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Längsanschlag für eine Tischkreissäge, insbesondere für
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eine kombinierte Tisch- und Kappkreissäge.
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Die Erfindung betrifft einen Längsanschlag für eine Tischkreissäge,
insbesondere für eine kombinierte Tisch- und Kappkreissäge, mit einem an einer sich
parallel zur Sägeblattachse erstreckenden Querseite des Tisches verschiebbaren und
mittels eines Klemmbackens feststellbaren Führungskopf und mit einer sich senkrecht
zur Sägeblattachse erstreckenden, auf die Auflagefläche des Tisches auflegbaren
Anschlagschiene, die eine sich über ihre ganze Länge erstreckende erste Anschlagfläche
für das Werkstück aufweist.
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Ein Längsanschlag dient normalerweise dazu, ein Werkstück seiner Länge
nach, beispielsweise eine Holzleiste oder ein Holzbrett,auf eine bestimmte Breite
zu zerteilen. Die Anschlagschiene des Längsanschlages erstreckt sich parallel zum
Sägeblatt. Durch Verschiebung des Führungskopfes parallel zur Sägeblattachse wird
die Anschlagfläche der Anschlagschiene in einen Abstand zum Sägeblatt gebracht,
der der gewünschten Breite des Werkstückes entspricht. Anschließend wird der Führungskopf
mittels des Klemmbackens festgeklemmt, die Kreissäge eingeschaltet und das zu zerteilende
Werkstück an der Anschlagfläche der Anschlagschiene zur Anlage gebracht. Beim Zerteilen
des Werkstückes wird dieses entlang der Anschlagfläche quer zur Sägeblattachse verschoben.
Hierbei verläuft der Sägeschnitt stets senkrecht zu einer Seitenfläche des Werkstückes,
welcher auf der Auflagefläche des Tisches verschoben wird. In manchen Fällen ist
es aber erforderlich, daß dieser Sägeschnitt nicht senkrecht sondern in einem spitzen
Winkel zu der genannten Seitenfläche des Werkstückes verläuft.
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Bei Tischkreissägen ist es deshalb üblich, die Sägeblattachse relativ
zur Auflagefläche des Tisches zu verschwenken, was entweder dadurch erfolgen kann,
daß man das Säge-
aggregat gegenüber dem ortsfesten Tisch verschwenkt,
oder den Tisch gegenüber dem ortsfesten Sägeaggregat.
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Es gibt jedoch auch kombinierte Tisch- und Kappkreissägen (DE-PS 29
OB 211) mit einem Maschinentisch, einem am Maschinentisch um eine parallel zur Sägeblattachse
angeordnete Schwenkachse schwenkbaren Tragarm, der das Sägeaggregat und einen den
oberen Teil des Sägeblattes umgebenden Sägetisch trägt. Wird dieser Tisch in eine
horizontale Lage gebracht, dann kann man mit der Säge wie mit einer normalen Tischkreissäge
arbeiten. Es ist jedoch bei einer derartigen kombinierten Tisch-Kappkreissäge kein
Werschwenken des Sägeaggregates gegenüber der Auflagefläche des Tisches möglich.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Längsanschlag
für eine Tischkreissäge, insbesondere für eine kombinierte Tisch- und Kappkreissäge
so auszubilden, daß mit diesem Längsanschlag ohne Verstellung des Sägeaggregates
gegenüber dem Tisch auch Längsschnitte in Werkstücken möglich sind, die in spitzem
Winkel zur Auflagefläche des Tisches verlaufen, wobei der Längsanschlag jedoch auch
in herkömmlicher Weise bei Schnitten verwendet werden kann, bei denen der Sägeschnitt
senkrecht zur Auflagefläche des Tisches verläuft.
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Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß an dem Führungskopf
ein um eine sich senkrecht zur Sägeblattachse und parallel zur Auflagefläche erstreckende
Schwenkachse drehbarer, sowie mittels einer Klemmschraube in vorbestimmter Winkelstellung
feststellbarer Schwenkkopf gelagert ist, daß die Anschlagschiene mit dem Schwenkkopf
lösbar verbunden und an diesem quer zur Schwenkachse verschiebbar und feststellbar
angeordnet ist, daß die Anschlagschiene eine zweite Anschlagfläche aufweist, die
sich parallel zur ersten Anschlagfläche erstreckt, und daß die erste
Anschlagfläche
an ihrem der Auflagefläche zugekehrten unteren Rand eine sich senkrecht zur Anschlagfläche
und in Längsrichtung der Anschlagschiene erstreckende, im Bereich des Sägeblattes
ausgesparte, Stützleiste aufweist, wobei die Anschlagschiene wahlweise mit einer
ihrer Anschlagflächen an einer Befestigungsfläche des Schwenkkopfes festklemmbar
ist.
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Sollen Sägeschnitte in Längsrichtung eines Werkstückes ausgeführt
werden, die in spitzem Winkel zu einer Seitenfläche dieses Werkstückes verlaufen,
dann wird der Schwenkkopf gegenüber dem Führungskopf so weit verschwenkt, daß die
der Anschlagfläche zugekehrte Seitenfläche des Sägeblattes mit der Anschlagfläche
den gewünschten Winkel einschließt. Dann wird der Schwenkkopf gegenüber dem Führungskopf
durch Anziehen der Klemmschraube festgestellt.
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Anschließend wird die Anschlagschiene gegenüber dem Schwenkkopf in
einer Richtung quer zur Schwenkachse verschoben, solange bis die Anschlagschiene
mit ihrer unteren Längskante auf der Auflagefläche des Tisches aufliegt. Durch Anziehen
einer weiteren Klemmschraube wird dann die Anschlagschiene gegenüber dem Schwenkkopf
festgestellt.
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Nunmehr wird der Führungskopf an der Querseite des Tisches so weit
verschoben, bis die von der Anlagefläche und der Stützleiste eingeschlossene innere
Ecke genau in der durch die Seitenfläche des Sägeblattes hindurchgehenden Ebene
liegt. Daraufhin wird auch der Führungskopf gegenüber dem Tisch durch Anziehen einer
dritten Klemmschraube festgeklemmt. Das zu schneidende Werkstück kann nunmehr in
den durch die Anlagefläche und die Stützleiste gebildeten rechten Winkel eingelegt
und bei laufendem Kreissägeblatt in Längsrichtung der Auflageschiene verschoben
werden.
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Die Auflageschiene mit der daran angeordneten Stützleiste bildet eine
Art Winkelschiene, die das zu schneidende Werkstück sicher abstützt, wobei das Werkstück
vor und hinter dem Sägeblatt in dem zwischen Stützleiste und
Anlagefläche
gebildeten rechten Winkel sicher gehalten wird. Diese Ausgestaltung des Längsanschlages
eignet sich besonders für kombinierte Tisch- und Kappkreissägen, da bei derartigen
Sägen eine Verstellung des Sägeaggregates relativ zur Auflagefläche des Tisches
nicht möglich ist.
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Wenn Sägeschnitte durchgeführt werden sollen, bei denen der Sägeschnitt
senkrecht zu der auf der Auflagefläche des Tisches aufliegenden Seitenfläche des
Werkstückes verläuft, dann wird die Anschlagschiene so an dem Schwenkanschlag befestigt,
daß ihre erste Anschlagfläche am Schwenkanschlag anliegt und die Stützleiste vom
Sägeblatt weggerichtet ist. Es ist dann die zweite Anschlagfläche dem Sägeblatt
zugekehrt. Der Schwenkkopf wird in eine Schwenkstellung gebracht, in der die zweite
Anschlagfläche senkrecht zu der Auflagefläche des Tisches verläuft. In dieser Stellung
kann nunmehr der Längsanschlag wie ein normaler Längsanschlag verwendet werden und
beim Zerteilen des Werkstückes dieses entlang der zweiten Anlagefläche verschoben
werden.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
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Die Erfindung ist in folgendem, anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert.
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Es zeigt: Figur 1 eine Stirnansicht des Längsanschlages in einer ersten
Arbeitsstellung, Figur 2 eine Stirnansicht des Längsanschlages in einer zweiten
Arbeitsstellung, Figur 3 eine Seitenansicht in Richtung II der Figur 1, Figur 4
eine Draufsicht in Richtung IV der Figur 1.
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In der Zeichnung ist strichpunktiert eine kombinierte Tisch- und Kappkreissäge
dargestellt. An dem Maschinentisch 1 ist das Sägeaggregat 2 um eine nicht dargestellte
horizontale Achse schwenkbar gelagert. Der Maschinentisch 1 dient als Auflagefläche
beim Kappsägen. Das Kreissägeblatt 3 des Sägeaggregates 2 ist von einem Tisch 4
umgeben, der in der gezeigten horizontalen, arretierten Stellung bei Verwendung
der Säge als Tischsäge benützt wird. Der Tisch 4 weist dann eine horizontale Auflagefläche
5 auf. An einer sich parallel zur Sägeblattachse A erstreckenden Querseite 4a ist
die aus Blech bestehende Tischplatte nach unten und nach innen umgewinkelt.
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Diese Tischquerseite dient zur Anbringung des insgesamt mit 6 bezeichneten
Längsanschlages beim Längsschneiden von hölzernen Werkstücken.
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Der Längsanschlag 6 weist einen Führungskopf 7 auf, der an der Querseite
4a des Tisches 4 eingehängt und in Richtung der Querseite 4a verschoben werden kann.
Zum Feststellen des Führungskopfes dient ein Klemmbacken 8, der mit dem Führungskopf
aus einem Stück bestehen kann und nur durch einen schmalen Steg 8a mit dem Führungskopf
verbunden ist. Mittels einer Klemmschraube 9 kann der Klemmbacken 8 dem Führungskopf
7 genähert werden und damit die Querseite 4a des Tisches 4 zwischen Klemmbacken
8 und Führungskopf 7 festgeklemmt werden.
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An dem Führungskopf 7 ist der Schwenkkopf 10 um einen Lagerzapfen
11 schwenkbar. D-ie Achse 8 des Zapfens 11 bildet somit eine Schwenkachse, die sich
quer zur Sägeblattachse A und parallel zur Auflagefläche 5 des Tisches 4 erstreckt.
Die Schwenkachse 8 ist zweckmäßig unterhalb der Auflagefläche 5 angeordnet. Der
Schwenkkopf 6 kann um mindestens 90t um den Lagerzapfen 11 geschwenkt und mittels
einer zweiten Klemmschraube 12
festgeklemmt werden. Der Schwenkkopf
10 weist eine sich parallel zur Schwenkachse 8 erstreckende Befestigungsfläche 10a
auf. An dieser Befestigungsfläche 10a kann die Anschlagschiene 13 wahlweise mit
einer ihrer beiden Anschlagflächen 13a bzw. 13b zur Anlage gebracht werden.
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Am unteren Ende der ersten Anlagefläche 13a ist eine Stützleiste 14
angeordnet, die sich in Längsrichtung der Anschlagschiene 13 erstreckt und mit der
ersten Anschlagfläche 13a einen rechten Winkel einschließt. Durch die Anschlagfläche
13a und die der Anschlagfläche 13a zugekehrte Innenfläche 14a der Stützleiste 14
wird eine winkelförmige Auflage zur Abstützung des zu bearbeitenden Werkstückes
W geschaffen.. An der zweiten Anschlagfläche 13b ist keine Stützleiste vorgesehen.
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Damit die Anschlagschiene 13 in einfacher Weise lösbar mit dem Schwenkkopf
6 verbunden werden kann, weist die Anschlagschiene 13 im Bereich jeder Anschlagfläche
13a, 13b eine zur zugehörigen Anschlagfläche 13a, 13b hin offene T-Nut 15a, 15b
auf. Ein in die T-Nuten 15a, 15b passender Nutenstein 16 ist mit einer Klemmschraube
17 verbunden, auf die der Handgriff 18 aufgeschraubt ist.
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Die Klemmschraube 17 ist in einem quer zur Sägeblattachse A verlaufenden
Langloch 19 des Schwenkkopfes 10 verstellbar. In Längsrichtung der Anschlagschiene
13 versetzt ist eine zweite, nicht dargestellte Hlemmschraube mit Nutenstein und
Handgriff vorgesehen, die in dem Langloch 19' verschiebbar ist. Der Nutenstein dieser
Schraube greift ebenfalls in diejenige T-Nut ein, die der Befestigungsfläche 10a
des Schwenkkopfes 10 zugekehrt ist.
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Die Stützleiste 14 weist, wie insbesondere aus Figur 3 und Figur 4
zu entnehmen ist, im Bereich des Sägeblattes 3 eine Aussparung 20 auf. Die Stützleiste
14 ist verhältnismäßig schmal ausgebildet. Ihre Breite b1 ist
dabei
wesentlich kleiner als die Breite b2 der Anschlagfläche 13a. Die geringe Breite
der Stützleiste 14 wurde gewählt, damit das auf der Stützleiste 14 aufliegende,
vom Werkstück abgesägte Teil nach vollständiger Durchtrennung nicht auf der Stützleiste
14 liegen bleibt, sondern von dieser abkippt. Auf diese Weise wird verhindert, daß
das abgeschnittene Teil vom Sägeblatt erfaßt und unkontrolliert weggeschleudert
wird.
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Um jedoch dem Werkstück im eigentlichen Sägebereich eine genügende
Unterstützung zu geben, ist im Bereich der Aussparung 20 in Fortsetzung der Stützleiste
14 ein Stützteil 21 vorgesehen, welches eine Ausnehmung 22 zum Durchtritt des Sägeblattes
3, und an der der Anschlagfläche 13a abgewandten Seite des Sägeblattes,einen Stützschenkel
21a aufweist. Die Breite dieses Stützteiles ist dabei etwas größer als die Breite
b1 der Stützleiste 14.
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Soll an einem Werkstück W in Längsrichtung des Werkstückes eine Gehrung
angeschnitten werden, dann wird die Anschlagschiene 13 mit ihrer zweiten Anschlagfläche
13b an der Befestigungsfläche 10a des Schwenkkopfes 10 zur -Anlage gebracht. Sie
wird dabei durch Verschiebung in ihrer Längsrichtung über die Nutensteine 16 geschoben,
so daß diese in die T-Nut 15b eingreifen. Der Schwenkkopf 10 wird mit Hilfe einer
am Schwenkkopf vorgesehenen Winkelskala in die gewünschte Winkelstellung gebracht,
die eine Seitenfläche des Werkstückes mit der zu sägenden Gehrungsfläche einnehmen
soll. Dann wird der Schwenkkopf 10 mittels der Klemmschraube 12 festgestellt. Die
Anschlagschiene 13 wird dann nach unten verschoben bis ihre Unterkante 13c auf der
Auflagefläche 5 des Tisches 4 aufliegt. Durch Betätigen der Handgriffe 18 wird dann
die Anschlagschiene 13 in dieser Stellung am Schwenkkopf 10 festgeklemmt. Nunmehr
wird der gesamte Längsanschlag 6 in Richtung auf das Sägeblatt 3 zu so lange verschoben,
bis
die durch die Stützleiste 14 und die Anschlagfläche 13a gebildete innere Ecke in
der Ebene liegt, die durch die der Anschlagschiene 13 zugekehrte Seitenfläche 3a
des Sägeblattes 3 verläuft. Durch betätigen der Klemmschraube 9 wird nunmehr der
Führungskopf 7 mittels des Klemmbackens 8 an der Tischquerseite 4a festgeklemmt.
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Es kann dann das Werkstück W auf die Anschlagschiene 13 gelegt werden,
wobei es durch die Anschlagfläche 13a und die Stützfläche 14a der Stützleiste 14
sicher abgestützt ist. Durch Längsverschieben des Werkstückes W auf der Anschlagschiene
13 wird nunmehr das Werkstück durch das Sägeblatt 3 in der gewünschten Weise zerteilt
und hierbei am Werkstück die gewünschte Gehrung geschnitten.
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Das hinter dem Sägeblatt vorhandene Teil der Stützleiste 14 stützt
dabei auch das abgetrennte Teil des Werkstückes ab, solange bis das Werkstück vollständig
durchgetrennt ist. Nach dem vollständigen Durchtrennen des Werkstückes kippt das
abgetrennte Teil vom Sägeblatt weg nach außen, da die Stützleiste 14 verhältnismäßig
schmal ausgebildet ist.
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Soll der Längsanschlag 6 als normaler Längsanschlag verwendet werden,
bei welchem die Anschlagfläche senkrecht zur Auflagefläche 5 des Tisches 4 angeordnet
ist, dann werden die Klemmschrauben 17 durch Betätigung der Handgriffe 18 gelost.
Die Anschlagschiene 13 kann dann von den Nutens-teinen 16 durch Längsverschiebung
abgezogen werden. Sie wird dann mit ihrer T-Nut 15a wieder so auf die Nutensteine
aufgeschoben, daß die erste Anschlagfläche 13a an der Befestigungsfläche 10a zur
Anlage kommt.
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Nach dem Festziehen der Handgriffe 18 wird der Schwenkkopf 10 so verschwenkt,
daß die nunmehr dem Sägeblatt 3 zugekehrte Anschlagfläche 13b senkrecht zur Auflagefläche
5 verläuft. Anschließend wird der Schwenkkopf 10 mittels der Klemmschraube 12 festgeklemmt.
Durch qerverechieben des Führungskopfes 7 kann der gewünschte Abstand zwischen
der
Seitenfläche 3a des Sägeblattes und der Anschlagfläche 13 b eingestellt werden.
Da in dieser Lage der Anschlagschiene die Stützleiste 14 vom Sägeblatt 3 weg nach
außen gerichtet ist, behindert sie in keiner Weise die Verwendung des Längsanschlages.
Der Schwenkkopf 10 weist im Bereich der Stützleiste 14 eine Ausnehmung 23 auf, in
welche bei der in Figur 2 dargestellten Lage der Anschlagschiene 13 die Stützleiste
14 eingreift.
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