DE354556C - Vorrichtung zum Behandeln von Fluessigkeiten, besonders Wasser, mittels ultravioletter Strahlen - Google Patents

Vorrichtung zum Behandeln von Fluessigkeiten, besonders Wasser, mittels ultravioletter Strahlen

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DE354556C
DE354556C DEP40130D DEP0040130D DE354556C DE 354556 C DE354556 C DE 354556C DE P40130 D DEP40130 D DE P40130D DE P0040130 D DEP0040130 D DE P0040130D DE 354556 C DE354556 C DE 354556C
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/30Treatment of water, waste water, or sewage by irradiation
    • C02F1/32Treatment of water, waste water, or sewage by irradiation with ultraviolet light
    • C02F1/325Irradiation devices or lamp constructions

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Description

  • Vorrichtung zum Behandeln von Flüssigkeiten, besonders Wasser, mittels ultravioletter Strahlen. Apparate zur Behandlung von Flüssigkeiten mit ultravioletten Strahlen, bei denen Quarz-Lampen verwendet werden, so z. B. Apparate zum Sterilisieren von Wasser mittels Quarzlampen, haben in der Regel die Eigentümlichkeit, daß die volle Sterilisierwirkung der Lampe erst bei einem gewissen Dampfdruck in der Lampe, d. h. einer gewissen Lampenspannung erreicht wird. Vor dieser Zeit ist die zu belichtende Flüssigkeit (wenigstens dort, wo die Quarzlampe, wie heute meist üblich, bei hohem Dampfdruck arbeitet) nicht steril. Die hier beschriebene Erfindung hat zum Gegenstande eine selbsttätige Absperrvorrichtung, welche der Flüssigkeit den Eintritt in den Sterilisierungsapparat bzw. die Entnahme der sterilisierten Flüssigkeit aus dem Apparat erst gestattet, wenn die Lampe eine kräftige Sterilisierfähigkeit erlangt hat.
  • Lampen, welche gegenwärtig zur Erzeugung einer kräftigen ultravioletten Strahlung verwendet werden, sind Quecksilberlampen aus Quarzglas, welche vorteilhafterweise bei hohem Quecksilberdampfdruck arbeiten und mittels Kontaktzündung meist durch Kippen von Hand aus angelassen werden. Dazu wird die Lampe unter Strom so geneigt, daß das Quecksilber zwischen den Elektroden Kontakt macht, worauf die Lampe in die ursprüngliche Lage gebracht wird, so daß der Kontakt wieder unterbrochen und so der Lichtbogen gezündet wird. Von diesem Augenblick an dauert es einige Zeit, bis die Lampe ihren normalen Strom und die normale Spannung erreicht. Während dieser Einbrenndauer verlaufen, was für die vorliegende Erfindung wichtig ist, Strom und Spannung an der Lampe im Prinzip nach den in Abb. i dargestellten Kurven.
  • Vor der Zündung der Lampe (T- 0) ist der Lampenstrom i, - O und die Spannung zwischen den Elektroden gleich der vollen Linienspannung e, - E. In dem Augenblick der Zündung, d. h. des Kontaktes zwischen den Elektroden hat der Lampenstrom den Höchstwert i,.= I, während, da dieElektroden kurz geschlossen sind, e, - O ist. Sofort nach der Trennung der Elektroden sinkt der Strom ein wenig auf i,. und die Elektrodenspannung steigt auf den verhältnismäßig kleinen Betrag e,. Von da an fällt der Strom und die Lampenspannung steigt, bis sie endlich nach Verlauf einiger Minuten die stationären Werte i, und es erreichen.
  • Mit der Lampenspannung steigt auch die Sterilisierkraft, so daß bis zur Erreichung einer gewissen Spannung, etwa e." die belichtete Flüssigkeit (im Falle von Sterilisierapparaten) nicht zuverlässig sterilisiert ist. Es wird daher gemäß vorliegender Erfindung die Entnahme von Flüssigkeit aus dem Apparat bis zu dieser Zeit gesperrt, indem in der Rohrleitung ein elektromagnetisch betätigtes Absperrorgan eingebaut ist, welches sich unter dem Einfluß mehrerer elektromagnetisch betätigter Stellörgane befindet, die erst bei gemeinsamer Wirksamkeit die öffnungsbewegung des Absperrorgans veranlassen bzw. gestatten und von welchen eines im Hauptstrom liegt, während das andere im Nebenschluß der Lampe angeordnet ist und von der Lampenspannung beeinflußt wird. Wenn das Ventil nur von einem Hauptstromsolenoid betätigt wäre, wie bereits von anderer Seite vorgeschlagen, so ist nach den obigen Darlegungen der Zweck verfehlt.
  • In der Zeichnung sind einzelne Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung schematisch in den Abb. a bis 7 dargestellt.
  • l bedeutet die Ouarzlampe mit den Elektroden p, n. Diese Lampe sei in irgendeiner geeigneten Art in einem Apparat so eingebaut, daß die zu behandelnde, z. B. zu sterilisierende Flüssigkeit an ihr vorbeigeführt und von den ultravioletten Strahlen durchleuchtet wird. Die Lampe ist an die Klemmen hl, Iz. einer Elektrizitätsquelle angeschlossen und in Reihe mit einem Vorschaltwiderstand r.
  • Gemäß Abb. a ist im Hauptstrom ein Solenoid S, und ein anderes Solenoid s liegt im Nebenschluß an den Elektroden p" n der Lampe. S, s wirken auf ein Absperrorgan, z. B. ein Ventil, Schieber oder Hahn, welches der Flüssigkeit den Zufluß zum Apparat oder den Abfluß vom Apparat öffnet oder sperrt, und zwar sind die Spulen so bemessen, daß eine allein zu schwach ist, um das Ventil zu heben, und daß erst beide Stellorgane zusammenwirken, und zwar unter einem bestimmten Strom i" und einer bestimmten Mindestspannung e2, bei welcher die Lampe genügende Sterilisierkraft hat, das Ventil heben zu können.
  • Das Absperrorgan selbst ist in einer Ausführungsform als Ventil schematisch in Abb. 3 dargestellt. Das Rohr b, welches die zu behandelnde Rohflüssigkeit führt, mündet in ein Ventilgehäuse mit zwei Ausflußwegen c und d. c führt die rohe Flüssigkeit zum Sterilisator oder die behandelte in ein Aufnahmegefäß, und d ist ein überlaufrohr für die rohe Flüssigkeit. Der Ventilkörper f, welcher sich, je -nachdem er unter der Einwirkung des Elektromagneten steht oder nicht, gegen die Sitzflachen h oder g anlegt, ist durch eine in w und der Stopfbüchse m geführte Stange j mit dem Weicheisenkern o verbunden. Da der Ventilkörper stets entweder den Austritt c oder d sperrt, so wird verhindert, daß sich die rohe Flüssigkeit bei geschlossenem Austritt c staut. o kann sich auf und ab in dem Rohr aus nicht magnetischem Material, welches von den Solenoiden S, s umgeben ist, bewegen. Zur Schließung des magnetischen Kreises dient das Eisenjoch u und der Stöpsel q.
  • Wenn -wir zunächst yon der Anordnung von Stromunterbrechern absehen, ist die Wirkung der Vorrichtung die folgende: Solange die Lampe nicht brennt, d. h. höchstens die Spule s Strom hat, sitzt der Ventilkörper infolge seines Eigengewichts oder einer (hier nicht gezeichneten) Druckfeder auf der Sitzfläche g und sperrt den Zufluß c. Erst nachdem die Lampe gezündet und erst wenn der Magnetismus beider Spulen S, s im Augenblick TZ (Abb. r) eine gewisse Größe erreicht hat, wird der Ventilkörper gegen lt angedrückt, das Überlaufrohr d gesperrt und der Zufluß zum Apparat (oder wenn das Absperrorgan hinter dem Apparat angeordnet ist, der Austritt c aus dem Apparat) geöffnet. Wenn die Lampe erlischt, sperrt das Ventil wieder.
  • Das Verhältnis I : IS ist oft bedeutend größer als E : es. Um dann ein Anheben des Ventils durch s allein unter dem Einfluß des großen Anfangsstromes I zu verhindern, müßte man der Nebenschlüßspule eine bedeutend größere Amperewindungszahl als der Hauptstromspule geben (bzw. s den größeren Teil der magnetischen Kraft zuweisen). Dann könnte es aber vorkommen, daß wieder die Nebenschlußspule unter dem Einfluß der vollen Linienspannung E allein stark genug wäre, um das Ventil anzuheben, so daß das Ventil von s gleich nach Anlegen der Linienspannung vor Zündung der Lampe geöffnet oder beim Erlöschen der Lampe und bleibender Linien-Spannung offen gehalten werden könnte. Um das zu verhindern, wird nach Abb. 4. ein Hauptstromreläis, bestehend aus der Spule s" und einem von dieser betätigten Anker mit den Kontakten ax, a, vorgesehen. Das Relais hält die Verbindung zwischen rr@, a., offen, solange kein Strom durch die Lampe fließt und schließt den Kontakt, `nenn die Lampe brennt, so daß die Nebenschlußspule erst eingeschaltet wird, wenn die Lampe unter Strom ist.
  • Wenn es sich um größere Durchflußquerschnitte, d. h. größere elektromagnetische Kräfte handelt, so wird man oft billiger zum Ziele komznen, wenn man das Anheben des Ventils einer Hauptstromspüle S allein überläßt, um so mehr als die Quarzlampe ohnehin eine Vorschaltinduktanz braucht und diese dann gleich von der Hauptstromspule des Ventils geliefert wird. Für diesen Fall ist die Anordnung nach Abb. 5 getroffen, wobei der Weicheisenkern o" welcher .das Absperrorgan hebt, nur von der Hauptstromspule S betätigt wird. Um aber das Offnen des Ventils vor Erreichung der richtigen Elektrodenspannung -zu verhindern, ist eine unter dem Einfluß einer Nebenschlußspule s,. stehende Verriegelungsvorrichtung vorhanden. Diese kann z. B. aus einem querbeweglichen Riegel x bestehen, der einerseits von einer bei t befestigten Feder y gegen die Einkerbung an der Ventilspindel j gepreßt wird; andererseits ist er durch den Kniehebel z von dem in der Nebenschlußspule auf und ab beweglichen Weicheisenkern o2 verschiebbar. Solange s,. stromlos ist, greift x in die Einkerbung von j und verriegelt das Ventil. Sobald aber die bestimmte Lampenspannung erreicht ist, zieht das Solenoid s,. den Kern o, an und entriegelt das Absperrorgan.
  • Das Relais sa funktioniert ebenso wie in Abb. q..
  • Auch eine andere Ausführungsform desselben Erfindungsgedankens, der in der Anwendung zweier elektromagnetischer Organe besteht, welche das Absperrorgan beherrschen und von denen das eine vom Lampenstrom, das andere von der Lampenspannung beeinflußt wird, ist möglich. Man kann nämlich, was manchmal einfacher ist, nach Abb. 6 die Hauptstromspule S ganz weglassen und die Steuerung des Ventils durch die Nebenschlußspule s allein bewirken lassen, macht aber, um unbeabsichtigte Öffnung bei stromloser Lampe zu verhindern, den Nebenschlußstromkreis abhängig von dem Hauptstromrelais s", welches den Kontakt zwischen a1, a@ nur geschlossen hält, wenn es vom Strom durchflossen ist, die Lampe also bereits gezündet ist.
  • Derselbe Grundgedanke ist endlich auf die in Abb. 5 dargestellte Schaltung angewendet, indem nach Abb. 7 eine N ebenschlußspule s das Absperrorgan bedient, aber die Ventilspindel durch ein Hauptstromrelais S,. entriegelt wird.
  • Die Vorrichtung kann nicht bloß zum Sterilisieren von Wasser, sondern auch zum Sterilisieren von anderen Flüssigkeiten,. z. B. von Milch, Opiumlösung, sowie zum Bleichen von Öl dienen. .

Claims (3)

  1. PATEN T-ANSPRT'CHE: i. Vorrichtung zum Behandeln von Flüssigkeiten, besonders Wasser, mittels ultravioletter Strahlen mit einem elektromagnetisch verstellbaren Flüssigkeitsabsperrorgan, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrorgan (F) unter dem Einfluß mehrerer elektromagnetisch betätigter Stellorgane sich befindet, welche erst bei gemeinsamer Wirksamkeit die Öffnungsbewegung des Absperrorgans veranlassen bzw. gestatten, wobei das eine Stellorgan (S) mit derLampe in Reihe, das andere (s) im Nebenschluß geschaltet ist, derart, daß das letztere erst zur Wirkung kommt, wenn die brennende Lampe eine gewisse Elektrodenspannung erreicht hat.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von den die Öffnung des Flüssigkeitsabsperrorgans veranlassenden bzw. gestattenden elekfromagnetischen Stellorganen das eine (s") vom Lampenstrom, das andere (s,.) von der Lampenspannung beeinflußt wird (Abb. 5).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei derselben eine von einem Hauptstromsolenoid (s,) betätigte Einschaltvorrichtung (a1, a,) für den das zweite Stellorgan (s) enthaltenden ebenschlußstromkreis vorgesehen ist, so daß die Einschaltvorrichtung den Nebenschlußstromkreis beim Zünden der Lampe schließt und beim Erlöschen unterbricht, um eine unbeabsichtigte Verstellung des Absperrorgans bei stromloser Lampe hintanzuhalten (Abb. q.). d.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die von einem Hauptstromsolenoid (S) bzw. Elektromagnet verstellbare Absperrvorrichtung selbsttätig verriegelbar ist, wobei die Verriegelung durch ein im Nebenschluß zur Lampe angeschlossenes Stehorgan (ST) entriegelt wird, sobald die brennende Lampe eine bestimmte Elektrodenspannung erreicht hat (Abb. 5). 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Stehorgan (s) für die Flüssigkeitssperrvorrichtung im Nebenschluß zur Lampe angeschlossen ist und ein Hauptstromsolenoid (S" oder S,.) für das Schließen des Nebenschlußstromkreises oder für die Betätigung der zum Stellorgan gehörigen Sicherungsverriegelung (z) vorgesehen ist (Abb. 6 und Abb. 7). 6. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitssperrorgan einen Überlauf (d, Abb. 3) besitzt, welcher abwechselnd mit der zum bzw, vom Belichtungsapparat führenden Austrittsöffnung (c) geschlossen oder geöffnet wird, um zu verhindern, daß sich i die zugeführte rohe Flüssigkeit staut.
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