DE336960C - Verfahren zur Erhoehung der Arbeitsgeschwindigkeit beim Bearbeiten von Metallen mittels spanabnehmender Werkzeuge - Google Patents
Verfahren zur Erhoehung der Arbeitsgeschwindigkeit beim Bearbeiten von Metallen mittels spanabnehmender WerkzeugeInfo
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- DE336960C DE336960C DE1919336960D DE336960DD DE336960C DE 336960 C DE336960 C DE 336960C DE 1919336960 D DE1919336960 D DE 1919336960D DE 336960D D DE336960D D DE 336960DD DE 336960 C DE336960 C DE 336960C
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- 238000000034 method Methods 0.000 title claims 2
- 238000003754 machining Methods 0.000 title 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 title 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 title 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23Q—DETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
- B23Q11/00—Accessories fitted to machine tools for keeping tools or parts of the machine in good working condition or for cooling work; Safety devices specially combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, machine tools
- B23Q11/10—Arrangements for cooling or lubricating tools or work
- B23Q11/1038—Arrangements for cooling or lubricating tools or work using cutting liquids with special characteristics, e.g. flow rate, quality
- B23Q11/1061—Arrangements for cooling or lubricating tools or work using cutting liquids with special characteristics, e.g. flow rate, quality using cutting liquids with specially selected composition or state of aggregation
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Description
Bei der Bearbeitung der Metalle durch Drehen, Bohren, Fräsen, Hobeln, Sägen und
Schleifen gibt es eine gewisse kritische Geschwindigkeit, welche bei der Abnahme der
Späne nicht überschritten werden darf, weil andernfalls die Werkzeuge trotz Zufuhr von
Sclimiermitteln durch Erhitzung Schaden leiden. Dasselbe ist der Fall, wenn eine gewisse kritische
Spanstärke überschritten wird. Es ist
ίο bekannt, daß man der schädlichen Erhitzung
bis zu einem gewissen, aber verhältnismäßig geringen Grade begegnen kann, wenn man auf
das spanabnehmende Werkzeug einen mehr oder weniger kräftigen Luftstrom bläst. Dabei
muß zur Erzielung größerer Luftgeschwindigkeiten die Luft entsprechend verdichtet werden.
Die vorliegende Erfindung soll ermöglichen, die Arbeitsgeschwindigkeit, welche durch das
vorstehende bekannte Verfahren erreicht werden kann, noch weiter zu steigern.
Es geschieht dies dadurch, daß man entweder den verdichteten Gasstrom vor seiner
Verwendung kühlt oder ein verflüssigtes Gas auf das spanabnehmende Werkzeug in die
Nähe der Arbeitsstelle leitet. Hierdurch wird einerseits eine Vernichtung der erzeugten schädlichen
Wärme in einem bislang unbekannten Grade bewirkt, anderseits kann aber auch eine fast beliebig weit zu treibende Kühlung
der Werkzeuge und insbesondere auch des Werkstücks herbeigeführt werden, die in vielen
Fällen eine besondere Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit oder eine Vergrößerung der
abnehmbaren Späne ermöglicht, weil viele Metalle unter dem Einfluß der Temperaturerniedrigung
an Zähigkeit verlieren und spröde werden.
Wird beispielsweise Schmiedeeisen auf einer Drehbank bearbeitet, so zeigen die Späne bei
einer gewissen Geschwindigkeit die Anlauffarben als Beweis für die hohe Erhitzung der Späne
und der Stahlspitze.
Bläst man nun einen starken, ungekühlten Luftstrom gegen die Arbeitsstelle, so verschwinden
bei fortgesetzter Dreharbeit die Anlauffarben, und man kann die Geschwindigkeit des Arbeitsvorganges um einen gewissen
Betrag steigern, bis die Anlauffarben wieder auftreten. Eine weitere Steigerung verbietet
sich mit Rücksicht auf das Stumpfwerden des Werkzeuges. Hingegen läßt sich die Geschwindigkeit
des Arbeitsvorganges noch weiter steigern, wenn man auf die Arbeitsstelle einen Luftstrom bläst, der nach der Verdichtung
gekühlt worden ist. Die Temperaturerniedrigung, die beim Ausströmen gekühlter, verdichteter
Luft auftritt, verursacht eine weitaus wirksamere und mehr in die Tiefe gehende
Abkühlung der Arbeitsstelle, als dies mit einfachen, wenn auch noch so starken oder mit
nur verdichteten, aber nicht gekühlten Luftströmen erreicht werden kann.
Verwendet man sehr hoch verdichtete und alsdann gekühlte Luft zum Anblasen der Arbeitsstelle,
insbesondere des Werkstückes, so verliert das Schmiedeeisen oberflächlich an
Zähigkeit und wird spröde. In diesem Zu- . stände läßt es sich leichter bearbeiten.
Es sind schon Verfahren bekannt, bei denen die Metalle leichter bearbeitbar gemacht werden
sollen, indem man durch Ätzung oder durch Erhitzung auf die Oberfläche der be-.
treffenden' Körper einwirkt. Diese Verfahren haben abel· nur Wert, wenn es sich um die
Bearbeitung sehr harter Gußeisenkrusten oder harten Stahles handelt. Für diese Werkstoffe
ist das neue Verfahren nicht bestimmt.
ίο Als eine für den gewöhnlichen Werkstattbetrieb
besonders empfehlenswerte Ausführungsform der Erfindung empfiehlt es sich, atmosphärische
Luft möglichst stark zu verdichten, durch Wasser oder Eis möglichst stark abzukühlen
und alsdann auf die Werkzeuge oder Werkstücke zu leiten, deren Geschwindigkeit sodann über das gewöhnliche Maß erhöht werden
kann, weil durch die beim Ausströmen der kalten Preßluft eintretende Ausdehnung die Temperatur der Luft sinkt.
An Stelle der verdichteten und gekühlten Luft kann man auch den aus einer Flasche
mit flüssiger Kohlensäure austretenden Gasstrom verwenden, oder man kann auf die
Arbeitsstelle oder den zu bearbeitenden Gegenstand flüssige Luft auftropfen lassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit beim Bearbeiten von Me-* tallen mittels spanabnehmender Werkzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß der gegen das Werkzeug zu blasende an sich bekannte verdichtete Gasstrom gekühlt oder ein flüssiges Gas auf die Arbeitsstelle geleitet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE336960T | 1919-05-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE336960C true DE336960C (de) | 1921-05-19 |
Family
ID=6220941
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919336960D Expired DE336960C (de) | 1919-05-13 | 1919-05-13 | Verfahren zur Erhoehung der Arbeitsgeschwindigkeit beim Bearbeiten von Metallen mittels spanabnehmender Werkzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE336960C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767154C (de) * | 1938-05-21 | 1951-12-03 | Gotthold Dr-Ing Pahlitzsch | Werkzeugkuehlung |
| DE912776C (de) * | 1943-03-05 | 1954-06-03 | Ernst Hocke Dr | Gas- oder dampffoermiges Mittel zum Schmieren und Kuehlen von Bearbeitungswerkzeugen |
| DE1197725B (de) * | 1960-03-04 | 1965-07-29 | Karl Theodor Preger | Verfahren zur spanenden Bearbeitung von Werkstuecken bei Temperaturen des Werkstuecks von unter 0íµ |
| CN121060674A (zh) * | 2025-10-29 | 2025-12-05 | 兴化格林生物制品有限公司 | 一种调味料生产用初步打碎装置 |
-
1919
- 1919-05-13 DE DE1919336960D patent/DE336960C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767154C (de) * | 1938-05-21 | 1951-12-03 | Gotthold Dr-Ing Pahlitzsch | Werkzeugkuehlung |
| DE912776C (de) * | 1943-03-05 | 1954-06-03 | Ernst Hocke Dr | Gas- oder dampffoermiges Mittel zum Schmieren und Kuehlen von Bearbeitungswerkzeugen |
| DE1197725B (de) * | 1960-03-04 | 1965-07-29 | Karl Theodor Preger | Verfahren zur spanenden Bearbeitung von Werkstuecken bei Temperaturen des Werkstuecks von unter 0íµ |
| CN121060674A (zh) * | 2025-10-29 | 2025-12-05 | 兴化格林生物制品有限公司 | 一种调味料生产用初步打碎装置 |
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