der Membran 210 ausgebildet
ist.
Eine Hülse 215, in welche ein Stützring 218 einer Zwischenmembran 219 eingepaßt ist, ist selbst wieder direkt in das Gehäuse
eingepaßt, und eine aus Metall bestehende Klemm-Ringscheibe ist vorgesehen, um axiale Klemmlasten auf die Hülse 215 und den
Ring 218 zu übertragen.
Es ist eine Niete 225 in einer Stellung dargestellt, in der sie in das Gehäuse eingepreßt und mit diesem verschweißt werden kann,
nachdem ein Hydraulikfluid eingefüllt wurde.
Figur 3 zeigt auch gestrichelt die Stellung der Membran 210, wenn bei Betätigung die Befestigung sich unter normaler Belastung
befindet und auch einer Übergangs-"Stoß-"belastung ausgesetzt ist, die die zweite Membran 210 bis zur Berührung mit der Endwand
230 des Gehäuses ausbiegt. Sobald dies eintritt, ändert die Auswirkung dieser Berührung die Steifigkeitseigenschaften der
zweiten Membran, und zwar wird ihre wirksame Steifigkeit erhöht.
. /IS-
Durch entsprechende Auslegung der QuerSchnittsform der Endwand
230, beispielsweise durch Schaffen eines gewölbten Domes bei dem Befestigungsbolzen 231 statt des dargestellten flachen Bolzenkopfes
232, können die Steifigkeitseigenschaften der zweiten
Membran entsprechend besonderen Anforderungen angepaßt werden.
- Leerseite -
Claims (8)
- - Patentansprüche -Vibrationsdämpfende Befestigung mit zwei Endgliedern und einer ringförmigen verstärkten ersten Membran mit Rollumschlagwirkung, die an einer Umfangskante an einem einen Teil des ersten Endgliedes bildenden Kolbenglied und an der anderen Umfangskante an einem einen Teil des zweiten Endgliedes bildenden Gehäuseteil befestigt ist, dadurch gekennzeichnet , daß eine aus Gummi bestehende Zwischenmembran (47, 141, 219) mit wesentlicher Dicke, die ein Gummifederteil bildet, an dem Gehäuseteil (33, 133, 213) befestigt ist und mit der ersten Membran (15, 115) eine erste flüssigkeitsgefüllte Kammer (80, 160) bestimmt und daß eine zweite aus Gummi bestehende ringför-MANlTZ · FINSTERWALD · HEYN · MORGAN · 8000 MÜNCHEN 22 · ROBERT-KOCH-STRASSE 1 · TEL. (089) 224211 · TELEX 529672 PATMF · FAX (089) 297575 HANNS^ÖRG ROTERMUND ■ 7000 STUHGART 50 (BAD CANNSTAH) · SEELBERGSTR. 23/25 · TEL. (0711) 567261BAYER. VOLKSBANKEN AG · MÜNCHEN ■ BLZ 70090000· KONTO 7270 · POSTSCHECK: MÜNCHEN 77062-805 --».™..™ o. ■> 7(WOiWTn. ΚΟΝΤΟ S78351- BAYER. HYPO- U. WECHSELBANK · MÜNCHEN- BLZ 70020001· KONTO 6880119980mige Membran (51, 151, 210) wesentlicher Dicke, die ein Gummifederteil bildet, an ihrem Außenumfang an dem Gehäuseteil befestigt ist und eine zweite flüssigkeitsgefüllte Kammer (81, 161) zwischen einer Seite der zweiten Membran und der Zwischenmembran bestimmt, wobei ein verengter Durchlaß (82, 162) zwischen den beiden flüssigkeitsgefüllten Kammern vorgesehen und ein Raum "(71) an der anderen Seite der zweiten Membran zur Umgebung entlüftet ist.
- 2. Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die zweite ringförmige Gummimembran (51) an einer zentralen Stütze (52) befestigt ist.
- 3. Befestigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Zwischenmembrän einen zentralen steifen Klotz (48) zur Bildung eines Teiles eines Anschlages umfaßt, der durch den starren Klotz (48), die zentrale Stütze (52) und eine Endwand (60) des Gehäuseteils (33) gebildet ist.
- 4. Befestigung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Membran dünneren Aufbau als die Zwischemembran besitzt.
- 5. Befestigung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die zweite Membran dickeren Aufbau als die Zwischenmembran besitzt.
- 6. Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Endglied eine Endwand (170, 230) enthält, die in einer Lage angeordnet ist, daß sie außerordentliches Ausbeulen der zweiten Membran (151, 210) begrenzt.
- 7. Befestigung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Endwand (230) an einer solchen Stelle ange-bracht ist, daß die zweite Membran die Endwand berührt, wenn sie Normalbelastung und Ubergangs-Stoßbelastung gleichzeitig ausgesetzt ist, wobei die Steifigkeitseigenschaften der zweiten Membran (210) durch Berührung mit der Endwand modifiziert sind.
- 8. Befestigung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet , daß eine Berührung der zweiten Membran (151, 210) mit der Endwand (170, 230) eine hydraulische Sperre zur Begrenzung der Bewegung des ersten Endgliedes schafft.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|---|
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |