DE3590860C2 - Einrichtung zum Detonationsauftragen von ]berz}gen - Google Patents
Einrichtung zum Detonationsauftragen von ]berz}genInfo
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- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
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- B05B7/0006—Spraying by means of explosions
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Technik der
Auftragung von Überzügen und betrifft insbesondere Ein
richtungen zum Detonationsauftragen von Überzügen.
Bekannt ist eine Einrichtung zum Detonationsauftragen
von Überzügen (S. S. Bartenev u. s. "Detonatsionnye pokrytia
v mashinostroenli"/Detonationsüberzüge im Maschinenbau/
veröff. 1982, Verlag Mashinostroenie (Leningrad),
siehe S. S. 130-132, Abb. 73, 74), die ein wassergekühltes
Rohr, das ein offenes Austrittsende aufweist, einen
Mischer für Gase, welcher mit dem Rohr in der Nähe seines
dem Austrittsende entgegengesetzten Endes in Verbindung
steht, einen Dosierer des aufzustäubenden pulverförmigen
Materials, der einen geschlossenen Behälter darstellt,
welcher zur Hälfte mit Pulver gefüllt und an das Rohr
zwischen der Einführungsstelle des Gasgemisches und dem
Austrittsende des Rohres angeschlossen ist, sowie eine
Explosions-Initiierungseinheit - eine Kfz-Zündkerze -
enthält.
Die Arbeit der Einrichtung besteht darin, daß nach
der Füllung des Rohres mit einem explosiven Gemisch sowie
nach der nachfolgenden Initiierung und erfolgten Detona
tion verdichtete und erhitzte Detonationsprodukte (DP)
das Rohr über dessen Austrittsende (als Hauptmasse) ver
lassen und den das Pulver aufnehmenden geschlossenen
Behälter teilweise füllen, indem sie den Druck in dem
letzteren erhöhen. Während eines Druckabfalls im Behälter
gelangt in das Rohr, das sich bereits von den dort be
findlichen DP befreit hat, das Pulver zusammen mit dem
relaxierenden Gas. Gleichzeitig findet die Füllung des
Rohres mit dem explosiven Gemisch statt, welches mit
dem Pulver intensiv vermischt wird. Nach der Initiierung
der Detonation wiederholt sich dann der geschilderte
Zyklus, aber mit dem Unterschied, daß in den das Rohr
verlassenden DP erhitzte und beschleunigte Pulverteilchen
enthalten sind, die den Überzug bilden. In den in den
Dosierer eindringenden DP sind ebenfalls Teilchen ent
halten, die sich an den Wänden des Stutzens absetzen,
welcher den Dosierer mit dem Rohr verbindet, wodurch
ein parasitäter Überzug entsteht, der im Laufe der Zeit
(ungefähr nach 1000 Abschüssen) den Austritt für das
Pulver aus dem Dosierer versperrt. Dies ist in der Haupt
sache die Folge der gegenseitigen Anordnung des Mischers
für Gase und des Pulverdosierers über die Rohrlänge, bei
welcher Anordnung die DP mit den Teilchen des aufzustäu
benden Materials bei ihrer Bewegung zum Austrittsende des
Rohres hin außer auf das offene Rohrende noch auf einen
Abschnitt verminderten Drucks - den geschlossenen Be
hälter mit Pulver - treffen, wohin sie dann auch ein
dringen.
Bekannt ist außerdem eine Einrichtung zum Detona
tionsauftragen von Überzügen (siehe die US-PS Nr. 42 31 518, Fig. 1),
die ein Rohr, das ein offenes Austrittsende aufweist,
einen Mischer für Gase, einen Dosierer des pulverförmigen
Materials und eine Explosions-Initiierungseinheit enthält,
welche mit dem Rohr in Verbindung stehen.
Bei dieser Einrichtung ist das Rohr waagerecht an
geordnet, und an sein Ende, das dem Austrittsende entge
gengesetzt liegt, ist der Dosierer (aus welchem die
Transportierung des Pulvers zwangsläufig mit Hilfe von
Stickstoff erfolgt) angeschlossen, wobei die Einführungs
stelle des Gasgemisches von der Anschlußstelle des Do
sierers in Richtung des offenen Rohrendes etwas versetzt
ist. Hier können die das Pulver enthaltenden DP ebenso
wie im vorhergehenden Fall in den Behälter des Dosierers
eindringen, wenn auch in einem geringeren Grade, weil
die Bewegungsrichtung der Hauptmasse der DP von der
Explosionsstelle aus zur Richtung auf den Dosierer ent
gegengesetzt ist. Bei dieser Einrichtung wächst die
Öffnung für den Austritt des Pulvers in das Ror des
halb zu, weil der Abstand zwischen den Anschlußstellen
des Mischers für Gase und des Dosierers an das Rohr klein ist
und die erhitzten DP mit dem Pulver die Einführungsstelle des
Pulvers früher erreichen, als die Verdünnungswelle vom offenen
Rohrende her ankommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum
Detonationsauftragen von Überzügen gemäß dem Oberbegriff
dahingehend zu verbessern, daß ein Zuwachsen der Öffnung des
den Dosierer mit dem Rohr verbindenden Stutzens vermieden wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in der Einrichtung zum
Detonationsauftragen von Überzügen, die ein Rohr, das ein
offenes Austrittsende aufweist, einen Dosierer des
pulverförmigen Materials, der mit dem Rohr an seinem dem
Austrittsende entgegengesetzten Ende verbunden ist, sowie einen
Mischer für Gase und eine Explosions-Initiierungseinheit,
welche mit dem Rohr in Verbindung stehen, enthält,
erfindungsgemäß der Mischer für Gase mit dem vertikal
angeordneten Rohr in dessen mittlerem Teil in Verbindung
gesetzt ist, wobei der Dosierer am oberen Ende des Rohres
angeordnet ist.
Es ist vorteilhaft, den mit dem Rohr in Verbindung stehenden
Kanal des Mischers für Gase tangential in bezug auf die
Zylinderfläche des Rohres anzuordnen.
Vorzugsweise wird das Rohr in Form von zwei über die Rohrlänge
hintereinander angeordnete und teilweise ineinander
eingreifenden Stufen unterschiedlichen Durchmessers ausgeführt,
derart, daß sich die Stufe größeren Durchmessers auf der Seite
des Austrittsendes des Rohres befindet, wobei an diese Stufe
der Mischer angeschlossen ist und das Austrittsende der Stufe
kleineren Durchmessers hinter der Anschlußstelle des Mischers
in Richtung auf das Austrittsende des Rohres zu liegt.
Die Einrichtung zum Detonationsauftragen von Überzügen,
ausgeführt gemäß der vorliegenden Erfindung,
kennzeichnet sich durch hohe Zuverlässigkeit und Be
triebsdauer, weil ihre Konstruktion die Möglichkeit
ausschließt, daß in den Dosierer erhitzte Detonations
produkte gelangen, sowie auch die Möglichkeit verhindert,
daß die Öffnung für die Einführung des aufzustäubenden
Materials in das Rohr während des Arbeitsprozesses zu
wächst.
Im folgenden wird die Erfindung durch Beschreibung
von konkreten Ausführungsformen derselben und an Hand
von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Einrichtung zum Detonationsauftragen von
Überzügen im Längsschnitt;
Fig. 2 dasselbe wie in Fig. 1 jedoch mit abgestuftem Rohr;
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III der Fig. 2.
Die Einrichtung zum Detonationsauftragen von Über
zügen enthält ein Rohr 1 mit Wasserkühlmantel 2, das ein
offenes Austrittsende aufweist, einen Mischer 3 für
Gase, der mit dem Rohr 1 in dessen mittlerem Teil in
Verbindung steht, einen Dosierer 4 des aufzustäubenden
pulverförmigen Materials, welcher mit dem Rohr 1 über
einen Stutzen 5 an dem Ende des Rohres 1 verbunden ist,
das dem Austrittsende entgegengesetzt liegt,
und eine Explosions-Initiierungseinheit - eine Zündkerze 6.
Bei der in Fig. 2, 3 gezeigten Ausführungsform der
Einrichtung zum Detonationsauftragen von Überzügen ist der
Zufuhrkanal 7 des Mischers 3 für Gase zum Unterschied
von der radialen Ausführungsform nach Fig. 1 tangential in bezug
auf die Zylinderfläche des Rohres 1 angeordnet. Hierbei
ist das eigentliche Rohr 1 in Form von zwei hintereinander
über die Länge des Rohres 1 angeordneten und teilweise
ineinander eingreifenden Stufen 8, 9 unterschiedlichen
Durchmessers ausgeführt. Die Stufe 8 größeren Durchmessers
befindet sich auf auf der Seite des Austrittsendes des Rohres 1,
und an diese Stufe ist mittels eines den Zufuhrkanal 7 aufweisenden Stutzens, der mit
einer Öffnung 10 im Rohr 1 zusammenwirkt, der Mischer 3
für Gase angeschlossen. Das Austrittsende 11 der Stufe 9
kleineren Durchmessers liegt hinter der Anschlußstelle
des Mischers 3 (hinter der Öffnung 10) in Richtung auf
das offene Austrittsende des Rohres 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung zum Detonations
auftragen von Überzügen arbeitet folgenderweise.
Nachdem mit Hilfe des Mischers 3 der untere "aktive"
Teil des Rohres 1 mit explosivem Gasgemisch gefüllt
ist, findet die Initiierung der Detonation durch eine
elektrische Entladung über die Zündkerze 6 statt. Die
Detonationswelle bewegt sich in Richtung auf das offene
Ende des Rohres 1, die Detonationsprodukte (die Haupt
masse derselben) bewegen sich in der gleichen Richtung
und teilweise in der Gegenrichtung zur Anschlußstelle
des Dosierers 4. Hierbei breitet sich vor den Detonations
produkten eine Druckwelle aus, die das im oberen "passi
ven" Teil des Rohres 1 befindliche Gas verdichtet. Die
Druckwelle erhöht den Druck im Dosierer 4, wird im obe
ren Teil des Rohres 1 reflektiert und wirkt mit den sich
im "passiven" Teil nach oben bewegenden Detonationspro
dukten zusammen, indem sie diese abbremst. Nachdem die
Detonationswelle das offene Austrittsende des Rohres 1
erreicht hat, wird eine Verdünnungswelle erzeugt, die
sich in Richtung des zum Austrittsende entgegengesetzten
Endes bewegt, die Detonationsprodukte im "aktiven" Teil
des Rohres 1 beschleunigt und die Bewegungsrichtung der
Detonationsprodukte im "passiven" Teil ändert. Letzten
Endes beginnt das ganze Gas, das sich im Rohr 1 befin
det, sich in Richtung des offenen Rohrendes zu bewegen.
Nach dem Druckabfall im Rohr 1 setzt ein langsamerer Pro
zeß ein - der Austritt der Gase und des pulverförmigen
Materials aus dem Dosierer 4 über den Stutzen 5 und dann
die Bewegung des Pulvers in Richtung des offenen Endes
des Rohres 1 sowie die Füllung des letzteren mit einem
frischen explosiven Gemisch. Im Zeitmoment, da der
Hauptteil des Pulvers, das sich im Rohr 1 in Form einer
ausgedehnten Wolke bewegt, die Einführungsstelle des
Gasgemisches passiert, findet die Initiierung der Deto
nation statt, und die vorstehend geschilderten Bewegungs
stufen der Detonationswelle, der Detonationsprodukte und
der Druckwelle wiederholen sich. Jedoch sind in diesem
Fall in den Detonationsprodukten, die in den "passiven"
Teil des Rohres 1 geleitet werden, Pulverteilchen ent
halten, die sich im Augenblick der Initiierung der Ex
plosion in der Nähe der Einführungsstelle des explosi
ven Gemisches befunden haben und die den Stutzen 5 er
reichen und dort einen parasitären Überzug bilden können.
Eine solche Möglichkeit hängt vor allem vom Augenblick
der Ankunft der Verdünnungswelle ab, welcher durch die
Verhältnisse zwischen den Längen des "aktiven" und des
"passiven" Teils des Rohres 1 bestimmt wird.
Der minimale Wert der Länge des "passiven" Teils
darf ungefähr ein Drittel der Länge des Rohres 1 nicht
unterschreiten. Die maximale Länge, und mit der Vergrö
ßerung der Länge des "passiven" Teils nimmt die Wahr
scheinlichkeit der Bildung eines parasitären Überzuges
ab, wird ausgehend von den Bedingungen einer zufrieden
stellenden Qualität des aufzutragenden Überzuges be
stimmt, welche mit der Vergrößerung der genannten Länge
vermindert wird. Dies hängt mit der Verringerung der
wirksamen Länge des Rohres zusammen, in welchem die Be
schleunigung und Erhitzung in Richtung des Austrittsen
des des Rohres stattfindet. Auf experimentellem Wege wur
de festgestellt, daß der maximale Wert der Länge des
"passiven" Teils des Rohres, bei welcher für die meisten
aufzustäubenden Materialien kein parasitärer Überzug ge
bildet wird und die Qualität des aufzutragenden Überzu
ges zufriedenstellend bleibt, 2/3 der Gesamtlänge
des Rohres nicht übersteigen darf. Also ist unter dem
Ausdruck "mittlerer" Rohrteil derjenige Rohrabschnitt
zu verstehen, welcher ein Drittel der Rohrlänge einnimmt
und in gleichen Abständen von den Rohrenden liegt.
Die Arbeitsweise der in Fig. 2, 3 dargestellten Aus
führungsform der Einrichtung unterscheidet sich grund
sätzlich nicht von der vorstehend geschilderten Arbeits
weise der Einrichtung nach Fig. 1, wobei dieselben geo
metrischen Verhältnisse eingehalten werden sollen. Der
Vorteil dieser Ausführungsform der Einrichtung liegt
darin, daß in diesem Fall die Einführungsstelle des Gas
gemisches - die Öffnung 10 - ebenso wie der Dosierer 4
gegen die Einwirkung von Pulverteilchen abgeschirmt ist.
Die Anordnung des Kanals 7 tangential in bezug auf die
Zylinderfläche des Rohres 1 gestattet es, den dynamischen
Widerstand des Gasgemisches am Austritt aus dem Mischer 3
für Gase zu vermindern.
Die Einrichtung zum Detonationsauftragen von Über
zügen kann im Maschinenbau, in der Energiewirtschaft, in
der Kraftfahrzeugindustrie, im Gerätebau und in anderen
Industriezweigen zur Verwendung kommen.
Claims (3)
1. Einrichtung zum Detonationsauftragen von Überzügen, die ein
Rohr (1), das ein offenes Austrittsende aufweist, einen
Dosierer (4) des pulverförmigen Materials, der mit dem Rohr
(1) an seinem dem Austrittsende entgegengesetzten Ende
verbunden ist, sowie einen Mischer (3) für Gase und eine
Explosions-Initiierungseinheit, welche mit dem Rohr (1) in
Verbindung stehen, enthält,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mischer (3) für Gase mit dem vertikal angeordneten
Rohr (1) in dessen mittlerem Teil in Verbindung steht, wobei
der Dosierer (4) am oberen Ende des Rohres (1) angeordnet
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der mit dem Rohr (1) in Verbindung
stehende Kanal (7) des Mischers (3) für Gase tangential
in bezug auf die Zylinderfläche des Rohres (1) angeord
net ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Rohr (1) in Form von zwei über
die Länge des Rohres (1) hintereinander angeordneten und
teilweise ineinander eingreifenden Stufen (8, 9) unter
schiedlichen Durchmessers ausgeführt ist, wobei die
Stufe (8) größeren Durchmessers auf der Seite des Aus
trittsendes des Rohres (1) angeordnet und an
den Mischer (3) für Gase angeschlossen ist, während das
Austrittsende der Stufe (9) kleineren Durchmessers hin
ter der Anschlußstelle des Mischers (3) in Richtung auf
das Austrittsende des Rohres (1) zu liegt.
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