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Vorrichtung zum Anzeigen der relativen Phase von zwei sich drehenden
Wellen zur stoßfreien Einrückung von Kupplungen. Es ist eine Vorrichtung zum Anzeigen
der relativen Phase von zwei sich drehenden Wellen zur stoßfreien Einrückung von
Kupplungen bekannt, bei der mit den Wellen zwei Scheiben fest verbunden sind; die
mit gegeneinander schrägen Schlitzen versehen sind, durch deren Schnittpunkt der
. Strahl einer passenden Lichtquelle hindurchtritt, der sich je nach der relativen
Bewegung der Scheiben radial nach innen oder außen bewegt.
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Dieses System wird für den vorliegenden Zweck, Ermöglichung der stoßfreien
Einrückung von Kupplungen, in der Weise benutzt,. daß zwei mit gegeneinander schrägen
Schlitzen versehene konzentrische Zy._ linder zur Verwendung kommen, von denen der
eine auf dem nichtgleitenden, der andere auf dem gleitenden Teil der Kupplung angebracht
ist, wobei die Schlitze des einen Zylinders länger sind, als die Schlitze des anderen
Zylinders, so daß eine durch die Kupplung verursachte relative Bewegung der geschlitzten
Teile stattfinden kann, ohne die erzeugte Lichtwirkung zu stören.
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In der Zeichnung zeigt: Fig. r einen senkrechten Längsschnitt durch
die Vorrichtung, Fig.2 einen senkrechten Querschnitt, und zwar auf der rechten Hälfte
nach A-A und auf der linken - Hälfte nach B-B der Fig. i. Fig.3 zeigt eine Abwicklung
der Mäntel der beiden Zylinder.
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Fig. a .zeigt den Zusammenbau der Vorrichtung mit einer Klauenkupplung,
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform bei der ein im wesentlichen kegelförmiger Spiegel
verwendet wird, um die Strahlen von einer passenden Lichtquelle .durch die geschlitzten
Teile zu werfen. -Fig.6 zeigt als Einzelheit einen Schnitt nach C-C der Fig. 5.
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Auf zwei mit Klauenkupplungshälften versehenen in derselben Achse
liegenden Wellen a und b (s. Fig. i bis 3) sind zwei zylindrische. trommelförmige
Teile c und d angeordnet. Der Teil c ist an einer Kupplungshülse e der einen
Welle a und der andere Teil d auf der anderen Welle b angebracht. Der Durchmesser
des Teiles d ist so bemessen, daß letzterer im Innern des Teiles c frei umlaufen
kann, vorzugsweise ohne ihn zu berühren. In den zylindrischen Wandungen der Teile
c und d sind Schlitze f, g vorgesehen, die vorzugsweise mit abgeschrägten
Kanten versehen sind. Die Schlitze g des inneren Teiles d sind parallel zur Umdrehungsachse,
dagegen die Schlitze f des äußeren Teiles c zu dieser Achse geneigt angeordnet.
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Im Innern der geschlitzten Teile ist eine
passende
Lichtquelle, z. B. eine längliche Glühlampe h angebracht, die sich nicht mitdreht,
sondern vorzugsweise in einem die zvlindrischen Teile c und d und die Klauenkupplung
umgebenden Gehäuse j gehalten wird..
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Die Lichtquelle kann auch in jeder passenden Entfernung und Stellung
angeordnet sein und ihre Strahlen können durch einen im Innern der zylindrischen
geschlitzten Teile befindlichen Spiegel zurückgeworfen werden, wie weiter unten
mit Bezug auf Fig. 5 erläutert ist.
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Wenn beide geschlitzten Teile oder Trommeln mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit
umlaufen, scheint das Licht durch die einander deckenden Stellen der beiden Schlitzreihen
hindurch und bildet infolge des Nachbildes im Auge des Beobachters eine Lichtlinie,
die sich um .den Mantel der Trommeln erstreckt.
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Die zum stoßfreien- Einrücken der Kupplung erforderliche richtige
gegenseitige Phase ist dann vorhanden, wenn sich die Körper in ihren richtigen gegenseitigen
Lagen im Ruhezustand befinden, was dem Beobachter beim Umlaufen der Teile durch
die Lichtlinie angegeben wird.
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Die geschlitzten Trommeln können beide unmittelbar auf zwei in einer
Achse liegenden Wellen angeordnet sein, oder die eine Trommel auf einer der Wellen
und die andere auf einem in der Längsrichtung verschiebbaren Teil der Klauen.kupplung.
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Bei der Ausführungsform nach Iyig. 4, bei der jede zu kuppelnde Welle
Klauen l bzw. in
besitzt, die mit einer Kupplungshülse n. in Eingriff kommen,
kann der äußere geschlitzte Teil c bequem an der Kupplungshülse it befestigt werden;
der innere geschlitzte Teil d ist mittels eines Flansches an dem die Klauen tragenden
Teil l der einen Welle befestigt.
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Die Schlitze dieses inneren Teiles sind parallel zur Umdrehungsachse
und bedeutend länger als die Schlitze f des äußeren zylincIrischen Teiles c, um
bei der Betätigung der Kupplungshülsen eine Längsbewegung des Außenteiles über den
Innenteil zu gestatten.
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Um das von der Lampe lt o. dgl. Lichtquelle zugestrahlte Licht
zu zerstreuen, wird zwischen dieser Lichtquelle und dem Mantel Lies geschlitzten
Innenteiles d ein gekrümmter Schirm o aus A/Iattglas oder ähnlichem Material angebracht.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist der geschlitzte Innenteil
d mittels eines Flansches s auf der Kupplungshülse na angebracht.
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Der geschlitzte Außenteil c besitzt einen nach innen gekehrten Flansch
t, mittels dessen er an dem Klauenteil l befestigt ist. Am Flansch t ist ein Ring
2t mit abgeschrägter Kante angebracht, die mit einem Spiegel v versehen ist; letzerer
kann aus einer Anzahl flacher Spiegelstücke bestehen.
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Im Flansch s sind öffnungen oder Durchbrechungen w (s. Fig. 6) vorgesehen,
durch die das Licht der Lampen h auf den Spiegel v fallen und auf die Überdeckungsstellen
der Schlitze g, f zurückgeworfen werden kann. Im Lampengehäuse x kann ein Lichtzerstreuungsorgan
o angebracht sein. Der überhängende Teil der Hülse st kann mittels eines auf dem
Teil l gleitenden Flansches gestutzt werden.
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Bei den gezeichneten Ausführungsformen drehen sich die, zylindrischen.
Schlitzteile natürlich mit derselben Geschwindigkeit wie die Teile auf denen sie
angebracht sind. Um die relative Phase richtig anzuzeigen, muß daher die Anzahl
der Schlitze in den Schlitzteilen entweder gleich derjenigen der Klauen des Berührungsteiles
der Kupplung oder einer in dieser aufgehenden Zahl gleich sein. Oder, wenn die Wellen
nur in einer Stellung gekuppelt werden sollen, ist nur ein Schlitz in jedem Teil
nötig.
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Bei gewissen Ausführungsförmen können die Schlitze der beiden Reihen
entgegengesetzt geneigt sein, d. h. die äußeren Schlitze können parallel zur Drehachse,
die inneren dagegen in bezug auf diese Achse geneigt sein. Es können auch die Schlitze
beider Reihen in bezug auf die Drehachse geneigt sein; in diesem Falle sollte die
Neigung vorzugsweise in gleichem Sinn verlaufen und es ist dabei erforderlich, daß
die Neigung der Schlitze einer der Reihen größer ist als diejenige der anderen,
damit die Strahlen der Lichtquelle durch die Schnittstellen der Schlitzachsen und
nicht durch die ganzen Schlitze das Auge des Beobachters treffen, was der Fall sein
würde, wenn die Neigungen in gleichem Sinn verlaufen und gleich groß wären.
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Andererseits kann, wenn die Wellen nur in einer oder zwei Stellungen
gekuppelt werden sollen, der gegenseitige Abstand der Schlitze auf dem Umfang ungleich
sein, oder es können in den beiden Schlitzteilen verschieden viele gleichmäßig verteilte
Schlitze angeordnet sein.