DE3590734C2 - Elektromagnetische Halteeinrichtung - Google Patents
Elektromagnetische HalteeinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektromagnetische
Halteeinrichtung gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs (US-PS 24 35 737).
Bekannt sind Vorrichtungen zur magnetischen Befesti
gung von Werkstücken, die eine Magnetfeldquelle, welche
Spulen, die Stahlkerne umfassen, darstellt, und eine auf
diesen angeordnete Platte zur Aufnahme der zu bearbei
tenden Werkstücke enthält (s. z. B. US-PS 24 35 737).
In der Platte der obenerwähnten Vorrichtung sind Nu
ten ausgeführt, die zur Trennung der ungleichnamigen Pole
dienen. Diese Nuten sind mit nichtmagnetischem Material,
zum Beispiel Aluminium, gefüllt und nichtdurchgehend aus
geführt, damit die bei der Bearbeitung verwendete Schmier-
und Kühlmittel nicht auf die Magnetfeldquelle auftreffen.
Bei solcher Ausführung der Platte werden zwischen der
Nutensohle und der der Magnetfeldquelle zugewandten Plat
tenfläche Abschnitte gebildet, über welche eine Ableitung
des Magntflusses stattfindet, was den Wirkungsgrad der
Vorrichtung herabsetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vor
richtung zur magnetischen Befestigung von Werkstücken zu
schaffen, bei der die Platte eine solche konstruktive Aus
führung hat, die einen verhältnismäßig hohen Wirkungsgrad
bei Sicherung der Dichtheit der Vorrichtung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird
durch die kennzeichnenden
Merkmale im Patentanspruch
gelöst.
Die gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeführte Vor
richtung zur magnetischen Befestigung von Werkstücken bei
deren Bearbeitung auf Werkzeugmaschinen gestattet es, bei
ihrer verhältnismäßig einfachen konstruktiven Ausführung
die Größe und Gleichmäßigkeit der Anziehkraft der Vor
richtung und folgliche ihre Zuverlässigkeit und Betriebs
sicherheit wesentlich zu erhöhen.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand eines
Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur magneti
schen Befestigung von Werkstücken (Querschnitt);
Fig. 2 eine Kurve der Abhängigkeit der Anziehkraft der
Vorrichtung von dem Verhältnis der geometrischen Parame
ter der Platte.
Die Vorrichtung zur magnetischen Befestigung von Werk
stücken 1 (Fig. 1) enthält eine Grundplatte 2, auf der Ker
ne 3 mit Spulen 4, die eine Magnetfeldquelle bilden, ange
ordnet sind. Über der Magnetfeldquelle ist eine Platte 5
angeordnet, die zur Aufnahme der Werkstücke 1 dient und aus
ferromagnetischem Material ausgeführt ist.
In der Platte 5 sind seitens der Aufnahmefläche für
die Werkstücke 1 Nuten 6 ausgeführt, die die Pole der Plat
te 5 begrenzen. Die Nuten 6 sind mit nichtmagnetischem Ma
terial, zum Beispiel, mit einer Buntmetallegierung aus
gefüllt.
In der Platte 5 sind an der der Magnetfeldquelle 3,
4 zugewandten Seite zusätzliche Nuten7, die symmetrisch
über den Spulen 4 zwischen den Nuten 6 mit gegenseitiger
Überdeckung angeordnet sind, ausgeführt.
Die zusätzlichen Nuten 7 sind relativ zu den Nuten 6
um einen Abstand "a" versetzt, der dem Abstand "b" vom
Nutengrund der Nut 6 bis zu der Magnetfeldquelle 3, 4 zuge
wandten Fläche der Platte 5 und der Größe "c" der Über
deckung der Nut 6 und der zusätzlichen Nut 7 gleich ist.
Es ist möglich, die zusätzlichen Nuten 7 a auch über
den Kernen 3 anzuordnen, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist.
Die Platte 5 kann eine runde Form haben. In diesem
Falle sind die Nuten 6 und die zusätzlichen Nuten 7, 7 a,
die Kerne 3 und die Spulen 4 ringförmig ausgeführt und
konzentrisch angeordnet.
Die Vorrichtung zur magnetischen Befestigung von Werk
stücken auf Werkzeugmaschinen funktioniert folgenderweise.
Die zu bearbeitenden Werkstücke 1 ordnet man auf der
Platte 5 an und schließt die Spulen 4 an eine Gleichstrom
quelle (nicht mitgezeichnet) an. Die Spulen 4 sind mit
einander derart verbunden, daß nach deren Einschaltung die
magnetischen Polungen der in den Nachbarspulen unterge
brachten Kerne 3 an der der Platte 5 zugewandten Seite
verschieden (N, S) sind.
Der Magnetfluß F, der von den Spulen 4 erzeugt wird,
fließt durch die Grundplatte 2, dieKerne 3, die Platte 5
und das Werkstück 1.
Der Weg des Magnetflusses F durch die Platte 5 wird
durch deren geometrische Form und die Maße des Werkstücks 1
bestimmt. Ist das Werkstück hinreichend groß und überbrückt
zumindest zwei Kerne 3, so gelangt der Magntfluß in diese
auf dem Wege des Magnetflusses F 2 und tritt aus dem Werk
stück 1 auf dem Wege des Magnetflusses F 2 aus. Hierbei ver
hindern die zusätzlchen Nuten 7 das Schließen des Magnet
flusses über die Platte 5 auf dem Wege des Magneflusses F 3.
Ist das Werkstück verhältnismäßig klein und überdeckt
nur einen der Kerne 3, so durchsetzt der Magnetfluß dieses
und schließt sich über die Platte 5 auf dem Wege der Mag
netflüsse F und F 4 oder F 1 und F 2. In diesem Falle for
mieren die zusätzlichen Nuten 7 den Weg der Magnetflüsse
F und F 4, indem sie diese Flüsse in das Werkstück 1 leiten
und deren Schließen auf dem Wege des Magnetflusses F 3 ver
hindern.
Experimentell kann man den Einfluß der geometrischen
Form der Platte 5 auf die Anziehkraft des Werkstücks er
mitteln. Die geometrische Form der Platte 5 läßt sich am
zweckmäßigsten durch das Verhältnis deren Maße, die die
Durchgangsbedingungen für die Magnetflüsse F 1 und F 4 be
stimmen, kennzeichnen. In Fig. 2 ist der Einfluß des
Abstandes "a" zwischen der Nut 6 und der zusätzlichen Nut 7,
der Überdeckung "c" der Nut 6 und der zusätzlichen Nut 7
und des Abstandes "b" zwischen der Sohle der Nut 6 und der
der Magntfeldquelle zugewandten Fläche der Platte 5 auf
die Anziehkraft P des Werkstückes gezeigt. Aus Fig. 2 geht
klar hervor, daß die maximale Anziehkraft dann gesichert
wird, wenn die erwähnten Größen "a", "b", "c" gleich sind,
d. h. die Verhältnisse a/b und c/b gleich 1 sind.
Ein Versuchsmuster der Vorrichtung zur magnetischen
Befestigung von Werkstücken wurde mit einer runden Platte
von 800 mm Durchmesser hergestellt und auf einer Flach
schleifmaschine mit einem Rundtisch und einer vertikalen
Spindel angeordnet. Die Prüfungen der Vorrichtung zeigten,
daß sie eine zuverlässige Befestigung von Werkstücken mit
einer minimalen Größe der Auflagefläche von 40 mm sichert.
Die spezifische Anziehkraft (die auf eine Einheit der Werk
stückauflagefläche entfällt) ist hinreichend gleichmäßig
verteilt und deren minimaler Wert beträgt bei voller Be
lastung der Vorrichtung 35 N/cm2.
Am zweckmäßigsten kann die Erfindung auf Schleif-,
Fräs-, Hobel- und anderen Werkzeugmaschinen benutzt werden.
Es ist möglich die erfindungsgemäße Vorrichtung als
Greifzeug in Hebe- und Förderausrüstungen und Robotern zu
benutzen.
Claims (1)
- Elektromagnetische Halteeinrichtung, insbesondere Elektromagnetspannplatte zum Festspannen von Werkstücken auf Werkzeugmaschinen, mit einer Magnetfeldquelle (3, 4) und einer hieran angeordneten Platte (5), deren Fläche zur Aufnahme der zu haltenden Teile (1) Nuten (6) zur Trennung der Pole aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (5) an der der Magnetfeldquelle (3, 4) zugewandten Fläche zusätz lichen Nuten (7) aufweist, die zu den Nuten (6) an der der Magnetfeldquelle abgewandten Fläche versetzt sind, wobei der Abstand (a) zwischen den Nuten (6) und den zusätzlichen Nuten (7), der Abstand (b) vom Nutengrund der Nuten (6) bis zu der der Magnetfeldquelle (3, 4) zugewandten Fläche der Platte (5) und die Überdeckung (c) der an den entgegengesetzten Flächen der Platte (5) angeordneten Nuten (6) und (7) senkrecht zu diesen Flächen im wesentlichen einander gleich sind.
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