DE3440973C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H54/00—Winding, coiling, or depositing filamentary material
- B65H54/02—Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
- B65H54/28—Traversing devices; Package-shaping arrangements
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- Winding Of Webs (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Aufwickelvorrichtung mittels eines
Reibradgetriebes, welche eine längs der Wickelachse hin- und
herbewegbare Führung für einen aufzuwickelnden Strang aufweist,
wobei die Führung jeweils in zwei Endstellungen, deren Abstand
etwa der Wickelbreite abzüglich der Strangstärke entspricht, in
ihrer Bewegungsrichtung umkehrbar ist und wobei die Geschwindig
keit der Führung für deren Vor- und Rücklauf jeweils unabhängig
voneinander mit Hilfe des Reibradgetriebes einstellbar ist.
Aufwickelvorrichtungen dieser Art erfüllen ihren Zweck dann,
wenn der aufzuwickelnde Strang einen symmetrischen, vorzugsweise
einen kreisförmigen Querschnitt hat, wie beispielsweise Drähte
od. dgl. Für den Fall, daß Stränge mit ungleichmäßigem Querschnitt
aufgewickelt werden sollen, ergeben sich jedoch Wickel, die von
den verschiedenen Querschnitten des aufzuwickelnden Stranges
abhängen und demzufolge keinen gleichmäßigen Wickelkörper bilden.
Dies gilt insbesondere für aus Kunststoff bestehende Dicht- und
Befestigungsprofile, die in der Regel einen Wulst, einen U-Steg
od. dgl. aufweisen, welcher mit einer Fahne oder einer Lasche
versehen ist. Profile dieser Art haben also einen verdickten Teil
und einen daran anschließenden flachen Teil, so daß mit gleich
bleibender Führungsgeschwindigkeit ein gleichmäßiges Aufwickeln
nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Aufwickel
vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß damit
die Herstellung eines gleichmäßigen und insbesondere raumsparenden
Wickels möglich ist, obwohl Stränge ungleichmäßigen Querschnittes
aufgewickelt werden. Die Aufwickelvorrichtung soll hierbei so ausge
legt sein, daß mit ihr verschiedene Stränge ungleichmäßigen Quer
schnittes nach entsprechender Einstellung der Vorrichtung aufwickel
bar sind.
Zwar ist eine Aufwickelvorrichtung (US-PS 29 87 268) bekannt, bei
welcher die Steigungen des Antriebes der Führung für deren Vor-
und Rücklauf jeweils unabhängig voneinander einstellbar sind,
wobei die Einstellung der Steigung durch einen Reibring erfolgt,
dessen Winkellage einstellbar ist. Mit dieser bekannten Vorrichtung
ist jedoch die obengenannte Aufgabe nicht lösbar.
Diese Aufgabe wird vielmehr erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Führung in ihren beiden Umkehrpunkten durch eine Steuerung
anhaltbar ist, wobei die Verweildauer der Führung in den beiden
Umkehrpunkten jeweils gesondert einstellbar ist.
Mit dieser Anordnung wird erreicht, daß in Abhängigkeit von
der Querschnittsform des aufzuwickelnden Stranges die Ge
schwindigkeiten der Vor- und Rückwärtsbewegung und damit
die Größe der Umschlingungen auf dem Wickel im Verhältnis zu
dem von der Führung zurückgelegten Weg unterschiedlich ein
stellbar sind. Außerdem ist die Dauer des Verweilens in den
Umkehrpunkten ebenfalls unterschiedlich einstellbar, so daß
durch das Zusammenwirken dieser Maßnahmen die durch die Quer
schnittsform des aufzuwickelnden Stranges hervorgerufenen
Ungleichmäßigkeiten ausgeglichen werden können.
Wenn also beispielsweise der aufzuwickelnde Strang ein Keder
ist, der aus einer Fahne mit Wulst besteht, dann kann mit der
erfindungsgemäßen Wickelmaschine dieser Keder so aufgewickelt
werden, daß in der Hinlaufphase die Wulste nebeneinander ge
lagert werden, während in der Rücklaufphase, in der die Füh
rung schneller bewegt wird, nur einige wenige Wulste im Be
reich der Wulste der Vorlaufphase angeordnet werden. Durch
ein längeres Verweilen im gegenüberliegenden Umkehrpunkt kann
das in diesem Bereich entstehende Tal ausgeglichen werden.
In den Umkehrpunkten können selbstverständlich jeweils
wiederum unterschiedliche Umschlingungs
winkel Anwendung finden.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform steht die
Führung mit einem Schlitten in Verbindung, der parallel zur
Wickelachse verschiebbar und durch wenigstens zwei unabhängig
voneinander einschaltbare und auf dem Schlitten angeordnete
Reibradgetriebe antreibbar ist, die jeweils ein gegen die
Oberfläche einer Antriebswelle andrückbares Reibrad haben,
dessen Achse in einem Winkel zur Achse der Antriebswelle
einstellbar ist. Auf diese Weise kann die Steigung der
Schraubenbewegung des Reibrades auf der Antriebswelle und
damit die Weglänge des Schlittens pro Wickelumdrehung einge
stellt werden.
Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Antriebs
welle formschlüssig direkt von der Wickelwelle angetrieben
wird oder umgekehrt. Auf diese Weise hängt der vom Schlitten
pro Wickelumdrehung zurückgelegte Weg nur von der Wickel
stellung des jeweils eingeschalteten Reibradgetriebes ab.
Eine besonders einfache Ausführungsform ergibt sich, wenn das
jeweilige Reibrad mittels eines Hydraulik- oder Pneumatik
aggregates oder auch mittels eines elektromagnetischen
Aggregates gegen die Antriebswelle gedrückt wird. Die Rück
bewegung, also das Lösen des Reibrades von der Antriebs
welle, kann durch Federkraft erfolgen.
Besonders zweckmäßig ist es hierbei, wenn das Reibrad jeweils
an dem freien Ende eines Stößels eines dieser Aggregate,
vorzugsweise eines Pneumatikaggregates, angeordnet ist,
wobei das Stößelende gabelförmig ausgebildet und das
Reibrad in dieser Gabel drehbar gelagert sein kann.
Eine solche Ausbildung ermöglicht in einfacher Weise eine
Veränderung des Einstellwinkels, indem das gesamte Pneumatik-
oder Hydraulikaggregat um die Achse des Stößels drehbar am
Schlitten gelagert ist. Die Drehung kann beispielsweise
dadurch erfolgen, daß am Gehäuse des Pneumatik- oder Hydraulik
aggregates ein koaxial zur Achse des Aggregates liegendes
Zahnsegment angeordnet ist, in welches ein Schraubenkörper
eingreift, der von Hand verstellbar ist. Auf diese Weise
wird gleichzeitig eine selbsthemmende Einstellung bewirkt.
Die Pneumatik- oder Hydraulikaggregate können durch eine
Steuerung beaufschlagt werden, die einen Rechner enthalten
kann. Diese Steuerung kann durch vom Schlitten betätigte
in den Umkehrpunkten angeordnete Endschalter beaufschlagt
werden, welche die Bewegungsrichtungsumkehr durch Ein
schalten des jeweils anderen Pneumatik- bzw. Hydraulik
aggregates nach Durchlauf der in den Umkehrpunkten ohne
Bewegung des Schlittens vorgesehenen Umschlingungen bewirken.
Die zusätzlichen Umschlingungen im Stillstand des Schlittens
werden in ihrer Winkellänge zweckmäßigerweise durch eine
mit der Wickelwelle oder mit der Antriebswelle verbundene
Steuerscheibe bestimmt, die Nocken oder Kontaktflächen oder
Steuerpunkte besitzt, mit welchen ein Geber beaufschlagt wird,
der die Anzahl der im Stillstand des Schlittens vorbeilaufenden
Steuerpunkte und damit die Umschlingungswinkel in die Steuerung
eingibt.
Mittels eines einstellbaren Zählers wird die zu erreichende
Anzahl der am Geber vorbeilaufenden Steuerpunkte vorgegeben,
so daß nach Ablauf dieser Anzahl die Bewegung des Schlittens
wieder in Gegenrichtung einsetzt.
Die Steigung beim Vor- bzw. Rücklauf ist zwar in der Regel
gleichmäßig und damit auch die Bewegungsgeschwindigkeit der
Führung in dem jeweiligen Bereich, jedoch besteht darüber
hinaus die Möglichkeit, in Abhängigkeit von der Art und
dem Querschnitt des zu wickelnden Stranges die Bewegungs
geschwindigkeit beim Vor- bzw. Rücklauf und damit die Steigung
auch ungleichmäßig zu gestalten. Dies kann beispielsweise
dadurch geschehen, daß nicht nur ein Reibrad zum Antrieb
des Schlittens in einer Richtung vorgesehen ist, sondern
mehrere, die unabhängig voneinander und stufenweise ein
schaltbar sind, wobei die einzelnen Reibräder unterschied
liche Einstellwinkel zur Achse der Antriebswelle haben.
Bei der Verwendung von mehreren Reibradgetrieben kann der
jeweils notwendig erscheinende Winkel fest vorgewählt
werden, wodurch die Zuordnung von bestimmten Winkeln und
von entsprechenden Einstellungen der Reibräder zu bestimmten
Querschnittsformen erleichtert wird.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, während der Vor- und
Rücklaufbewegung die Einstellwinkel eines Reibrades zu ver
ändern, indem beispielsweise der in das Zahnsegment eingrei
fende Schraubenkörper durch einen Antriebsmotor verstellt wird.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß am Gehäuse des
Pneumatik- oder Hydraulikaggregates ein Zapfen od. dgl. ange
ordnet ist, der gegen einen ortsfesten verstellbaren Anschlag
während der Schlittenbewegung läuft, wodurch der Einstellwinkel
des Reibrades verändert wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungs
beispielen in der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt im Blockschema eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Wickelmaschine.
Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung die Zu
ordnung der Reibräder zu der Antriebswelle.
Fig. 3 ist eine Ansicht ähnlich Fig. 2 bei einer
anderen Ausführungsform.
Fig. 4 zeigt in Ansicht einen Teil der Spul
vorrichtung der Wickelmaschine nach
Fig. 1.
Fig. 5 ist der Schnitt V-V nach Fig. 4.
Fig. 6 zeigt in vergrößertem Maßstab eine
Ausführungsform einer Halterung für
die Reibräder.
Gemäß Fig. 1 treibt ein Antriebsmotor 1 gegebenenfalls unter
Zwischenschaltung eines Getriebes eine Wickelwelle 2, auf
welcher sich eine Spule 3 zur Aufnahme des aufzuwickelnden
Stranges 4 befindet. Der Strang 4 wird über eine in Richtung
des Pfeiles 5 hin- und herbewegbare Führung 6 der Spule 3
zugeführt, wobei der Abstand zwischen den beiden Endstellungen
etwa der Wickelbreite abzüglich der Strangstärke entspricht.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist zur Führung des
Stranges 4 eine drehbar gelagerte Rolle 7 vorgesehen, durch
welche der Strang zur Spule 3 geleitet wird. Hierbei bewegt
sich der Strang in Richtung des Pfeiles 8.
Die Führung 6 ist mit einem Schlitten 9 verbunden, der parallel
zur Wickelachse verschiebbar ist, wobei auf dem Schlitten 9
zwei Reibradgetriebe 10 und 11 angeordnet sind, deren
Reibräder 12 und 13 gegen die Oberfläche einer Antriebswelle 14
andrückbar sind. Hierzu sind Pneumatik- oder Hydraulikaggre
gate 15 und 16 vorgesehen, welche Stößel 17 und 18 beauf
schlagen, an deren Enden die Reibräder 12 und 13 drehbar ge
lagert sind.
Die Antriebswelle 14 und die Wickelwelle 2 sind formschlüssig
miteinander über eine getriebliche Verbindung 52 verbunden, so
daß der Motor 1 auch die Antriebswelle 14 antreiben kann.
Die Achsen der Reibräder 12 und 13 sind im Winkel zur Achse 19
der Antriebswelle 14 einstellbar, so daß bei einer Drehbewegung
der zylindrischen Antriebswelle 14 sich die Reibräder 12, 13 auf einer
schraubenförmigen Bahn gegenüber der Antriebswelle 14 bewegen
und damit den Schlitten 9 relativ zur Antriebswelle 14 verschieben.
Die Pneumatik- oder Hydraulikaggregate 15 und 16 sind von einer
Steuerung 20 beaufschlagt, die einen Rechner enthalten kann.
Die Bewegung des Schlittens 9 wird beim dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel in den Umkehrpunkten durch Endschalter 21 und 22
begrenzt, die ihrerseits die Steuerung 20 beaufschlagen. Die
Bewegungsrichtungsumkehr wird durch Einschalten des jeweils
anderen Pneumatik- bzw. Hydraulikaggregates hervorgerufen, so
daß in den Umkehrstellungen das eine Pneumatik- oder Hydraulik
aggregat von der Antriebswelle 14 entfernt und das zweite
Aggregat nach Durchlauf der ohne Schlittenbewegung vorgesehenen
Wickelumdrehung gegen die Antriebswelle 14 gedrückt wird.
Mit der Wickelwelle 2 ist eine Steuerscheibe 23 verbunden,
die Nocken oder Kontaktflächen oder Steuerpunkte besitzt,
mit welchen ein Geber 24 beaufschlagt wird, der seinerseits
die Steuerwerte in die Steuerung 20 eingibt. Mittels eines
einstellbaren Zählers am Geber 24 oder auch an der Steuerung 20
wird die zu erreichende Anzahl der am Geber vorbeilaufenden
Steuerpunkte oder Kontaktflächen vorgegeben. Mit dieser Anord
nung läßt sich der in den Umkehrpunkten im Stillstand des
Schlittens 9 auf der Spule 3 zu erreichende Umschlingungs
winkel einstellen, wobei nach Ablauf der vorgegebenen An
zahl der Steuerpunkte die Bewegung des Schlittens 9 in Gegen
richtung wieder einsetzt.
Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung und in Draufsicht
nach Fig. 1 die Winkelverstellung der Reibräder 12 und 13
gegenüber der Antriebswelle 14, wobei die Achsen 25 und 26
der Reibräder 12 und 13 in einem Winkel zur Achse 19 der
Antriebswelle 14 eingestellt werden. Eines der beiden
Reibräder 12 und 13 dient dem Vorlauf und ein zweites der
beiden Reibräder dem Rücklauf, so daß, wie in Fig. 2 darge
stellt, bei dieser Ausführungsform die Achsen 25, 26 der beiden
Reibräder 12, 13 gegenläufig geneigt sind. Für den Vor- bzw. den
Rücklauf des Schlittens 9 ist mithin immer jeweils nur ein
Reibrad 12 oder 13 mit der Antriebswelle 14 in Eingriff gebracht.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind neben den Reib
rädern 12 und 13 noch zwei weitere Reibräder 27 und 28 vor
gesehen, deren Achsen 29 und 30 mit der Achse 19 der
Antriebswelle 14 einen kleineren Winkel einschließen als
die Achsen 25 und 26 der Reibräder 12 und 13. Dies bedeutet,
daß bei einem Einschalten der Reibräder 27 oder 28 sich der
Schlitten 9 langsamer bewegt als wenn die Reibräder 12 und 13
in Eingriff mit der Antriebswelle 14 gebracht werden. Damit
kann ebenfalls der zu erzeugende Wickel in Abhängigkeit von
der Querschnittsform des Stranges 4 beeinflußt werden, indem
beispielsweise im Bereich der Umkehrpunkte die einzelnen
Umschlingungen dichter nebeneinander gepackt werden als in
der Wickelmitte. Die einzelnen Reibräder 12, 13 bzw. 27, 28 können mithin
stufenweise ein- bzw. ausgerückt werden, wobei jedem Reib
rad 12, 13 bzw. 27, 28 ein bestimmter Einstellwinkel fest vorgegeben werden
kann.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist
folgende:
Die vom Antriebsmotor 1 gegebenenfalls über ein Getriebe 31
angetriebene Wickelwelle 2 treibt über die getriebliche
Verbindung 52 die Antriebswelle 14, an deren Oberfläche die
von Hydraulik- oder Pneumatikaggregaten 15 und 16 beauf
schlagten Reibräder 12 und 13 angedrückt werden. Die
Aggregate 15 und 16 sind mit dem Schlitten 9 verbunden.
Die Achsen 25 und 26 der Reibräder 12 und 13 schließen
gegenläufig jeweils einen Winkel mit der Achse 19 der
Antriebswelle 14 ein, wobei diese Winkel unabhängig
voneinander einstellbar sind. Das eine Reibrad dient
mithin dem Vorlauf und das andere Reibrad dem Rücklauf
des Schlittens 9. Für Vor- und Rücklauf ist jeweils nur
eines der beiden Reibräder eingerückt.
In den jeweiligen Umkehrpunkten trifft der Schlitten 9
auf Endschalter 21 oder 22, die eine Steuerung 20 für
das Ein- und Ausrücken der Pneumatik- oder Hydraulik
aggregate 15 und 16 beaufschlagen. Wird einer der beiden
Endschalter 21 oder 22 betätigt, so wird zunächst das
zuvor eingeschaltete Pneumatik- oder Hydraulikaggregat
ausgerückt, so daß der Schlitten 9 zum Stillstand kommt.
Der Schlitten 9 steht so lange still, bis eine am Geber 24
oder an der Steuerung 20 vorgewählte Anzahl von Steuer
punkten oder Kontaktflächen auf der Steuerscheibe 23 am
Geber 24 vorbeigelaufen ist. Nach Ablauf dieser vorge
wählten Anzahl wird das die Rückbewegung des Schlittens 9
bewirkende Hydraulik- oder Pneumatikaggregat 15 oder 16 mittels
der Steuerung 20 eingeschaltet. Die Stillstandszeit ent
spricht einem bestimmten Umschlingungswinkel auf der
Spule 3, um den der Strang 4 in einem gleichbleibenden Be
reich auf der Spule 3 aufgewickelt wird, ohne daß er
durch die Führung 6 seitlich bewegt wird.
Fig. 4 zeigt in Ansicht einen Teil der erfindungsgemäßen
Spulvorrichtung. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, ist der
Schlitten 9 auf zwei Führungsstangen 32 und 33 quer
verschieblich gelagert, wobei er an der Antriebswelle 14
vorbeibewegt wird. Zusätzlich können Verbindungsstangen 34
und 35 vorgesehen sein (vgl. Fig. 5) welche zusammen mit
seitlichen Wangen 36 und 37 einen Rahmen für die Schlitten
führung bilden.
An dem Schlitten 9 sind die beiden Pneumatik- oder Hydraulik
aggregate 15 und 16 um eine zur Zeichenebene nach Fig. 4
senkrechte Achse 38 drehbar gelagert, wobei am Gehäuse der
Pneumatik- oder Hydraulikaggregate 15, 16 ein koaxial zu ihrer
Achse 38 (vgl. Fig. 5) liegendes Zahnsegment 39 bzw. 40
angeordnet ist, in welches ein Schraubenkörper 41 bzw. 42
eingreift, der auf einer in Fig. 4 horizontal liegenden
Achse drehbar gelagert ist und mittels eines von außen
zugänglichen Einstellrades 43 bzw. 44 verstellbar ist.
Die Einstellräder 43 bzw. 44 können mit einer Winkelskala
versehen oder einer solchen zugeordnet sein.
Da am jeweiligen der Antriebswelle 14 zugewandten Ende des
Pneumatik- oder Hydraulikaggregates 15, 16 das jeweilige Reibrad 12, 13
in einer Gabel 51 drehbar gelagert ist (vgl. Fig. 6), bedeutet
eine Verdrehung der Pneumatik- oder Hydraulikaggregate 15
und 16 gleichzeitig eine Winkeleinstellung des Reibrades 12, 13
geenüber der Achse 19 der Antriebswelle 14.
Fig. 5 ist der Schnitt V-V nach Fig. 4 und zeigt den Aufbau
des Pneumatik- oder Hydraulikaggregates 15 und seine Lagerung
am Schlitten 9. Wie aus Fig. 5 hervorgeht, besteht das Aggregat
aus einem Gehäuse 45, in welchem ein Stößel 46 verschieblich
gelagert ist, wobei das Gehäuse 45 in eine Ausnehmung 47
im Boden des Schlittens 9 eingreift und dort drehbar mittels
eines Konterringes 48 gehalten wird. Am oberen Gehäuseabschnitt
ist das Zahnsegment 39 angeschraubt. Soweit es sich, wie bei
der dargestellten Ausführungsform, um ein Pneumatikaggregat
handelt, ist ein Kolben 49 am deckelseitigen Ende des
Stößels 46 angeordnet, dem auf seiner der Druckluftzufuhr
abgewandten Seite eine Feder 50 zugeordnet ist, welche der
Rückführung des Kolbens in die in Fig. 5 dargestellte Ausgangs
lage dient.
Am freien Ende des Stößels 46 ist in einer dort angeordneten
Gabel 51 (vgl. Fig. 6) das Reibrad 12 drehbar gelagert,
welches in der in Fig. 5 dargestellten Ausgangslage einen
Abstand A zur Oberfläche der Antriebswelle 14 hat.
Wird der Kolben 49 mit Druckluft beaufschlagt, so bewegt
er sich unter Mitnahme des Stößels 46 nach links in Fig. 5
und drückt das Reibrad 12 gegen die Oberfläche der Antriebs
welle 14.
Fig. 6 verdeutlicht diese Verhältnisse im vergrößerten Maß
stab. Wie aus Fig. 6 hervorgeht, ist das Reibrad 12 um
seine Achse 25 drehbar in der Gabel 51 am freien Ende des
Stößels 46 gelagert, wobei dieses Ende aus dem Gehäuse 45
des Pneumatikaggregates 15 herausragt.
Die in die Zahnsegmente 39 bzw. 40 eingreifenden Schrauben
körper können durch einen Antriebsmotor während der Bewegung
des Schlittens verstellbar sein, so daß sich während der
Schlittenbewegung der Einstellwinkel des zugehörigen Reib
rades 12, 13 ändert. Eine andere Möglichkeit hierfür besteht darin,
daß am Gehäuse 45 des Pneumatik- oder Hydraulikaggregates 15
bzw. 16 ein Zapfen od. dgl. angeordnet ist, der gegen einen
ortsfesten verstellbaren Anschlag während der Schlittenbewegung
läuft, wodurch der Einstellwinkel des Reibrades ebenfalls ver
ändert wird. Damit bewirkt die Schlittenbewegung gleichzeitig
eine Verstellung des jeweiligen Reibrades, wobei die Möglichkeit
besteht, im Bereich der Umkehrpunkte die Reibräder so einzu
stellen, daß ihre Achsen parallel zur Achse 19 der Antriebs
welle 14 liegen, so daß hierdurch gleichzeitig die Stillsetzung
des Schlittens 9 im Bereich der Umkehrpunkte bewirkt wird, ohne
daß die Reibräder von der Antriebswelle 14 abgehoben werden
müssen.
Claims (18)
1. Aufwickelvorrichtung, welche eine längs der Wickelachse
mittels eines Reibradgetriebes hin- und herbewegbare
Führung für einen aufzuwickelnden Strang aufweist, wobei
die Führung jeweils in zwei Endstellungen, deren Abstand
etwa der Wickelbreite abzüglich der Strangstärke entspricht,
in ihrer Bewegungsrichtung umkehrbar ist und wobei die
Geschwindigkeit der Führung für deren Vor- und Rücklauf
jeweils unabhängig voneinander mit Hilfe des Reibradgetriebes
einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (6)
in ihren beiden Umkehrpunkten durch eine Steuerung (20)
anhaltbar ist, wobei die Verweildauer der Führung (6) in
den beiden Umkehrpunkten jeweils gesondert einstellbar ist.
2. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung (6) mit einem Schlitten (9) in Verbindung
steht, der parallel zur Wickelachse verschiebbar und durch
wenigstens zwei unabhängig voneinander einschaltbare und
auf dem Schlitten (9) angeordnete Reibradgetriebe (10, 11)
antreibbar ist, die jeweils ein gegen die Oberfläche einer
Antriebswelle (14) andrückbares Reibrad (12, 13) haben,
dessen Achse (25, 26) in einem Winkel zur Achse (19) der
Antriebswelle (14) einstellbar ist.
3. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebswelle (14) formschlüssig direkt von der
Wickelwelle (2) angetrieben ist oder umgekehrt.
4. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das jeweilige Reibrad (12, 13) mittels eines
Hydraulik- oder Pneumatikaggregates (15, 16) oder mittels
eines elektromagnetischen Aggregates gegen die Antriebs
welle (14) gedrückt wird.
5. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückbewegung also das Lösen des Reibrades (12, 13)
von der Antriebswelle (14) durch die Kraft wenigstens einer
Feder (50) erfolgt.
6. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Reibrad (12, 13) jeweils an dem freien
Ende eines Stößels (46) des zugehörigen Pneumatik- oder
Hydraulikaggregates (15, 16) angeordnet ist.
7. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stößelende die Form einer Gabel (51) hat und daß
das Reibrad (12, 13) in dieser Gabel (51) drehbar gelagert
ist.
8. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Pneumatik- oder Hydraulikaggregat (15, 16)
um die Achse (38) des Stößels (46) drehbar am Schlitten (9)
gelagert ist.
9. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß am Gehäuse (45) des Pneumatik- oder Hydraulikaggregates (15, 16)
ein koaxial zur Achse (38) des Aggregates liegendes Zahn
segment (39, 40) angeordnet ist, in welches ein Schrauben
körper (41, 42) eingreift, der von Hand verstellbar ist.
10. Aufwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Pneumatik- oder Hydraulik
aggregate (15, 16) durch die Steuerung (20) beaufschlagt
sind, die einen Rechner enthält.
11. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerung (20) durch vom Schlitten (9) betätigte
in den Umkehrpunkten angeordnete Endschalter (21, 22)
beaufschlagt wird, welche die Bewegungsrichtungsumkehr
durch Einschalten des jeweils anderen Pneumatik- bzw.
Hydraulikaggregates (15, 16) nach Durchlauf der in den
Umkehrpunkten ohne Bewegung des Schlittens (9) vorge
sehenen Umschlingungen bewirken.
12. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß mit der Wickelwelle (2) oder der Antriebswelle (14)
eine Steuerscheibe (23) verbunden ist, die Nocken oder Kontakt
flächen oder Steuerpunkte besitzt, mit welchen ein Geber (24)
beaufschlagt wird, der die Anzahl der im Stillstand des
Schlittens (9) vorbeilaufenden Steuerpunkte und damit die
Umschlingungswinkel in die Steuerung (20) eingibt.
13. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu erreichende Anzahl der am Geber vorbeilaufenden
Steuerpunkte mittels eines einstellbaren Zählers vorge
geben wird, wobei nach Ablauf dieser Anzahl die Bewegung
des Schlittens (9) in Gegenrichtung wieder einsetzt.
14. Aufwickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsgeschwindigkeit
des Schlittens (9) beim Vor- und Rücklauf verschieden ist.
15. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Antrieb des Schlittens (9) in einer Richtung mehrere
unabhängig voneinander und stufenweise einschaltbare
Reibräder (12, 13; 27, 28) vorgesehen sind, wobei die
einzelnen Reibräder unterschiedliche Einstellwinkel zur
Achse (19) der Antriebswelle (14) haben.
16. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß während der Vor- und Rücklaufbewegung die Einstellwinkel
eines Reibrades (12, 13) veränderbar sind.
17. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der in das Zahnsegment (39, 40) eingreifende Schrauben
körper (41, 42) durch einen Antriebsmotor während der Bewegung
des Schlittens (9) verstellbar ist.
18. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß am Gehäuse (45) des Pneumatik- oder Hydraulikaggregates (15,
16) ein Zapfen od. dgl. angeordnet ist, der gegen einen orts
festen verstellbaren Anschlag während der Schlittenbewegung
läuft, wodurch der Einstellwinkel des Reibrades (12, 13)
verändert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843440973 DE3440973A1 (de) | 1984-11-09 | 1984-11-09 | Wickelmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19843440973 DE3440973A1 (de) | 1984-11-09 | 1984-11-09 | Wickelmaschine |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3440973A1 DE3440973A1 (de) | 1986-05-22 |
| DE3440973C2 true DE3440973C2 (de) | 1987-05-21 |
Family
ID=6249905
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843440973 Granted DE3440973A1 (de) | 1984-11-09 | 1984-11-09 | Wickelmaschine |
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|---|---|
| DE (1) | DE3440973A1 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2987268A (en) * | 1956-02-10 | 1961-06-06 | Delore Sa Geoffroy | Bobbin frame mechanism |
| DE1203079B (de) * | 1956-06-26 | 1965-10-14 | Uhing Joachim Ing | Reibungsgetriebe zur Umwandlung einer Drehbewegung in eine Vorschubbewegung |
-
1984
- 1984-11-09 DE DE19843440973 patent/DE3440973A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3440973A1 (de) | 1986-05-22 |
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