DE3545112C2 - Bepflanzbare Lärmschutzanlage - Google Patents
Bepflanzbare LärmschutzanlageInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E01F8/02—Arrangements for absorbing or reflecting air-transmitted noise from road or railway traffic specially adapted for sustaining vegetation or for accommodating plants ; Embankment-type or crib-type noise barriers; Retaining walls specially adapted to absorb or reflect noise
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Description
Die Erfindung betrifft eine bepflanzbare Lärmschutzanlage ent
sprechend dem Patentanspruch 1.
Es sind Lärmschutzanlagen mit entlang eines Verkehrsweges an
geordneten Wänden bekannt. Für eine ausreichende Wirkung müs
sen die Wände relativ hoch sein und wirken dementsprechend
eintönig und ermüdend auf den Benützer des Verkehrsweges. Eine
Begrünung von der Seite des Verkehrsweges her ist wegen der
schwierigen Bewässerung und der ungünstigen Einflüsse von
Streusalz usw. auf die Pflanzen nahezu unmöglich. Eine Be
pflanzung von der anderen Seite her ist nur bei entsprechenden
Geländeverhältnissen, d. h. bei Aufschüttungen hinter der Wand,
denkbar.
Andererseits sind Lärmschutzanlagen mit bepflanzbaren Dämmen
bekannt. Diese haben wiederum den Nachteil des großen Pflan
zenbedarfes bzw. aufwendiger Stützkonstruktionen bei Steildäm
men, die außerdem künstlich bewässert werden müssen.
Steildamm-Stützkonstruktionen sind z. B. aus der CH 610 376 be
kannt. Sie bestehen z. B. aus Betonfertigteilen, die zur Bil
dung eines Dammes zusammengesetzt, mit Erde verfüllt und be
pflanzt werden. Auch diese Konstruktionen haben die erwähnten
Nachteile des relativ hohen Aufwandes und der schlechten Be
wässerbarkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine bepflanzbare
Lärmschutzanlage bereitzustellen, die unter verhältnismäßig
geringem Aufwand errichtet werden kann und leicht, insbeson
dere auf natürliche Weise, bewässerbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 genannten
Merkmale gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patent
ansprüchen angegeben.
Die dem Verkehrsweg nächstgelegenen Wandelemente der vorderen
bzw. vordersten Reihe haben zweckmäßig eine Höhe von 65 bis
100 cm und können vorteilhaft aus Beton bestehen, der zur Bil
dung einer ansprechenden Sichtfläche an der Seite des Ver
kehrsweges entsprechend strukturiert sein kann. Besonders vor
teilhaft können diese Wandelemente mit einem etwa glockenför
migen Querschnitt mit einer eine flachere Auflauffläche bil
denden Verbreiterung im unteren Bereich des Querschnitts aus
gebildet sein, so daß sie eine Leit- bzw. Gleitwand bilden,
die gesonderte Leiteinrichtungen erübrigt.
Die Wandelemente der hinteren Reihe(n) sind oberhalb des Bo
denniveaus angeordnet, wobei der Raum zwischen deren Unter
kante und dem Bodenniveau für die Bepflanzung frei bleibt. Ein
solcher Freiraum ermöglicht einen für die Bepflanzung günsti
gen Lichteinfall im Zwischenraum zwischen den Reihen von Wand
elementen. Die oberhalb des Bodenniveaus angeordneten Wandele
mente der hinteren Reihe(n) können vorteilhaft als Kastenkon
struktionen mit einem Schalldämmaterial zwischen Abdeckungen
aus Holz oder profiliertem bzw. gelochtem Metallblech ausge
bildet sein.
Der Abstand zwischen den Reihen von Wandelementen beträgt
zweckmäßig zwischen 20 und 100 cm. Im Fall des unteren Berei
ches dieses Abstandes können die im Abstand oberhalb des Bo
denniveaus angeordneten Wandelemente der hinteren Reihe(n) an
den Wandelementen der vorderen Reihe mittels in Abständen an
geordneter Trägerelemente befestigt sein. Ist der Abstand
größer, stützen sich die im Abstand oberhalb des Bodenniveaus
angeordneten Wandelemente zweckmäßig an in entsprechenden Ab
ständen vorgesehenen Stehern ab. Bei mehr als zwei Reihen von
hintereinander befindlichen Wandelementen sind die Wandele
mente der hinteren Reihen zweckmäßig in einem relativ großen
Abstand im Bereich von 1 m und darüber angeordnet.
Die erfindungsgemäße Lärmschutzanlage erreicht mit geringerem
Errichtungsaufwand und Platzbedarf die Vorteile eines steilen
Lärmschutzdammes, ohne den Nachteil der schwierigen Bewässe
rung der Bepflanzung in Kauf nehmen zu müssen. Die dem Ver
kehrsweg nächstgelegenen Wandelemente halten weitgehend die
ungünstigen Auswirkungen des Streusalzes von der dahinter be
findlichen Bepflanzung fern. Die Pflanzen wurzeln unterhalb
des Bodenniveaus und sind daher besser als in einem Damm oder
in Trögen vor Frost geschützt und benötigen keine künstliche
Bewässerung. Außerdem wird durch die Pflanzen nicht nur die
Vorderseite, sondern auch die Rückseite der Wandelemente der
hinteren Reihe(n) begrünt.
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung im Querschnitt
dargestellten Ausführungsbeispielen erfindungsgemäßer Lärm
schutzanlagen näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführung mit drei hintereinander angeordneten
Reihen von Wandelementen, und
Fig. 2 und 3 in der Praxis besonders vorteilhafte Ausführungen
mit zwei Reihen von Wandelementen.
Gemäß den Figuren der Zeichnung sind entlang eines Verkehrswe
ges 1 in zwei (Fig. 2 und 3) bzw. drei (Fig. 1) parallelen
Reihen hintereinander angeordnete Wandelemente mit 2 bzw. 3
bzw. 4 vorgesehen. Die Wandelemente 3, 4 der hinteren Reihe(n)
sind höher als die Wandelemente 2 der vorderen Reihe. Alle
Wandelemente 2 bis 4 sind als Sichtwandelemente, d. h. ohne
Einschüttung in schüttmaterial einer Böschung ausgebildet. Das
Bodenniveau im Bereich der Wandelemente 2 bis 4 ist mit 5 be
zeichnet und man sieht, daß eine Bepflanzbarkeit unterhalb
dieses Bodenniveaus 5 im Bereich unterhalb der Wandelemente 3,
4 der hinteren Reihe(n) gegeben ist.
Gemäß Fig. 1 stehen nur die dem Verkehrsweg 1 nächstgelegenen
Wandelemente 2 der vordersten Reihe unmittelbar am Bodenniveau
5 auf. Die Wandelemente 3, 4 der anderen Reihen sind auf in
entsprechenden Abständen vorgesehenen Stehern oberhalb des Bo
denniveaus 5 angeordnet, wobei der Raum zwischen der Unter
kante der Wandelemente 3, 4 und dem Bodenniveau 5 für eine Be
pflanzung bzw. für einen Durchlaß frei bleibt. Dabei liegt die
Unterkante der Wandelemente 3, 4 etwa im Ausmaß a (siehe Fig.
1) des Abstandes zum jeweils vorderen Wandelement 2 bzw. 3 un
terhalb jener Geraden 6, welche die nächstliegende mögliche
Lärmquelle 7 mit der Oberkante des jeweils vorderen Wandele
ments 2 bzw. 3 verbindet.
In Fig. 1 ist im übrigen eine in üblicher Weise ausgebildete
Leiteinrichtung mit 8 bezeichnet.
Gemäß Fig. 2 wird die Funktion der Leiteinrichtung 8 der Fig.
1 von den Wandelementen 2 der vorderen Reihe übernommen, wel
che einen entsprechend halb-glockenförmigen Querschnitt haben.
Die Wandelemente 2 der Fig. 3 bilden ebenso eine Leit- bzw.
Gleitwand. Die wie nach den Fig. 1 und 2 im Abstand oberhalb
des Bodenniveaus 5 angeordneten Wandelemente 3 der hinteren
Reihe sind an den Wandelementen 2 mittels in Abständen ange
ordneten Trägerelementen 9 befestigt. Fig. 3 zeigt im übrigen,
wie die Bepflanzung im Bereich unterhalb der Wandelemente 3
unter dem dortigen Bodenniveau 5 wurzelt, nämlich als beider
seits der Wandelemente 3 hochgezogene Bepflanzung.
Claims (4)
1. Bepflanzbare Lärmschutzanlage mit Wandelementen (2
bis 4), die entlang eines Verkehrswegs (1) in mindestens zwei
parallelen Reihen angeordnet sind, wobei die Wandelemente (3,
4) der hinteren Reihe oder Reihen höher als die Wandelemente
(2) der vorderen Reihe sind, wobei nur die dem Verkehrsweg (1)
nächstgelegenen Wandelemente (2) der vorderen, ersten Reihe
unmittelbar am Bodenniveau (5) aufstehen, wobei die Unterkante
der Wandelemente (3, 4) der hinteren Reihe oder Reihen etwa im
Ausmaß (a) des Abstandes zum jeweils davor angeordneten Wand
element (2, 3) unterhalb jener Geraden (6) liegt, welche eine
nächstliegende mögliche Lärmquelle (7) mit der Oberkante des
jeweils davor angeordneten Wandelements (2, 3) verbindet, wo
bei die Wandelemente (3, 4) als Sichtwandelemente ohne Ein
schüttung in Schüttmaterial frei stehen und wobei bei der hin
teren Reihe oder den hinteren Reihen der Raum zwischen der Un
terkante der Wandelemente (3, 4) und dem Bodenniveau (5) für
die Bepflanzung freibleibt, die dort zum Hochziehen beider
seits der Wandelemente (3, 4) der hinteren Reihe oder Reihen
unter dem Bodenniveau (5) wurzelt.
2. Lärmschutzanlage nach Anspruch 1, wobei die Wandele
mente (2) der ersten Reihe eine Leit- oder Gleitwand bilden.
3. Lärmschutzanlage nach Anspruch 1 oder 2, wobei die
Wandelemente (3, 4) der hinteren Reihe oder Reihen an den
Wandelementen (2) der vorderen Reihe mittels in Abständen an
geordneter Trägerelemente (9) befestigt sind.
4. Lärmschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei der Abstand zwischen den Reihen von Wandelementen (2 bis 4)
im Bereich zwischen 20 und 100 cm liegt, wobei die Wandele
mente (2) der ersten Reihe eine Höhe von 65 bis 100 cm haben.
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