DE339728C - Anlage zur elektrischen Gasreinigung mit Staubrueckgewinnung - Google Patents

Anlage zur elektrischen Gasreinigung mit Staubrueckgewinnung

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DE339728C
DE339728C DE1919339728D DE339728DD DE339728C DE 339728 C DE339728 C DE 339728C DE 1919339728 D DE1919339728 D DE 1919339728D DE 339728D D DE339728D D DE 339728DD DE 339728 C DE339728 C DE 339728C
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dust
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cleaning
shaft
coupling half
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DE1919339728D
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HUBERT THEIN
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HUBERT THEIN
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C3/00Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
    • B03C3/34Constructional details or accessories or operation thereof
    • B03C3/74Cleaning the electrodes

Landscapes

  • Electrostatic Separation (AREA)

Description

  • Anlage zur elektrischen Gasreinigung mit Staubrückgewinnung. Zum Ausscheiden von festen und tropfbar flüssigen Bestandteilen aus Gasen und Dämpfen durch hochgespannten elektrischen Strom verwendet man bekanntlich im wesentlichen senkrechte Rohre, durch die das zu reinigende Gas von. unten nach oben hindurchgeführt wird, wobei der innere Rohrmantel die Niederschlagselektrode, ein achsial im Rohr gespannter Draht oder eine Kette die Ausströmerelektrode bildet. Der hauptsächlich,am inneren Rohrmantel niedergeschlagene Staub soll dann durch seine Schwere nach unten fallen. und so ausgeschieden werden. Um das Loslösen des Staubes von, der Rohrwand zu begünstigen, werden in manchen Fällen durch ständig arbeitende, außen gegen das Rohr anschlagende Klopfhämmer Erschütterungen in den Rohrwandungen hervorgerufen. Wie sich gezeigt hat, erfüllen diese Maßnahmen nur unzureichend ihren Zweck. Vor allen Dingen wird der Staub bei seinem Austritt aus dem Rohr unten, wenn such nicht ganz, so doch jedenfalls zum größten Teil von dem von unten nach oben gerichteten Gasstrom erfaßt und wieder in das Rohr hineingeführt. Es tritt also eine stetige Anreicherung an Staub im Rohre ein, die früher oder später Störungen im Abscheidevorgang bewirken wird. Zur Vermeidung dieses und der damit zusammenhängenden Übelstände wurde erfindü,ngsgemäß ein neues Verfahren ausgebildet und eine entsprechende Vorrichtung geschaffen.
  • Das vorliegende Verfahren besteht darin, daß die zur Niederschlagung des Staubes dienenden Rohre derart in Gruppen unterteilt sind, daß die Rohrgruppen in. der Gaszuleitun- in ständiger Verbindung untereinander stehen, in der Gasabführung jedoch zwecks Abreinigung voneinander durch Absperrvorrichtungen getrennt werden können. Die Abreinigung in der einzelnen Gruppe erfolgt in der Weise, daß eine Rohrgruppe nach der andern vom. Saugzuge abgeschlossen wird. Darauf wird für diese Rohrgruppe das elektrische Feld durch Unterbrechung der Spannung aufgehoben. Die Staubteilchen können jetzt unbehindert nach unten fallen. Um das Niederfallen auch der leichtesten Staubteilchen zu fördern, wird drittens der betreffenden Rohrgruppe etwas Reingas zugeführt, das die einzelnen Rohre der Gruppe von oben nach unten, also im Gegenstrom, durchstreicht. Die Vorrichtung, die zur Ausübung des Verfahrens ausgebildet wurde, ist so eingerichtet, daß sie sich zur Typisierung und Normalisierung eignet, wodurch außer den für die Reinigung geltenden Vorteilen große allgemein wirtschaftliche Vorzüge bedingt sind.
  • Auf der Zeichnung ist in Fig, i eine Reinigungsanlage im Schema dargestellt, während Fig. -- den Querschnitt und Fig. 3 den Längsschnitt des Abscheideapparates im besonderen zeigt.
  • Bei der Reini@gungsamlage nach. Fig. i treten die Gase in der Richtung des Pfeiles in den Vorreiniger a von bekannter Ausführung. Der Vorreiniger hat den Zweck, durch Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit die groben Verunreinigungen ausfallen zu lassen. Darauf durchstreichen die Gase. den eigentlichen Reinigungsapparat b von unten nach oben. Der Ventilator c saugt die Gase durch die vor ihm befindlichen Apparate und drückt sie den Verbrauchsstellen zu. Bei solchen Gasen, bei deren Reinigung eine Beimischung von Luft nicht statthaft ist, ist hinter dem Ventilator eine Leitung vorgesehen, die einen kleinen Teil der gereinigten Gase unter Druck dem Abscheideapparat wieder zuzuführen gestattet.
  • Der eigentliche Abscheideappara.t besteht aus einem nach unten abgeschrägten Unterteil, einer Batterie von senkrechten Rohren und darüber dem Oberteil.
  • Der Unterteil wird auf seiner ganzen Länge von dem Zuteilkanal d durchzogen. Zweckmäßig hat auch dieser Kanal unten schräge Flächen, die in der Mitte einen schmalen Spalt freilassen. Etwaige sich im Kanal absetzende Staubmengen fallen durch den Spalt nach unten. An beiden Längsseiten des Kanals befinden sich die Löcher e, durch welche die Gase in die einzelnen Abteilungen auf den beiden Seiten desselben treten. Die Trennwände f, durch die diese Abteilungen gebildet werden, reichen nicht ganz bis unten, sondern sind ungefähr nur so tief geführt, wie der Querschnitt erkennen läßt. Im untersten Teil liegt eine Transportschnecke g, die sich ständig langsam dreht und den abgeschiedenen Staub nach den Auslaufstutzen lt bringt. Der Stutzen muß gegen die Außenluft abgeschlossen sein, damit keine Luft angesaugt werden kann. Man kann als Verschluß verschiedene Mittel wählen, z. B. Doppelschieber, vermittels derer der Staub ausgeschleust wird, eine Klappe, die sich durch das Gewicht des Staubes öffnet, den Staub selber o. dgl.
  • Die Batterie der Rohre besteht aus so viel Gruppen, wie Abteilungen im Unterteil vorhanden sind. Ihre Zahl kann beliebig nach den Anforderungen gewählt werden. Ebenso kann die einzelne Gruppe aus mehreren Querreihen mit beliebig vielen einzelnen Rohren gebildet werden. Der in Fig. 2 und 3 dargestellte Apparat besitzt zehn einreihige Gruppen mit je sechs Rohren i.
  • Der Anzahl der Gruppen entsprechend ist auch der Oberteil durch die Trennwände k in Kammern geteilt. In jeder Kammer befindet sich unten die Öffnung l zur Verbindung mit der Sammelleitung in, die durch eine Ventilklappe,ia abgeschlossen werden kann. Eine weitere durch die Ventilklappe o verschließbare Öffnung befindet sich oben. Bei Gasen, die keine Beimischung von Luft erhalten dürfen, ist diese Öffnung durch den Stutzen p mit der Druckleitung q, die gereinigtes Gas führt, verbunden. Bei Gasen, die eine Mischung mit Luft erhalten dürfen, fällt die Druckleitung q fort. Beim Öffnen der Klappe o wirrt in diesem- Falle Luft angesaugt. Über jedem Rohr befindet sich auf dem Oberteil je ein Isolatorträger t, der den Isolator zv hält. An dem Haken eines jeden Isolators ist ein Draht -aufgehängt, der durch die Mitte des Rohres hindurchfährt und durch das Gewicht v am andern .Ende gespannt wird. Der Strom geht von der Sammelleitung w durch den Schalter s, von dort durch Drähte zu dien Isolatoren und durch die Isolatoren hindurch an die Haken für die Drähte. Der andere Pol der Gleichstromquelle ist an dem Apparat angeschlossen, der selbst wieder geerdet ist. jede Rohrgruppe erhält ihren Schalter. Der Schalters, die Klappen n und o werden durch eine Vorrichtung r betätigt.
  • Der Vorgang der Reinigung vollzieht sich so: Unter der Wirkung ides Saugzuges des Ventilators tritt das verunreinigte Gas in der Richtung des Pfeiles in den Verteilungskanal d, von dort durch die Öffnungen e in die Abteilungen des Unterteils und strömt dann durch die Rohre nach oben. In den Röhren werden die Staubteilchen unter der Wirkung des elektrischen Feldes abgeschieden und sammeln sich an den Wänden. Das gereinigte Gas tritt dann durch die Öffnungen L in die Sammelleitung in und geht dann zum Ventilator. _ Um den an den Wänden niedergeschlagenen Staub zu beseitigen, wird eine Rohrgruppe nach der andern; durch Schließen der Klappen n vom Saugzeug nach oben abgesperrt. Darauf wird .die Klappe o geöffnet, und gereinigtes Gas bzw. Luft strömt von oben nach unten durch die Rohre, wobei gleichzeitig der Strom für die betreffende Gruppe unterbrochen wird. Der Staub fällt dabei in den' Unterteil und wird von der Transportschnecke fortgeschafft. Darauf wird der Strom für diese Gruppe wieder eingeschaltet, Klappe o geschlossen und Klappe n wieder geöffnet. Die Betätigung der Klappen und Schalter für die einzelnen Gruppen erfolgt selbsttätig der Reihe nach so, daß in einer gewissen Zeitspanne, die durch den Staubgehalt der Gase bedingt ist, sämtliche Gruppen gereinigt werden. Es, dient dazu das Triebwerk rin Fig. 3, das auf den Fig. q. biss 8 im einzelnen dargestellt ist.
  • je eine Vorrichtung, wie sie Fig.7 im Aufriß und Fig. 8 im. Grundriß zeigt, ist für jede Gruppe vorgesehen. Die Vorrichtungen aller- Gruppen haben die gemeinsamen Wellen i und, 2, die über die ganze Länge des Abscheideapparates hinlaufen. Während die Antriebswelle l mit gleichbleibender Winkelgeschwindigkeit derart umläuft, daß eine Umdrehung in der Zeit erfolgt, die zwischen den gleichen Zeitpunkten der Reinigungsvorgänge zweier benachbarter Gruppen liegt, dreht sich die Schalt-,velle 2 von der Welle i, durch ein im Werkzeugmaschinenbau oft angewendetes Schaltwerk angetrieben, ruckweise so, daß auf eine ganze Umdrehung so vieleVorschübe kommen, wie Gruppen vorhanden sind. Bedeutet also zz die Anzahl der Gruppen, T die Gesamtzeit für die Reinigung sämtlicher Gruppen, so erfolgt eine Umdrehung der Welle i in «der Zeit n , eine Umdrehung der Welle :2 in der Zeit T in; n einzelnen Vorschüben. Für den, Reinigungsvorgang einer Gruppe steht also die Zeit T zur Verfügung. Durch eine entsprechende Ausführung der Nockenscheibe 3, die das Gestänge für die Klappen und den Schalter betätigt, kann die Reinigungszeit für die einzelne Gruppe beliebig verkürzt werden. Die Vorsprünge 4 der Schalträder 5 sind bei gleicher Stellung der Räder zur Welle, wobei sämtliche Keile in einer Geraden liegen, gegeneinander .um die Teilung versetzt, die aus der Anzahl der Gruppen folgt. Der Vorgang der Schaltung geht so vor sich: Sobald der Vorsprung 4 des Schaltrades 5 auf den Vorsprung 6 der Einrückgabel7 trifft, wird mittels dieser die Kupplungshälfte 8 mit der fest auf der Welle i sitzenden Kupplungshälfte 9 in Eingriff gebracht. Durch die seitliche Verschiebung und kleine Drehung der Kupplungshälfte 8 fällt das t-förmige Sperrstück io in die seitliche Rille 18 dieser Kupplungshälfte, so daß diese . bei Entlastung der Einrückgabel 7 vorerst durch die Feder 15 nicht zurückgeschoben werden, kann. Bei weiterer Drehung macht der Hebel i i, der sich, durch eine Feder gegen die Kupplung gedrückt, in die in Fig. 4 und 6 erkennbare Rille i9 legt, eine schwingende Bewegung, wobei die Sperrklinke i2 sich in die Lücke 13 des Schaltrades, die im Augenblick des Einschaltgins an der Stelle 13' sich befindet, einlegt und das Schaltrad 5 ein Stück weiter dreht, so daß dann die Vorsprünge 4 und 6 -nicht mehr aufeinanderstehen und die Einrücke gahef entlastet wird. Das Schaltrad 5 ist nämlich: auf der Welle 2 ein kleines Stück drehbar, wie Fig. 7 erkennen ' läßt. Nach einer vollständigen Umdrehung der Kupplungshälfte 8 schiebt die Nase 14 das Sperrstück io in die Höhe, so daß die Kupplungshälfte 8 durch die Feder 15 in ihre Anfangslage zurückschheft und außer Eingriff mit der umlaufenden Hälfte kommt. Die Kupplungshälfte 8 überträgt ihre Drehung durch den Nutenkeil 16 auf die Büchse 17, die @an der andern Seite die fest aufgekeilte Nockenscheibe 3 für die Betätigung des Sehalters und der Klappen trägt. Die Welle i ist durch die Büchse 1.7 hindurchgeführt, die ihr gleichzeitig als Lager dient.

Claims (4)

  1. PATENT-AITSPRÜCHE: i. Anlage zur elektrischen Gasreiniguing mit Staubrückgewinnung, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Niederschlagung des Staubes dienenden Rohre in Gruppen; derart unterteilt sind, daß die Rohrgruppen1 mit der Gaszuleitung in ständiger Verbindung stehen, von der Gasabführung jedoch durch Absperrvorrichtungen zwecks Abreinigung abgeschaltet werden können.
  2. 2. Verfahren zum. Betrieb der Anlage nach Anspruch i, dadurch; gekennzeichnet, daß in der jeweils zur Reinigung kommenden Gruppe nach Unterbrechung des von unten nach oben wirkenden Saugzuges und nach- Abschalten: des elektrischen Stroms das Herabfallen, des Staubes durch einen. Gegenstrom von gereinigtem Gas, bzw. Luft gefördert wird.
  3. 3. Einrichtung für das Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Apparat aus drei Hauptteilen besteht: aus einem in Kammern eingeteilten Unterteil, der an geeigneter Stelle vom Zuführungskanal durchzogen wird, aus einer in der Kammerzahl des Unterteils in enrsprechendeGruppen eingeteilten Batterie von Rohren und aus einem ebenfalls in eine entsprechende Anzahl von Kammern eingeteilten Oberteil.
  4. 4. Triebwerk zur Ausführung des Verfahrens nach: Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Antriebswelle (i), die mit gleicher Winkelgesclnvindigkeit umläuft, durch ein Schaltwerk eine Welle (2) ruckweise dreht, wodurch eine Einrückgabel (7) eine lose auf der Triebwelle (i) sitzende Kupplungshälfte (8) mit einer fest auf dieser Welle sitzenden Kupplungshälfte (9) in Eingriff bringt und.' infolgedessen mittels einer ebenfalls lose auf der Triebwelle sitzenden, von der Kupplungshälfte (8) mitgenommenen Büchse (i7) eine Nockenscheibe (3) zur Betätigung der Ventilklappen und der Schalter des Abscheideapparates drehst, worauf die Einrückgabel (7) durch einen Sperrklinkentrieb (i2) entlastet und die Drehung der Steuerteile nach; einer Umdrehung durch Auslösung eines Sperrstückes (io) unterbrochen wird:.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE869045C (de) * 1940-10-03 1953-04-02 Metallgesellschaft Ag Einrichtung zur Fernsteuerung von Hochspannungstrennschaltern bei Elektrofilteranlagen
DE887034C (de) * 1940-10-12 1953-08-20 Metallgesellschaft Ag Einrichtung zur Fernsteuerung von Hochspannungstrennschaltern bei Elektrofilteranlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE869045C (de) * 1940-10-03 1953-04-02 Metallgesellschaft Ag Einrichtung zur Fernsteuerung von Hochspannungstrennschaltern bei Elektrofilteranlagen
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