DE345758C - Verfahren zur Darstellung von Zinkoxyd und Wasserstoff - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Zinkoxyd und Wasserstoff

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DE345758C
DE345758C DE1920345758D DE345758DD DE345758C DE 345758 C DE345758 C DE 345758C DE 1920345758 D DE1920345758 D DE 1920345758D DE 345758D D DE345758D D DE 345758DD DE 345758 C DE345758 C DE 345758C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G9/00Compounds of zinc
    • C01G9/02Oxides; Hydroxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Zinkoxyd und Wasserstoff. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren, bei welchem man in einem Vorgang Zinkoxyd von ausgezeichneter Farbe und frei von unoxydiertem Zink sowie Wasserstoffgas erhält. Letzteres ist frei von Kohlenoxyd oder anderen Verunreinigungen, welche für gewisse Zwecke in hohem Maße nachteilig sind, z. B. wenn das Wasserstoffgas in Verbindung mit Stickstoff zur katalytischen Synthese von Ammoniak verwendet wird. Es ist z. B. festgestellt worden, daß selbst geringe Spuren Kohlenoxyd im Wasserstoff den Katalysator sehr nachteilig beeinflussen. Nach dem Verfahren vorliegender Erfindung.erhält man jedoch vollständig reinen Wasserstoff; welcher den strengen Anforderungen, die man in bezug auf Reinheit an für die Ammoniaksynthese zu verwendenden Wasserstoff stellt, vollauf genügt.
  • Das Verfahren beruht auf der bekannten Umsetzung von Wasserdampf mit metallischem Zink nach der Gleichung Zn -E- H20 = Zn O + H2. Bei dem bisher nach dieser Reaktion ausgeführten Verfahren erhält man Zinkoxyd von untergeordneter Güte, was zum Teil auf der unvollständigen Oxydation des Metalles und zum Teil auf nicht einwandfreien physikalischen Eigenschaften beruht. Nach dem neuen Verfahren erhält man das Zinkoxyd unmittelbar in Form eines feinen Pulvers von gleichmäßiger Beschaffenheit und völlig frei von unoxydiertem Zink.
  • Dies wird dadurch erreicht, daß kohlenstofffreies, metallisches Zink zunächst in einem Retortenofen, in welchem Ofen die Zinkdämpfe nicht durch Kohlenoxyd verunreinigt werden, verdampft und dann mit Wasserdampf im Überschuß umgesetzt wird.
  • Die Anwendung des Wasserdampfes in Überschuß bringt einen doppelten Vorteil mit sich erstens bewirkt er eine vollständige Oxydation des Zinkes zu Zinkoxyd und zweitens verhindert der unverbrauchte überschüssige Dampf, welcher als Träger des Zinkoxydes wirkt, nicht nur jede Reduktion des Zinkoxydes durch den Wasserstoff infolge einer Umkehrung der Oxydationsreaktion, sondern er bewirkt auch, daß das Zink sich als ein fein verteiltes Pulver niederschlägt. Dieser Umstand ist für die wirtschaftliche Verwendung z. B. als Farbe von großer Bedeutung.
  • Die durch die oben angeführte Reaktion unmittelbar erhaltenen Produkte sind Zinkoxyd in feinster Verteilung, Dampf und Wasserstoff. Dieses Gemisch kann zwecks Trennung der einzeInen Bestandteile behandelt werden. Das Gemisch wird vorzugsweise auf eine Temperatur von etwas über ioo° C abgekühlt und dann durch Säcke oder gleichwertige Vorrichtungen filtriert, wodurch man das Zinkoxyd unmittelbar in Form eines weißen Pulvers erhält. Die Dampf-Wasserstoff-Mischung wird hierauf weiter abgekühlt, damit der Dampf kondensiert und den Wasserstoff in vollständig reinem Zustand zurückläßt.
  • Andere träge Gase können als Verdünnungsmittel Verwendung finden, um das Niederschlagen des Zinkes in dem obengenannten gewünschten Zustand zu sichern. Als solches kann vorteilhaft Stickstoff Verwendung finden, zumal wenn das erhaltene Wasserstoffgas unter Beimischung von Stickstoff bei der Ammoniaksynthese verwendet werden soll.
  • Vor der Einführung des Wasserdampfes in die Zinkdämpfe wird er zweckmäßig auf oder höher als die Temperatur der Zinkdämpfe erhitzt, um eine plötzliche Abkühlung der Zinkdämpfe zu verhüten.
  • Um gute Erfolge mit dem vorliegenden Verfahren zu erreichen, ist es wichtig, daß bei der Reaktion, bei welcher das Zinkoxyd gebildet wird, das 'Zink sich vollständig in dampfförmigem Zustand befindet, denn nur dann ist es möglich, Zinkoxyd von gleichmäßiger physikalischer Beschaffenheit zu erhalten. Obgleich Zink in flüssigem Zustand Wasserdampf zersetzt, so besitzt doch das so erhaltene Zinkoxyd nicht die gleich guten Eigenschaften wie das bei der Reaktion mit dampfförmigem Zink erhaltene Zinkoxyd. Wenn die Reaktion sich teilweise mit Zink in flüssigem Zustand und teilweise in gasförmigem Zustand vollzieht, so erhält man ein ungleichmäßiges Produkt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung- von Zinkoxyd und Wasserstoff, dadurch gekennzeichnet, daß Zink in dampfförmigem Zustand zur Umsetzung mit Wasserdampf gebracht wird, wobei sich der Wasserdampf in Überschuß über die zur Reaktion notwendige Menge befindet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß das Zink in dampfförmigem Zustand bei Gegenwart eines trägen Gases als Verdünnungsmittel mit Wasserdampf umgesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß als Verdünnungsmittel Stickstoff verwendet wird.
DE1920345758D 1920-08-31 1920-08-31 Verfahren zur Darstellung von Zinkoxyd und Wasserstoff Expired DE345758C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019419B (de) * 1952-11-25 1957-11-14 Cabot Godfrey L Inc Herstellung feinteiliger Oxyde der Metalle und Metalloide

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