DE35208C - Brennen von Cementmischungen unter Einführung derselben als Brei in den Ofen - Google Patents

Brennen von Cementmischungen unter Einführung derselben als Brei in den Ofen

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DE35208C
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Germany
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pulp
fuel
cement
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mixture
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DENDAT35208D
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W. JOY in Northfleet, England
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/43Heat treatment, e.g. precalcining, burning, melting; Cooling
    • C04B7/44Burning; Melting

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Neuerung in dem Verfahren zur Herstellung von Cement, wie Portland - Cement, besteht darin, dafs eine Mischung aus Kreide und Thon oder Kalk und Thon oder Kalk und Schlacke, welche, zusammen zermahlen, mit Wasser vermengt sind, in nassem Zustande der Einwirkung der Hitze in einem Ofen ausgesetzt werden. Der Ofen wird auf gewöhnlichem oder anderem geeigneten Wege beschickt und der Einsatz entzündet; ist letzterer gut am Brennen und schlagen die Flammen hell aus dem Einsatz heraus, so wird der obige nasse Mischungsbrei, nachdem derselbe noch mit Kleinkohle oder Kleinkoks oder Grus oder anderem geeigneten Brennmaterial vermengt ist, auf den brennenden Einsatz derart aufgeworfen, dafs diejenigen Stellen, an welchen die Flammen besonders stark und intensiv durchschlagen, zugedeckt werden.
Der freie Durchzug der heifsen Gase durch den Einsatz ist auf diese Weise an denjenigen Stellen, an welchen der nasse Brei aufgelegt ist, verhindert, es wird folglich der Zug durch andere Stellen des Einsatzes seinen Weg nehmen und das Brennmaterial hier freier und intensiver verbrennen. Ist dies der Fall, so werden diese Stellen ebenfalls mit dem nassen Brei zugedeckt und die Flamme mit den heifsen Gasen gezwungen, an anderen Stellen einen Ausgang zu finden; so geht es nun weiter, bis an den zuerst zugedeckten Stellen durch die Gase die Feuchtigkeit aus dem aufgelegten Brei vertrieben ist und das Brennmaterial des letzteren ebenfalls Feuer fängt, bis schliefslich auch hier wieder die Flamme hell durchschlägt, worauf dann abermals frischer, feuchter Brei aufgelegt wird. Auf diese Weise wird nun fortgefahren, bis der Ofen ganz gefüllt ist, nur mufs man stets darauf achten, dafs der Zug durch den Einsatz nie vollständig unterdrückt, sondern nur da theilweise verschlossen und gehemmt wird, wo derselbe am stärksten ist und die Flammen am heftigsten durchschlagen.
Sollte die Zugluft durch den aufgelegten feuchten Brei zu sehr gehemmt sein, so mufs dadurch nachgeholfen werden, dafs an den verstopften Stellen eine Eisenstange durch den getrockneten oder theilweise getrockneten Brei hindurchgestofsen wird, und zwar geschieht dies durch die am oberen Ende des Ofens oder nahe an demselben befindliche Beschickungsöffnung , durch welche der nasse Brei ebenfalls eingeworfen wird. Irgend eine Aenderung oder Modification in der Construction des Brennofens ist somit nicht erforderlich.
Ist der Ofen auf diese Weise vollständig beschickt worden, so läfst man ihn ausbrennen und entleert ihn auf die gewöhnliche Art und Weise, oder man zieht die gebrannten Klinker aus dem unteren Theile des Ofens, bevor der obere Theil desselben ausgebrannt ist, und füllt neues Material in der vorbeschriebenen Weise nach. Der Ofen arbeitet somit continuirlich. Statt dem Brei Brennmaterial zuzusetzen und hiermit den Ofen zu füllen, kann man auch zuerst den Brei in einer hinreichend starken Schicht auftragen, hierauf eine Schicht Brennmaterial legen, dann wieder eine Schicht feuchten Breies u. s. f.; am besten verwendet

Claims (1)

  1. man jedoch den Brei versetzt mit dem Brennstoffe.
    Die Consistenz des Breies oder der Mischung des Breies mit dem Brennmaterial ist am vortheilhaftesten diejenige eines dicken Kleisters, da derselbe alsdann am leichtesten mit der Schaufel in den Ofen gebracht werden kann. Bei der Herstellung der Mischung von Brei und Brennmaterial wird ersterer gewöhnlich so genommen, wie er von der Schlämmmaschine kommt, oder man entnimmt ihn den Behältern oder Trögen. In diesem Zustande mit Brennmaterial vermischt, erhält man einen Brei von geeigneter Consistenz. Der erforderliche Zusatz von Brennmaterial variirt je nach dem Gewicht der Klinker oder des Cementes, welches man erreichen will. Ein Zusatz von ι Theil Brennstoff zu 3 Theilen Brei ist gewöhnlich hinreichend.
    Bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren wird jeder Theil des Einsatzes der stärksten Hitze ausgesetzt; wird der Ofen entleert, so wird man finden, dafs die Masse nicht auswendig nur gebrannt, innen aber roh und ungebrannt ist, wie man dies häufig bei Cementöfen findet, die auf dem gewöhnlichen Wege beschickt sind, sondern dafs die Masse ganz und gar gut durchgebrannt ist. Ferner ist es bei dem vorliegenden Verfahren nicht erforderlich, den Brei zu trocknen, ehe man ihn in den Ofen bringt, wodurch eine bedeutende Ersparnifs bei der Herstellung des Cementes erzielt wird. Der Zusatz von Brennstoff zu dem Brei vor dem Brennen des letzteren erleichtert schliefslich auch noch in bedeutender Weise das Zermahlen der durch das Brennen erhaltenen Klinker.
    Patenτ-Anspruch:
    Behufs Herstellung von Cement die Beschickung eines Cementofens mit einem Brei aus Kreide und Thon oder Kalk und Thon oder Kalk und Schlacke in nassem Zustande oder mit einer Mischung dieses Breies mit Brennstoff, wobei die Beschickung derart geschieht, dafs entweder eine Schicht dieses Breies und eine Schicht Brennstoff mit einander abwechseln oder der mit Brennstoff gemischte Brei auf den brennenden Einsatz des Ofens je nach dem Fortschreiten des Brennprocesses aufgetragen wird, und zwar an denjenigen Stellen, an welchen die Verbrennung besonders lebhaft ist. '
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