DE355478C - Sprengkoerper mit Fuellung aus Brennstoff und verdichtetem Sauerstoff - Google Patents

Sprengkoerper mit Fuellung aus Brennstoff und verdichtetem Sauerstoff

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DE355478C
DE355478C DEH68097D DEH0068097D DE355478C DE 355478 C DE355478 C DE 355478C DE H68097 D DEH68097 D DE H68097D DE H0068097 D DEH0068097 D DE H0068097D DE 355478 C DE355478 C DE 355478C
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/36Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
    • F42B12/46Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing gases, vapours, powders or chemically-reactive substances
    • F42B12/50Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing gases, vapours, powders or chemically-reactive substances by dispersion
    • F42B12/52Fuel-air explosive devices

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Spreugkörper mit Füllung aus Brennstoff und verdichtetem Sauerstoff. Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Sprengstoffällung von Geschossen, Torpedos u. dgl. aus einem Brennstoff und verdichtetem Sauerstoff herzustellen. Die tatsächliche Ausführung dieses Gedankens war aber bisher unmöglich, weil beim Flineinkomprirnieren des Sauerstoffs in den den Bremistoff enthaltenden Geschoßmantel oder sonstigen Sprexigkörper das Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch sich durch die entwickelte Kompressionswärme entzündet und explodiert.
  • Um beim Einbringen des Sauerstoffs in den Sprengkörper jede Entwicklung von Kompressionswärme zu vermeiden, wird gemäß vorliegender Erfindung der Sauerstoff in flüssiger Form in die vorgekühlten, den Brennstoff enthaltenden starkwandigen Behälter eingefüllt. Diese werden sofort verschlossen und danach allmählich auf normale Temperatur gebracht. Dabei tritt allmählich eine Vergasung des flüssigen Sauerstoffs ein, und ganz allmählich bildet sich in dein Behälter entsprechend der fortschreitenden Vergasung und Temperaturzunahme von -i8i'C auf +15' C ein Druck, der, wenn der Behälter ganz mit flüssigem Sauerstoff gefüllt war, annähernd 79o Atin. erreicht, wie sich aus den spezifischen Dichten (bezogen auf Wasser) von 0,00143 für gasförmigen und 1:,13 für flüssigen Sauerstoff ergibt. Indem man den Aufnahrriebehälter nur zum Teil mit flüssigem Sauerstoff füllt, kann man jeden beliebigen Druck erzeugen.
  • Um Kälteverluste möglichst zu vermeiden, ist es zweckmäßig, die zu- füllenden Behälter im Gegenstrom zu den von der Füllstelle kommenden gefüllten und verschlossenen und den beim Füllen entstehenden Dämpfen zu der Füllstelle zu leiten.
  • Ein in der beschriebenen Weise gefüllter Sprengkörper ist nach Eintreten der Vergasung des flüssigen Sauerstoffs immer noch nicht vollständig ungefährlich. Um jede Gefahr auszuschließen, kann der Sprengkörper durch eine Scheidewand aus einem in komprimiertem Sauerstoff verbrennenden Metall in zwei Ab- teilungen getrennt werden, in dereii eine der Sauerstoff eingefüllt wird, während die andere den Brennstoff aufnimmt. Da Eisen in komprimiertem Sauerstoff besonders lebhaft verbrennt, wird die Scheidewaild vorteilhaft aus diesem Material hergestellt. An ihrer einen Seite befindet sich ja hochverdichteter Sauerstoff; es erfolgt daher, wenn ein Punkt der Wand in irgendeiner Weise, beispielsweise durch den elektrischen Strom oder eine Zündmasse, auf Weißglut erhitzt wird, sofort die Verbrennung der ganzen Scheidewand. Der hochverdichtdte Sauerstoff stürzt sich in den Brennstoff, und die auseinanderspritzenden Teilchen des brennenden und schmelzenden Eisens übertragen die Zündung auf das augenblicklich entstehende Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch. Die große bei der Verbrennung des Eisens frei. werdende Wärmemenge trägt dazu bei, die Temperatur der Verbrennungsgast zu erhöhen und den Prozeß zu beschleunigen.
  • Der Sprengkörper hat in diesem Falle zweckmäßig die auf der beiliegenden Geschoßzeichnung dargestellte Form zweier konzentrisch ineinandergesteckter, am einen Ende geschlossener Röhren oder Gefäße. Der Ringraum i wird durch die Einfüllöffnung 2 mit Sauerstoff, der innere Röhrenraum 3 mit Brennstoff gefüllt. Mittels des elektrischen Stronics oder mittels einer Zündmasse 4 kann die Wandung 5 der inneren Röhre entweder in ihrer ganzen Ausdehnung oder stellenweise auf M,ei£,glut gebracht werden, so daß dann ihre Verbrennung durch den komprimierten Sauerstoff erfolgt.
  • Besondere Vorteile bietet die Anordnung des den Brennstoff aufnehmenden Gefäßes konzentrisch in dem den Sauerstoff enthaltenden starkwandigen Mantel noch für den Fall, daß die Zündung in der Weise erfolgt, daß ein in das innere Gefäß miteingefüllter Sprengstoffkern 6 die Wand 5 zerreißt. Der Sprengstoff, der von dem Brennstoff dicht umgeben ist, reißt dann nicht nur die Wand 5 in Stücke, sondern schleudert auch den Brennstoff (beispielsweise Kohlenstaub) in den komprimiertexi Sauerstoff hinein, so daß -eine augenblickliche Vermischung erfolgt.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Sprengkörper mit Füllung aus Brennstoff und verdichtetem Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß Brennstoff und Sauerstoff durch eine Zwischenwand aus einem in komprimiertem Sauerstoff brennbaren Metall, insbesondere Eisen, voneinander getrennt sind.
  2. 2. Sprengkörper nach Anspruch i mit Füllung aus Brennstoff und verdichtetem Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Zündung die Zwischenwand ganz oder teilweise zum Erglühen gebracht wiid. 3, Sprengkörper nach Anspruch i mit Füllung aus Brennstoff und verdichtetem Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß sich der, Brennstoff in einem konzentrisch in dem den verdichteten Sauerstoff enthaltenden äußeren Sprengkörpermantel angeordneten Metallgefäß befindet, welches ebenfalls eine kleine Menge fertigen Sprengstoffs enthält, der bei seiner Zündung das innere Metallgefäß zerreißt und den Brennstoff in den umgebenden Sauerstoff schleudert. 4. Verfahren zum Füllen von Sprengkörpern mit Füllung aus Brennstoff und Verdichtetem Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß- der Sauerstoff in flüssiger Üorin in die vorher gekühlten Sprengkörper eingefüllt wird, die dami verschlossen und wieder auf normale Temperatur gebracht werden, wobei der flüssige Sauerstoff vergast und den gewünschten hohen Druck erzeugt. 5. Verfahren zum Füllen von Sprengkörpern mit Füllung aus Brennstoff und verdichtetem Sauerstoff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zu füllenden Sprengkörper im Gegenstrom zu J.en von der Füllstelle kommenden gefüllten und verschlossenen und den bei der Füllung entstehenden Dämpfen zu der Füllstelle geleitet werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20050062004A1 (en) * 2001-12-04 2005-03-24 Parsons Natan E. Automatic bathroom flushers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US20050062004A1 (en) * 2001-12-04 2005-03-24 Parsons Natan E. Automatic bathroom flushers

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