DE335940C - Verfahren zur Erzeugung von Emailleueberzuegen von metallischem Aussehen und Metallglnz aufkeramischen oder Eisengegenstaenden - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Emailleueberzuegen von metallischem Aussehen und Metallglnz aufkeramischen oder Eisengegenstaenden

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DE335940C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C8/00Enamels; Glazes; Fusion seal compositions being frit compositions having non-frit additions
    • C03C8/14Glass frit mixtures having non-frit additions, e.g. opacifiers, colorants, mill-additions

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Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Emailleüberzügen von metallischem Aussehen und Metallglanz auf keramischen oder Eisengegenständen. In der Emailliertechnik hat man bisher metallisch aussehende Überzüge dadurch erzeugt, daß man entweder die käuflichen Glanzpräparate, welche die betreffenden Metalle (Gold, Silber, Kupfer, Platin) als feines Pulver enthalten, verwendete, oder daß man Verbindungen der .Metalle, in ätherischen Ölen aufgeschwemmt, auf die zu verzierenden Flächen auftrug und einbrannte, wobei die Metalle selbst abgeschieden wurden. Beide Arten der Erzeugung metallischer Überzüge weisen aber erhebliche Nachteile auf: Die Glanzpräparate sind so hoch im Preise; daß nur eine sehr beschränkte Verwendung für besonders künstlerisch zu verzierende Gegenstände möglich ist; die öligen Aufschwemmungen der verschiedenen Metallverbindungen müssen sehr sorgsam von Hand (mit Pinsel oder Bürste) aufgetragen werden, bedingen also viel Arbeitskästen, und außerdem sind die mit ihnen erzeugten Überzüge wenig haltbar und auch nicht glänzend.
  • Ferner ist es seit langem bekannt, Dachziegel mit »Eisenglasuren« zu überziehen mit Hilfe des sogenannten »Üldämpfverfahrens«. Dabei werden die mit den Eisenglasurmassen (Mischung von Eisenoxyd und Sand) überzogenen und bei etwa 115o bis 135o° gargebrannten Ziegel meinen luftdicht abgeschlossenen Ofen gebracht und unter dauerndem Erhitzen »Dampföl« eingeführt. Letzteres wird durch die Ofenhitze zersetzt, durch die entstehenden reduzierenden Gase- wird Reduktion des Eisenoxydes und Ablagerung von Graphit in den Poren der erhitzten Dachziegel hervorgerufen, die dadurch eine matte schwarze oder graue Färbung annehmen.
  • Von diesen und ähnlichen bekannten Verfahren unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung grundsätzlich dadurch, daß bei diesem Verfahren Emaille- oder emailleähnliche Überzüge erzeugt werden, zu deren Einbrennen Temperaturen von etwa 8oo bis goo° angewandt werden, und daß das Einbrennen in den üblichen Em@aillieröfen, also in oxydierender Atmosphäre, ausgeführt wird, während bei jenen bekannten-Verfahren ängstlich jeder Luftzutritt vermieden werden und sogar das Abkühlen der glasierten Waren in reduzierender Atmosphäre erfolgen soll.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Erzeugung von Fritten oder Emaillen, die in Wasser aufgeschwemmt und auf die zu verzierenden Gegenstände aufgetragen oder auch (mit dem sog. »Aerographen«) aufgespritzt werden, rund die beim Aufbrennen einen metallähnlichen Überzug liefern, der je nach den anzuwendenden Mengenverhältnissen und Zusätzen (auf der Mühle) beliebige Färbungen (silberig, kupfersg, goldig usw.) hat. Alle diese Wirkungen werden erzielt mit Hilfe von Eisenverbindungen, denen solche Stoffe beigerriengt werden, die eine Oxydation, also die Bildung von Ferrisalzen in der Emaille beim Aufbrennen, verhindern können, wie z. B. Kohle- oder Kokspulver, KienruB: as@v: -Je nach ,dem besonderen Verwendungszweck und der zu erzielenden bestimmtLFärbüng Wie'rdt,#l als weitere Zusätze Kieselsäurehydrat oder Kieselgur, Borax, wie auch fertige Metall- (namentlich Eisen-) Silikate oder -Borate benutzt.
  • Man verfährt beispielsweise derart, daß man einem fertigen (farbigen) Emaillepulver (etwa den vierten Teil) Eisenverbindungen (Oxyd, Vitriol, daneben auch Silikat oder Borat), ferner je nach der Art der Eisenverbindung entsprechende Mengen kohlenstoffhaltigen Gutes (Kokspulver, Ruß) sowie gegebenenfalls hydratische Kieselsäure, Borax und Ton auf der Mühle zusetzt, die Masse wie üblich mahlt, aufträgt oder aufspritzt und in den üblichen Emaillieröfen.einbrennt. Bei Zusatz z. B. von Eisensilikat (oder borat) werden wunderbar schöne silberige Wirkungen erzielt, wie sie überhaupt bisher in ähnlicher Stärke und Wirkung nicht erhalten worden sind.

Claims (3)

  1. FATrNT-ANSi'R$CI1 E: i. Verfahren zur Erzeugung von Emailleüberzügen von metallischem Aussehen und mit Metallglanz auf keramischen oder Eisengegenständen, dadurch gekennzeichnet, daßeine Fritte oder Emaille in wässeriger Aufschwemmung verwendet wird, die als hauptsächlich wirksamen Bestandteil Eisenverbindungen enthält m:it solchen Zusätzen, die beim Einbrennen der Emaille - in den gewöhnlichen Brennöfen die Bildung von Ferriverbindungen verhindern.
  2. 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Eisenverbindungen und den reduzierend wirkenden Stoffen noch ein Flußmittel wie Borax, gegebenenfalls auch Kieselsäurehydrat oder ähnliche Kieselsäurestoffe zugesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatz noch Metall- (vorzugsweise Eisen-) Silikate oder -Borate verwendet werden.
DE1919335940D 1919-06-04 1919-06-04 Verfahren zur Erzeugung von Emailleueberzuegen von metallischem Aussehen und Metallglnz aufkeramischen oder Eisengegenstaenden Expired DE335940C (de)

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