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Durch die Lokomotive selbsttätig geöffnetes Gehäuse zur Rauch- und
Gasabführung. Die Erfindung betrifft einen Rauch- und Gasfänger für.Lokomotivschuppen,
und besteht im wesentlichen darin, daß das am unteren Teil des Ableitungsrohres
bei eingefahrener Lokomotive den Lokomotivschornstein aufnehmende Gehäuse vorn,
rückwärts und unten durch Klappen abgeschlossen ist, welche durch den Schornstein
und den Dom der Lokomotive geöffnet und durch Federn, Gewichte; Eigengewicht oder
durch den aus-oder durchfahrenden Lokomotivschornstein wieder geschlossen werden.
Die Klappen, welche die in der Fahrtrichtung der Lokomotive liegenden Stirnseiten
des Gehäuses abschließen, sind schwingende Türen mit stehenden Achsen, während die
Klappen, welche bei eingefahrener Lokomotive den Lokomotivschornstein kragenförmig
umfassen und das Gehäuse unten abschließen, winkelförmigen Querschnitt besitzen
und um seitlich liegende Achsen schwenkbar sind.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Abb.
i eine Seitenansicht, Abb.z einen Grundriß bei eingefahrener Lokomotive, Abb. 3
einen quer zur Fahrtrichtung Schnitt :1-B und Abb. .4 einen wagerechten Schnitt
C-D bei durchfahrender Lokomotive der einen Ausführung, die Abb. 5 und 7 zwei senkrecht
zueinander gerichtete Schnitte E-F und G-H und die Abb. 6 und 8 zwei Grundrisse
der anderen Ausführung, wobei der eine der letzteren die Stellung bei einfahrender
Lokomotive, der andere die Stellung bei durchfahrender Lokomotive darstellt.
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a. ist das unten am Ableitungsrohr b angebrachte, vorn
und rückwärts sowie unten offene Gehäuse, welches zur Aufnahme des Lokomotivschornsteines
c bestimmt ist. An diesem Gehäuse sind bei der Ausführung Abb. i bis 4 je z,%i-ei
Stirntüren d angeordnet, welche um die stehenden Achsen e nach vorn und rückwärts
schwingen und sich in geschlossenem Zustande in der Mitte an ihrem Zusammenstoße
Übergreifen. Infolge der schrägen Lage der Achsen e (Abb. 3) haben diese Klappen
das Bestreben, in ihre geschlossene Lage (Abb. a) zu pendeln. Jede dieser Klappen
ist zweckmäßig in der Mitte bei f durch ein weiteres Gelenk unterteilt, dessen Achse
etwa parallel zur zugehörigen Achse e verläuft und ebenfalls ein Ausschwingen nach
vorn und rückwärts zuläßt. Zu beiden-Seiten des Gehäuses a sind an liegenden Achsen
g je nvei, an ihrem Ouerschnitt winkelförmige Klappen h drehbar aufgehängt, welche
mit ihrem unteren Schenkel hl das Gehäuse a Untergreifen und an ihrem in der Mitte
des Gehäuses liegenden Teil i ausgeschnitten sind, so daß die vier Klappen hier
den Schornstein im eingefahrenen Zustand umfassen und das Gehäuse a. unten abschließen.
Die unteren Teile lzl dieser vier Klappen 1a sind mit in der Fahrtrichtung schrägen
oder abgerundeten Ansätzen h= versehen, mittels welcher der einfahrende Lokomotivschornstein
die Klappen la und lal zur Seite drängt.
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Bei der Ausführung Abb. 5 bis 8 sind die Klappen d an ihren stehenden
Achsen e mit Flügeln dl versehen, welche von der gleichen .restalt und Größe wie
die Klappen d sind und senkrecht zu ihnen verlaufen. Die Klappen lt stehen unter
dem Einfluß von Gewichten h, welche auf Schließen der Klappen wirken.
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Bei der Ausführung Abb. i bis q. ist an einer der Achsen g eine weitere
Winkelklappe l angebracht, welche auf den Klappen h liegt, mit ihrem unteren Teil
h das Gehäuse
a gleichfalls untergreift und in geschlossenem Zustand
die durch die Ausschnitte i gebildete Öffnung der Klappenteile hl abschließt, so
daß keine Bleiluft in den Lokomotivschuppen eintreten kann, wenn die betreffende
Rauchabzugsöffnung außer Betrieb ist. Der Klappenteil h ist, wie aus den Abb.2 und
4 ersichtlich ist, keilförmig gestaltet und an den Ecken abgerundet; er wird von
dem einfahrenden Lokomotivschornstein zur Seite gedrängt.
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Bei der Ausführung nach den Abb. 5 bis 8 ist diese Klappe durch eine
Drosselklappe na im Ableitungsrohr b ersetzt, deren Achse ia vermittels des
Zahnrädergetriebes o oder einer anderen übertragungsvorrichtung mit einer der vorderen
Achsen e der Klappen d zwangläufig in Verbindung steht.
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Die Wirkung der Einrichtung Abb. i bis 4 ist folgende: Fährt die Lokomotive
unter den Rauchfang, so stößt der Schornstein zunächst gegen die nach außen gerichteten
Anschläge h2 des ersten seitlichen Winkelklappenpaares lt, hl und öffnet
diese Klappen, gleichzeitig aber auch die Winkelklappe 1, 11, da diese auf den Klappen
h liegt. Bei der weiteren einfahrenden Bewegung des Schornsteines werden sodann
-die Klappen d geöffnet. Ist der Schornstein im Innern des Gehäuses unter dem Ableitungsrohr
b angelangt, so schließen sich die Klappen h, hl, d selbsttätig, während
die Klappe 1, l1, die in der aus Abh. z ersichtlichen Stellung verbleibt. Der aus
dem Schornstein der Lokomotive strömende Rauch kann nun ins Freie gelangen, ohne
daß eine Möglichkeit des Austritts in den Lokomotivschuppen besteht. - Beim Ausfahren
der Maschine stößt der Lokomotivschornstein zunächst die in der Fahrtrichtung liegenden
Winkelklappen h, hl, sodann die vorderen Klappend auf, worauf nach dem Ausfahren
ein selbsttätiges Schließen dieser Klappen sowohl wie auch der Klappe 1,
11 "stattfindet. Die letztere schließt hierbei die durch die Ausschnittei
der Klappenteile hl gebildete Öffnung irn unteren Teil des Gehäuses ab.
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Wie aus Abb. 4 ersichtlich, ist die Einrichtung derart getroffen,
daß die Klappen beim Durchfahren der Maschine nicht allein dem Schornstein, sondern
auch dem dahinter liegenden Dom p Raum geben.
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Bei der Ausführung nach den Abb. 5 bis 8 ist die Wirkungsweise ähnlich.
Der Schornstein stößt beim Einfahren zunächst ebenfalls gegen die Anschläge h2 der
seitlichen Winkelklappen, so daß diese geöffnet werden; sodann stößt er die Klappen
d auf, wodurch die damit verbundenen Flügel dl eine Drehung nach innen ausführen
und, wenn der Schornstein unter dem Ableitungsrohr angekommen ist, die Eintrittsöffnung
des Gehäuses verschließen (Abb. 8).
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Ist der Schornstein in der Mitte des Gehäuses angekommen, so sind
auch die Klappen h, hl wieder geschlossen, und die unteren Teile hl der letzteren
umfassen den Schornstein. Gleichzeitig mit der Drehung der Flügel d findet durch
Vermittlung des Winkelgetriebes o ein Öffnen der Drosselklappe vn statt, so. daß
diese geöffnet ist, wenn der Lokomotivschornstein unter dem Ableitungsrohr b angekommen
ist.