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Einwickelmaschine für Bonbons. Es ist bereits bekannt, bei Bonboneinwickelmaschinen
Klemmzangen zu verwenden, welche die Hülle mit zusammengedrehten nach außen sich
erweiternden Endteilen versehen, und die Klemmzangen verschiebbar und 'drehbar anzuordnen,
so daß sie während des Zu sammendrehens sich einander zu nähern vermögen, um das
Zerreißen der Hülle zu verhüten. Auch ist bekannt, diese Zangen mittels einer durch
einen schwingbaren Hebel antreibbaren endlosen Schnur in Umdrehung zu versetzen.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine derartige Zusammendrehvorrichtung,
deren Kennzeichen darin liegt, daß die außerhalb der Zangen befindlichen-: Schnurleitrollen
in Richtung ihrer zur Zangendrehachse genau oder annähernd senkrecht verlaufenden
Drehachse einstellbar angeordnet sind, und daß der in einer zur Drehachse der genannten
Schnurleitrollen genau oder annähernd parallelen Ebene schwingbare Hebel zum Befestigen
der Schnur an mehreren in seiner Längsrichtung hintereinander befindlichen Stellen
eingerichtet ist.
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Die Zeichnung stellt zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dar. Fig. = ist die Draufsicht der Vorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform;
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie II-II in Fig. x ; Fig. 3 ist eine Einzelheit;
Fig.4 ist die Ansicht einer der das Zusammendrehen der Umhüllung bewirkenden Klemmzangen;
Fig.S zeigt eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung. Mit 50 (Fig. i) ist eine
Haltezange bezeichnet, welche das Bonbon 84 nebst der dasselbe umgebenden rohrförmigen
Hülle 15 während des Zusammendrehens der Hüllenendteile unbeweglich hält.
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In der ortsfesten Führung 55 der Bonbon einwickelmaschine ist eine
Hülse 56 in Längsrichtung verschiebbar und drehbar gelagert, die einen gerillten,
trommelartigen Teil 57 besitzt. An letzterem sind die Arme 58 einer mit Klemmbacken
59 ausgestatteten Klemmzange Z angelenkt. Das andere Ende der Hülse 56 ist
zu einer mit der Kreisnut 6o versehenen Scheibe 6= ausgebildet, in welche die durch
nicht gezeichnete Mittel verschwenkbare Rolle 62 eingreift. Die Hülse 56 dient als
Führung für eine in ihr verschiebbare Schubstange 63, welche einerends die Lenkarme
64 (Fig. 4) trägt und anderends frei gegen eine Rolle 65 anliegt, die durch nicht
gezeichnete Organe eine in der Schubrichtung der Stange 63 verlaufende unterbrochene
Hin-und Herbewegung erhält.
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Die Hülse 56 samt den mit ihr verbundenen Teilen erhält eine Drehbewegung
mittels einer auf den trommelartigen Teil 57 aufgewickelten endlosen Treibschnur
66, welche in mehreren Windungen in den Rillen des Teiles 57 sowie um eine Leitrolle
67 herumgelegt ist und eine die Schnur nachgiebig machende Zugfeder 68 eingeschaltet
enthält. Der Antrieb der Schnur 66 wird durch einen Hebel 72 bewirkt, der in ein
rahmenartiges Glied 69 (Fig. 2 und 3) eingreift, das in die Schnur eingeschaltet
ist. Das Glied 69 ist mit einem Steg 7o versehen, der in eine von den am
Hebel
72 angeordneten Kerben 73 eingelegt und darin durch eine abnehmbare Deckplatte 84
festgehalten wird. Der Hebel 72 ist um die ortsfest gelagerte Achse 7r schwingbar
und erhält seinen Antrieb mittels der Exzenterscheibe 76, mit deren Nut 75 der Hebel
72 mittels der an demselben angebrachten Gleitrolle 74 in Eingriff steht. Die Treibschnur
66 erhält so eine hin und her gehende Bewegung.
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Die beiden Hebel 72 könnten auch auf einer gemeinschaftlichen Achse
aufgekeilt und durch eine einzige Exzenterscheibe in gleichem Sinne angetrieben
werden. Die im entgegengesetzten Sinne erfolgende Drehung der beiden Klemmzangen,
was zur Erzielung einer nicht von selbst aufgehenden Hülle unerläßlich ist, wird
dabei dadurch - erreicht, daß ' die Schnüre 66 in umgekehrtem Sinne um den trommelartigen
Teil 57 herumgelegt sind.
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Der Winkel, um den jede Klemmzange gedreht wird, hängt ab von dem
Betrag, um welchen das Glied 69 und die Schnur 66 beim Schwingen des Hebels
72 verstellt wird und richtet sich nach der Lage der Kerbe 73, in welche das Glied
69 eingesetzt ist, d. h. deren Entfernung vom Drehpunkte 7= des Hebels 72.
Die Leitrolle 67 ist in einem Schlitz 79 eines ortsfesten Ständers 8o verstellbar,
um einen geradlinigen Lauf der Schnurtrume zu sichern.
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In der Fig. 5 ist eine abgeänderte Ausführungsform des Schnurantriebes
veranschaulicht, bei welcher die Drehung der beiden Hülsen 56 durch eine gemeinschaftliche
endlose Treibschnur 81 bewirkt wird, welche über Leitrollen 82 geleitet und durch
einen Schwinghebel 83, ähnlich demjenigen 72, in Bewegung gesetzt wird.
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Die Arbeits- und Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist die
folgende Die durch die Organe 62 und 65 bewirkte relative Verstellung der Teile
56 und 63 in bezug aufeinander erfolgt derart, daß, wenn das Bonbon nebst der rohrförmigen.
Hülle von der Haltezange 50 in Reihe mit den Klemmzangen Z gebracht worden
ist (Fig. z), diese letzteren gerade eine solche Lage einnehmen, daß ihre Backen
59 geöffnet sind (Fig. q. strichpunktiert). Zu gleicher Zeit läuft die Gleitrolle
74 in dem konzentrischen Nutenteil 77, so daß die Klemmzangen keine Drehbewegung
durch die Hebel 7z erhalten können. Sobald jedoch die Gleitrolle 74 den exzentrischen
Nutenteil betreten hat,, geraten die inzwischen geschlossenen Klemmzangen in zueinander
entgegengesetztem Sinne in Drehung, wobei die durch die Klemmbacken gehaltenen und
sich daher nach außen erweiternden Endteile L und K der Bonbonhülle zusammengedreht
werden. Hierbei bleibt die Haltezange 50 geschlossen und hält das Bonbon
samt Hülle unbeweglich fest. Beim. Zusammendrehen müssen sich die beiden Klemmzangen
Z, damit die Hülle nicht zerreißt, um einen bestimmten Betrag einander nähern, was
durch zweckentsprechende Wahl des Hubes der Rolle 62 bewerkstelligt wird.
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Nachdem die Gleitrolle 74. wieder in den konzentrischen Nutenteil78
eingetreten ist, hört die Drehbewegung der Klemmzangen Z auf und im gleichen Moment
bewirken die Rollen 65 das Offnen dieser Zangen, wodurch das fertig eingewickelte
Bonbon frei wird und durch die Haltenzange 5o nach der Sammelstelle befördert werden
kann.
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Die Vorzüge der beschriebenen Vorrichtung bestehen vor allem in der
großen Einfachheit, mit welcher der Grad des Zusammendrehens der Umhüllung, d. h.
die Anzahl Drehungen der Klemmzangen, geregelt werden kann, und ferner in der äußerst
einfachen Übertragung der Drehbewegung auf diese Zangen. Außerdem ist das vollkommen
geräuschlose Arbeiten der Vorrichtung als Vorzug anzusehen.