DE3603540C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41J—TARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
- F41J5/00—Target indicating systems; Target-hit or score detecting systems
- F41J5/06—Acoustic hit-indicating systems, i.e. detecting of shock waves
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- Acoustics & Sound (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur stereoakustischen
Trefferablagemessung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Mit Einrichtungen dieser Art (DE-OS 28 07 101) werden abstandsabhängige
Veränderungen der Stoßwelle eines mit
Überschallgeschwindigkeit fliegenden Geschosses mit Hilfe
von um die Zielfläche angeordneten Mikrophonen dazu verwendet,
die Eintreffzeiten der N-Wellenfronten zu ermitteln
und aus den Differenzen dieser Zeiten die Trefferablage
zu bestimmen. Zur Verbesserung der Meßgenauigkeit und
zur Beseitigung der mechanischen und betrieblichen Nachteile
solcher Mikrophonanordnungen ist es auch bekannt, unterhalb
der Zielfläche und in einer Ebene senkrecht zur Zielflächenebene
und symmetrisch zur vertikalen Achse der Zielfläche
eine Anordnung aus wenigstens drei Mikrophonen zu
errichten sowie eine vor der Mikrophonanordnung befindliche
Einrichtung zum Schutze derselben vor Beschluß durch anfliegende
Geschosse. Diesem Vorschlag liegt die Erkenntnis zugrunde,
daß ein Geschoß beim Vorbeiflug an einer Gruppe
fest positionierter Mikrophone infolge des Durchgangs der
Stoßwellenfronten Mikrophonsignale auslöst, die steile Impulsflanken
zu präzise meßbaren Zeitpunkten enthalten, wobei
die an den Mikrophohen gemessenen Flankenzeiten, bezogen
auf ein beliebig gewähltes Mikrophon dieser Gruppe als Nullzeitreferenz
in bestimmter Weise mit den Geschoßbahndaten
zusammenhängen, insbesondere aber mit der Bahngeschwindigkeit,
der Bahnrichtung und dem Ort sowie dem Zeitpunkt
des Durchstoßes des Geschosses durch eine vorgegebene
Zielfläche. Aufgrund dieses Zusammenhanges ist dann die
rechnerische Bestimmung der Flugbahndaten aus den Mikrophonzeiten
möglich.
Bei der bekannten Einrichtung sind die Mikrophone oder
Schallsignalwandler im Gelände fest angeordnet und als
Bestandteil eines Schießstandes stationär, wobei die Mikrophone
auch auf bzw. in Paneelplatten angebracht sein
können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, diese durch
die Unbeweglichkeit und Ortsgebundenheit der Meßeinrichtung
gegebenen Nachteile zu beseitigen und eine an an
sich beliebigen Orten, insbesondere im freien Gelände anordbare
Meßeinrichtung der genannten Art zu schaffen, deren
Meßgenauigkeit mit derjenigen stationärer Einrichtung
vergleichbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäß dem Kennzeichnen des Anspruchs 1
gelöst.
Diese Lösung sieht somit vor, die Mikrophone auf einem
zur Zieloberfläche beweglichen und in bezug auf die Zielfläche
justierbaren Bezugssystem anzuordnen, das sich
leicht auf- und abbauen läßt, jedoch im aufgebauten Zustand
so stabilisiert ist, daß nicht nur die Mikrophone
ihre gegenseitigen Abstände einhalten, sondern auch ein
bestimmtes Abstands- und Winkelverhältnis zwischen dem
Zielmittelpunkt und dem Bezugspunkt der Mikrophonebene,
also des die Mikrophone tragenden plattenförmigen Körpers,
bestehen bleibt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die einzige Zeichnungsfigur zeigt in schematischer Anordnung
und perspektivischer Darstellung die Meßeinrichtung
zur stereoakustischen Trefferablagemessung von Geschossen,
bezogen auf eine Zielfläche.
Die Meßeinrichtung 1 besteht aus einem festen, bodenseitigen,
plattenförmigen Körper 3, der auf einer
in etwa waagrechten Bodenfläche 6 angeordnet ist, und
einem an ihm durch ein Scharniergelenk 17 gelenkig
befestigten plattenförmigen Körper 2, auf dessen Oberfläche
16 zwei parallele Reihen Mikrophone 7, 8, 9;
10, 11, 12 angeordnet sind, die in jeder Reihe gleiche
Abstände voneinander aufweisen und deren Membranen in
ein und derselben Ebene liegen.
Die beiden plattenförmigen Körper 2 und 3 bilden Rechtecke,
deren Außenseite 1,1 m x 0,5 m lang sind. Der plattenförmige
Körper 2 ist durch eine Stützvorrichtung 5
auf dem bodenseitigen Körper 3 abgestützt, und zwar
unter einem Winkel ϕ, dessen Größe so wählbar ist,
daß die Sensorebene, also die Ebene, in der sich die
Mikrophonmembranen auf bzw. in der Oberfläche 16 befinden,
in bezug auf den Schalleinfall über den Observationswinkel
optimal zur Zielfläche 13 eingestellt
werden kann.
Im bodenseitigen Körper 3 befindet sich eine Nivelliereinrichtung
4, die eine exakte waagrechte Ausrichtung
der Bodenplatte und damit auch des plattenförmigen
Körpers 2 ermöglicht.
Der Zielmittelpunkt 14 steht zum Bezugspunkt 15 der
Sensorebene in einer durch die eingezeichneten Koordinaten
X₀; Y₀; Z₀ eines rechtwinkligen, kartesischen Koordinatensystems
festgelegten bzw. festlegbaren Beziehung.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der
Abstand der Mikrophone untereinander in jeder der beiden
parallelen Reihen 50 cm, wobei die Reihen selbst im Abstand
von 35 cm voneinander getrennt sind. Die beiden plattenförmigen
Körper 2, 3 sind aus glasfaserverstärktem
Epoxydharz hergestellt, das einen sehr geringen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten aufweist. Sie sind in hohem Maße
biegesteif, so daß Sicherheit dafür gegeben ist, daß sich
der Abstand der Mikrophone unter den normalerweise
herrschenden Außentemperaturbedingungen nicht ändert
und damit das Meßergebnis nicht verfälscht wird.
Jedes Mikrophon 7, 8, 9, 10, 11, 12 ist in einer nicht
dargestellten Halterung befestigt, durch die es mit seiner
Membran exakt in eine gewünschte Lage einstellbar ist. Diese
Halterungen sind ihrerseits bei einer hier nicht dargestellten
Ausführungsform auf einem gestellartigen Rahmen
aus glasfaser- oder kohlefaserverstärktem Epoxydharzkörpern
befestigt, auf den zur Bildung des plattenförmigen Körpers
2 beidseitig biegesteife Platten aufgeschraubt sind, die
den Rahmen verkleiden.
Die Mikrophonmembranen sind für die Schallwellen dadurch
zugänglich, daß in der die Oberfläche 16 enthaltenden
vorderen Platte entsprechende Öffnungen vorhanden sind,
die die Mikrophone freigeben.
Claims (6)
1. Einrichtung zur stereoakustischen Trefferablagemessung
von mit Überschallgeschwindigkeit fliegenden Geschossen
in einer vorgegebenen bodenseitigen oder luftseitigen
Zielfläche, mit der die örtlichen und zeitlichen Flugbahndaten
bestimmbar sind, wobei mehrere Mikrophone abseits
der Zielfläche benutzt werden, mit denen beim Passieren
der Stoßwellenfronten der Geschoßwellen Mikrophonsignale
erzeugbar sind, deren steile Impulsflanken präzis meßbare
Zeitpunkte liefern, aus denen die Flugbahndaten der Geschosse
errechnet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrophone
(7, 8, 9, 10, 11, 12) in der ebenen Oberfläche (16) eines
instationären, plattenförmigen Körpers (2) angeordnet sind,
der mit einer gegenüber der Geländeoberfläche nivellierbaren
Bodenplatte (3, 6) durch eine Gelenkeinrichtung (17)
verbunden ist, mittels derer der Anstellwinkel der Oberfläche
(16) des plattenförmigen Körpers (2) einstellbar
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenkeinrichtung (17) ein
Scharniergelenk ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bodenplatte (3, 6) mit einer
Nivelliereinrichtung (4) zu ihrer exakten horizontalen
Ausrichtung versehen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem plattenförmigen Körper
(2) und der Bodenplatte (3, 6) eine Stützvorrichtung
(5) angeordnet ist, durch die der plattenförmige Körper
auf der Bodenplatte unter wählbaren Anstellwinkeln ( ϕ )
abgestützt ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der plattenförmige
Körper (2) aus einem mit Sprossen versehenen,
gestellartigen Rahmen mit beidseitig aufgesetzten und
mit dem Rahmen fest verbundenen, biegesteifen Platten
besteht, die den Rahmen verkleiden.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Rahmen die Mikrophone (7,
8, 9, 10, 11, 12) in ihren Halterungen befestigt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603540 DE3603540A1 (de) | 1986-02-05 | 1986-02-05 | Einrichtung zur stereoakustischen trefferablagemessung von geschossen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603540 DE3603540A1 (de) | 1986-02-05 | 1986-02-05 | Einrichtung zur stereoakustischen trefferablagemessung von geschossen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3603540A1 DE3603540A1 (de) | 1987-08-06 |
| DE3603540C2 true DE3603540C2 (de) | 1987-10-29 |
Family
ID=6293439
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863603540 Granted DE3603540A1 (de) | 1986-02-05 | 1986-02-05 | Einrichtung zur stereoakustischen trefferablagemessung von geschossen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3603540A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5029866A (en) * | 1988-06-20 | 1991-07-09 | Beard Iii Bryce P | Apparatus and method for determining projectile impact locations |
| US4898388A (en) * | 1988-06-20 | 1990-02-06 | Beard Iii Bryce P | Apparatus and method for determining projectile impact locations |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1580253A (en) * | 1977-02-21 | 1980-11-26 | Australasian Training Aids Pty | Firing range |
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1986
- 1986-02-05 DE DE19863603540 patent/DE3603540A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3603540A1 (de) | 1987-08-06 |
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