DE3419983C2 - Transportbehälter für wasserlösliche Salze - Google Patents
Transportbehälter für wasserlösliche SalzeInfo
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Abstract
Ein als Wechselaufbau für Fahrzeuge ausgebildeter Transportbehälter für wasserlösliche Salze besteht im wesentlichen aus einer flüssigkeitsdichten Wanne, in der mehrere einzeln absperrbare Rohre auf dem Boden verteilt angeordnet sind. Diese dienen zur Einleitung von Wasser in den Wanneninnenraum, um unmittelbar in der Wanne eine (gesättigte) Lösung des Salzes herzustellen. In einer Wandung der Wanne ist mindestens eine Öffnung zur Entnahme dieser Salzlösung vorgesehen. e die Greifereinrichtung tragenden Laschen verschiebbar zu den anderen Teilen d
Description
Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter für wasserlösliche Salze, insbesondere Grünsalz (Eisensulfat
FeSO-i), der eine flüssigkeitsdichte Wanne und Mittel
zum Aufnehmen und Absetzen durch ein Transportfahrzeug aufweist.
Transportbehälter in Form sogenannter Wechselaufbauten sind für Schüttgüter aller Art vielfältig bekannt.
Sie werden insbesondere dort eingesetzt, wo es zu aufwendig ist, das Transportfahrzeug während des Be-
und/oder Entladens des Transportbehälters stillzusetzen, so daß ein fest mit dem Transportfahrzeug verbundener
Transportbehälter nicht in Frage kommt.
Auf für den Transport von Salzen sind derartige Wechselaufbauten grundsätzlich geeignet. Sie wurden
bisher dafür allerdings noch nicht eingesetzt, weil derartiges Schüttgut regelmäßig rasch geladen und abgeladen
werden kann, so daß der Transportbehälter vom Transportfahrzeug nicht gelöst zu werden braucht. Beispielsweise
kann bei der Titanweiß-Herstellung anfallendes Grünsalz, welches in Klärwerken als Flockungsmittel
verwendet wird, mit herkömmlichen Transportfahrzeugen aus einem Lager am Produktionsort zu einem
Vorratsbehälter am Einsatzort gebracht werden. Es hat sich nun gezeigt, daß im vorerwähnten Beispiel
die Klärwerke als Verbraucher des Grünsalzes einen im Verlauf des Jahres schwankenden Bedarf an diesem
Flockungsmittel haben. Insbesondere können jahreszeitlich bedingte Vorgänge, wie das Verarbeiten bestimmter
Ernteprodukte, zu einem erhöhten Anfall auszuflockender Schwebstoffe im Abwasser führen, was
einen temporär höheren Einsatz des Flockungsmittels erfordert. Dies führt dazu, daß entweder die Logistik in
relativ komplizierter Weise dem wechselnden Bedarf an Grünsalz oder die Lagerkapazität angepaßt werden
muß. Beides ist offensichilich nachteilig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dies Problem auf einfache Weise mit geringem Aufwand zu lösen.
Die Lösung besteht darin, daß bei einem Transportbehälter der eingangs geschilderten Art erfindungsgemäß
in der Wanne verteilt mehrere absperrbare Rohre zur Einleitung von Wasser angeordnet sind, und daß in
einer Wandung der Wanne mindestens eine Öffnung zur Entnahme von Salzlösung vorgesehen ist. Auf diese
Weise wird der neue Transportbehälter nicht nur als variabel verfügbarer Vorratsbehälter am Einsatzort des
wasserlöslichen Salzes eingesetzt, sondern es wird ihm darüber hinaus die zusätzliche Funktion eines Aufbereitungsgeräts
für die am Einsatzort benötigte Salzlösung zugewiesen.
Es werden mithin nicht nur Probleme der Logistik und Lagerhaltung gelöst, sondern es braucht ferner am
Einsatzort (Klärwerk) nur eine den Grundbedarf dekkende Aufbereitungskapazität für die Salzlösung eingerichtet
zu werden, sofern dies überhaupt noch für erforderlich gehalten wird.
Zur Herstellung der Salzlösung brauchen die Wasser-
zuleitungs-Rohre des vom Transportfahrzeug abgesetzten
Behälters nur an eine geeignete Wasserzuleitung angeschlossen zu werden. Das Wasser wird dann —
beispielsweise von einem Schwimmerschalter gesteuert bis zu einem bestimmten Niveau innerhalb der Wanne
— zugeführt, und es wird unmittelbar aus der Wanne die fertige (gesättigte) Salzlösung abgezogen.
Vorzugsweise ist eine Schar paralleler, mit Wasseraustrittsöffnungen
versehener Rohre au.r dem Wannenboden angeordnet, wobei die Rohre eine Wandung der
Wanne durchsetzen und außerhalb der Wanne, unter Zwischenschaltung von Absperrgliedern, in eine gemeinsame
Speiseleitung münden. Mit Hilfe der einzeln absperrbaren Rohre ist es möglich, das lösende Wasser
in unterschiedlicher Mengenverteilung in die Wanne eintreten zu lassen und auf diese Weise zu verhindern,
daß eine ungleichmäßige Lösung des Salzes erfolgt.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung trennt ein Schott in der Wanne eine nicht dem Salz-Transport dienende
Kammer ab, in die die in einer Wandung der Wanne vorgesehene öffnung zur Entnahme von Salzlösung
führt. Die Oberkante des Schotts wirkt wie ein Überflutungsrinne und läßt praktisch nur Salzlösung
(ohne ungelöstes Salz) in die Kammer eintreten. Soweit gleichwohl noch ungelöstes Salz in die Kammer gelangt,
verhindert die Anordnung der Entnahmeöffnung mit Abstand oberhalb des Wannenbodens, daß solches Salz
mit der Salzlösung abgezogen wird. Um die Wanne und die Kammer aber entleeren zu können, wenn sämtliches
Salz in Lösung gegangen ist, sind vorteilhaft je eine
Entleerungsöffnung für die Kammer und — mittels Rohrleitung durch die Kammer geführt — die übrige
Wanne unmittelbar über dem Wannenboden angeordnet
Um alle am und im Transportbehälter angeordneten Rohrleitungen sowie die hiermit verbundenen Steuer-
und Regelorgane möglichst einfach bedienen zu können, ist vorzugsweise auch die Schar paralleler Rohr
durch dieselbe Wandung der Wanne geführt, in der auch die oben erwähnten Öffnungen vorgesehen sind, und
zwar derart, daß die Rohre abgekröpft über die Kammer hinweg und dann am Schott nach unten zum Wannenboden
sowie an diesem entlang verlaufen.
Wegen der Aggressivität des transportierten und behandelten Salzes ist schließlich vorgesehen, daß die
Wanne innenseitig kunststoffbeschichtet ist und die Rohre aus Kunststoff, beispielsweise PVC, bestehen, da
die Herstellung aus Edelstahl od. dgl. in der Regel zu aufwendig sein dürfte.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt
F i g. 1 einen Transportbehälter in Draufsicht,
F i g. 2 den Transportbehälter in Seitenansicht, und
F i g. 3 den Transportbehälter in Stirnansicht (rechte Stirnseite in F i g. 2).
Die Wanne 1 des Transportbehälters ruht auf kufenförmigen ausgebildeten und angeordneten I-Schienen
2, welche mit den Schenkeln 3 um eine Stirnwandung 5 der Wanne 1 herumgezogen sind und dort Rollen 4
lagern, welche die Auf- und Absetzbewegung gegenüber dem Transportfahrzeug erleichtern. Im Bereich
der anderen Stirnwandung 5 sind seitlich der Schienen 2 Walzen 6 vorgesehen, welche beim Auf- und Absetzen
das Abrollen des Transportbehälters auf dem Boden ermöglichen. Ein Haken 7 dient zum Anschlagen eines
am Transportfahrzeug befindlichen Hebezeugs.
Die Wanne 1 besteht neben den schon erwähnten Stirnwänden 5 und einem mehrteiligen Klappdeckel 8
aus einem U-förmigen Hauptteil, welches den Wannenboden 9 und die Seitenwände 10 bildet. Alle Bestandteile
der Wanne 1 sind im Beispiel aus (gegebenenfalls profiliertem) Stahlblech gefertigt, welches innenseitig
mit einer Kunststoffschicht überzogen ist. Ein Schott 11
teilt im Innenraum der Wanne 1 eine Kammer 12 ab, jedoch liegt die Oberkante 13 des Schotts 11 unterhalb
der Oberkante der Seitenwände 10.
Im eigentlichen Wanneneinnenraum ist auf dem Wannenboden
9 eine Schar von Rohren 14 aus PVC Rohren angeordnet, die an ihren Enden 15 verschlossen sind,
aber — soweit sie auf dem Wannenboden liegen — Austrittsöffnungen für das von ihnen geführte Wasser
haben. Diese nicht im einzelnen dargestellten Löcher können beispielsweise einen Durchmesser von 1,5 mm
haben und in Abständen von 155 mm versetzt angeordnet sein. Abgekröpfte Abschnitte 16 der Rohre 14 sind
über das Schott 13 und durch die Stirnwand 5 der Wanne 1 aus dieser hinausgeführt. Unter Einschaltung von
Absperrventilen 17 münden sie in eine gemeinsame Wasser-Speiseleitung 18.
In der Stirnwand 5 befindet sich ferner eine Entnahmeöffnung 19 für die in der Wanne 1 hergestellte Salzlösung
(hier durch einen Anschlußstutzen für eine Entnahmeleitung versinnbildlicht). Schließlich durchsetzt die
Stirnwand 5 ein mit einem Absperrventil 20 versehenes Entleerungsrohr 21, welches durch die Kammer 12 hindurch
in den eigentlichen Wanneninnenraum geführt ist. Der Entleerung der Kammer 12 dient ein entsprechendes
Endleerungsrohr 22, welches durch die Stirnwand 5 nur in die Kammer 12 ragt. Während die Entleerungsrohre 21,22 unmittelbar oberhalb des Wannenbodens 9
angeordnet sind, befindet sich der Anschlußstutzen für die Entnahmeöffnung 19 mit Abstand oberhalb des
Wannenbodens {wenn auch unterhalb der Oberkante 13 des Schotts 11).
Im Betrieb wird in den (mit Ausnahme der Kammer 12) beispielsweise mit Grünsalz (FeSO4) gefüllten Innenraum
der Wanne 1 Wasser zugeführt, und zwar
ίο durch die Speiseleitung 18 und die Rohre 14. Der Wasserzulauf
wird derart gesteuert, daß die sich bildende Salzlösung über die Oberkante 13 des Schotts 11 in die
Kammer 12 läuft. Etwa mitgeführtes Salz setzt sich am Boden der Kammer 12 ab, so daß reine Salzlösung
durch die Entnahmeöffnung 19 abgezogen werden kann. Wenn das gesamte Salz in Lösung gegangen ist,
was u. a. auch durch Überwachung der Lösungskonzentration festgestellt werden kann, wird die unterhalb der
Entnahmeöffnung 19 befindliche Salzlösung durch die Rohre 21,22 abgezogen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Transportbehälter für wasserlösliche Salze, insbesondere
Grünsalz (Eisensulfat FeSO-i), der eine
flüssigkeitsdichte Wanne und Mittel zum Aufnehmen und Absetzen durch ein Transportfahrzeug aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Wanne (1) verteilt mehrere absperrbare Rohre (14)
zur Einleitung von Wasser angeordnet sind, und daß in einer Wandung (Stirnwand 5) der Wanne (1) mindestens
eine öffnung (19) zur Entnahme von Salzlösung vorgesehen ist.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schar paralleler, mit Wasseraustrittsöffnungen
versehener Rohre (14) auf dem Wannenboden (9) angeordnet ist sowie eine Wandung (Stirnwand 5) der Wanne (1) durchsetzt
und außerhalb der Wanne (1) unter Zwischenschaltung von Absperrgliedern (17) in eine gemeinsame
Speiseleitung (18) mündet.
3. Transportbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schott (11) in der Wanne (1)
eine nicht dem Salztransport dienende Kammer (12) abtrennt, in die die in einer Wandung (Stirnwand 5)
der Wanne (1) vorgesehene Öffnung (19) zur Entnahme von Salzlösung führt.
4. Transportbehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung (Stirnwand 5)
der Wanne (1) die Entnahmeöffnung (19) mit Abstand oberhalb des Wannenbodens (9) sowie je eine
Entleerungsöffnung (Rohre 21, 22) für die Kammer (12) und — mittels Rohrleitung durch die Kammer
(12) geführt — die übrige Wanne (1) unmittelbar über dem Wannenboden (9) angeordnet sind.
5. Transportbehälter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schar paralleler Rohre
(14) abgekröpft über die Kammer (12) und durch dieselbe Wandung (Stirnwand 5) der Wanne (1) geführt
ist.
6. Transportbehälter nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (1) innenseitig kunststoffbeschichtet ist und die Rohre (14) aus Kunststoff bestehen.
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| DE3419983A1 DE3419983A1 (de) | 1985-12-05 |
| DE3419983C2 true DE3419983C2 (de) | 1986-08-21 |
Family
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3419983C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3908103A1 (de) * | 1989-03-13 | 1990-09-20 | Gewerk Auguste Victoria | Behaelterartige versorgungsgondel |
| DE29506846U1 (de) * | 1995-04-22 | 1995-08-17 | Mitteldeutsche Stahlbau GmbH Niederlassung Stahlbau Niesky, 02906 Niesky | Abroll-Kühlcontainer |
Families Citing this family (1)
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| AT322444B (de) * | 1972-11-24 | 1975-05-26 | Meku Metall Und Stahbau W Trib | Transportable tankanlage |
-
1984
- 1984-05-29 DE DE19843419983 patent/DE3419983C2/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3908103A1 (de) * | 1989-03-13 | 1990-09-20 | Gewerk Auguste Victoria | Behaelterartige versorgungsgondel |
| DE29506846U1 (de) * | 1995-04-22 | 1995-08-17 | Mitteldeutsche Stahlbau GmbH Niederlassung Stahlbau Niesky, 02906 Niesky | Abroll-Kühlcontainer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3419983A1 (de) | 1985-12-05 |
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