DE335251C - Apparat zur Messung der Temperaturdifferenz zwischen zwei bestimmten Punkten oder zur Aufrechterhaltung einer vorher bestimmten Temperaturdifferenz zwischen diesen Punkten mit Hilfe von in diesen Punkten angebrachten elektrischen Widerstaenden - Google Patents

Apparat zur Messung der Temperaturdifferenz zwischen zwei bestimmten Punkten oder zur Aufrechterhaltung einer vorher bestimmten Temperaturdifferenz zwischen diesen Punkten mit Hilfe von in diesen Punkten angebrachten elektrischen Widerstaenden

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DE335251C
DE335251C DE1914335251D DE335251DD DE335251C DE 335251 C DE335251 C DE 335251C DE 1914335251 D DE1914335251 D DE 1914335251D DE 335251D D DE335251D D DE 335251DD DE 335251 C DE335251 C DE 335251C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K7/00Measuring temperature based on the use of electric or magnetic elements directly sensitive to heat ; Power supply therefor, e.g. using thermoelectric elements
    • G01K7/16Measuring temperature based on the use of electric or magnetic elements directly sensitive to heat ; Power supply therefor, e.g. using thermoelectric elements using resistive elements
    • G01K7/18Measuring temperature based on the use of electric or magnetic elements directly sensitive to heat ; Power supply therefor, e.g. using thermoelectric elements using resistive elements the element being a linear resistance, e.g. platinum resistance thermometer
    • G01K7/20Measuring temperature based on the use of electric or magnetic elements directly sensitive to heat ; Power supply therefor, e.g. using thermoelectric elements using resistive elements the element being a linear resistance, e.g. platinum resistance thermometer in a specially-adapted circuit, e.g. bridge circuit
    • G01K7/21Measuring temperature based on the use of electric or magnetic elements directly sensitive to heat ; Power supply therefor, e.g. using thermoelectric elements using resistive elements the element being a linear resistance, e.g. platinum resistance thermometer in a specially-adapted circuit, e.g. bridge circuit for modifying the output characteristic, e.g. linearising

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  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

  • Apparat zur Messung der Temperaturdifferenz zwischen zwei bestimmten Punkten oder zur Aufrechterhaltung einer vorher bestimmten Temperaturdifferenz zwischen diesen Punkten mit Hilfe von in diesen Punkten angebrachten elektrischen Widerständen. Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Apparate zur Temperaturregelung und -Messung. Sie kann auch zur Aufrechterhaltung einer vorherbestimmten Temperaturdifferenz zwischen zwei Punkten oder zur Messung der Temperaturdifferenz zwischen zwei Punkten benutzt werden. Sie hat besonderen Nutzen in Verbindung mit elektrischen Meßvorrichtüngen für Dampf, Gas oder Luft, von denen Fig. z der Zeichnung ein Schema zeigt.
  • Meßvorrichtungen dieser Art beruhen auf nachstehender Grundlage.
  • Wenn der zur Erhitzung eines Gases erforderliche Betrag an elektrischer Energie konstant bleibt, so ist die dadurch. hervorgebrachte Temperaturerhöhung umgekehrt proportional der Menge des durchströmenden Gases. Bei einer späteren Ausführungsform der Meßvorrichtung beruht die Wirkung darauf, daß die Menge des strömenden Gases, sofern die inForm vonWärme abgegebene elektrische Energie zwecks Erhaltung einer konstanten Temperaturzunahme im Gase automatisch- geregelt wird, der so abgegebenen Energie proportional ist. In beiden Fällen wird die Wärme mittels eine elektrischen Widerstandsrostes abgegeben, auf dessen jeder Seite ein weiterer Rost oder ein Widerstandsthermometer angeordnet ist, um-die Temperatur des Gases vor und nach der Erhitzung zu regeln oder zu messen.
  • Wenn das durch die hIeßvorrichtung strömende Gas immer annähernd dieselbe Temperatur vor der Erhitzung besitzt, so zeigt die Meßvorrichtung genau an. Wenn sie aber innerhalb eines weiten Bereichs von Temperaturschwankungen arbeiten soll, so werden die Angaben ungenau. Dies beruht darauf, .daß die Widerstandsdrähte, welche vorzugsweise aus Nickel. bestehen, ihren Widerstand nicht genau proportional der Temperaturerhöhung steigern. Mit anderen Worten: der Wert der Widerstandszunahme pro Grad Temperaturerhöhung wächst bei steigender Temperatur. Nach der Erfindung wird diese Ungenauigkeit beseitigt, indem ein Hilfswiderstand vorgesehen ist, welcher derselben Temperatur wie das eine der Thermometer ausgesetzt wird und so seinen Wert ändert, daß die oben beschriebene auf der Arbeit der Maßvorrichtung innerhalb eines weiten Bereichs von Temperaturen beruhende Schwankung aufgehoben oder ausgeglichen wird.
  • Eine fernere Anwendung der Erfindung liegt darin, daß ein Hilfswiderstand benutzt wird, um die Fehler zu beseitigen, die sich aus Schwankungen in der spezifischen Wärme ergeben könnten, sowie aus Schwankungen im Feuchtigkeitsgehalt des zu messenden Gases. Auf der Zeichnung ist Fig. z ein Schema des Apparates; Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch einen Ausgleichswiderstand, Fig. 3 ein Diagramm mit Temperatur-Widerstandskurve.
  • Das Gas fließt durch die Leitung i und wird bei seinem Durchgange durch den Widerstand 2 erhitzt, der über den Querschnitt der Leitung gleichmäßig verteilt ist. Widerstandsthermometer 3 und 4 sind auf entgegengesetzten Seiten des Heizwiderstandes angeordnet, um durch ihre Widerstandsschwankungen die Temperatur des Gases vor und nach der Erhitzung anzuzeigen. Diese Thermometer sind genau gleich, so daß sie bei gleicher Temperatur auch gleichen Widerstand besitzen.
  • Die Widerstände 3 und 4 sind in die beiden Zweige einer. Wheatstone-Brücke in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise eingeschaltet. Der Heizwiderstand 2 ist mit den Hauptleitungen 5, 6 in Reihe. mit einem Regulierwiderstande 7 verbunden. Die Wheatstone-Brücke, welche auch aus diesen Hauptleitungen Strom empfängt, besitzt in ihren anderen beiden Zweigen zwei Widerstände 8 und- g. Ein verstellbarer Widerstand io ist mit dem Widerstand 4 und ein Hilfswiderstand oder »Temperaturdifferenzwiderstand« ii mit dem Widerstand 3 -in Reihe geschaltet. Ein zweiter Widerstand 12 ist ebenfalls mit dem Widerstand 3 in Reihe geschaltet. Ein Schalter z3 ist vorgesehen, um den Hilfswiderstand ii auszuschalten. Der Schalthebel ist breit genug, um in der Querrichtung die feststehenden Kontakte zu überbrücken, so daß der Stromkreis der Wheatstone-Brücke niemals vollständig geöffnet wird.
  • Wenn das Gas erhitzt wird, so wird die Differenz im Widerstande der beiden Thermometer g und 4 durch den Widerstand ii ausgeglichen, der in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise geschaltet ist. Der Widerstand 7 wird automatisch durch geeignete, hier nicht näher zu beschreibende Mittel geregelt, um die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Thermometern konstant zu halten.
  • Wenn die Meßvorrichtung nicht wirkt, so ist der Heizungsstromkreis geöffnet und der Widerstand ii durch den Schalter 13 kurzgeschlossen. Zwecks Benutzung der Meßvorrichtung wird die Whentstone-Brücke durch den regelbaren Widerstand io ausgeglichen; der Ausgleich wird durch das Galvanometer 14 angezeigt. Bei der Arbeit der Meßvorrichtung ist der zum Widerstande des Thermometers 3 zugeschaltete Widerstand i= gerade ausreichend; um den Gesamtwiderstand bis zur Höhe desjenigen des heißeren Thermometers 4 zu steigern, und dementsprechend ist hierbei die Wheatstone-Brücke ebenfalls ausgeglichen. Irgendeine Abweichung von der vorher bestimmten konstanten Temperaturdifferenz bewirkt eine Störung des Ausgleichszustandes des Systems, worauf die an das Gas abgegebene Wärme zwecks Wiederherstellung des Ausgleiches automatisch geregelt wird. Da das Bestreben nach Schwankungen in der Temperaturdifferenz durch Schwankungen in der Menge des zufließenden Gases hervorgerufen wird, so ist ersichtlich die abgegebene Energiemenge ein Maß für die Strömung des Gases unabhängig von den Schwankungen in der Temperatur und im Druck des Gases. Vermöge Anwendung eines geeigneten Wattmeters kann die durchströmende Menge automatisch aufgezeichnet werden.
  • Wird, wie meist, Nickeldraht zur Herstellung der 'Thermometer verwendet, so steigert sich ebenso wie bei Verwendung der meisten anderen' Metalle der Widerstand für eine gegebene Tem-. peraturzunahme bei höherer Temperatur mehr als bei niederer. Wenn die Temperatur des zuströmenden Gases stets dieselbe ist, so zeigt das Thermometer genau. Ist aber die Temperatur des zuströmenden Gases manchmal hoch und manchmal niedrig, so ergibt sich eine gewisse Ungenauigkeit, weil die Nickelthermometer zu verschiedenen Zeiten in verschiedenem Temperaturbereich arbeiten. Mit anderen Worten hierbei entspricht eine konstante Temperaturdifferenz zwischen den beiden Thermometern nicht genau einem bestimmten Widerstandswerte in allen Bereichen. _ Dieser Sachverhalt wird durch Fig. 3 veranschaulicht, in welcher die Temperatur-Widerstandskurve von Nickel dargestellt ist. Es zeigt sich hier, daß eine. Temperaturzunahme von 6o auf 62° (Punkt A) einer geringeren Widerstandsänderung entspricht als eine Temperaturzunahme von 8o auf 82° (Punkt B). Für einige Stoffe fällt bei steigender Temperatur der Betrag der Widerstandszunahme. Die Kurve eines solchen Metalls ist in Fig. 3 punktiert angedeutet, da die Thermometer auch aus solchem Material hergestellt- sein könnten.
  • Der Hilfswiderstand ix besteht aus einem Material, das seinen Widerstand in solcher Weise ändert, daß wenn der Widerstand ii zum Widerstand des Thermometers `3 zugeschaltet wird, der Gesamtwiderstand im gesamten Arbeitsbereich der Meßvorrichtung dem Widerstand des Thermometers 4 gleich ist. Mit anderen Worten: Der Widerstand 11 gleicht die auf der Anwendung der Nickelthermometer beruhenden Schwankungen aus: Der Widerstand ii kann beispielsweise auf Nickel und Mangan bestehen, deren Mengenverhältnis j e nach Bedarf geregelt wird. Dieser Widerstand kann so, wie in Fig. 2 dargestellt, angebracht werden. Hierbei besteht das Gehäuse aus einem in die Wand i des Kastens der Meßvorrichtung eingeschraubten Kopf 15, in welchen ein Metallrohr 16 eingeschweißt ist. Dieses ist durch einen Metallpflock 17 verschlossen. Der Widerstand ist auf einer Stange 18 angebracht, die durch Öffnungen in Isolierscheiben ig, 2o hindurchgeht. Die Leiter 21 sind bei ihrem Durchgange durch die Scheiben versetzt; ihre Enden sind an den Widerstand angeschlossen. Die anderen Enden der Leiter gehen durch Isolierscheiben 22, 23 hindurch und sind mit äußeren Leitern 24 verbunden. Der Zwischenraum zwischen den letzterwähnten Scheiben ist vorzugsweise mit einer Isoliermasse ausgefüllt. Der Widerstand kann bei dieser Anordnung an einem beliebigen Punkte des Gehäuses der Meßvorrichtung angebracht und bequem entfernt werden. Er ist der direkten Berührung mit dem Gase entzogen. Da die Leiter vom Schalter 13 zum Widerstand ii dieselbe Länge besitzen, so gleichen sich ihre Widerstände gegenseitig aus, und dementsprechend kommt durch Umstellung des Schalters kein Fehler in die Angaben der Meßvorrichtung hinein, wenn die Thermometer ausgeglichen sind oder die Meßvorrichtung benutzt wird.
  • Da die spezifische Wärme mancher Gase unter verschiedenen Temperaturen usw. schwankt, so würden sich hieraus für gewöhnlich Fehler ergeben, diese können aber durch den Hilfswiderstand ii ausgeglichen werden. Beispielsweise kann durch geeignete Bemessung dieses Widerstandes die Temperaturdifferenz um denselben Prozentsatz vermindert werden, um welchen die spezifische Wärme wächst. Schwankungen im Wasserdampfgehalt des Gases können ebenso wie Schwankungen, die auf anderen die spezifische Wärme verändernden Ursachen beruhen, in derselben Art ausgeglichen werden.
  • Die Erfindung kann zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Temperaturdifferenz zwischen irgendwelchen zwei Punkten benutzt werden. Beispielsweise kann ein Ofen geregelt werden, so daß seine Temperatur dauernd eine bestimmte Höhe über der Außentemperatur beibehält. Die Regelung des Widerstandes des Stromkreises eines der Thermometer kann auch von Hand oder automatisch statt durch einen Hilfswiderstand bewirkt werden.

Claims (2)

  1. PATENT-Ax SPRÜCHE: i. Apparat zur Messung der Temperaturdifferenz zwischen zwei bestimmten Punkten oder zur Aufrechterhaltung einer vorher bestimmten Temperaturdifferenz zwischen diesen Punkten mit Hilfe von in diesen Punkten angebrachten elektrischen Widerständen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer dieser Widerstände aus zwei oder mehreren Stoffen besteht, die hinsichtlich ihrer Art und Menge so ausgewählt sind, daß innerhalb eines weiten Temperaturbereichs eine gewisse Differenz im Widerstande stets einer festen Temperaturdifferenz oder dem Werte entspricht, der sich ergibt, wenn man eine feste Temperaturdifferenz durch die spezifische Wärme des Gases teilt, in welchem die Widerstände liegen.
  2. 2. Apparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beide Widerstände (3 und 4) aus demselben Material bestehen, während ein Hilfswiderstand (ii) aus davon verschiedenem Material mit einem der Widerstände in Reihe geschaltet und denselben Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.
DE1914335251D 1913-08-16 1914-09-11 Apparat zur Messung der Temperaturdifferenz zwischen zwei bestimmten Punkten oder zur Aufrechterhaltung einer vorher bestimmten Temperaturdifferenz zwischen diesen Punkten mit Hilfe von in diesen Punkten angebrachten elektrischen Widerstaenden Expired DE335251C (de)

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DE1914335251D Expired DE335251C (de) 1913-08-16 1914-09-11 Apparat zur Messung der Temperaturdifferenz zwischen zwei bestimmten Punkten oder zur Aufrechterhaltung einer vorher bestimmten Temperaturdifferenz zwischen diesen Punkten mit Hilfe von in diesen Punkten angebrachten elektrischen Widerstaenden

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