DE3605182C2 - Stoßdämpfer mit veränderbarer Dämpfungscharakteristik - Google Patents
Stoßdämpfer mit veränderbarer DämpfungscharakteristikInfo
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- F16F9/44—Means on or in the damper for manual or non-automatic adjustment; such means combined with temperature correction
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stoßdämpfer mit veränderbarer
Dämpfungscharakteristik, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
der mindestens einen mit einem Dämpfungsmedium gefüllten
Zylinder und eine Kolbenstange aufweist, die abgedichtet in
den Zylinder eintaucht und einen gegen die Zylinderwand ab
gedichteten Kolben trägt, der den Zylinderraum in zwei Kam
mern aufteilt, wobei zwischen den Kammern mindestens ein
Überdruckventil für den Hauptstrom des Dämpfungsmediums
sowie mehrere elektrische steuerbare Verschlußanordnungen in
Bypass-Kanälen zu dem Hauptstrom vorgesehen sind.
Bekannte Stoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfungscharakteri
stik weisen auf der der Kolbenstange abgewandten Seite des
Kolbens Verbindungskanäle für das Dämpfungsmedium, insbeson
dere Öl, auf, die durch einen elektrisch steuerbaren Schie
ber mehr oder weniger geöffnet oder geschlossen werden
können. Ein derartiger Stoßdämpfer ist in der FR-PS 1 130 621
beschrieben.
Durch die DE 35 42 097 A1 ist eine Einstellvorrichtung für
die Dämpfungscharakteristik von Stoßdämpfern bekanntgewor
den, bei der mehrere Schiebersysteme unmittelbar auf einer
Kolbenstange angeordnet sind. In der Praxis ist eine derar
tige Anordnung aus Platzgründen ungünstig.
Durch die JP 60-139937 A ist eine Einstellanordnung für die
Dämpfungscharakteristik von Stoßdämpfern bekanntgeworden,
die einen schrittweise um je 90° drehbaren Steuerzylinder in
einer feststehenden Hülse aufweist. Steuerzylinder und Hülse
sind mit bestimmten Mustern von Durchlässen versehen. Kommen
bei einer bestimmten Stellung des Steuerzylinders jeweils
ein Durchlaß des Steuerzylinders und der Hülse zur Deckung,
so bilden sie einen Bypass-Kanal, durch den Dämpfungsmedium
parallel zu dem Hauptstrom fließen kann. Die Durchlässe im
Steuerzylinder und der Hülse sind über deren axiale Länge so
verteilt, daß bei den vier möglichen Stellungen des Steuer
zylinders unterschiedliche Durchlaßkombinationen möglich
sind, die unterschiedlich große Bypass-Strömungen zur Folge
haben. Diese unterschiedlichen Bypass-Ströme verursachen
unterschiedliche Dämpfungscharakteristiken. Soll die
Dämpfung des Stoßdämpfers geändert werden, muß somit die
Stellung des Steuerzylinders schrittweise verändert werden,
wobei bis zu vier zeitlich nacheinander auszuführende
Schritte erforderlich sein können, um eine bestimmte
Stellung mit dem zugeordneten gewünschten Bypass-Strom des
Dämpfungsmediums zu erreichen. Eine derartige Schrittfolge
ist wegen der damit verbundenen erhöhten Umschaltzeit nach
teilig.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht in einem
betriebssicheren Stoßdämpfer, dessen Bypass-Querschnitt
schnell verstellt und sicher konstant gehalten werden kann,
und dessen Steuerelemente zum Verstellen des Bypass-Quer
schnitts konstruktiv vorteilhaft in dem Stoßdämpfer angeord
net werden können.
Die Lösung gemäß der Erfindung besteht darin, daß die elek
trisch steuerbaren Verschlußanordnungen, die jeweils einen
elektrischen Antrieb und ein Verschlußelement aufweisen,
zusammen in einem einzigen mit dem Kolben bewegbaren Gehäuse
angeordnet sind.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist das Gehäuse
ebenfalls als Zylinder ausgebildet. Eine steife Konstruk
tion , die zusätzlich den Vorteil hat, daß axial ein nicht
vom Druckmedium durchströmter Kanal, beispielsweise zum
Aufnehmen von empfindlichen Steuerleitungen zur Verfügung
steht, wird gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
dadurch ermöglicht, daß das Gehäuse aus zwei konzentrischen
Teilzylindern besteht, daß die Bypass-Kanäle in dem äußeren
Teilzylinder angeordnet sind und daß der innere Teilzylinder
einen nicht vom Dämpfungsmedium durchströmten Hohlraum
umgibt.
Die in dem Gehäuse befindlichen elektrischen Antriebe können
vorteilhaft als Erregerspulen von Magneten für zugeordnete
Steuerschieber zum Verschließen oder Freigeben einzelner
Bypass-Kanäle ausgebildet sein. Die elektrischen Antriebe
zur Veränderung des wirksamen Querschnitts der Bypass-Kanäle
können - z. B. zur Verminderung der Schaltzeiten - unabhän
gig voneinander steuerbar sein. Eine konstruktiv vorteilhafte
Anordnung von Erregerspulen und Steuerschiebern erhält man
in bevorzugter weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch,
daß die Erregerspulen und Steuerschieber hintereinander auf
gleichen Radien angeordnet sind. Anstelle von mehreren unab
hängig voneinander steuerbaren Einzelschiebern können in dem
Gehäuse elektrische Antriebe, vorzugsweise Erregerspulen für
den beweglichen Teil eines Schrittantriebes zum Verschließen
oder Freigeben einzelner Bypass-Kanäle angeordnet sein. Im
Hauptstrom des Dämpfungsmediums können aus Sicherheitsgrün
den ein oder mehrere Überdruckventile angeordnet sein.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Stoßdämpfer mit einem an dem Kolben ange
flanschten Zylinder zur Aufnahme von Verbindungs
kanälen, Steuerspulen und Steuerschiebern,
Fig. 2 einen Stoßdämpfer mit zwei an dem Kolben ange
flanschten Teilzylindern, zwischen denen die
Steuerspulen und Steuerschieber angeordnet
sind.
In Fig. 1 ist ein Teil eines Stoßdämpfers 1 ohne Be
festigungselemente dargestellt. In einem Zylinder 2 be
findet sich an einer im Halbschnitt dargestellten Kolben
stange 3 ein Kolben 4, der mittels einer Ringdichtung
6 gegen den Zylinder 2 abgedichtet ist. Der Kolben 4 mit
seiner Dichtung 6 trennt zwei mit einem Dämpfungsmedium,
z. B. Öl, gefüllte Kammern 7 und 8 des Stoßdämpfers von
einander. An dem Kolben 4 ist angeflanscht (z. B. ange
schraubt) ein Gehäuse in Form eines Zylinders 11, in dessen
Innerem Steuerelemente in Form von Erregerspulen 12 . . .
14 von entsprechenden Elektromagneten 16 . . . 18 mit ihren
Polen 21 . . . 23 angeordnet sind. Anstatt eines aus Fer
tigungsgründen an dem Kolben 4 angeflanschten Zylinders
kann der Kolben selbst einen zylinderförmigen Fortsatz
haben. Den Polen der Elektromagnete 16 . . . 18 sind be
wegliche Schieber 26 . . . 28 zugeordnet, die bei Beauf
schlagung der Erregerspulen 12 . . . 14 mit Erregerstrom
in die dargestellten Stellungen entgegen der Wirkung von
Druckfedern 31 . . . 33 gezogen werden. Die Elektromagne
ten 16 . . . 18 sitzen mit gleichen Radien hintereinander
auf Stegen 36 . . . 38 und werden durch Distanzstücke 41 . . .
43 aus unmagnetischem Material sowie Durchflußboh
rungen enthaltende Distanzringe 62 . . . 64 in ihrer Lage
hintereinander abgestützt. Die Schieber 26 . . . 28 sind
in ihrer Offen-Stellung, d. h. bei erregten Elektromagne
ten 16 . . . 18, dargestellt und werden durch die Druckfe
dern 31 . . . 33 in Schließ-Stellung vor Verbindungskanäle
46 . . . 48 bewegt, die einen Bypass, d. h. Nebenwege,
für das Dämpfungsmedium zwischen den Kammern 7 und 8 dar
stellen. Die Querschnitte der Verbindungskanäle 46 . . .
48 können unterschiedlich groß sein, um die erreichbaren
Querschnittsänderungen zu verbessern. Der Hauptstrom des
Dämpfungsmediums gelangt über ein Überdruckventil 51
und einen axial ringförmigen Kanal 52 von einer Kammer
7, 8 zur anderen Kammer.
Der Querschnitt des Bypasses, den die Verbindungskanäle
46 . . . 48 darstellen, kann somit durch Erregung eines
oder mehrerer Elektromagneten 16 . . . 18 eingestellt wer
den.
Die Ausführungsform der Fig. 2 unterscheidet sich von
dem Stoßdämpfer der Fig. 1 im wesentlichen dadurch,
daß die Kolbenstange 103 eine Verlängerung aufweist,
die als zweiter innerer Zylinder 111a ausgebildet ist,
der von dem äußeren Zylinder 111 mit den Verbindungs
kanälen 146 . . . 148 umgeben ist. Die Zylinder umschließen
einen kreisförmigen nicht vom Dämpfungsmedium durchström
ten Hohlraum 161, durch den beispielsweise elektrische
Steuerleitungen geführt werden können. Im übrigen sind
Positionen, die mit entsprechenden Positionen der Fig.
1 übereinstimmen, mit gleichen Bezugszeichen, vermehrt
um 100, versehen und nicht mehr näher erläutert.
Anstelle der einzelnen über zugeordnete Elektromagnete
steuerbaren Schieber gemäß den Fig. 1 und 2 kann in
dem Gehäuse (Zylinder 11, 111) auch ein Schrittantrieb
für einen einzigen Steuerschieber angeordnet sein, wie
er in der DE-PS 33 46 352 beschrieben ist. Der bekannte
Steuerschieber führt je nach Kombination der erregten
Magnetspulen Einzelschritte aus, wobei er die wirksame
Querschnittsfläche eines Bypasses mehr oder weniger
verstellt. Einzelheiten dieses bekannten Schrittantriebs
sind in der vorliegenden Erfindung nicht enthalten. Seine
Anordnung innerhalb des Gehäuses, das sich auf der der
Kolbenstange abgewandten Seite des Kolbens befindet,
hat konstruktive und funktionelle Vorteile gegenüber
einer Ausführungsform, bei der der Bypass und sein An
trieb in der Kolbenstange selbst angeordnet sind.
Claims (8)
1. Stoßdämpfer mit veränderbarer Dämpfungscharakteristik,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, der mindestens einen mit
einem Dämpfungsmedium gefüllten Zylinder und eine Kolben
stange aufweist, die abgedichtet in den Zylinder eintaucht
und einen gegen die Zylinderwand abgedichteten Kolben trägt,
der den Zylinderraum in zwei Kammern aufteilt, wobei zwi
schen den Kammern mindestens ein Überdruckventil für den
Hauptstrom des Dämpfungsmediums sowie mehrere elektrisch
steuerbare Verschlußanordnungen in Bypass-Kanälen zu dem
Hauptstrom vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
elektrisch steuerbaren Verschlußanordnungen, die jeweils
einen elektrischen Antrieb (16 . . . 18, 116 . . . 118) und ein
Verschlußelement (26 . . . 28, 126 . . . 128) aufweisen, zusammen in ei
nem einzigen mit dem Kolben (4, 104) bewegbaren Gehäuse (11, 111)
angeordnet sind.
2. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse als Zylinder ausgebildet ist.
3. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gehäuse aus zwei konzentrischen Teilzy
lindern (111, 111a) besteht, daß die Bypass-Kanäle (146
. . . 148) in dem äußeren Teilzylinder (111) angeordnet sind und
daß der innere Teilzylinder (111a) einen nicht vom Dämp
fungsmedium durchströmten Hohlraum (161) umgibt.
4. Stoßdämpfer nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Gehäuse
befindlichen elektrischen Antriebe als Erregerspulen (16 . . .
18, 116 . . . 118) von Magneten für zugeordnete Steuerschieber
(26 . . . 28, 126 . . . 128) zum Verschließen oder Freigeben
einzelner Bypass-Kanäle (46 . . . 48, 146 . . . 148) ausgebildet
sind.
5. Stoßdämpfer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektrischen Antriebe zur Veränderung des wirksamen
Querschnitts der Bypass-Kanäle unabhängig voneinander steu
erbar sind.
6. Stoßdämpfer nach Anspruch 4 und/oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erregerspulen und Steuerschieber hinter
einander auf gleichen Radien angeordnet sind.
7. Stoßdämpfer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse elektrische
Antriebe, vorzugsweise Erregerspulen, für den beweglichen
Teil eines Schrittantriebes zum Verschließen oder Freigeben
einzelner Bypass-Kanäle angeordnet sind.
8. Stoßdämpfer nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Weg des Haupt
stromes des Dämpfungsmediums mindesten ein Überdruckventil
(51) angeordnet ist.
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Owner name: HAUNI MASCHINENBAU AG, 21033 HAMBURG, DE |
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