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Wasserstrahlkrafttöter. Die Geschwindigkeit und damit die lebendige
Kraft von Wasserstrahlen so weit herabzumindern, daß das Wasser in das Flußbett
unschädlich eingeführt wird, machte bisher große Schwierigkeiten; .dem abzuhelfen,
ist Gegenstand :der Erfindung, die in den Zeichnungen Abb. i bis 6 in mehreren Ausführungsformen
dargestellt ist.
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Als Beispiel ist der aus Hebern nach Patent 156796 kommende Wasserstrahl
herangezogen, und zwar ist in Abb. i und 2 Querschnitt und Aufsicht einer solchen
Anlage dargestellt, bei der der Krafttöter unmittelbar an der Ausmündung des Hebers
angeordnet und über dem Flußbett aufgestellt ist. Hingegen sind in Abb. 3 und q.a
bis 6 Heber gewählt, deren Ausmündung ,entfernt von den Krafttötern angeordnet ist
und deren Wasserstrahl über eine Sperrmauerfläche läuft. Die Krafttöter sind im
Flußbett selbst angeordnet.
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Bei der Einrichtung nach Abb. i und z wird der Wasserstrahl a. aus
dem Heber R durch den Schlitz b in .das Innere des Behälters A, des eigentlichen
Krafttöters, geführt, wo er herumkreist, sich mit den entgegengesetzten Wasserströmungen
in Richtung der Pfeile k und l bekämpft, dabei- von seiner großen Geschwindigkeit
wesentlich verliert und sein Wasser in dem Behälter A absetzt, von wo es im Sinne
der beiden Pfeile in und ia in den Flußlauf B abfließt.
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Bei dieser Anordnung läuft der Behälter wasserleer und verhütet eine
Eisbildung im Behälter, sobald, der Heber außer Betrieb ist. Die Innenfläche des
Behälters ist zweckmäßig mit Hindernissen, wie Rippen, Stifte usw., versehen, die
die Geschwindigkeit des Wasserstrahls mehr töten als ebene Flächen. Um dem Wasser
eine beschleunigte Bewegung auch in der Achsenrichtung des Behälters zu geben, ist
durch eine Zwischenwand C mit Spiralflächen d und e (Abb. 2) in die Teile I und
II zerlegt.
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Der Behälter A kann anstatt der gezeichneten runden Form auch eine
vielkantige erhalten, die der Wassergeschwindigkeit noch mehr Widerstand entgegensetzt
als die runde Form. Ferner können Löcher c in seiner unteren Wandung angeordnet
werden, durch die sich ein Teil des Wassers in das Flußbett B ergießt.
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Bei der Ausführungsform nach Abb.3 endigt der Heber R selbst am oberen
Teil der Sperrmauer S; der Wasserstrahl w fließt an der Sperrmauerfläche entlang,
gelangt in das Flußbett B, durchquert es, geht an der Fläche des Krafttöters A,
der an dem anderen Flußufer eingebaut ist, entlang und strömt im Sinne des Pfeiles
k in das Flußbett zurück, wo er mit dem entgegenkommenden Anfangswasserstrahl, Pfeil
1, zusammenprallt, wodurch die Geschwindigkeit des Wassers wesentlich abgemindert
wird.
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Die Richtung und Höhenlage des Wasserstrahls Pfeil k muß, j e nachdem
die Kante t
(Abb. 3) höher oder tiefer gelegt wird, zweckentsprechend gewählt
werden; die gezeichnete Lage des Wasserstrahls ist etwa die
tiefstliegende.
Die höher gelegene, gestrichelt gezeichnete Kante t liegt in der Tangente der Krümmungskurve
des Behälters A.
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Bei den Ausführungsformen Abb. 4a und 41) sowie 5 wird der Wasserstrahl
des Hebers dicht über dem Flußbett B gespalten und in etwa zwei gleiche Teile geteilt,
und zwar entweder nach seiner Breitenrichtung gemäß Abb. 4.a und b, oder nach seiner
Höhenrichtung gemäß Abb.5. Der Strahlteil mit dem Pfeil l (Alb. d.a) fließt alsdann
entlang der Wandung und Sohle des Flußbettes B, während der andere Strahlteil mit
dem Pfeil k über eine Gleitdecke G zum Behälter A und von da nach Richtungsänderung
zur zweiten Wandung des Flußbettes B fließt, wo dann der Zusammenprall ,der .beiden
gleichgroßen Teile, etwa bei P (Abb. 4a), vor sich geht, durch den die Wasserstrahlkraft
getötet wird.
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Um die beiden Teile des nach seiner Breitenrichtung geteilten Wasserstrahls
an der Wandung des Flußbettes B zum Zusammenprall zu bringen (die sonst aneinander
vorbeischießen würden), sind auf der Gleitdecke G Leitkeile K angeordnet, die jeden
Strahlteil 1z in zwei Hälften teilen und diese Hälften senkrecht über die Richtung
des Strahlteils l führen. Zwei Teile A' , d. i. ein Teil k, treffen auf die Weise,
wie beabsichtigt, auf einen Teil 1.
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Die Ausführung nach Abb. 4a und b arbeitet bei jeder Strahlstärke,
weshalb ihr der Vorzug vor der in Abb. 5 gezeigten gebührt, bei der die Strahlteilung
der Höhe nach erfolgt.
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Durch die Gleitdecke G wird erreicht, daß (las Brodeln und Wallen
im Flußbett B begrenzt wird und von der gewaltigen Krafttötung, die in dem Behälter
vor sich geht, nicht viel sichtbar und fühlbar wird.
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Für gewöhnlich wird das Wasser im Flußbett B entlang der Talsperre
zum Unterwasser geführt werden, und zwar entweder mit Gefälle nur nach einer Seite
durch einen Kanal, oder mit Gefälle nach beiden Seiten und zwei Unterwasserkanälen,
oder endlich bei 2 Gruppen von Krafttötern mit Gefälle nach der Mitte zu und mit
nur einem Unterwasserkanal in der Mitte. Diese drei Anordnungen erfordern jedoch
größere Breite der Talsohle, die häufig nicht zur Verfügung steht.
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Es können schließlich nach Abb.6 und 6a in der Sohle und der rechten
Wandung des Flußbettes B besondere Ausschnitte, und zwar dort vorgesehen werden,
wo die Wasserstrahlteile Pfeil l in ihrer Bewegung die Sohle nicht berühren, d.
i senkrecht unter den Leitkeilen K. Zur besseren Führung der Strahlteile L sind
neben diesen Ausschnitten Leitseitenflächen F vorzusehen. Das bei P abgetötete Wasser
fällt durch .die Ausschnitte in der Sohle auf den Boden R, von dem es nunmehr etwa
senkrecht zur Talsperrenmauer abgeführt wird. Gegebenenfalls können im Punkt P noch
die gestrichelt gezeichneten Strahlablenkkrümmer p und pl angeordnet werden.
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Die Verminderung und Abtötung der Geschwindigkeit des Wasserstrahls
wird, wie aus Vorstehendem hervorgeht, einmal durch Umkehr der Geschwindigkeitsrichtung
in dem Behälter A und, andermal durch den Zusaminenprall der Wasserstrahlen im Sinne
der Pfeile h und l erreicht.