DE3603317C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von
Naturdünger und landwirtschaftlichen Produkten gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens.
Ein solches Verfahren ist durch die DE-OS 21 13 078 bekannt,
die einen Apparat zum Trocknen von Gütern, beispielsweise
Gemüse, Beeren, Saatgut und Getreide, beschreibt, der
aus einem verschließbaren Behälter für das Trockengut
mit einer Vorrichtung zur Luftleermachung des Behälters
und einer Wärmepumpe mit Kompressor zum Pumpen eines
Kühlmittels in einem geschlossenen System besteht, zu dem
ein als Heizkörper im Behälter angeordneter Kondensator
für das Kühlmittel und ein als Kühler für Feuchtigkeit,
die vom Trockengut entweicht, angeordneter Vordampfer
gehören, wobei der Vordampfer für das Kühlmittel zusammen
mit dem Kondensator im Behälter für das Trockengut angeordnet
ist, jedoch durch eine den Raum für das Trockengut
im Behälter abgrenzende, gasdurchlässige Wand vom Kondensator
getrennt ist. Hiernach ist eine Trocknungsvorrichtung
mit einer beheizbaren Eindick- und Trockenkammer,
einer Vakuumpumpe, mit Absaugfiltern und mit einer Kondensationsanlage
sowie einer Wärmepumpe zur Kondensation
des Wasserdampfes beim Trocknungsgang bekannt. Mit einem
derart ausgebildeten Apparat wird dem zu trocknenden Gut
unter Einwirkung von Wärme und unter Druckabsenkung Feuchtigkeit
entzogen und unter Ausnutzung eines Wärmepumpenprozesses
die dem zu trocknenden Gut entzogene
Feuchtigkeit kondensiert. Mit diesem Apparat lassen sich
jedoch Naturdünger und landwirtschaftliche Produkte nicht
mit ähnlich geringem Energieaufwand sowie gleichmäßig
und schnell trocknen. Es fehlt die Möglichkeit des Auspressens,
d. h. sämtliche zu entfernende Feuchtigkeit muß
verdampft werden. Das zu trocknende Gut weist in der Regel
eine schlechte Wärmeleitfähigkeit auf. Nur durch ein Rührwerk,
bei dem eine intensive Berührung von Heizfläche und
zu trocknendem Gut erfolgt, wird eine schnelle und gleichmäßige
Wärmeabgabe und damit Durchtrocknung des Trockengutes
erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung hierfür zum Trocknen von Naturdünger
und landwirtschaftlichen Produkten zu schaffen, wobei
das Verfahren unter geringem Energieaufwand gleichmäßig,
schonend und unter Vermeidung von Kondensation auf dem
zu trocknenden Gut durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen
Verfahrensmaßnahmen und mit einer Vorrichtung
gemäß Patentanspruch 2 gelöst.
Dieses Verfahren zum Trocknen von Naturdünger und landwirtschaftlichen
Produkten wird in einem verschließbaren
Behälter durchgeführt, wobei das erforderliche Vakuum
in einem nachgeschalteten Kondensator erzeugt und die
im System vorhandene Luft mit mindestens einer Vakuumpumpe
abgesaugt wird. Die Abwärme aus dem Kühlkreis des
Kondensators wird in einer Wärmepumpe zur Erzeugung
der Heiz- und Verdampfungswärme in dem Behälter genutzt.
Die Temperaturabsenkung des Kondensator-Kühlkreises durch
die Wärmepumpe wird zur Kühlung des Kondensators genutzt,
so daß auf zusätzliches Kühlwasser weitgehend verzichtet
werden kann.
Das Verfahren ist für alle nassen landwirtschaftlichen
Produkte geeignet, die zur weiteren Verwendung getrocknet
werden müssen und bei denen durch Pressen und Eindicken
Feuchtigkeit abgeschieden werden kann, um die erforderliche
Verdampfungswärme bis zum gewünschten Trockengrad möglichst
gering zu halten.
Zum Trocknen von Getreide, Malz, Erntegut, Gras, Halme, Futterschnitzel
und Naturdünger wird bekannterweise erhitzte
Luft verwendet, indem diese durch das zu trocknende Gut
geführt wird und dabei die Feuchtigkeit aufnimmt. Luft
ist nicht nur ein ausgezeichneter Isolator, Luft kann auch
nur sehr wenig Wärme speichern. Als Trockenmedium ist Luft
jedoch ungeeignet und es sind große Flächen erforderlich,
um Luft zu erhitzen, wobei die Wärmespeicherung sehr gering
ist. Bei Abkühlung besteht die Gefahr, daß die aufgenommene
Feuchtigkeit an dem zu trocknenden Gut wieder
niedergeschlagen wird, z. B. nimmt heiße Luft von 80°C
bis 376 g Wasser/m³ auf, kühlt sie beim Durchströmen
des Gutes auf 40°C ab, werden 317,4 g Wasser niedergeschlagen.
Die bekannten Verfahren und Anlagen befassen sich
denn auch weitgehend damit, die gravierenden Mängel des
Mediums zu umgehen, wobei gleichmäßige und schonende
Trocknung bei geringem Energieaufwand in keinem Fall erreichbar
sein dürften: Um Kondensation auf dem Trockengut
zu vermeiden, muß die Luft mit ausreichend hoher Temperatur
ausgeblasen und das Trockengut in mehreren Stufen erwärmt
werden. Um die Stufenzahl zu begrenzen, wird die
Luft häufig mit zu hoher, für das Trockengut qualitätsmindernder
Temperatur zugeführt und um die Energieverluste
in Grenzen zu halten, werden Wärmeaustauscher zur Wärmerückgewinnung
vorgesehen, mit den für Luft erforderlichen
großen Heizflächen. Diese Nachteile können nur vermieden
werden, wenn das physikalisch richtige Medium zum Trocknen
eingesetzt wird, nämlich Sattdampf oder Naßdampf.
Zur Lebensmittel-, Holz- und Farbtrocknung werden Vakuum
trocknungsanlagen eingesetzt, die oftmals keine Heizeinrichtung
aufweisen, sondern nur den Wärmeinhalt des zu
trocknenden Gutes für die Trocknung ausnutzen. Nach der
DE 28 21 259 ist es bekannt, eine Wärmepumpe zur Unterstützung
der Heizung für die Trocknung von Holz einzusetzen,
doch diese Anlage weist folgende Nachteile auf:
- - Der gesamte Dampf aus der Trockenkammer muß die Vakuumpumpe passieren, erfordert eine vermeidbare Größe in der Auslegung und erwärmt unnötig den Kühlkreis der Pumpe, während die Kühlkreistemperatur der Pumpe das Anheben der Temperatur, wie dies bei bekannten Wärmepumpen erfolgt, nachteilig verhindert.
- - Der Kühlkreis der Vakuumpumpe wird nicht rückgekühlt und damit das erreichbare Vakuum in der Trockenkammer auch nicht eingeschränkt.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der hierfür ausgebildeten
Vorrichtung werden derartige Mängel vermieden
und eine Schaltung, wie diese bei Kondensationsanlagen
in Dampfkraftwerken zur optimalen Reife entwickelt wurde,
kommt statt dessen für Kondensation und Evakuierung zur
Anwendung.
Die Trocknung von Naturdünger, die durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt,
der bei Schwemmentmistung noch künstlich erhöht
wird, besonders aufwendig ist, so daß der hohe Wärmeaufwand
kostenbestimmend wird, wird mit dem Verfahren
außerordentlich günstig durchgeführt. Für die Verdampfung
von einem l Wasser werden bei normalem Luftdruck
2261 kJ (540 kcal) benötigt, so daß es von großem Kostenvorteil
sein wird, möglichst viel Flüssigkeit aus dem Dünger
abzusaugen und auszupressen. Diese abgeführte Jauche
wird vorteilhaft für den Bedarf des landwirtschaftlichen
Betriebes an Ort und Stelle verwendet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 in einer schematischen Ansicht die Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens zum Trocknen von Naturdünger
und landwirtschaftlichen Produkten,
Fig. 2 einen Abschnitt des Trägers mit dem Membrandeckel
der Trockenvorrichtung, teils in Ansicht, teils in einem
senkrechten Schnitt,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch den Träger des
Trockenbehälters gemäß Fig. 2 und
Fig. 4 teils in Ansicht, teils in einem senkrechten
Schnitt den oberen Filter und die Membran des Trockenbehälters.
Die in Fig. 1 dargestellte Trocknungsvorrichtung umfaßt neben
einem verschließbaren Behälter 1 mit einer Preß-, Eindick-
und Trockenkammer einen Kondensator 27 mit einer
Pumpe 26 und eine Wärmepumpe 11. Vorteilhafterweise
ist die Trocknungsvorrichtung fahrbar ausgerüstet,
damit der Einsatz bei den Tierhalterungen ermöglicht
wird und nicht nasser Dünger über größere Entfernungen
transportiert werden muß. Um die Anlage
kostenspezifisch klein zu halten und um eine hohe Kapazität
zu erhalten, können der Kondensationsanlage 27
und der Wärmepumpe 11 zwei oder mehrere Behälter 1 zugeschaltet
werden. Beispielsweise können vier Behälter 1
mit zwei Wärmepumpen 11 und mit zwei Kondensationsanlagen
auf einem Fahrzeug angeordnet sein und in Arbeitstakten
produzieren, um eine hohe stündliche Leistung zu erreichen
und um das Personal kontinuierlich einsetzen zu können.
Die Trocknungsvorrichtung 1 umfaßt ferner eine Vakuumpumpe
2. Durch den Einsatz von Wärmepumpen 11, Vakuumpumpen
2 und durch Trocknung unter Luftabschluß und Wärmerückgewinnung
in der Wärmepumpe 11 ist die Trocknungsvorrichtung
außerordentlich leistungsfähig und sparsam im
Energieverbrauch.
Die Wärmepumpe 11 senkt den Energiebedarf auf etwa 1/5
des für die Trocknung erforderlichen Wärmebedarfs, außerdem
ersetzt sie im Kühlkreis die Wärmesenke und damit zusätzliches
Kühlwasser für die Kondensation.
Die Vakuumpumpe 2 wird für die Förderung, Eindickung und
Pressung des zu trocknenden Gutes eingesetzt.
Wie in Fig. 1 gezeigt, wird der nasse Dünger in einen
Einfülltrichter 1 a gefördert, wobei die laufende Vakuumpumpe
2 das Einbringen des zu trocknenden Gutes in den
Behälter 1 unterstützt. Gleichzeitig setzt der Wasserabzug
über einen unteren Filter 3 ein. Ein oberer Filter 4
ist vermittels eines Ventils 5 gedrosselt. Bei Schwemmentmistung
wird der Einfülltrichter 1 a durch eine Rohrleitung
ersetzt, wobei dann die Vakuumpumpe das Füllen
ganz übernimmt.
Nach dem Füllen wird die Einfüllöffnung 1 a durch eine
Klappe 6 geschlossen sowie die Fixierung 7 eines Membrandeckels
8 als Vorrichtung zum Verändern des Behältervolumens
gelöst und der Behälter 1 evakuiert. Durch die
Evakuierung des Behälters 1 wird sofort die Siedetemperatur
erreicht und die Trocknung durch Ausdampfen begonnen;
gleichzeitig wird Flüssigkeit abgesaugt und ausgepreßt.
Die Absaugung der Luft ist eine im Wärmetauscherbau
unumgängliche Maßnahme für hohe Leistungsfähigkeit.
Der Wärmeübergang von Luft ist über 1000-fach schlechter
als der von Dampf. Sowohl in dem Behälter 1 als auch
in dem Kondensator 27 ist die Absaugung der Luft eine
Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit der Trocknungsvorrichtung.
Die Betätigung des Membrandeckels 8 erfolgt
mittels eines Bowdenzuges 30 (Fig. 3).
Für die thermische Trocknung wird der Membrandeckel 8
mittels Trägern 9 als Gewölbe mit ringförmigen Versteifungen
10 in der Membran verblockt und die für
diesen Arbeitsgang ununterbrochene Evakuierung in
Betrieb genommen (Fig. 2, 3 und 4). Der Behälter 1 wird -
wie z. B. bei Zementmischern - um 90° gedreht und die
Wärmepumpe 11 und ein im Innenraum des Behälters 1
angeordnetes Rührwerk 14 mit Wärmeaustauschflächen 12
eingeschaltet. Das Vakuum sinkt jetzt rasch auf den der
Siedetemperatur entsprechenden Druck ab, z. B. bei 20°C
auf 23 hP (23 mbar). Durch starke Dampfentwicklung wird
durch die Wärmezufuhr über einen an dem Behälter 1
vorgesehenen Heizmantel 13 und das Rührwerk 14 die
Restfeuchte in kurzer Zeit auf den gewünschten
Trockengrad gebracht.
Für den Behälter und die Kondensationsanlage ist absolute
Dichtigkeit notwendig, da Lufteinschlüsse das Vakuum verschlechtern.
Die Rührwerksdurchführung und die Klappendichtung
müssen daher mit Wasservorlage und Tropfkammer
mit einem Vakuumanschluß zu einem Abscheidebehälter
17 versehen sein.
Dem in dem Kondensator 27 und der Vakuumpumpe 2 erwärmten
Kühlwasser und Betriebswasser wird in der Wärmepumpe
11 Wärme entzogen, d. h. es wird abgekühlt und im Kreislauf
den beiden Verbrauchern wieder zugeführt. Die entzogene
Wärme wird dazu benutzt, im Heizkreis der Wärmepumpe
11 das Rührwerk 14 und den Heizmantel 13 zu
beheizen. Die damit erzeugte Verdampfungswärme zum
Trocknen des Düngers fällt über die Kondensation und die
Erwärmung des Kühlwassers wieder für die Wärmepumpe 11 an.
Die zusätzlich durch
die elektrische Leistung - es kann auch die Antriebsleistung
einer Verbrennungskraftmaschine sein - zugeführte
Wärme führt zu einem Temperaturanstieg im System:
Der beim Trocknen entstehende Dampf wird ständig heißer,
der Druck in dem Kondensator 27 erhöht sich und damit
die Kondensationstemperatur, die Kühlwassertemperatur
steigt ebenfalls und läßt wiederum die Temperatur im
Heizkreis weiter ansteigen, weil die Wärmepumpe 11 entsprechend
dem mit höherer Temperatur zugeführten Wasser
auf ein höheres Temperaturniveau pumpt. Wenn 100°C in
der Kondensationsanlage erreicht sind, kann die Vakuumpumpe
2 abgestellt werden, und je nach Auslegung der Anlage
muß ab einem gewissen Überdruck Dampf durch ein in
Fig. 1 bei 15 angedeutetes Ventil abgelassen werden, damit
der Behälter 1 und der Kondensator 27 geschützt sind.
Durch den Betrieb der Vakuumpumpe 2 beim Füllen wird
Dünger bis vor die Filter 3 und 4 gesaugt, bis der Behälter
stramm gefüllt ist. Die hierbei bereits über die
Filter 3 und 4 abgesaugte Flüssigkeit wird in einem Abscheider
17 mittels eines Füllstandsreglers durch eine
Rückgabepumpe 16 in eine in der Zeichnung nicht dargestellte
Jauchegrube abgeführt (Fig. 1).
Beim Trocknen strömt Dampf über Filter, Leitungen und
Abscheider zu dem Kondensator 27. Im Dampf enthaltene
Luft wird dabei durch die Vakuumpumpe abgesaugt. Die
extreme Wichtigkeit der Luftabsaugung ergibt sich aus dem
Unterschied zwischen den Wärmedurchgangszahlen für Dampf
bzw. Luft:
Wenn man für α₁=41 868 kJ/m² · h · °C (das sind
10 000 kcal/m² · h · °C) und α₁=418 kJ/m² · h · °C
bei Luft einsetzt, bei sonst unveränderten Werten für
δ/Kλ und 1/α₂ ergibt sich statt k = 14 650 kJ/m² · h · °C
bei Dampf noch k = 418 bei Luft. Eine geringe Luftverschmutzung
wirkt sich ernorm aus.
Die Luftabsaugung aus dem Kondensator 27 erfolgt am kühlsten
Ort (Luftkühlerbündel). Als Beispiel für die Evakuierung
ist eine im Kraftwerksbetrieb bewährte zweistufige
Schaltung gezeigt, bei der eine Wasserringpumpe 2 die
Förderung bis zu einem mittleren Vakuum übernimmt, um
den Behälter 1 zu füllen. Ein in Fig. 1 bei 18 dargestelltes
Ventil ist dabei geöffnet und ein weiteres einem
Luftstrahler zugeordnetes Ventil 20 geschlossen. Für das
hohe Vakuum beim Pressen und Trocknen wird das Ventil 20
geöffnet und der Luftstrahler tritt in Tätigkeit. Das
als Membranventil ausgebildete Ventil 18 schließt sich
hierbei selbsttätig durch eine Impulsleitung zum Luftstrahler.
Die Evakuierung erfolgt jetzt zweistufig. Das Betriebswasser
der Vakuumpumpe 2 kann aus dem Kühlkreis des
Kondensators 27 entnommen werden (Fig. 1). Eine Leistungsverbesserung
der Vakuumpumpe 2 läßt sich mit separater
kälterer Frischwasserzufuhr erreichen. Eine wahlweise oder
kombinierte Wasserversorgung ist ebenfalls möglich. Auch
Dampfstrahl- oder Wasserstrahlpumpen können zur Evakuierung
verwendet werden.
Der Wärmeübergang von dem Rührwerk 14, das mit einem
Antrieb 25 in Verbindung steht und das aus haarnadelförmigen
Rohren besteht, die aus dem Heizwasserkreis der Wärmepumpe
11 versorgt werden, zum Dünger wird durch die Drehbewegung
verstärkt; dies wird auch an dem Heizmantel 13 durch die
Kammerverbindungsrohre ausgenutzt.
Die Filter 3 und 4 sind großflächig und voluminös vorgesehen,
damit die sofort einsetzende Verschmutzung nicht
zu einer Verstopfung führt.
Zwischen zwei druckfesten Lochplatten ist Torf eingefüllt,
der mitgeführten Dünger als Filtermasse aufnimmt und
nur Flüssigkeit durchläßt. Zum Rückspülen kann die Rückgabepumpe
16 verwendet werden (Fig. 1). Die entsprechende
Schaltung hierfür ist nicht dargestellt.
Claims (5)
1. Verfahren zum Trocknen von Naturdünger und landwirtschaftlichen
Produkten in einem verschließbaren Behälter,
bei dem dem zu trocknenden Gut unter Einwirkung
von Wärme und unter Druckabsenkung Feuchtigkeit
entzogen wird und bei dem unter Ausnutzung eines
Wärmepumpenprozesses die dem zu trocknenden Gut entzogene
Feuchtigkeit kondensiert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Füllen des Behälters durch Erzeugung
eines Vakuums unterstützt und dabei ein Teil der
Flüssigkeit abgesaugt wird, daß dann der Behälter geschlossen,
das Gut durch Verkleinerung des Behältervolumens
aufgrund des Vakuums ausgepreßt und anfallende
Flüssigkeit abgesaugt wird, daß dann durch weiteres
Evakuieren die Siedetemperatur erreicht und der Trocknungsvorgang
durch Ausdampfen und Absaugen des Dampfes
fortgeführt wird, daß anschließend das ursprüngliche
Behältervolumen wieder hergestellt und konstant gehalten
wird und daß dann durch erneutes Evakuieren,
Rühren und Heizen mit der aus dem Wärmepumpenprozeß
gewonnenen Wärme der angestrebte Trocknungsgrad erreicht
wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 mit einem verschließbaren Behälter (1),
einer Vorrichtung zum Erwärmen des zu trocknenden
Gutes, einer Vakuumpumpe (2), einer Wärmepumpe
(11) mit Kondensator, mit Saugleitungen für
die aus dem zu trocknenden Gut abgezogene Flüssigkeit
und Dämpfe, denen Filter (3, 4) vorgeschaltet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter
(1) um 90° verschwenkbar ist, in der Behälterwand
eine blockierbare Vorrichtung (8) zum Verändern
des Behältervolumens vorgesehen ist, im Behälter
(1) ein Rührwerk (14) angeordnet ist und das Rührwerk
(14) und die Wand des Behälters (1) mittels
der Wärmepumpe (11) beheizbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung (8) zum Verändern des
Behältervolumens als Membrandeckel ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Membrandeckel (8) durch einen Tubus
(40) abstützbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung (8) zum Verändern des Behältervolumens
aus einem Kolben besteht, der in
einem Zylinder geführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603317 DE3603317A1 (de) | 1986-02-04 | 1986-02-04 | Verfahren zum trocknen von naturduenger und landwirtschaftlichen produkten, trocknung in einer beheizten vakuum-kammer nach vorhergehender eindickung und pressung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603317 DE3603317A1 (de) | 1986-02-04 | 1986-02-04 | Verfahren zum trocknen von naturduenger und landwirtschaftlichen produkten, trocknung in einer beheizten vakuum-kammer nach vorhergehender eindickung und pressung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3603317A1 DE3603317A1 (de) | 1987-08-06 |
| DE3603317C2 true DE3603317C2 (de) | 1990-03-01 |
Family
ID=6293308
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863603317 Granted DE3603317A1 (de) | 1986-02-04 | 1986-02-04 | Verfahren zum trocknen von naturduenger und landwirtschaftlichen produkten, trocknung in einer beheizten vakuum-kammer nach vorhergehender eindickung und pressung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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-
1986
- 1986-02-04 DE DE19863603317 patent/DE3603317A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3603317A1 (de) | 1987-08-06 |
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