DE358609C - Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen Auslaugen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen Auslaugen

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DE358609C
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water
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Evaporation Procedes Prache &
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Evaporation Procedes Prache &
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen Auslaugen.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum ainunterbrochenen Auslaugen beliebiger fester Stoffe mittels Wassers, z. B. Zuckerrüben, zwecks Gewinnung des in ihnen enthaltenen Zuckers.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß beim Auslaugen ein Rücklauf der gelösten Bestandteile stattfindet, d. h. eine Diffusion im Gegenstrom zu der Richtung, die das Lösungsmittel einnimmt. Die Folge davon ist, daß gelöste B-estandteile mit dem ausgelaugten Gut zusammen die Auslaugevorrichtung verlassen. Um diesem Rückswtrom zu begegnen, ist man gezwungen, beim auslaugen große Flssigkeitsmengen zu benutzen.
  • Gemäß der Erfindung ist es jedoch möglich, verhältnismäßig geringe Wassermengen in Anwendung zu bringen, wodurch der Vorteil erreicht wird, daß das Extrakt, welches aus der Vorrichtung ausfließt, keine Erniedrigung seiner Dichte erfährt.
  • Gemäß der Erfindung wird in einerununterbrochen arbeitenden Auslaugevorrichtung, durch welche in der einen Richtung das aus zulaugende Gut und in der anderen Richtung das Wasser hindurchgeht, ein Teil des Extraktes in einen Verdampfer geleitet und hier eingeengt.
  • Das heiße destillierte Wasser, das sich hierbei aus der Kondensation des Heizdampfes des Verdampfers ergibt und bezüglich seines Gewichtes ungefähr der Wassermenge entspricht, die dem durch den Verdampfer geführten Extrakte durch Verdampfung ent--zogen ist, wird fortgesetzt am Ende der Auslaugevorrichtung dem auszulaugenden Gut entgegemngeführt, zugleich mit dem Wasser, welches unabhängig hiervon zum Auslaugen verwendet wird.
  • Es wird also nach der Erfindung die gleiche Menge Wasser verlvendet, wie bei den gewöhnlichen Auslaugeverfahren; aber die Wirkung ist eine solche, als wenn mehr Wasser verwendet würde.
  • Wenn beispielswise 8,5 kg Wasser nötig sind, um eine bestimmte Menge festen Gutes bis zu einem bestimmten Grade auszulaugen, und wenn nach der Anordnung der Abb. 2 der Zeichnung jeder Verdampfer I kg Wasser kondensiert, so wird das letzte Viertel der auszulaugenden Menge mit 8,5 kg Wasser behandelt, die von vornherein zugegeben sind, und dazu kommen dann noch die 3 kg, die durch Kondensation in den drei Verdampfern erhalten sind, so daß die Gesamtmenge 11,5 kg beträgt. Das dritte Viertel der auszulaugenden Menge wird dann mit 11,5 kg weniger dem I kg Wasser behandelt, welches durch den Verdampfer weggenommen ist. Die Wassermenge ist also hier In, 5 kg, dieWassermenge des zweiten Viertels entsprechenld In, 5 kg - 1 kg = 9,5 kg, die Wassermenge des ersten Viertels 9,5 kg - 1 kg = 8,5 kg.
  • Der Durchschnitt ergibt also in, 5 + 10,5 + 9,5 + 8,5 = Io kg, 4 d. h. also, die Auslaugevorrichtung empfängt nur 8,5 g Wasser, und doch ist die Wirkung so, als ob eine Behandlung mit to kg Wasser eintritt. Bei den bisher angewendeten Auslaugevorrichtungen wird zwar die MengeWasser zugegeben, die theoretishc nöigistzu einer vollkommenen Auslaugung der festen Stoffe; es wurde aber dennoch beispielsweise bei der Auslaugung von Zuckerrüben gefunden, daß die die Vorrichtung verlassenden Schnitzel noch Zucker enthielten.
  • Auf der Zeichnung sind zwei zur Ausübung des Verfahrens geeignete Vorrichtungen dargestellt.
  • Abb. I zeigt eine solche in einfachster Ausführungsform.
  • Die Abb. 2 ist eine Längsansicht und Abb. 3 eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsfrom.
  • Die Vorrichtung (Abb. I) besteht in der Hauptsache aus einem wagerechten Mischapparat I, in dem sich eine konzentrische, ringförmige Schraube 2 bewegt oder eine beliebige andere Einrichtung, die dazu dient, die Beförderung des auszulaugenden Gutes in der Richtung des Pfeiles a zu bewirken.
  • Das Gut wird durch den Einfülltrichter 3 zugeführt und bei 4 durch eine Förderschraube oder durch eine andere geeignete Hebeeinrichtung abgeführt.
  • Das zum Auslaugen des Gutes bestimmte Wasser wird bei 6 auf das aus der Vorrichtung austretende Gut geleitet, fließt von hier in der Richtung des Pfeiles b im Gegenstrome zur Bewegungsrichtung des Gutes durch die Vorrichtung, nimmt beim Durchlauf. die löslichen Bestandteile des Gutes auf und wird bei Z durch ein Rohr abgelassen, dessen Lage die Höhe des Flüssigkeitsspiegels in der gesamten Vorrichtung bestimmt.
  • An einem Punkte 8 des Mischapparates I wird eine Ableitung der Flüssigkeit vorgenommen, um diese in eine Verdampfer 9 zu führen, dessen Rohrbündel mittels bei II eingeführten Dampfes erhitzt wird. Die bei I2 aus dem Verdampf'er austretende eingeengt Flüssigkeit wird durch das Rohr I3 wieder in den Mischer geleitet. Das Wasser, welches durch die Kondensation des zum Heizen des Verdampfers verwendeten Dampfes entsteht, und das als destilliertes Wasser sich besonders zum Auslaugen des festen Gutes eignet, wird bei 14 abgeleitet und durch ein Rohr 6 dem auszulaugen ; den Gut entgegengeführt, und zwar zusammen mit dem durch das Rohr 6 beständig zufließenden Auslaugewasser.
  • Der beim Kochen der Flüssigkeit im Verdampfer entstehende Dampf entweicht durch den Abzug 15 und kann z. B. dazu dienen, in einem auf der Zeichnung nicht dargestellten Apparat das Wasser zu erhitzen, welches durch 6 in die Auslaugevorrichtung eintritt.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: Das auszulaugende Gut wird ununterbrochen durch den Trichter 3 in die Vorrichtung eingeführt, welche bis zur Höhe des Ausflusses 7 mit Wasser gefüllt ist. Das Gut wird mittels einer Förderschraube in der Richtung des Pfeiles durch den Mischer 1 hindurchbewebt. Am Ende des Mischers angelangt, wird es durch die Hebevorrichtung 5 aus der Vorrichtung herausgefördert.
  • Das Wasser, welches in heißem Zustande durch die Röhren 6 und 6'dem festen Gut entgegengeführt wird, fließt in der Richtung des Pfeiles durch den Mischer r und tritt durch das Rohr 7 aus der Vorrichtung heraus.
  • Das Erhitzen des durch die Rohre 6 und 6' zugeführten Wassers erfolgt, wie bereits erwähnt, durch den Verdampfer. Hierbei findet gleichzeitig eine weitere Erhitzung des im Mischer 1 befindlichen Wassers durch die heiße, aus dem Verdampfer austretende, eingeengte Flüssigkeit statt. Dabei bildet sich zwischen der Austrittsstelle dieser und der Eintrittsstelle für die neu einzuengende Flüssigkeit ein besonderer Flüssigkeitsstrom, der sich in der gleichen Richtung bewegt wie das feste Gut, uundldrer auf der Zeichnung durch die Pfeile c angedeutet ist.
  • Die in Abb. 2 dargestellte Auslaugevorrichtung enthält drei Verdampfer 9, jedoch kann die Vorrichtung mit einer beliebigen anderen Anzahl solcher Verdampfer versehen werden.
  • Ein j eder von diesen besteht aus einem Rohrbündel, welches von einem Mantel umschlossen ist. Den Röhren wird der Dampf durch das Rohr II zugeführt, und das Kondenswasser durch das Rohr 14 abgeleitet.
  • Das Rohrbündel mündet am unteren Ende in einen Kasten I6, der mit dem Mischer verbunden ist. Ein Filtertuch I6', durch welches die Flüssigkeit von unten nach oben hindurchgeht, verhindert, daß feste Materialien durch die in die Verdampfer strömende Flüssigkeit mitgerissen werden. An das obere Ende des Röhrenbündels ist ein Kasten I7 angeschlossen, in welchen Dampf gespritzt wird, der die Flüssigkeit durch Kasten I6 und Verdampfer g hindurchsaugt und durch das Rohr 13' wieder in den Mischer zurückfließen läßt. Der Kasten I7 steht ferner mit einem Behälter I8 in Verbindung, in welchem der sich beim Sieden der Flüssigkeit entwickelnde Dampf gesammelt wird. Der zum Beheizen der Verdampfer dienende Dampf wird diesen durch ein gemeinsames Rohr 19 zugeführt, das mittels eines Dampfstrahl saugers 20 gespeist wird. Dieser erhält durch das Rohr 21 Frisohldampf zugeführt und saugt außerdem aus dem Behälter 18 durch das Rohr 22 fortgesetzt einen Teil des Dampfes an, der sich beim Sieden der Flüssigkeit in den Röhrenbündeln entwickelt. Der Rest des Dampfes gelangt durch das Rohr 23 in den röhrenförmigen Erhitzer 24 und wird hier zum Erhitzen des Frischwassers verwendet, das durch das Rohr 25 dem Auslaugebehälter zu, geführt wird.
  • Das Kondenswasser des Heizdampfes fließ aus den Verdampfern durch die Röhren 14 ab und wird in einem Rohr 26 gesammelt, von wo aus es durch seinen eigenen Druck bis zum Rohr 6' gelangt, um dort ebenfalls zum Auslaugen verwendet zu werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum unterbrochenen Auslaugen fester Stoffe mittels Wasser im Gegenstrom, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser auf seinem Wege durch die Auslaugevorrichtung nach Aufnahme der gelösten Bestandteile teilweise in einen Verdampfer übergeleitet und sodann wieder in die Auslaugevorrichtung zurückgeführt wird, zu dem Zweck, die Dichte des Extraktes zu erhöhen und zugleich das durch die Kondensation des Heizdampf es im Verdampfer gewonnene heiße, destillierte Wasser zum Auslaugen zu benutzen, während der durch Idie Verdampfung des Extraktes erhaltene Dampf zur Erhitzung des der Auslaugevorrichtung zuzuführenden kalten Wassers dient.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilldes durch die Verdampfung des Extraktes erhaltenen Dampfes in einem Dampfstrahlsauger mit Frischdampf vermischt und sodann den Heizröhren des Verdampfers zugeführt wird.
  3. 3. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I dienende, mit einem Verdampfer oder einer beliebigen Anzahl von Verdampfern verbundene Auslaugevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß ein Erhitzer (24) vorgesehen ist, in welchem die Erhitzung des der Auslaugevorrichtung zuzuführenden Frischwassers durch den Dampf des Extraktes erfolgt.
DES53509D 1914-04-07 1920-06-25 Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen Auslaugen Expired DE358609C (de)

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