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Maschine zur Herstellung von Drahtschrauben aus dünnen Drähten, insbesondere
für Glühkörper elektrischer Glühlampen Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine
zur Herstellung von Drahtschrauben aus dünnen Drähten, insbesondere für Glühkörper
elektrischer Glühlampen, bei welcher der Draht gegen eine eine halbkreisförmige
Führung besitzende Matrize getrieben und dadurch zur Schraulye gebogen wird.
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Bei einer bekannten Vorrichtung zur Herstellung von Drahtschraubenfedern
'wird der Draht durch eine Art Führungsdüse gegen eine aus mehreren Teilen, insbesondere
aus zwei Formmeißeln, gebildete Widerlagsfläche getrieben, an der noch Führungsstifte
vorgesehen sind, die den Draht in schraubenförmige Windungen überführen sollen.
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Gemäß der Erfindung besteht die halbkreisförmige Führung der Matrize
aus einem einzigen halbkreisförmigenHohlraum, der in einer Ebene angeordnet ist,
die nahe der einen Seitenfläche der Matrize und im wesentlichen parallel zu dieser
Seitenfläche liegt und-dessen eine Wand zusammen mit der benachbarten Außenfläche
der Matrize eine dünne Lippe bildet, die dem in der Höhlung kreisförmig gebogenen
Draht während der Biegung gleichzeitig eine gewisse Steigung erteilt. Durch diese
außerordentlich einfache Gestaltung der formgebenden Matrize wird es möglich, Schraubenkörper
von äußerst kleinem Durchmesser aus haarfeinem Draht von o,or mm Durchmesser und
darunter zu gestalten, wie sie für die Glühkörper von elektrischen Glühlampen in
Frage kommen.
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Die neue Maschine gestattet eine Herstellung der Glühkörper dieser
Art, die bisher durch Aufwickeln von Draht auf Dorne hergestellt werden mußten.
Die Maschine. gestattet eine sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit, da der äußerst feine
Draht mit Umlaufgeschwindigkeiten aufgewickelt werden kann, die in der Nähe von
ro ooo Umgängen in der Minute liegen. Die erzeugten Drahtschrauben,erhalten eine
überaus gleichförmige Steigung und konstanten Außendurchmesser.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und
zwar ist Abb. i eine schaubildliche Darstellung eines Teiles der Maschine gemäß
der Erfindung, Abb. a eine schaubildliche Teildarstellung (z. T. im Schnitt) der
wirksamen Maschinenteile, Abb. 3 eine schaubildliche Darstellung .der ganzen Maschine,
Abb. d. eine Teilseitenansicht der das Formstück haltenden Einrichtung zur Veranschaulichung
der Einstellbarkeit gegenüber einem Paar von Drahttriebrollen, Abb. 5 ein Grundriß
zu Abb. q., Abb. < ein Teilschnitt, der die Triebrollen in ihren Lagern darstellt,
wobei die Eingriffsstelle der unteren Rolle im Schnitt gezeichnet ist.
Abb.
7 ist ein Teilschnitt der Einrichtung zur Verriegelung einer Lagerplatte und zur
Steuerung einer,-Kupp urlg; Abb. 8 ein Schnitt nach Linie VII-VII in Abb. 7, Abb.
g eine Seitenansicht des Getriebes nach Abb. 7 in Richtung des Pfeiles X.
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Abb. io zeigt ein Fadentraggestell mit daran angebrachtem und durch
die Maschine gefertigtem Schraubendraht.
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Abb. ii ist ein senkrechter Schnitt durch den Kopf zum Einstellen
des Formstückes. Abb. 1a bis 2o sind vergrößerte schematische Darstellungen der
Beziehung des Formstückes zur Bewegungsbahn des Drahtes während des Wickelvorganges.
Sie veranschaulichen das Verfahren einer Veränderung in Durchmesser und Steigung
der gebildeten Schraube; insbesondere zeigt Abb.12 die Beziehung des Formstückes
und der Triebrollen zur Erzeugung der normal durch das Formstück gebildeten Umgänge.
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Abb. 13 ist eine vergrößerte Stiirnansicht des Formstückes nach Abb.
12.
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Abb.14 ist ein vergrößerter Teilschnitt durch das Formstück nach Abb.
12.
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Abb.15 zeigt die Beziehung des Formstückes zur Drahtbewegung für die
Bildung von Umgängen größeren Durchmessers, als sie von dem Formstück normal erzeugt
werden.
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Abb. 16 ist eine vergrößerte Vorderansicht des Formstückes und zeigt
es verschwenkt zur Erzeugung einer engeren Beziehung der Umgänge, als sie normal
von dem Formstück erzeugt werden.
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Abb. 17 ist ein vergrößerter Teilschnitt zu dem Formstück nach Abb.
16.
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Abb. 18 zeigt die Beziehung des Formstückes zur Bewegungsbahn des
Drahtes für die Erzielung eines Durchmessers des Kreises, der kleiner ist, als er
normal von dem Formstück erzeugt wird.
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Abb. ig ist eine vergrößerte Vorderansicht des Formstückes und zeigt
seine Verschwenkung zur Erzeugung eines größeren Abstandes zwischen deal Umgängen,
als er normal von dem Formstück erzeugt wird.
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Abb.2o ist eine vergrößerte Schnittdarstellung zu dem Formstück nach
Abb. ig. Abb. 21 ist eine schaubüldliche Darstellung des Formstückes in einer Formstange.
Abb.22 zeigt die Einrichtungen, die den Trennvorgang für die Schraubenfadenstücke
herbeiführen.
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Abb. 23 ist ein Schnitt nach Linie XXII-XXII in Abb. 22.
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Abb. 24 ist ein Schnitt der Schneidvorrichtung nach Linie XXIII-XXIII
in Abb,. Z3. Abb. 25 ist eine Einzeldarstellung des Einfädelgetriebes zur Zuführung
des Drahtes zu dem Formstück.
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Abb. 26 ist eine Teilseitenansicht des Getriebes nach Abb. 25; sie
zeigt den Stift zur Anbringung des Drahtes, der dem Biegeformstück zugeführt werden
soll.
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,Abt. 27 äst eine Teildarstellung eines abgeänderten Getriebes zur
Führung des Drahtes zu dem Biegeformstück und zeigt eine Einrichtung, die- aus einer
Führung zwischen den Triebrollen und dem Formstück besteht.
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Abb.28 ist eine Stirnansicht eines Biegeformstückes, bei dem das eigentliche
Formstück oder der Hohlteil aus einem Stück mit dem Halter besteht, wenn z. B. der
Halter aus gehärtetem Metall besteht.
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Auf einer Grundplatte 2o (Abt. 3) sind im Beispiel die verschiedenen
miteinander in Beziehung stehenden Getriebeeinrichtungen angeordnet, und zwar ein
Motor 21, ein Getriebekasten 22, eine Meßvorrichtung 23 und ein Schraubenwickelkopf
24.
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Der Motor 21 kann durch eine Welle mit einen üblichen Reduktionsgetriebe
im Gehäusekasten 22 verbunden sein, das ein Paar Triebwellen 25 und 26 in entgegengesetzter
Richtung antreibt. Die Welle 26 ist durch ein Kupplungsglied 28 mit einer Welle
27 verbunden, die in einem Lager 29 liegt, das in einen an der Grundplatte befestigten
Gehäuse 31 ruht. Ein Ende 32 der Welle 27 besitzt eine genutete Rolle 33, die durch
eine in geeigneter Lage angebrachte Anschlagplatte 34 (Abt. 4) gehindert wird, sich
in der Längsrichtung der Welle 27 zu verschieben.
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Die Welle 25 ist an eine Welle 35 anschaltbar, die in einem Lagerstück
36 längs einer Kante einer scharnierartigen Lagerplatte 37 angebracht ist. Die Verbindung
zwischen den Wellen 35 und 25 kann aus dem Kupplungsteil 38 bestehen, dessen Anordnung
und Wirkung unten beschrieben wird. An einem Ende der Welle 35 ist eine genutete
Rolle 39 vorgesehen, deren Durchmesser kleiner ist ah der der Rolle 33. Wenn
diese Rollen einander` gegenübergestellt sind, so bilden sie eine Einrichtung, die
einen Draht in einer bestimmten Bahn zu treiben vermag.
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Ist die Lagerplatte 37 in der Schließstellung, so liegen die Rollen
39 und 33 mit ihren Längsachsen genau in der gleichen senkrechten Ebene.
Dadurch sind die Rollen zur Einwirkung auf die gegenüberliegenden Seiten des Drahtes
41 eingestellt, der durch die Drehung der Rollen vorzutreiben ist (s. Abb_ 12).
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Die Nuten in den Rollen 33 und 39 müssen in ihrem Gesamtdurchmesser
kleiner sein als der Durchmesser des zu treibenden Drahtes, derart, daß eine feste
Reibungseinwirkung zwischen Rollen und Draht stattfindet. Es ist wichtig, daß die
Rollen auf den Draht an
genau gegenüberliegenden Stellen des Drahtes
einwirken; und um eine solche Einwirkung zu sichern, ist die Lagerplatte 37 auf
einem Zapfen 4a (Abb. 2) an einem Ende einer Platte 43 drehbar, die ihrerseits auf
einem Zapfen 44 verschwenkbar ist, der in einem Tragkonsol45 gelagert ist. Die Platte
43 kann infolgedessen um den Stift 44 verschwenkt werden; eine Einstellschraube
46 gestattet die Einstellung. Diese greift in den Tragarm und hält die Platte 43
in einer festen Einstellage. Eine geringe Seitenbewegung der Tragplatte 43 kann
durch Einwirkung auf seitliche E.instellschrau.ben43',44! (Abb. 5) vorgenommen werden.
Die notwendige Einstellung ist sehr gering und richtet sich nach dem Spiel der Einstellschraube
46 in ihrer Lageröffnung in dem Tragstück 45. Man sieht, daß die Rolle 39 am Ende
der Lagerplatte 37 durch diese Einrichtung. fein gegenüber der Rolle 33 einstellbar
ist.
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Der zu einer Schraube zu wickelnde Draht möge auf einer Vorratsrolle
47 enthalten sein, die auf einem Tragarm 48 (A#'bb.3) der Grundplatte 2o der Maschine
befestigt ist. Der Draht kann um eine Meßrolle 49 geführt werden, die auf einer.
im Lager 5, drehbaren Welle sitzt. Die Rolle 49 kann einen Umfang entsprechend
einer bestimmten Drahtlänge haben, die aufzuwickeln ist; und nach einem vollen Umgang
der Meßrolle wird dann eine Schneidv orrichtung in einer im folgenden im einzelnen
beschriebenen Weise in Tätigkeit gesetzt, und ein aufgewickeltes Stück des Drahtes
wird abgetrennt.
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Nachdem der Draht von den Triebrollen 33 und 39 erfaßt ist, wird er,
tangential von diesen unmittelbar in ein Formstück 52 getrieben. Dieses Formstück
besteht, wie Abb. 21 zeigt, aus einem Klotz 53, vorzugsweise einem Diamanten, in
dem eine Höhlung 54 angebracht ist. Diese Höhlung ist nahe einer Kante 55 des Klotzes
angebracht, derart, daß diese Kante eine Trennlippe für die normale Abstandsbildung
der Umgänge der vom Formstück gebildetem Drahtschraube bildet. Das Formstück 52
ist gewöhnlich am Ende einer Halterstange 56 befestigt. Für die richtige Einstellung
des Formstückes 52 gegenüber den Triebrollen 33 und 39 liegt die Stange 56 verschiebbar
in einem Halter 57 (Abb. i und 2).-Eine waagerechte Hinundherverschiebung der das
Formstück 52 tragenden Halterstange 56 wird durch eine Einstellschraube 58 bewirkt,
die durch eine Querstange 59 hindurchgeht, die am Formstück durch eine Klemmschraube
61 befestigt sein möge und außerdem auf einem Stift 62 am Halter 57 zu gleiten vermag.
Wenn die Stange 56 richtig eingestellt ist, wird eine Befestigungsschraube 63 angezogen,
um die Stange 56 in ihrer Lage gegenüber dem Halter 57 zu sichern.
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Neben dieser Einstellbarkeit ist es zweckmäßig, auch eine kippung
oder Verschwenkung der Formstückstange 56 sowohl in senkrechter wie in waagerechter
Ebene möglich zu machen. Der Halter 57 ist deshalb mittels eines Stiftes 65 versch-,v.enkbar
in einem Sattel 64 befestigt. Der Sattel 64 sitzt auf einer nach unten ragenden
Spindel 66, die in einem vorspringenden Lager 67 drehbar ist. Dieses Lager sitzt
am Tragstück 45, an dein die untere Triebrolle 33 befestigt ist.
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Man sieht, daß durch die vers hwenkbare Anordnung des Halters 57 auf
dem Stift 65 und durch die Zapfenlagerung des Sattels 64 das Formstück 52 sowohl
in senkrechter wie in waagerechter Ebene v erschwenkt werden kann.
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Die Einstellung des Formstückstangenhalters 57 in solcher Weise, daß
die Höhlung des Formstückes 52 in richtiger Lage gegenüber der Bewegungsbahn des
angetriebenen Drahtes 41 ist, ist ein äußerst wichtiger Vorgang, der große Sorgfalt
erfordert, und dem Grade nach und mit Rfksicht auf die notwendige Genauigkeit der
Einstellung muß die Bewegung des Formstückes 52 in zuverlässiger und bestimmter
Weise erfolgen. Weiter müssen, da die Einstellung von Hand erfolgt, die zusammenwirkenden
Teile so angeordnet und miteinander verbunden sein, daß der Arbeiter die Bewegung
des Formstückes 52 in die verlangte Lage genau übersehen kann. Da die wirkliche
'Veränderung in der F ormstücklage gegenüber der Bewegungsbahn des Drahtes 41 oft
nach Hundertsteln -eines Millimeters zu bemessen ist, so würde es gewöhnlich unmöglich
für den Arbeiter sein, zu erkennen, wann eine solche Bewegung tatsächlich erfolgt
ist.
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Um diese äußerst feine Einstellung des Formstückes 52 zu erleichtern
und zu sichern, ist der Stangenhalter 57 mit einem Fortsatz in Gestalt eines die
Einstellung regelnden Armes 68 versehen, dessen Ende 69 sowohl waagerecht wie senkrecht
verschwenkbar ist, um entsprechende Einstellbewegungen der Vorrichtung herbeiführen
zu können. Die Zweckmäßigkeit des Fortsatzes 68 ergibt sich daraus, daß dieser um
ein deutlich merkbares Stück bewegt werden kann und dann eine äußerst kleine Bewegung
auf das Formstück 52 überträgt. Daraus ist klar, daß die Einstellung des Fortsatzes
68 von Hand in zweckmäßiger und bestimmter Weise vorgenommen werden kann. Zu diesem
Zweck ist das Ende 69 des firmes 68 in einer Führung 71 (Abb. i i) untergebracht,
die eine Stellschraube 72 zur Begrenzung der senkrechten Aufwärtsbewegung des Endes
69 besitzt.
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Die Führung 71 ist seitlich zwischen Führungsplatten
oder
Stühlen 73 (Abb. 3 und i i) beweglich, die auf einem verschiebbaren Kopf 74. angebracht-sind.
. Dieer Kopf weist einen Schlitz 75 auf, der auf einer Segm.entplatte 76 verschieblich
ist, die von einem festen Teil der Maschine vorspringt.
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Einstellschrauben 77 und 78 treten durch mit Gewinde verseherne Öffnungen
.in Seitenwandungen oder seitlichen Warzen am Kopf 7.4. Sie wirken auf das Formstück
52 ein und halten es in seiner Einstellage fest.
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Die Abwärtsbewegung des Endes 69 des Armes 68 `wird durch eine Stellschraube
79 geregelt, die durch eine vergrößerte Öffnung 81 im Kopf 74 und eine mit Gewinde
versehene Öffnung in der Platte 71 ragt.
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Durch die beschriebene Konstruktion ist, wie ersichtlich, eine Universaleinstellung
des Formstückes 52 gegen die Teeibrollen 33 und 39 möglich gemacht. Wenn demnach
ein Formstück 5a so einzustellen ist, daß ihm der zu spulende Draht 41 zugeführt
wird, so kann die richtige Relativstellung der Triebmittel und des Formstückes leicht
zur Erzeugung einer Schraube bestimmter Steigung und bestimmten Durchmessers führen.
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Die beschriebene Einrichtung veranschaulicht eine praktische Ausführung
der Maschine zur Durchführung der verschiedenen Stufen zur Ausführung des Verfahrens,
einen Drahtschraubenkörper bestimmten Durchmessers und bestimmter Steigung zu erzeugen.
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Um das richtige Aufwickeln des Drahtes für eine bestimmte Schraubenform
zu erzielen, müssen bestimmte Besonderheiten beachtet werden, und durch Relativeinstellung
zwischen Formstück und bewegtem Draht läßt sich eine Fadenschraube erzielen, die
den Anforderungen entspricht, die nach der Berechnung erfordert werden.
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Das zu beobachtende Verfahren zur Erzielung des Ergebnisses läßt sich
leicht an Hand der schematischen Abb. 12 bis 2o verstehen.
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Gewöhnlich wird der Draht 41, wenn er durch die Treibrollen 33 und
39 in Richtung des Pfeiles A getrieben wird, durch die Gestaltung des Formstückes
52 die Form einer Schraube 4.o annehmen, deren einzelne Windungen in einem gewissen
Abstand durch die Trennwirkung der Lippe 55 des Formstückes gebracht werden. Man
sieht somit, daß man durch den Hohlstempel einen Schraubendraht erzeugen kann; eine
derartige Spule kann als das 'Normalerzeugnis des Formstückes betrachtet werden.
Es kann den bestimmten Anforderungen einer elektrischen Lampe entsprechen und bezüglich
des Durchmessers und der .Steigung brauchbare Abmessungen aufweisen. Es treten aber
andere Voraussetzungen an die Aufwicklung in Erscheinung, die es notwendig- machen,
einen vorher festgelegten anderen Durchmesser und andere Steigung zu erzeugen, und
es ist deshalb wünschenswert, Verfahren und Maschine zu schaffen, mittels deren
Durchmesser und Steigung der Drahtschraube nach Wunsch geregelt und geändert werden
können. Dies wird durch eine Relativeinstellung zwischen Wickelformstück und Bewegungsbahn
des Drahtes zum Formstück erzielt.
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Damit die Wichtigkeit dieser Einstellung richtig in Erscheinung. tritt,
möge darauf hingewiesen werden, daß der Wolframdraht für die Fäden in seinen Eigenschaften
wechselt. Beispielsweise kann eine Drahtrolle härter sein als eine andere.
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Gewöhnlich wird jede Drahtrolle aus einem anderen Metallstück gezogen,
und während des Herstellungsverfahrens. findet man, daß infolge kleiner Veränderungen
im Erhitzen und Abkühlen oder verschiedener Eigenschaften des Materials der Draht
auf den Rollen sich beim Biegen oder Aufspulen. verschieden verhält.
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Wenn demnach eine Drahtrolle auf die Maschine gebracht und zu Schraubendrähten
gewunden wird, @so wird die sich ergebende Schraube für eine gegebene Einstellung
des Formstückes einen Durchmesser und eine Steigung aufweisen, die von den Merkmalen
des besonderen angewendeten Drahtes abhängig sind. Demnach ist es zweckmäßig, Vorkehrungen
zu treffen, nicht allein einen Draht aufzuwickeln. und die einzelnen Schraubenwindungen
durch ein festes Abstandselement wie die Lippe 55 des Formstückes 52 zu trennen,
sondern weiter Mittel vorzusehen, durch die Durchmesser und Steigung der Schraube
entweder in Verbindung mit der Lippe 55 oder unabhängig davon geregelt werden können.
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Hierbei hat sich, wie oben gesagt, gezeigt, daß bei Leitung des Drahtes
¢i in das Formstück 52 gemäß Abb. 12 und 13 in solcher Weise, daß die Aussparung
54 des Formstückes genau in der Bahn der Drahtbewegung liegt, die Trennlippe 55
den entstehenden ZTingängen einen bestimmten Abstand erteilt, wobei der Durchmesser
der Umgänge genau der gleiche . ist wie der Durchmesser, nach dem die Höhlung gekrümmt
-ist.
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Wünscht man eine Schraube zu erzeugen, deren Umgänge dichter aneinanderliegen
oder einander berühren, so kann das Formstück 52 leicht ein wenig in Richtung des
Pfeiles B (Abb. 16, 17) ,gekippt werden. Wird ein größerer Abstand der Schraubenwindungen
verlangt, 'so kann dia:s dadurch erzielt werden, daß man das Formstück in der Richtung
des Pfeiles C (Abb. i9, 2o) kippt.
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Bezüglich des Durchmessers der Schraube hat sich gezeigt, daß bei
Eintreiben des Drahtes
tangential zur Krümmung des Hohlraumes,
wie Abb. 12 zeigt, und quer zu einer DurchmesserlinieD senkrecht zurBetvegungsbahn
des Drahtes die Windungen normal bz-,v. nur abhängig von der Krümmung des Hohlraumes
sind, wie Abb. 12 zeigt. Wenn dagegen ein größerer Schraubendurchmesser gewünscht
wird, so kann das Formstück gemäß Abb. 15 gestellt werden, so daß der Durchmesser
D einen Winkel größer als 9o° gegen die Bewegungsrichtung des Drahtes einschließt.
Das Formstück hat dann eine Stellung erhalten, die man als Plus-Stellung bezeichnen
könnte.. Eine Schraube geringeren Durchmessers kann erzeugt -,werden, indem man
das Farmstück von den Rollen we:gibewegt, um Raum für eine Kippbewegung des Formstückes
zu erhalten, und .indem man dein Formstück eine Negativstellung gibt, wobei der
Durchmesser D einen spitzen Winkel mit der Bewegungsrichtung des Drahtes einschließt,
wie Abb. 18 zeigt.
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Man erkennt, daß bei der Einstellung zur Erzielung eines größeren
Durchmessers der Draht eine kleine Verzerrung in Form einer Biegung E beim Eintritt
in das Formstück erhält. Für die Gestaltung der kleineren Schraubenwicklungen wird
der Draht in das Formstück so eingetrieben, da.ß bei F eine leichte Kompression
oder Verbiegung eintritt, wodurch das Ergebnis so beeinflußt wird, daß die entstehenden
Wicklungen einen kleineren Durchmesser haben als normal.
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Ersichtlich kann- durch das Verfahren der Einstellung des Formstückes
in einer oder mehreren Richtungen gegen die Bewegungsrichtung des Drahtes die Abmessung
des Drahtschraubenkörpers nach Durchmesser und Steigung in verhältnismäßig weiten
Grenzen im Verhältnis zu den kleinen Abmessungen und Strecken. bei denen der Draht
bearbeitet wird, verändert werden.
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Es bedarf kaum der Erwähnung, daß die verschiedenen Darstellungen
des Formstükkes, die die Beeinflussung und gegenseitige Lage zeigen, stark in der
Größe verzerrt sind. In Wahrheit hat der ange-,vendete Formklotz gewöhnlich außerordentlich
kleineOberflächenabmessungen,etw a eineFlächevan 0,3 # 0,75 mm. Dies
ergibt sich naturgemäß aus dem Durchmesser des außerordentlich feinen Drahtes, der
aufzuwickeln ist.
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Selbstverständlich kann de Maschine mit geeignet angebrachten kalibrierten
Skalen ausgestattet sein, die so angeordnet sind, daß das Formstück durch Einstellung
der beweglichen Teile auf bestimmte Skalenpunkte eingestellt werden kann, um einen
Schraubendrahtkörper bestimmter Steigung und bestimmten Durchmessers zu erzielen.
Beispielsweise könnte der Arm 68 einen oder mehrere Zeiger aufweisen, um seine Bewegungsgröße
in einer oder mehreren Richtungen durch deren Lage auf ..entsprechenden Skalen erkennbar
zu machen. Für die Benutzung wäre es naturgemäß erforderlich, die Skaleneinteilungen
zu eichen. Weiter würde, wie angeführt, die Veränderung in den Eigenschaften verschiedener
Drahtrollen, z. B: Wolframdrahtrollen, gelegentlich eine leichte Veränderung in
der Relativstellung der Wikkelelemente verlangen, selbst wenn sie mit Hilfe der
Skalen eingestellt sind, um Unterschieden in Härte, Elastizität u. dgl. des Drahtes
der verschiedenen Rollen Rechnung zu tragen.
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Die Maschine bietet verschiedene weitere Besonderheiten, z. B. Einrichtungen,
durch die die Lagerplatte 37 mit der Rolle 39 in bestimmter Beziehung zur Rolle
33 verriegelt werden kann.
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Bei dem Beispiel ist die Lagerplatte für die Triebrolle 3g, wie angeführt,
um den Zapfen .:1.2 von der Rolle abklappbar, damit eine Untersuchung des Formstückes
52 möglich ist und damit dieses in richtige Beziehung zur Rolle 39 eingestellt werden
kann, ferner auch für die Einführung des Drahtes in das Formstücl,z. Die Lagerplatte
37 ist so angeordnet, daß sie in ihrer unteren Stellung und wenn die Rolle 39 in
=der Arbeitsstellung gegen die Rolle 33 ist, verriegelt werden kann. Die Platte
37 besitzt zu diesem Zweck einen Schlitz 82 (Abi. r und 7), durch den ein Sperrteil
83 tritt, wenn die Lagerplatte 37 in der gesenkten Stellung ist. Dieser Teil 83
ist bei 84 abgesetzt, um auf die Platte 37 einzuwirken und diese in ihrer Lage zu
halten. Der Eingriff wird durch Drehung des Sperrteiles 83 herbeigeführt, der aus
einer Spindel 85 besteht, die durch das Gehäusestück 31 hindurchreicht. Die Spindel
85 besitzt eine Nockenfläche 86, die mit einer .Tockenfläcli-e 87 an einem Körper
9o zusammenwirkt, der in der Achsrichtung der Spindel 85 in den Lagerkörper eingeschraubt
ist.
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Am oberen Ende der Spindel 85 befindet sich eine Schulter 88, die
als Anschlag für die Lagerplatte 37 dient. Wenn die Spindel 85 um 90° gedreht
wird, so gibt der .abgesetzte Teil 84 den Qberrand der Lagerplatte 37 frei, und
diese kann sich wegen der Anordnungdes Schlitzes 82 frei nach oben bewegen. Ist
aber die Spindel 85 gedreht, so veranlaßt die Zusammenwirkung der 'N ockenflächen
86, 87 ein Anheben der Spindel 85. Hierdurch wird verhütet, daß beim unbeabsichtigten
Fallenlassen der -Lagerplatte 37 eine Beschädigung durch Aufeinanderschlagen der
oberen und unteren Drahttriebrollen 33 und 39 erfolgen kann.
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Wird die Spindel 85 aber gedreht, tun die
Platte 37
zu verriegeln, so gestattet die Wirkung der Nockenfläche 86, 87 die Abwärtsbewegung
der Spindel. - Wenn also die Flächen in der gegebenen Relativstellung sind, so befindet
sich auch die Rolle 39 .in der richtigen Beziehung zur unteren Rolle 33-Man
sieht, daß die Berührungsstellungen der Nockenflächen 86 und 87 die Arbeitsbeziehung
der Rollen 39 und 33 bestimmen. Deshalb ist es erwünscht, die Berührungsstellungen
der Nockenflächen 86 und 87 einstellbar zu machen, und zu diesem Zwecke ist ein
Paar Einstellschrauben 8'8' und 89
(Abb..8) vorgesehen, die auf Abflachungen
g i, 9.2 am Körper go des N ockenteiles 87 einwirken. Der Körper go kann deshalb
eingestellt werden, derart, daß die Beziehung seiner Nockenfläche 87 zur Nockenfläche
86 der Spindel 85 veränderlich ist, um die Einstellung der Rolle 39 gegenüber der
Rolle 33 zuzulassen.
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Die Spindel 85 wird gewöhnlich durch einen Schwenkhebel 94 abwärts
bewegt, der mit einem gegabelten Ende 95 in einen Ringschlitz 96 des
Körpers 84 eingreift und auf den eine Feder g7 einwirkt, so daß die Nokkenfläcben
86, 87 unter Druck gegeneinandergehalten werden.
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Eine Drehung der Spindel 85 wirkt auch auf Trennung -der Kupplung
zwischen der Welle 35 der Rolle 39 und der Triebwelle 25.
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Wie oben ausgeführt, ist ein Kuppelglied 38 zwischen diesen beiden
Wellenangebracht, das z. B. aus einem stabförmigen Gliede 98
mit einer Öffnung
9g zur Aufnahme eines Endes ioi der Triebwelle 25 besteht (Abb. 7): Das Ende ioi
ist mit einem Stift io,2 ausgerüstet. Dieser ist in Schlitzen. 103 beweglich, und
zwischen Stift und Ende der Bohrung 9g ist eine Feder io4 vorgesehen, die das Stück
98 in Richtung auf die Welle 27 drückt. Diese ist mit einem Stift io5 versehen,
der in Schlitze io6 im Teil 98 reingreift, wodurch die Welle 25 mit der Welle
27 gekuppelt wird. Das Stück 98 kann aber so bewegt werden, daß die Verbindung
mit der Welle 27 gelöst wird. Diese Bewegung erfolgt durch einen Arm 107, der ,auf
einem Zapfen io8 eines Lagervorsprunges des Gehäuses 31 verschwenkbar ist und auf
den ein Kolben iog einwirkt, dessen eines Ende iii in Fühlung mit dem Hebel io7
steht, während das andere Ende i 12 auf einer Abflachung 113 der Spindel 85 aufruht,
wenn die Kupplung 38 die Welle 27 erfaßt. Wird die .Sp:indel'85 gedreht, so wirkt
sie auf das Ende 112 des Kolbens, wodurch dieser entsprechend nach links (Abb. 7)
bewegt wird und den Arm io7 so verschwenkt, daß der Teil 98 die Welle 27
freigibt. Eine Feder 114 hält den Kolben in Berührung mit der Fläche i i3
der Spindel 85. Wenn somit der Sperrteil 83 so gedreht wird, daß er der Lagerplatte
37 eine Aufwärtsbewegung gestattet, so wird gleichzeitig die Einrichtung zur Entkupplung
der Welle 27 zur Wirkung gebracht.
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Es sind weiter Einrichtungen an der Maschine vorgesehen, die bestimmte
aufzuwinderrdeDrahtlängenabmessen, undeineSchneidvorrichtung dient zum Abschneiden
eines aus dem Draht gewundenen Schraubenstückes, das eine Drahtlänge enthält gleich
der vor dem Schneiden abgemessenen.
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Der Draht 41 möge von einer Rolle 47 um das Meßrad4g (Abb.2) und von
hier zwischen die Triebrollen 33 und 39 geführt werden, die den Draht in
das Formstück 52 treiben. Der Draht kann das Meßrad 49 in einer oder mehreren Umgängen
oder in einem einzigen Bogenstück umschließen. Der Draht wird mit seinem Ende in
den Hohlraum des Formstückes 52 getrieben und wird zuerst in einer Richtung entgegengesetzt
seiner Zuführungsbewegung gebogen und danach infolge der Anordnung .der Lippe 55
seitlich, so daß eine Schraube entsteht, wobei die Lippe 55 normalerweise die Wicklungen
der Schraube trennt und ihnen eine Steigung erteilt, die als normale Steigung bezeichnet
werden möge, wobei gleichzeitig die einzelnen Windungen der Schraube einen normalen
Durchmesser entsprechend der Krümmung des Hohlraumes 54 des Formstückes 52 aufweisen.
Steigung und Durchmesser können, wie oben erörtert, geregelt werden, indem man die
Beziehung des Formstückes gegen die Bewegungsbahn des Drahtes in der angegebenen
Weise einstellt.
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Der Draht 41 v erläßt das Formstück in Gestalt der Schraube 4o, und
die austretende Schraube geht durch eine Führung i 16 (Abb. 23) am oberen Ende der
Trennvorrichtung 118. Diese Vorrichtung besteht aus einem L-förmigen Stück iig,
das in Lagerkonsolen 117, 117' (Abb. i) durch Stellschrauben 121, 121' gehalten
wird. Die auf den Stellschrauben 121, 121' verschwenkbare Abschneidev orrichtung
kann so hiri und her geschwenkt werden, daß die Führung 116 entweder in Arbeitsbeziehung
zum Formstück 52 steht, so daß sie die Drahtschraube -aufnimmt, oder in der Stellung
gemäß Abb. i derart, daß sie einen Zugang zum Formstück 52 gestattet. Wenn die Trennvorrichtung
in der Arbeitsstellung ist, so wird sie durch eine Riegelvorrichtung 122 in ihrer
Stellung gehalten, die durch einen Handhebel 123 so bewegt werden kann, daß sie
hinter eine Falle i24' am Gehäuse 31 faßt.
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Wenn in dieser Stellung der Vorrichtung das Drahtschraubenstück durch
.die Führung 116 geht, kann man mit Hilfe der Stellschrauben
die
Lage der Führung gegen das Formstück 52 ein wenig einstellen, und durch diese Einstellung
ist es möglich, eine geringe Veränderung in der Steigung .der erzeugten Schraube
zu erzielen.
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Der senkrechte Arm des L-förmigen Stückes 1i9, der die Führung 116
trägt, besitzt ein Schneidrad i24, das quer zu einer öffnung 125 beweglich ist,
durch die die Drahtschraube hindurchgeht. Die Kante dieser Öffnung in Verbindung
mit dem Rade 124 schneidet die Drahtschraube ab, nachdem ein bestimmtes Stück davon
durch die Führung 116 gegangen ist.
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Das Getriebe für die Schneidvorrichtung (Abb. 23 und 24) enthält eine
Stange 126, die in einem Führungsschlitz 127 des senkrechten Armes des Teiles iig
verschiebbar ist. Eine einerseits an einem Anschlagstift 129 des Armes i ig und
andererseits an einem Gewindeteil 131 angreifende Feder 128 zieht die ' Schneidvorrichtung
12q. normal von der öffnung 125 ab.
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Ein Schlitz 132 in der Gleitstange 126 gestattet dieser eine Bewegung,
und wenn der Stift 131 nach oben gedrückt wird, so tritt die Schneidvorrichtung
124 in Tätigkeit und schneidet das Drahtschraubenstück geeigneter Länge für die
Aufbringung auf ein Lampentraggestell gemäß Abb. io ab. Die Wirkung der Schneidvorrichtung
wird gesteuert von der Meßrolle 49. Das Getriebe zur Verbindung von Meßrolle und
Schneidverrichtung besteht beispielsweise gemäß Abb.22 aus einem doppelarmigen Hebel
133, der an einer Stützplatte 13,4 des Sockels 2o drehbar ist.
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Das untere Ende der Stange 126 ist bei 136 gelenkig mit einem Arm
des Hebels 133 verbunden. Das andere Ende 138 des Hebels trägt einen Abzug 139,
der normal durch eine Feder 141 gegen einen Anschlagstift 140 gezogen wird. Der
Hebel 131 wirkt auf die Schneidvorrichtung 124 nach Abwicklung einer bestimmten
Drahtlänge. Hierzu ist die Meßrolle 49 mit einem Nockenteil 142 ausgestattet, der
einen den Abzug 139 zur Wirkung bringenden Hehel 143 erfaßt, der bei r42' an dem
Tragarm 48 des Meßrades 49 drehbar ist. Die Drehung des Meßrades 49 verursacht auch
die Drehung der Nockenscheibe 142, die das obere Ende 14,4 des Hebels 143 nach außen
drückt. Hierdurch wird das untere Ende 145 gegen den Abzug 139 gedrückt. Der Abzug
139 läßt das Ende 1,45 vorbeigehen. Wenn nun eine Aussparung 146 des Nockenteiles
142, dem Ende 14,4 des Hebels 143 gestattet, in Richtung auf das Meßrad 49
zurückzukehren, so wirkt jetzt das Ende 145 des Hebels 143 auf den Abzug 139, .der
durch den Anschlagstift 140 in dieser Richtung unbeweglich ist. Infolgedessen wird
das Ende 138 des Hebels 133 nach unten gedrückt, und. sein Ende 137 bewegt sich
entsprechend aufwärts und veranlaßt das Abschneiden der Drahtschraube. Der Hebel
143 wird normal gegen die Nockenscheibe 142, durch eine Feder 147 angedrückt. Ersichtlich
ist dem Meßrade 49 ein solcher Durchmesser gegeben, daß bei einer bestimmten Winkelbewegung
ein Drahtschraubenstück eine bestimmte Strecke durchlaufen hat, und infolgedessen
wird die Schneidvorrichtung 12,4 j edesmal in Tätigkeit treten, wenn ein Punkt im
Draht eine bestimmte Strecke zurückgelegt hat, die abhängig ist von dem Durchmesser
der Meßrolle 49. Der Durchmesser kann aber beliebig verändert werden. Somit wird
die abgetrennte Drahtschraube eine Drahtlänge von einer durch die Meßvorrichtung
49 festgelegten Größe aufweisen.
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Um die Zuführung des feinen Drahtes zu den Triebrollen 33 und 39 und
zum Formstück 52 zu erleichtern, ist eine Vorrichtung v orgesehen, die Einfädelvorrichtung
genannt sein möge. Diese besteht aus einem gebogenen Arm 149, der um den Zapfen'
152 des Gehäuses 31 drehbar ist. Das freie Ende des Armes 149 besitzt einen drehbaren
Stift 152' (Abb. 22, 25 und 26) mit einem geriffelten Ende 153 und einem verschwächten
Ende 15q..
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Ein vorspringender Bolzen 155 am Gehäuse 31 besitzt eine Einkerbung
156 zur Einlegung des Drahtes 41 und einen abgeflachten Teil 157 zur Aufnahme des
Endes 154 des Stiftes 152'. Die Einkerbung 156 liegt in Richtung der Ebene der Nut
in der Triebrolle 33. Soll der Draht 41 den Triebrollen 33 und 39 zugeführt werden,
so wird ein Ende in eine Nut 158 im Stift 152 eingelegt, und der Stift wird einige
Male gedreht, so daß sich der Draht um das Ende 154 wickelt, dessen Durchmesser
gleich dem Innendurchmesser der zu bildenden Schraube ist. Der Stift fertigt infolgedessen
ein kurzes Schraubendrahtstück, wobei die letzte Wicklung 159 in Deckung mit der
Nut der Rolle 33 liegt. Dann wird der gebogene Arm 149 so verschwenkt, daß diese
Wicklung in die Nut der Rolle 33 gelangt, und die obere Rolle 39 wird in ihre Arbeitslage
in bezug auf den Hohlraum des Formstückes 52 gebracht. So wird die Wicklung 159
erfaßt, und .der Draht 41 ist fertig für das Eintreiben in das Formstück 52. Dann
wird der Stift 152 durch axiale Verschiebung von den Rollen 33 und 39 weggezogen,
und der gebogene Arm 149 wird dann wieder in seine Anfangslage zurückgeklappt und
liegt an einem geeigneten Anschlage an (s. Abb. i). Dann kann die Maschine in Betrieb
gesetzt werden, und die Triebrollen 33 und 39 arbeiten zusammen mit dem Formstück
52 auf Fertigung einer Folge -von Schraubenwindungen zur Fertigung des Schraubendrahtkörpers,
der selbsttätig in
Stücke bestimmter Länge geschnitten wird, die
nach dem vorliegenden Anwendungsbeispiel der Erfindung als Lampenglühfäden dienen.
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Wie beschrieben, kann die Schneidvorrichtung durch mechanisch zur
Wirkung gebrachte Maschinenelemente betrieben werden. Wünscht man eine elektrisch
zur Wirkung gebrachte Schneidv orrichtung, so kann das Meßrad dazu dienen, einen
Stromkreis zu schließen und einen Elektromagneten oder ein Solenoid zur Wirkung
zu bringen, um die Schneidvorrichtung in Tätigkeit zu setzen.
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Nach der Erfindung erfolgt die Zuführung des Drahtes 41 zur Meßrolle
49 so, daß eine Berührung des Drahtes 41 mit den Seiten oder Flanschen i 8o der
Vorratsrolle ¢7 vermieden wird. Würde man einen Draht zur Meßrolle zuführen, ohne
dies zu beachten, so würde der Draht beim Abwickeln von der Vorratsrolle gescheuert
werden, mit dem Ergebnis, daß möglicherweise ein Bruch eintritt. Wie dargestellt,
ist die Vorratsrolle 47 so angeordnet, daß der Hinundhergang des Drahtes über die
Rolle im wesentlichen in der gleichen Ebene liegt wie die Nut der Meßrolle 49. Man
sieht, daß infolge dieser Anordnung die Möglichkeit beseitigt ist, daß der Draht
in. Berührung mit den Seitenflächen .der Rolle gelangt, so daß hierdurch eine Bruchgefahr
ausgeschlossen ist. Die Vorratsrolle 47 ist in ihrer Lage einstellbar und kann leicht
gegenüber der Meßrolle 49 in die geeignete Lage gebracht werden. Die Bahn des Drahtes
zur Meßrolle ist deutlich aus Abb. 22 ersichtlich.
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Ein schraubenförmig gewundenes Drahtstück 4o, das sich aus der Meß-
und, Schneidwirkung ergibt, kann, wie Abb. io zeigt, ein Widerstandselement bilden,
das als Glühfaden auf ein Lampentraggestell 176 aufgebracht und durch Haltedrähte
177 gehalten wird. Hierbei wird der Drahtkörper in bekannter Weise zu einem offenen
Ring gestaltet, dessen Enden durch Anklemmen oder Schweißen mit den Stromzuführungsdrähten
178, 179 verbunden sind.
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Bei der bevorzugten Ausbildungsform der Maschine gemäß Abb. 4. und
5 sind die Rollen 33 und 39 in unmittelbarer Nähe des Formstückes 52, und der Draht
wird unmittelbar vom Rollengriff aus in das Formstück 52 getrieben. Diese tangentiale
Verschiebung des Drahtes macht eine Führung überflüssig.
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Wie Abb.27 zeigt, kann aber auch eine Führung Zoo Anwendung finden.
Diese kann zweiteilig mit einander ergänzenden Nuten ausgeführt werden, die einen
Durchgang für die Leitung des Drahtes gegen ein Formstück toi bilden. In diesem
Falle können gekehlte Triehrollen 2o2, 2o3 gleicher Größe benutzt werden, und die
Führung kann bei 204 zugespitzt werden, so daß ihr Ende nahe an das Formstück toi
heranreicht. Das Formstück toi kann in einem Träger gehalten und durch eine Stellschraube
2,05 befestigt werden.
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N ach der Darstellung ist das Führungsstück Zoo bei 2o6 so geformt,
daß die Rollen 2oa, 203 auf den Draht nahe am Ende der Führung2ooeinzuwirken
vermögen. Infolgedessen wird der Draht von der Führung Zoo erfaßt, bevor die Greifwirkung
der Triebräder 2o2, 2o3 auf den Draht völlig aufhört. Auf diese Weise wird ein ruhiger
Vorwärtsgang und eine Führung für den Draht in gleichmäßiger schlaufenfreier Bahn
zum Formstück toi gesichert. Das Formstück toi kann aus Stahl und mit seinem Schaft
207 aus einem Stück bestehen, wie Abb. 27 zeigt.
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Im Betriebe wird der Draht von der Rolle 47 über ein Meßrad 49 geleitet.
Ein Ende des Drahtes wird auf die Einfädelvorrichtung (Abb. 25, 26) gebracht,
und es werden verschiedene Umgänge vor Zurwirkungkommen der Rollen 33, 39 vorbereitend
hergestellt. Die obere Rolle 39 kann dann angehoben, und die Einfädelvorrichtung
so bewegt werden, daß die ersten Umgänge sich gegen die untere Rolle 33 und die
Formvorrichtung 52 legen. Danach wird die obere Rolle 39 in ihre Arbeitslage gegenüber
der Rolle 33 gebracht. Dabei wird deren Spindel selbsttätig mit dem Antrieb gekuppelt.
Die Deckplatte, die die Spindel trägt, wird in ihrer Lage, verriegelt. Danach kann
Antriebsenergie vom Motor zugeführt, und die Antriebsrollen können. in Tätigkeit
gesetzt werden, um den Draht in das Formstück zu treiben, dessen Aushöhlung,den
Draht führt. Die Schlitzbreite in dem Formstück ist zweckmäßig etwas breiter als
der Durchmesser Ales zu einer Schraube zu wickelnden Drahtes.
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Wenn der Draht in die Aushöhlung eintritt, so wird er von seiner Bewegungsrichtung
abgelenkt. Wenn man ihn frei wickeln ließe, würde er eine Schraube erzeugen, deren
Umgänge einander berühren. Die Lippe 55 der Aushöhlung aber trennt die Windungen,
wenn diese nacheinander aus dem Formstück herauskommen. Es hat sich gezeigt, daß
beim Wickeln von Draht zur Erzeugung von Glühkörpern für Lampen verschiedener Spannung
.das gleiche Formstück benutzt werden kann, obgleich ein kleiner Unterschied im
--Durchmesser der verschiedenen Drähte besteht. Weiter hat sich gezeigt, daß die
Steigung des Drahtes verschiedenen Durchmessers konstant und richtig für die besondere
Bemessung der erzeugten Schraube bleibt.
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Wenn der gewickelte Draht das Formstück verläßt, geht er durch die
Führung 116 und durch die Öffnung z25 der Schneidvorrichtung. Hat das Meßrad .49
die notwendige
Drehung ausgeführt, so kommt die Schneidvorrichtung
zur Wirkung, und eine Schraubenspule wird abgetrennt, die eine Drahtlänge enthält,
genau wie sie vor der Schnei.dvorrichtung abgemessen ist.
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Die abgeschnittenen Spulen können .durch einen Auslauf ausgeliefert
werden, und es kann auch eine Zählvorrichtung Anwendung finden, die angibt, wieviel
Schnitte ausgeführt sind, so daß die Anzahl der erzeugten Schrauben ohne weiteres
erkennbar ist.
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Wie angeführt ist, läßt sich die Maschine universell einstellen, wobei
jedoch bemerkt sei, .daß die Einstellungen in äußerst feinen Grenzen liegen, und
daß keinerlei Spiel und Totgang zulässig ist. Die Maschine ist in der Tat ein Präzisionsinstrument
und nicht eine gewöhnliche Schraubenwickelmaschine.
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Die Erfindung bedeutet einen erheblichen Fortschritt in der Fertigung
feiner zu Schrauben gewickelter Drähte, insbesondere solcher Drähte, die bezüglich
Steigung und Durchmesser hochgradig genau gehalten sein müssen, wie es bei den Glühfäden
für gasgefüllte Glühlampen notwendig ist.
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Konstruktive Abänderungen liegen naturgemäß im Bereich der vorliegenden
Erfindung.