DE348764C - Verfahren zur Herstellung eines Buerstenbesatzes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Buerstenbesatzes

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DE348764C
DE348764C DE1920348764D DE348764DD DE348764C DE 348764 C DE348764 C DE 348764C DE 1920348764 D DE1920348764 D DE 1920348764D DE 348764D D DE348764D D DE 348764DD DE 348764 C DE348764 C DE 348764C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46BBRUSHES
    • A46B3/00Brushes characterised by the way in which the bristles are fixed or joined in or on the brush body or carrier

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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Bürstenbesatzes. Die Erfindung betrifft die Herstellung eines als Bürsten- oder Besenbesatz geeigneten Materials und ist wesentlich durch die Verwendung von Oueckenwurzeln gekennzeichnet.
  • Zum Besatz von Bürsten und Besen wurden neben Borsten hauptsächlich Reiswurzel, Piassava-, Fiberfasern, Palmblattfasern usw. benutzt. Während des Krieges war das letztere Material fast vollständig ausgegangen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß auch nach Beendigung des Kriegszustandes die vom Auslande bezogenen Rohstoffe, wie insbesondere Reiswurzel, sich noch derart hoch im Preise stellen, daß im Interesse der heimatlichen Wirtschaft das Auffinden eines geeigneten Ersatzstoffes außerordentlich erstrebenswert erscheint. Es sind bereits während des Kriegszustandes eine ganze Anzahl Ersatzstoffe, wie Stroh, Holzdraht usw., in Vorschlag gebracht worden; die sich jedoch auf- die Dauer nicht bewährten, so daß man auch nach Eintritt des Friedens wieder - auf die ausländischen Rohstoffe zurückgreifen muß. Es stellt sich jedoch zur Zeit beispielsweise der Preis von Reiswurzeln auf 40 Mark für das Pfund, wodurch die Bürsten selbst einen entsprechend hohen Preis bedingen.
  • Die Quecke ist bekanntlich in den gemäßigten Zonen und insbesondere auch in Deutschland außerordentlich verbreitet, und bildet auf dem Acker ein sehr lästig empfundenes Unkraut. Ihre Wurzeln kriechen weit umher, sind vielfach verzweigt und durchziehen den Boden in allen Richtungen. Der Landmann ist bestrebt, die Quecke, welche dem Getreide und den anderen Nutzpflanzen die Nährstoffe entzieht, durch Eggen u. dgl. zu beseitigen. Es werden außerordentlich große Mengen von Ouecken auf diese Weise aus dem Boden entfernt und lagern auf den Gutshöfen in großen Haufen. Sie werden wesentlich nur der Fäulnis überlassen und alsdann als Dung benutzt.
  • Es ist nun gefunden worden, daß die Oueckenwurzel ein außerordentlich zähes und dabei doch genügend hartes und widerstandsfähiges, elastisches Material darstellt, das sich nach geeigneter Vorbereitung vorzüglich als Bürstenbesatz eignet und alle bisher als Ersatz vorgeschlagenen Stoffe weit übertrifft.
  • Zur Herstellung des Bürstenbesatzes werden die Wurzeln zunächst bei einer Temperatur von etwa 2o° bis 25° C vorgetrocknet, bis sie sozusagen abgetötet sind, d. h., keine weiteren Keime mehr treiben. Hierauf werden sie an einem kühlen, luftigen Orte weiter getrocknet und alsdann durch Hecheln von den Seitenwurzeln befreit. Es muß darauf geachtet werden, daß die Wurzeln nicht so vollständig austrocknen, daß sie ihre Zähigkeit verlieren und spröde werden. Macht sich etwa- eine derartige übergroße Trockenheit geltend, so müssen die Wurzeln in einen feuchten Raum gebracht werden, bis sie wieder die für ihre Elastizität erforderliche Feuchtigkeitsmenge aufgenommen haben.
  • Das auf diese Weise erhaltene Material hat eine helle Farbe und zeichnet sich durch Geschmeidigkeit und Biegsamkeit aus, so daß es sich außerordentlich leicht und bequem weiter als Bürstenbesatz verarbeiten läßt. Auch im Gebrauch hält sich dieser Besatz außerordentlich gut, da er nicht leicht ausbricht, sondern sehr lange Zeit seine Geschmeidigkeit behält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: @% erfahren ' zur y Herstellung eines Bürstenbesatzes, dadurch gekennzeichnet, daß man Queckenwurzelri bei 2o bis 25' t; bis zur Abtötung vortrocknet, alsdann die Trocknung in einem kühlen, luftigen Raume bis zur Lufttrockene fortsetzt und schließlich durch Hecheln von den Neben-. wurzeln befreit.
DE1920348764D 1920-06-06 1920-06-06 Verfahren zur Herstellung eines Buerstenbesatzes Expired DE348764C (de)

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