DE34569C - Kühlapparat - Google Patents

Kühlapparat

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DE34569C
DE34569C DENDAT34569D DE34569DA DE34569C DE 34569 C DE34569 C DE 34569C DE NDAT34569 D DENDAT34569 D DE NDAT34569D DE 34569D A DE34569D A DE 34569DA DE 34569 C DE34569 C DE 34569C
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DE
Germany
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ice
container
cooling
vessel
temperature
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT34569D
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Original Assignee
Dr. M. FÜNFSTÜCK, Privatdozent am Königlichen Polytechnikum und CH. RÜHLE in Stuttgart
Publication of DE34569C publication Critical patent/DE34569C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25DREFRIGERATORS; COLD ROOMS; ICE-BOXES; COOLING OR FREEZING APPARATUS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F25D3/00Devices using other cold materials; Devices using cold-storage bodies
    • F25D3/02Devices using other cold materials; Devices using cold-storage bodies using ice, e.g. ice-boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE. 34: Hauswirthschaftliche Geräthe;.
Kühl a ρ ρ a r at.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1885 ab.
Bei den bekannten Constructionen der Eisschränke und anderer Kühlapparate ist die unvermeidliche Anwendung von Metall, wie Zinkblech u. s. w., also eines guten Wärmeleiters, der Grund-, weshalb das. Eis und andere Kühlmittel verhältnifsmäfsig' rasch verbraucht werden.
Die durch, das Schmelzen des Kühlmaterials (Eis) erzeugte niedrige Temperatur wird z. B. bei Eisschränken durch : die allenthalben vorhandene Zinkauskleidurig rasch fortgeleitet und an die überall mit dem Zinkblech in Contact befindlichen Wände abgegeben.
Auf diese Weise geht der gröfste Theil der erzeugten niedrigen Temperatur für den eigentlichen Zweck, d. h. für die Kühlung der im Innenraum des Apparates aufbewahrten Gegenstände, .verloren. Andere Kühlapparate haben den Fehler, dafs auf einer relativ grofsen Flä'chenausdehnung der mit der niedrigsten Temperatur versehene Innenraum vom Aufsenraum (dem den Apparat umgebenden Medium) nur durch Metall getrennt ist.
Weil nun das verwendete Metall ein guter Wärmeleiter ist, so wird in solchen Fällen immer verhältnifsmäfsig rasch ein Temperaturausgleich zwischen Innen- und Aufsenraum stattfinden, was natürlich der Wirksamkeit solcher Apparate gröfseh Eintrag thut. Um sich von der Richtigkeit dieser Behauptung zu überzeugen, braucht man nur folgenden einfachen Versuch zu machen.
Bringt man in einen von einem schlechten Wärmeleiter (z. B. Holz) allseitig umschlossenen Raum von 1 cbm Inhalt 5 kg Eis und verbindet den Kühlraum durch einen Zinkstreifen von vielleicht Y2 mm Dicke, 10 mm Breite und 50 mm Länge mit der äufseren Luft, so bewirkt diese relativ geringfügige' -Verbindung, vorausgesetzt, dafs die Temperatur der äufseren Luft eine höhere ist als diejenige im Kühlraum, durch den Zinkstreifen, dafs. das Eis im Apparat mehrere Stunden früher schmilzt, als wenn unter sonst gleichen Umständen jene Metallleitung nicht vorhanden ist.
Die Temperatur in verschiedener, Höhe im Apparat ist verschieden, daher auch der Procefs des Eisschmelzens in Bezug auf Intensität verschieden ist.
Ein Hauptmangel an den verschiedenen Kühlapparaten besteht sehr häufig darin, dafs auf die Art der. Aufbewahrung des Kühlmaterials (Eis) nicht genügend Werth gelegt wird. Es ist nämlich, wie genaue Versuche gezeigt haben, nicht gleichgültig, ob man das Eis am Boden des Apparates oder in einiger Höhe über dem Boden anbringt.
Bringt man z. B. an einem cylindrischen Gefäfs von 450 mm Durchmesser und 900 mm Höhe eine gewisse Quantität Eis der Reihe nach zuerst am Boden des Apparates an, dann in einer Höhe, von 300 mm und schliefslich in einer Höhe von 600 mm über dem Boden, so verhält sich die Intensität des Eifischmelzüngsprocesses in den verschiedenen Höhenlagen ungefähr wie 2:3:4.
Will man also den gröfsten Kälteeffect erzielen, so mufs man das Kühlmaterial so niedrig wie möglich im Apparat unterbringen.
Der Grund für diese Erscheinung liegt nämlich darin, dafs die das Eis umgebende
Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, und dafs das specifische Gewicht der Luft in dem Grade zunimmt, als sich die Temperatur erniedrigt.
Bei dem nächstehend beschriebenen Apparat ist deshalb' der Behälter für das Eisschmelzwasser und Eis gerade nur genau so grofs construirt worden, als für die Proportion des Apparates erforderlich ist, damit das Kuhlmaterial möglichst nahe am Boden zu liegen kommt. · ■
Der in der beiliegenden Zeichnung dargestellte Apparat, welcher 18 Flaschen aufnehmen kann, ist so construirt worden, dafs die in der Einleitung erwähnten Mängel an Eisschränken hier nicht vorkommen.
Das G'efäfs G von oblongem Grundrifs ist aus sogen, glasirter Oelpappe aus einem Stück hergestellt. Der Deckel D ist aus demselben Material; derselbe wird nicht von oben aufgesetzt, sondern von der Seite aufgeschoben. Dieser Deckel oder die Deckplatte D ist in eigenthümlicher Weise perforirt; unter die Perforirung ist Gaze gelegt, und auf die Gaze kommt, um diese vor Beschädigung beim Aufsetzen des Deckels zu schützen, ein Rahmen r von Oelpappe (s. Fig. ι und 2).
S ist der Behälter für das .Schmelzwasser; derselbe ist. oben mit einer Absetzung α versehen, auf welche die Drahtroste R gesetzt wird. Am Boden des Behälters S, der ebenfalls aus Oelpappe gefertigt ist, sind an den Schmalseiten zwei umlegbare Drahtgriffe ff1 angebracht, mittelst welcher der Behälter S aus dem Gefäfs G gehoben werden kann. Die Roste R besteht aus einem Rahmen g aus möglichst schmalen verzinkten. Metallstäben, in welche ein Drahtgeflecht von 1 qcm Maschenweite gespannt ist. Die Roste R ist an ihren Schmalseiten ebenfalls mit zwei Drahtgriffen dd1 versehen, die sich an die Gefä'fswand anlegen.,
Hauptsache ist nun, dafs das Schmelzwassergefäfs genau so grofs construirt ist, als dieses für die Aufnahme des sich ergebenden Schmelzwassers nothwendig ist. Hat man z. B. einen Apparat von 540 mm Länge, 270 mm Breite und 330 mm Höhe, und braucht zu starker Kühlung 2 kg Eis in zwei Tagen> d. h. in 38 Stunden, so mufs der Schmelzwasserbehälter S bis zu seiner Absetzung ca. 15mm' hoch sein, um die 2 500 qcm Schmelzwasser aufnehmen zu können (dabei ist die Länge des Behälters 5 im Lichten mit 530 mm, die Breite mit 320 mm angenommen.
Es ist also klar, dafs das Eis, welches auf den Rost R zu liegen kommt und das von der Eisfabrik in entsprechender Gröfse und Gewicht geliefert wird, so tief als möglich gelagert ist, wodurch, wie die Versuche ergeben, eine Eisersparnifs von 50 pCt. erzielt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein aus lackirter Oelpappe (Papiermache) hergestellter Kühlapparat, bestehend aus dem mit perforirtem Deckel D versehenen .Kühl- > gefäfs G, in welchem behufs gröfstmöglicher Verlängerung des Eisschmelzungsprocesses unten der niedrige Schmelzwasserbehälter S mit der zur Aufnahme des Eises angeordneten, in genau bestimmter Höhe liegenden weitmaschigen Drahtroste R angebracht ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT34569D Kühlapparat Expired - Lifetime DE34569C (de)

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