DE337478C - Verfahren zum Aufbringen von Verstaerkungsringen aus Schmiedeeisen oder Stahl auf Maschinenzylinder - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen von Verstaerkungsringen aus Schmiedeeisen oder Stahl auf Maschinenzylinder

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DE337478C
DE337478C DE1920337478D DE337478DD DE337478C DE 337478 C DE337478 C DE 337478C DE 1920337478 D DE1920337478 D DE 1920337478D DE 337478D D DE337478D D DE 337478DD DE 337478 C DE337478 C DE 337478C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00Casting in, on, or around objects which form part of the product

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufbringen von Verstärkungsringen aus Schmiedeeisen oder Stahl auf Maschinenzylinder. -Es ist bekannt, doppelwandige Maschinenzvlinder für Verbrennungskraftmaschinen dadurch gegen Anreißen zu schützen, daß man an den hochbeanspruchten Stellen schmiedeeiserne Einlagen eingießt. Diese Einlagen werden als- ganze oder halbe Ringe entweder mit vollem Querschnitf, oder um auf die Kühlung an diesen Stellen infolge Materialienhäufung nicht vollständig verzichten zu müssen, als Rohre ausgeführt.
  • Diese Ausführungen sind in bezug auf die Haltbarkeit der Zylinder zwecklos, denn die Einlagen sind infolge ihrer Anordnung günstigsten Falles imstande, die Tangentialspannungen der Kanonen (Ventilkammern), nicht aber, was viel wichtiger wäre, die des eigentlichen Zylindermantels aufzunehmen. Dabei besteht noch der Nachteil, daß die Einlagen in die Form selbst, das sind die a.'uszagießenden Hohlräume, und nicht in den Kern oder die Umhüllung des zu gießenden Stückes eingelegt - werden müssen. Beim Gießen des Zylinders schreckt sich daher das flüssige Eisen an den in den Hohlräumen der Form liegenden Einlagen ab, wird dadurch hart und verliert zum Teil die für -die Haltbarkeit des Zylinders so notwendigen Eigenschaften. Durch das Abkühlen entstehen Spannungen, Lunker und Blasen. Das sind Nachteile, welche durch die Vorteile, die durch die Anwendung der Einlagen angestrebt wurden, nicht ausgeglichen werden.
  • Das Eingießen der Einlagen bringt außerdem an den gefährdeten Stellen ganz bedeutende Materialanhäufungen mit sich, durch welche die Kühlung außerordentlich verschlechtert, .wenn nicht ganz unwirksam gemacht wird.
  • Werden die schmiedeeisernen Einlagen aus Rohren hergestellt, so besteht die Gefahr, daß diese beim Gießen teilweise durchbrennen und zuggeschmort werden. Es ist dann nicht mehr möglich, diese Stellen, wie beabsichtigt, durch ein durch die Rohre hindurchzuführendes Kühlmittel besonders zu kühlen. Auch der angestrebte Zweck =der Einlage, das ist die Verstärkung der gefährdeten Stellen, wird nicht erfüllt, weil die Einlage stellenweise verbrannt ist und daher wenig Halt mehr bietet.
  • Diese Übelstände zu vermeiden, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Nach dieser werden die Zylinder nicht durch Eingießen von Einlagen in die Zylinderwand verstärkt, sondern es werden nach dem Gießen kräftigere Ringe aus Schmiedeeisen oder Stahl an den gefährdeten Stellen aufgesetzt. Diese Ringe sind imstande, die Tangentialspannungen der inneren Zylinderwand aufzunehmen, sie zu entlasten und gegen Anreißen zu schützen.
  • Bisher war das Aufbringen derartiger Ringe auf die Innenwand des Zylinders allerdings nicht möglich, weil die Abmessungen der Zylinder über die Stirnwände und über die nicht zu vermeidenden Angüsse und Kanonen usw. viel größer sind als der äußere Durchmesser des inneren Zylindermantels. Durch die vorliegende Erfindung wird es möglich, solche Verstärkungsringe trotz der sperrigen Abmessungen der Zylinder an den beiden Enden auf der -inneren Zylinderwand aufzubringen, und zwar dadurch, daß man die . Ringe vor dem Gießen des Zylinders in den Kühlraumkern einlegt bzw. einbettet.
  • Man hat z. B. bei der Herstellung von Gußrohren mit aufsitzenden, ungeteilten losen Flanschen die losen, bearbeiteten Flanschen vor der Herstellung des Gusses in die -Gußform eingelegt, um die Rohre mit den Bunden zum Halten der Flanschen gleich-- zeitig gießen zu können. Auf ganz ähnliche I Weise werden die Verstärkungsringe in den Kühlraumkern der Zylinder eingelegt: Aül~ der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt. Fig. i zeigt einen einteiligen, d..h. aus einem Stück gegossenen und mit.einer Laufbüchse versehenen Zylinder. Auf jeder Zylinderseite sind neben den Kanonen, in welchen die Ventile sitzen, auf der inneren Zylinderwand zwei Verstärkungsringe ca vorgesehen. Fig. ä zeigt einen in der Mitte der Längsrichtung geteilten Zylinder. Auch bei diesen sind auf jeder Seite neben den Kanonen je zwei Verstärkungsringe a angeordnet. Die Zahl dieser Ringe ; kann jeweilig beliebig gewählt werden. Als Sitzstellen für die Ringe sind etwa 15 mni über die Zylinderwand vorstehende, umlau-_fende Leisten vorgesehen, die nach dem Gießen bearbeitet werden. ' - Die Lage der Ringe, die sie in der Form, d. h. im Kühlraumkern bis nach dem Gießen des Zylinders einnehmen, ist in den Fig. i und z strichpunktiert angegeben. Die Ringe liegen, in den Kern eingebettet, in der Mitte des 7_vlinders. Da sie im Innendurchmesser größer sind, als die Zylinderinnenwand an dieser Stelle außen ist, so können sie auf der Innenseite mit einer entsprechenden Schicht Lehm und Formsand bedeckt werden, durch die es verhütet wird, daß das flüssige Eisen mit den Ringen in Berührung kommt.
  • Es erfolgt daher beim Gießen des Zylinders kein Abschrecken des Materials durch die Ringe. Es entstehen keine Spannungen durch ungleichmäßiges Abkühlen. Auch ist für die Bildung von Lunkern kein Anlaß gegeben.
  • Gießereitechnisch bietet die Ausführung keinerlei Schwierigkeiten. Die Anwendung des Verfahrens für die Aufbringung von V erstärkungsringen auf den Mantel eines Zylinders auf diese Art ist jedoch neu.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zum Aufbringen -zon--V`erstärkungsringen aus Schmiedeeisen oder Stahl auf der Innenwand gegossener, einuni mehrteiliger Maschinenzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsringe (a) vor dem Gießen der Zylinder in den Mantelkern oder in die Form eingebettet werden, um sie erst nach dem Gießen auf die für sie vorgesehenen Sitzstellen aufzubringen.
DE1920337478D 1920-01-07 1920-01-07 Verfahren zum Aufbringen von Verstaerkungsringen aus Schmiedeeisen oder Stahl auf Maschinenzylinder Expired DE337478C (de)

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