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Selbstinduktionsspule für Ströme von hoher Frequenz. Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zum Wickeln von Selbstinduktionsspulen für Ströme von hoben
Frequenz nach Art derjenigen, bei denen die nebeneinanderliegenden Windungen auf
einem flachem. .Körper angeordnet sind, z. B. einer Scheibe, die mit radial,en Einschnitten
versehen ist, in denen sich die Drabtwindurngen.kreuzen.
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Die Erfindung hat den Zweck, bei einer derartigen Spule die Möglichkeit
zu gewinnen, eine viel größere Zahl von Windungen `auf die Spule zu bringen, so
daß bei gleicher Füllung und bei Verwendung gleichen Drahtes die erhaltene Selbstinduktion
viel größer als früher ist.
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Dieses Ergebnis wird nach der Erfindung dadurch erzielt, daß der die
Windung bildende Draht anstatt von dem einen Einschnitt zu dem benachbarten zu gehen
wie bei den bisher bekannten Spulen, im Gegenteil
eineAnzahl Einschnitte
überspringt. Unter diesen Bedingungen geht der Draht auf derselben Seite der Tragscheibe
nacheinander vor mehrerer Einschnitten hinweg, bevor er durch einen Einschnitt auf
die andere Seite der Scheibe übertritt. D?e Gesamtzahl der Isinschnitte muß so gewählt
werden, daß sie eine Primzahl mit der die Teilung bildenden Zahl der Einschnitte
bildet, so daß, wenn eine Anzahl von Windungen gleich der Zahl der Einschnitte hergestellt
ist, der Draht durch alle Einschnitte hindurohgetreten ist.
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Dank dieser Art der Wicklung nehmen gdie zu den verschiedenen Windungen
gehörenden Drähte für jede Teilung der Wicklung die Form einer Bogensehne an, entsprechend
der Teiljung der Wicklung, und: sie können sich so an die beiden Seiten der Spule
anlegen, daß die Dicke der Spule etwas.vergrößert, aber ihr Durchmesser erheblich
verkleinert wird.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Spule
dargestellt. Abb. I zeigt in Ansicht eine dünne Scheibe aus Isolationsmaterial,
die zur Herstellung der Spule benutzt wird. Abb.2 zeigt schematisch die Art der
Wicklung.
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Anstatt, wie bisher, zum Wickeln der Spule einen Kern aus Isolationsmaterial
zu benutzen, der mit Führungsnadeln versehen ist, die nach dem Wickeln der Spule
herausgenommen werden, worauf diese im eine isolierende Masse, z. B. Paraffin, getaucht
wird, wird nach der Erfindung eine dünne Scheibe a aus Isolationsmaterial benutzt,
die mit zweckmäßig radial angeordneten Einschnitten b versehen ist, durch welche
dazwischenliegende Zähne c gebildet werden.
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Der isolierte Draht d (oder (las Kabel), aus dem die Spule hergestellt
werden soll, wird dann mittels einer Wickelmaschine in einen ersten Einschnitt i
eingelegt und auf derselben Seite der Scheibe a an einer gewissen Zahl von Zähnen
c oder Einschnitten b vorübergeführt, bevor er durch einen anderen Einschnitt,auf
die andere Seite der Scheibe gelangt. Die »Teilung« der Wicklung beträgt im dargestellten
Fall drei Zähne (oder drei Einschnitte), und der Draht3vird infolgedessen zunächst
hinter den Zähnen t, 2 und 3 eintlanggeführt. Er gelangt dann durch den finit :l.
bezeichneten Einschnitt b auf die Vorderseite ,der Scheibe und wird hier an den
Zähnen q., 5 und 6 vorbeigeführt, um dann wieder durch die Einschnitte 7 auf die
Rüekseite der Scheibe zu gelangen, usw.
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Die Gesamtzahl der Einschnitte (oder gder Zähne) ist so gewählt, daß
sie ein Vielfaches der Zahl von Einschnitten (oder Zähnen) ist, ,lie der Teilung
entspricht, vermehrt oder vermindert uni eine Einheit. Es ist ideshalb klar, daß
der Draht oder das Kabel nach Herstellung einer vollen Windung von der einen auf
die andere Seite der Scheibe a durch einen Einschnitt gelangt, der dem ersten Einschnitt,
von dem die Wicklung ausging, vorhergeht oder folgt. Infolge dieser Anordnung wird
der Kreuzungspunkt des Drahtes oder des Kabels in den Einschnitten bei je zwei aufeinanderfolgen:den
Windungen jedesmal um einen Einschnitt verschoben, und da infolge der Größe der
Teilung der Draht zwischen den beiden aufeinanderfolgenden Übergangsstellen die
Form einer Bogensehne annimmt, so ist klar, daß die verschiedenen Windungen sich
gleichmäßig auf beiden. Seiten. der Scheibe verteilen, so daß eine flache Spule
von verkleinertem Durchinesser, aber etwas größerer Dicke erzielt wird, wobei die
Dicke mit der Zahl der Zähne oder Einschnitte der gewählten Teilung wächst.
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Zwecks größerer Deutlichkeit ist in Abb. 2 eine kreisförmige Lage
des Drahtes zwischen den Einschnitten veranschaulicht, es ist aber klar, daß der
Draht im Wirklichkeit infolge seiner Spannung 'die Form einer. Bogensehne annehmen
.muß, wie dies bei e mit punktierten Linien dargestellt ist.
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Bei dem dargestellten Beispiel ist die Gesamtzahl der Einschnitte
(oder Zähne) ein Vielfaches der Zahl der Einschnitte (oder Zähne) der Teilung, vergrößert
oder vermindert um eine Einheit. Es ist ,aber klar, daß die Art der Wicklung verallgemeinert
werden kann. Wesentlich ist nur, daß, um alle Einschnitte auszufüllen, die Gesamtzahl
der Einschnitte (oder ,Zähne) eine Primzahl ist mit der Zahl der Einschnitte (oder
Zähne) der Teilung.